„Albert“ erklärt die Wirtschaft

Der FernUni-Lehrstuhl für Wirtschaftsprüfung hat sein erstes Lehrvideo fertiggestellt. Es soll Studierende für Themenschwerpunkte sensibilisieren und Aspekte und Inhalte präsentieren.


Albert sorgt dafür, dass betriebswirtschaftliche Sachverhalte verständlich erklärt werden. In diesem Videoclip befasst er sich mit der Erwartungslücke.

Mit fast 1.000 Klicks nach einer Woche mutierte „Albert“ in einem bestimmten Bereich zu etwas wie einem „Youtube-Star“. Obwohl er keine Tipps zum Schminken, zur Mode oder zum Auto vermittelt, sondern insbesondere Studierenden der Wirtschaftswissenschaft anschaulich universitäre Lehrinhalte vermittelt. „Albert“ ist eine Trickfigur in einem Lehrfilm des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsprüfung (Prof. Dr. Gerrit Brösel) an der FernUniversität in Hagen. Mit solchen Filmen will der Lehrstuhl vor allem seine traditionelle universitäre Fernlehre abrunden und unterstützen, gleichzeitig aber auch die Öffentlichkeit über das Thema „Wirtschaftsprüfung“ informieren.

Mit dem „virtuellen Mitarbeiter Albert“ verbindet der Lehrstuhl den bewährten Studienbrief mit dem Internet. Seine Studienbriefe – die es gedruckt und als barrierefreie interaktive PDF-Dokumente gibt – werden entsprechend dem Blended Learning-Konzept der FernUniversität von Lösungen umrahmt, die die Digitalisierung ermöglicht. Hierzu gehören neben der Betreuung der Studierenden über die Lehrplattform „moodle“ die Webinare zu den einzelnen Lernmodulen sowie kostenfreie Apps (z. B. „Wer wird Bilanzexperte?“, „Wer wird WP-Experte?“). Das erste Lehrvideo zur Wirtschaftsprüfung wurde jetzt mit Unterstützung des Zentrums für Medien und IT (ZMI) der FernUniversität fertiggestellt, weitere sind geplant.

Videos sollen Studienbriefe nicht ersetzen, sondern unterstützen

„Zur Vermittlung komplexer Inhalte sind diese Zusatzangebote allerdings weder geeignet noch gedacht“, betont Prof. Gerrit Brösel. „Vielmehr wollen wir mit ihnen einerseits unsere Studierenden für Themenschwerpunkte sensibilisieren, andererseits mit diesem Medium grundlegende Inhalte und Aspekte auf eine neue Art und Weise präsentieren. Schließlich erfordern unterschiedliche Lerntypen eine Ansprache über verschiedene Wahrnehmungskanäle“, spielt er auf die höchst unterschiedlichen Studierenden der FernUniversität an. Prof. Brösel weiter: „Die Vermittlung der Inhalte über Studienbriefe wird also nicht ersetzt, sondern unterstützt. So können wir – an manchen Stellen auch mit verstecktem Humor und dem Bezug zu immer wieder auftauchenden fiktiven Figuren – ‚Anker‘ setzen, an die man sich im Hinblick auf bestimmte Sachverhalte bestenfalls leichter erinnern kann.“

Während sich die Studienbriefe an die „geschlossene“ Gruppe der Studierenden der FernUniversität richten, sollen die „Filme“ darüber hinaus auch die breite Öffentlichkeit ansprechen. Hierbei geht es insbesondere um die Vermittlung von betriebswirtschaftlichem Wissen im Allgemeinen sowie um Wissen über ausgewählte Sachverhalte des Berufsstands der Wirtschaftsprüfer im Besonderen.

Gerd Dapprich | 19.09.2017