Wissenswertes zum Studienbeginn bei Hagener Woche der Philosophie

An drei Tagen gab es auf dem Campus inhaltliche Einführungen und Tipps für Bachelorstudierende im Bereich Philosophie. Den Höhepunkt des Programms bildete ein öffentlicher Vortrag.


Brigitte Falkenberg am Vortragspult vor Publikum
Prof. Brigitte Falkenberg beleuchtete in ihrem Vortrag das Verhältnis zwischen Natur und Technik. (Foto: FernUniversität)

Die inhaltliche Auseinandersetzung ist nicht das einzige, was beim Studium an der FernUniversität in Hagen zählt – genauso wichtig ist, zu lernen wie man lernt: Für beides bot die Hagener Woche der Philosophie, zu der sich rund 40 Interessierte angemeldet hatten, die perfekte Gelegenheit. Die dreitägige Veranstaltung richtete sich vor allem an Studierende des Bachelorstudiengangs Kulturwissenschaften mit dem Fachschwerpunkt Philosophie. Besonders für Studienanfängerinnen und -anfänger lohnte sich die Teilnahme: Vertreterinnen und Vertreter der drei Lehrgebiete des Instituts für Philosophie stellten ihre inhaltlichen Schwerpunkte vor. Zudem klärten Online-Tutorinnen und -Tutoren über Hilfen beim wissenschaftlichen Arbeiten auf.

Für die Fernstudierenden stellte die Veranstaltung nicht nur eine gute Vorbereitung auf kommende Prüfungsleistungen dar, sie ermöglichte auch den persönlichen Austausch mit Kommilitoninnen, Kommilitonen und Lehrenden. Bei ausreichender Teilnahme wird die Woche als Präsenzveranstaltung angerechnet.

Mit insgesamt neun Vorträgen und Sitzungen näherte sich das Programm dem Studium aus zwei Richtungen an: mit Beiträgen zur allgemeinen akademischen Praxis und Organisation sowie konkreten philosophischen Einführungen. So informierte Dr. Christian Hofmann vom Lehrgebiet Philosophie II darüber, wie man sich am besten auf Klausuren vorbereitet, wohingegen Dr. Marcus Knaup vom selben Lehrgebiet „inhaltliche Starthilfe“ zur Ethik des Aristoteles gab.

Öffentlicher Vortrag und Ehrungen

Im Rahmen der Studienwoche wurden auch sieben Master- bzw. Bachelorabsolventinnen und -absolventinnen sowie ein Promovend geehrt, die im vergangenen Studienjahr ihren Abschluss am Institut erlangt haben. Auch die Leistung eines Promovenden im Deutsch-lateinamerikanischen Forschungs- und Promotionsnetzwerk Philosophie (FILORED) wurde gewürdigt. „Sie sind die Zierde unserer Lehre“, betonte Institutsdirektor Prof. Dr. Thomas Bedorf und erklärte: „Die große Bandbreite der Themen, die Sie bearbeitet haben, zeigt auch die Vielfalt der Philosophie.“

Prof. Dr. Frank Hillebrandt, Dekan der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften, hob in einer Ansprache ebenfalls die individuellen Studienleistungen hervor. Die Erfolge bilden für viele Alumni und Alumnae den Ansporn für weiteres Lernen: So meint etwa Bachelorabsolventin Domenica Di Gangi (45) aus Düsseldorf: „Das Bachelorstudium hat mir so gut gefallen, dass ich mein Masterstudium an der FernUni direkt anschließe!“ Dr. Kai Pfitzner aus Hamburg hat bereits auf dem Gebiet der Informatik promoviert und nun einen geisteswissenschaftlichen Master an der FernUniversität erlangt. „Das Studium war sehr spannend!“, urteilt er – so spannend, dass der 56-Jährige sogar über eine weitere Promotion im Bereich der Philosophie nachdenkt.

Den feierlichen Abschluss der Woche bildete ein öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Dr. Brigitte Falkenburg (Institut für Philosophie und Politikwissenschaft der Technischen Universität Dortmund). Im Sinne der Fragestellung „Natur und Technik: Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir?“ schlug die Wissenschaftlerin eine Brücke von der philosophischen Anthropologie Immanuel Kants hin zur potentiellen Entwicklung der Menschen zu Cyborgs, wie sie der US-amerikanische Autor Ray Kurzweil konstatiert. Auch der kosmologische Blick auf den Menschen, der im unendlichen Weltraum nur als „Staubkorn“ erscheint, wurde als anthropologische Herausforderung thematisiert.

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Carolin Annemüller | 20.11.2017