Sommersemester 2016

Modul 3C: Heterogenität und Schule

Inhalte

Die Heterogenität von Bildungsvoraussetzungen wird als Ausgangspunkt für die Organisation von Lernprozessen genommen. Gesellschaftliche und persönliche Bildungsprozesse unterscheiden sich entlang von Differenzmerkmalen wie Geschlecht, Sozialstatus, Ethnizität oder psychischer/physischer Verfassung. Diese Unterschiede im Bildungszugang werden traditionell unabhängig voneinander diskutiert und bearbeitet (vgl. z.B. Genderforschung, Interkulturelle Erziehungswissenschaft oder Sonderpädagogik). In diesem Modul sollen diese disparaten Ansätze zur Bearbeitung von Differenz in Bildungsprozessen zusammengeführt und in ihren Interdependenzen dargestellt werden. Die aktuell dominante Differenzlinie Kultur/Ethnie wird problematisiert. Am Beispiel von Problemen interkultureller Kommunikation werden Zugänge zum Umgang mit dieser Differenzlinie erörtert.

  • Differenzlinien von Bildungsprozessen (Gender, Sozialstatus, Sprache, Ethnizität, Behinderung)
  • Heterogenität beim Zugang zu analogen und digitalen Lernorten (Bildungsbarrieren und neue Bildungschancen/„barrierefreier Zugang“)
  • Ethnizität und Kultur als dominante Differenzlinien und der Umgang damit
  • Interkulturelle Kommunikation als Kompetenz
  • Ansätze integrativer Pädagogik und Didaktik

Alle Kurse müssen belegt werden, wenn Sie dieses Modul studieren möchten.

03815 Heterogenität und Schule 8 SWS

Zugang zu den Lernmaterialien und weiteren studienrelevanten Informationen, sowie Kontakt zu den Betreuenden und den Mitstudierenden erhalten Sie in der
moodle moodle Lernumgebung des Moduls.
Die Lernumgebung wird zu Beginn des Semesters für die BelegerInnen des Moduls automatisch geöffnet.

Modulbeauftragte

LG Bildung und Differenz
Prof. Dr. Katharina Walgenbach
Tel.: +49 (0)2331 987 2751
email: Katharina.Walgenbach

 

LG Bildung und Differenz
Prof. Dr. Katharina Walgenbach
Tel.: +49 (0)2331 987 2751
email: Katharina.Walgenbach

 

LG Bildung und Differenz
Dr. Susanne Winnerling
Tel.: +49 (0)2331 987 2756
email: susanne.winnerling

Simone Dwyer
E-Mail: simone.dwyer
Tel.: +49 (0)2331 987 2758
C 0.004

Lernergebnisse/Kompetenzen

Heterogenität wird als eine Grundbedingung von Lern- und Bildungsvoraussetzungen erkannt und ein Überblick zu Problemen und Ansätzen ihrer Bearbeitung in Bildungsprozessen gewonnen. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Moduls sind die Studierenden in der Lage,

  • die Wirkung und Konstruktionsmerkmale von Differenzlinien zu beschreiben und einzuordnen,
  • Theorien von Differenz und zum Umgang mit differenten Bildungsvoraussetzungen zu erläutern,
  • grundlegende Kenntnisse interkultureller Kommunikation anhand von Beispielen zu veranschaulichen und durch Lektüre und Interaktion erworbenes Wissen in die eigenen beruflichen Kontexte zu transferieren.
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Fachkompetenz
Niveaustufe: Verstehen

  • Die Studierenden sind in der Lage, im Bildungswesen relevante Dimensionen von sozialer Heterogenität zu erkennen und begriffsscharf zu beschreiben.
  • Sie kennen Mechanismen, die Diskriminierung, Exklusion, Integration und Inklusion in Institutionen des Bildungssystems bewirken und Theorien, die diese erklären.

Fachkompetenz, Methodenkompetenz
Niveaustufe: Anwenden

  • Die Studierenden können Prozesse der Diskriminierung, der Exklusion, der Integration und der Inklusion theoriegeleitet analysieren. Dazu nutzen sie Ergebnisse qualitativer und quantitativer Untersuchungen und sind in der Lage Methoden qualitativer und quantitativer Bildungsforschung selbst exemplarisch anzuwenden.
  • Sie können pädagogische Maßnahmen und Konzepte zum produktiven Umgang mit Heterogenität in schulischen und außerschulischen Bildungskontexten bezüglich ihrer Angemessenheit reflektieren und hinsichtlich der ihnen inhärenten Logik sowie ihrer beobachtbaren und prognostizierbaren Auswirkungen anwenden.

Personalkompetenz, Sozialkompetenz
Niveaustufe: (kritisch) Reflektieren

  • Die Studierenden sind in der Lage ihre professionelle Rolle als die Akteure in heterogenen sozialen Kontexten zu reflektieren und gegebenenfalls habitualisierte Verhaltensmuster zu modifizieren.

Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung

Voraussetzung für die Hausarbeit ist ein erfolgreicher Abschluss von vier Modulen aus dem Kernstudium 1 und drei Modulen (ab SoSe 2016 inkl. Modul 2C) aus dem Kernstudium 2. Diese Voraussetzung wird bei Ihrer Anmeldung vom Prüfungsamt überprüft.

Prüfungsformen

Form Prüfungsnummer Anmeldeschluss
Hausarbeit 2332 15.06.2016

Zur Prüfungsanmeldung

Weitere Informationen zum Modul

Lehrformen

Fernstudienkurse, die von den Studierenden verlangen, wissenschaftliche Informationen zu Themengebieten von institutionalisierten Lern- und Bildungsprozessen zu reflektieren und zu bewerten und die Ergebnisse in der virtuellen Lernumgebung (z.B. in themenbezogenen Diskussionsforen, virtuellen Seminaren) zu präsentieren und zu diskutieren.

Dauer

1 Semester

Häufigkeit

Das Modul wird im Sommer- und Wintersemester angeboten

Umfang

Workload: 450 h, ECTS-Punkte: 15

Voraussetzungen für die Vergabe von ECTS-Punkten

Belegung aller Kurse und erfolgreicher Abschluss der Prüfung

Stellenwert der Note für die Endnote

15/180