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"Die Verfügbarmachung von Körpern und Affekten in der Broligarchie", Vortrag von Jennifer Eickelmann am 29. Mai an der MLU Halle
[28.05.2026]Workshop "Partizipation in der Kritik? Zur Inszenierung von Affekten in digitalen Öffentlichkeiten" des Forschungsschwerpunktes "Aufklärung - Religion - Wissen"
Die Verfügbarmachung von Körpern und Affekten in der Broligarchie
Über digitale Infrastrukturen, Hegemonien, Gewalt und die Frage nach den Bedingungen ihrer Politisierung
Jennifer Eickelmann (FernUniversität in Hagen)
Im Zuge autoritärer Verschiebungen sowie der Machtkonzentration im Technologiesektor lässt sich längst eine zunehmende Infrastrukturierung der Möglichkeitsräume für gewaltvolle Differenzproduktionen im Kontext digitaler Öffentlichkeiten und darüber hinaus diagnostizieren. Diese werden durch wenige männliche Akteure entwickelt und kontrolliert – ein Umstand, der längst auch als ‚Broligarchie‘ bezeichnet wird.
Vor diesem Hintergrund fokussiert der zur Diskussion einladende Beitrag erstens auf konzeptuelle Fragen: Inwiefern lassen sich digital performative Öffentlichkeiten als eine Verschränkung digitaler Infrastrukturen mit hegemonialen Differenzkategorien verstehen? Inwiefern spielt das Problem der Verfügbarmachung dabei eine zentrale Rolle? In einem zweiten Schritt wird der Fokus schließlich auf Fragen des Politischen gelenkt: Welche Möglichkeitsräume für Kritik lassen sich angesichts der umfassenden Infrastrukturierung von Öffentlichkeit durch digitale Plattformen identifizieren? Inwiefern erweist sich die Sichtbarmachung einer umfassenden und zugleich ungleich verteilten ‚Betroffenheit‘ (Paul/Seier 2024) als produktiv?
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Foto: Jung/Heller