Promotionsprojekte

Promotionen am Lehrgebiet Digitale Transformation in Kultur und Gesellschaft sind in den Fächern Medienwissenschaft und Soziologie möglich. Bevor Sie eine Anfrage mit einer fachlichen Verortung und einem aussagekräftigen Exposé an die Lehrgebietsleitung senden, informieren Sie sich bitte auf den Seiten des Graduiertenservice über die notwendigen Voraussetzungen.

 

Laufende Promotionsprojekte

  • Isabelle Sarther

    Das Dissertationsprojekt untersucht relationale Wissenspraktiken in mehr-als-menschlichen Gefügen aus Menschen, Tieren und digitalen Medien- bzw. Sensortechnologien im Kontext sozio-ökologischer Krisenzeiten. Auf Grundlage performativitätstheoretischer und neomaterialistischer Ansätze wird analysiert, inwiefern Beiträge auf Social Media Plattformen sowie Praktiken in wissenschaftlichen Forschungskontexten epistemische Figurationen von Tieren, Technologien und Umwelten als ‚sensing entities‘ hervorbringen und welche gesellschaftlichen Effekte sich daraus mit Blick auf die digitale Transformation von Mensch-Tier-Technik-Verhältnissen ergeben. Methodisch basiert die Untersuchung auf relationalen Zugängen und verbindet diffraktive bzw. neomaterialistische Ethnografien mit Ansätzen der Multispezies-Ethnografie.

    Erstbetreuung: Jun.-Prof. Dr. Jennifer Eickelmann

  • Christine Eitel

    Das Dissertationsprojekt untersucht, unter welchen Bedingungen als ‚feministisch‘ bzw. ‚antifaschistisch‘ diskursivierte Praktiken in den Sozialen Medien entstehen, welche performativen – insbesondere widerständigen oder affirmativen – Effekte sie entfalten (können) und auch, welche Grenzen, Spannungen und Ambivalenzen sich im Kontext ‚autoritärer‘, ‚nationalistischer‘ und ‚antifeministischer‘ Strukturen zeigen. Solche Praktiken werden dabei nicht nur als Reaktionen auf ‚rechte‘ Angriffe verstanden, sondern als Möglichkeitsräume zur Gestaltung alternativer Öffentlichkeiten, die neue Formen kollektiver Handlungsfähigkeit hervorbringen können.

    Hierbei soll sichtbar gemacht werden, inwiefern digitale Räume sowohl Orte ‚autoritärer‘, ‚nationalistischer‘ und auch ‚antifeministischer‘ Kommunikation sind als auch emanzipative Möglichkeiten bieten. Methodisch erfolgt die Annäherung über den relationalen Zugang der ‚diffraktiven Ethnografie‘, welcher soziale Phänomene nicht getrennt, sondern in ihren Überlagerungen, Spannungen und Wechselwirkungen analysiert. Empirisch fokussiert die Arbeit insbesondere Praktiken auf Plattformen wie TikTok und Instagram und untersucht diese anhand ethnografischer Beobachtungen, qualitativer Interviews sowie diskursanalytischer Zugänge.

    Erstbetreuung: Jun.-Prof. Dr. Jennifer Eickelmann

  • Nico-Maximilian Steinmann

    Das Promotionsprojekt beschäftigt sich mit dem Zusammenwirken von Bewertungszuschreibungen und Inszenierungslogiken von Gütern unter Berücksichtigung parasozialer Interaktionsmomente in nutzergenerierten Internetvideos wie Hauls, Unboxings oder Reviews. Als eine für Konsumkontexte zentrale Plattform wird im Besonderen auf YouTube-Videos fokussiert. Die in den Videos handelnden 'Performer' werden dabei als cultural intermediaries verstanden, die nicht nur 'klassische' Werbung betreiben (können), sondern u.a. auch von eigenen Erfahrungen/Käufen berichten oder bei denen ihr Interesse an bestimmten Güter(-arten) im Fokus steht. Die erhobenen Daten werden mittels eines qualitativ-kodierenden Verfahrens entlang des Forschungsstils der (audio-)visuellen Grounded Theory ausgewertet.

    Erstbetreuung: Prof. Dr. Nicole Burzan (TU Dortmund)
    Zweitbetreuung: Jun.-Prof. Dr. Jennifer Eickelmann (FernUniversität in Hagen)

Lehrgebiet Digitale Transformation in Kultur und Gesellschaft | 01.06.2026