Seminar
- Thema:
- Nachhaltiges Lieferkettenmanagement im Kontext der Sustainable Development Goals
- Ort:
- Online
- Termin:
- 13.01.2027
bis
14.01.2027 - Seminarleitung:
- Prof. Dr. Karsten Kieckhäfer
-
Anmeldung und Teilnahme-
voraussetzung: - Informationen zu Anmeldefristen und seminarspezifischen Teilnahmevoraussetzungen finden Sie unter: Mein Studium an der Fakultät WiWi.
- Rahmenzeitplan:
25.09.2026 Beginn der Einarbeitung in die Software AIMMS bzw. Vensim 09.10.2026 Kick-off als Online-Veranstaltung (Teilnahme verpflichtend)
- Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
- Einführung in die Literaturrecherche
- Themenbekanntgabe (Beginn der Bearbeitungszeit)23.10.2026 Abgabe von Gliederung und Abstracts 04.12.2026 Abgabe der Seminararbeit 13.–14.01.2027 Präsentationsphase als Online-Veranstaltung (Teilnahme verpflichtend) - Moodle:
- Wichtige Informationen, zusätzliche Materialien und detaillierte Zeitpläne werden im Laufe des Seminars über die Moodle-Lernumgebung bekanntgegeben.
- Hinweis:
- Die Bearbeitung der Seminarthemen findet in der Regel in Gruppen von je drei Studierenden statt. Jede bzw. jeder Seminarteilnehmende hat im Rahmen der Gruppenarbeit eine eigenständige Leistung zu erbringen, die individuell bewertet wird.
- Ansprechpartner:
- Allgemeine Fragen zum Seminar
Sekretariat des Lehrstuhls für Produktion und Logistik
Nicole Treppmann
Betreuende
Jasmin Hilgers, M.Sc.
Regina Förg, M.Sc.
Beschreibung
Unternehmen sehen sich zunehmend mit ökologischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen entlang ihrer globalen Lieferketten konfrontiert: Klimawandel, Menschenrechtsverletzungen, Ressourcenknappheit, regulatorische Anforderungen und fragile globale Abhängigkeiten verändern die Bedingungen internationaler Produktion grundlegend. Dabei nutzen viele Unternehmen die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) als Orientierungshilfe, um soziale, ökologische und ökonomische Standards entlang ihrer globalen Lieferketten einzubetten und so ihre Governance-Prozesse im Bereich Nachhaltigkeit zu gestalten. In der Praxis sind die 17 SDGs allerdings oft nur schwer operationalisierbar. Unternehmen stehen u. a. vor folgenden Fragestellungen: (1) Wie lässt sich die eigene Lieferkette so gestalten, dass ökologische Auswirkungen wie CO2-Emissionen, Ressourcenverbrauch oder Abfallmengen reduziert werden können? (2) Wie können soziale Risiken wie Kinderarbeit oder Verstöße gegen Arbeits- und Menschenrechte in der eigenen Lieferkette identifiziert und reduziert werden? (3) Welche Governance-Maßnahmen können Unternehmen einsetzen, um ein nachhaltigkeitsorientiertes Lieferkettenmanagement zu gestalten? (4) Wie können bestehende Governance-Maßnahmen weiterentwickelt werden, um ökologische und soziale Risiken in der eigenen Lieferkette zu reduzieren und zugleich ökonomische Zielgrößen zu berücksichtigen? (5) Wie können Unternehmen durch ein nachhaltigkeitsorientiertes Lieferkettenmanagement zur Erreichung der SDGs beitragen?
Um diese und weitere Fragen zu beantworten, können u. a. Optimierungs- und System-Dynamics-Modelle eingesetzt werden. Optimierungsmodelle spielen eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsunterstützung im nachhaltigkeitsorientierten Supply Chain Management. Sie können eingesetzt werden, um Lieferketten unter Berücksichtigung ökologischer, sozialer und ökonomischer Zielgrößen zu gestalten und zu lenken.
System-Dynamics-Modelle werden vor allem zur Modellierung und Analyse komplexer und dynamischer Systeme verwendet. Ziel von System Dynamics ist es, die Ursache-Wirkungs-Beziehungen mit Hilfe von qualitativen und quantitativen Modellen zu verstehen und das Problemverhalten für den jeweiligen Kontext abzubilden. Im Kontext des Seminars können so beispielsweise zunächst die ökologischen und sozialen Probleme in der Lieferkette dargestellt, entsprechende Governance-Maßnahmen über die Zeit simuliert und vor dem Hintergrund ihrer ökologischen und sozialen Wirkungen entlang der Lieferkette bewertet werden.
Nach der theoretischen Aufarbeitung der genannten Untersuchungsfelder sind entsprechende Ansätze zu formulieren und mit modernen Softwarelösungen zu implementieren. Dies ermöglicht die Untersuchung aktueller Fragestellungen aus Wissenschaft und Praxis.
Das Seminar kann in allen Studiengängen gewählt werden, ist aber vor allem auch für Studierende des Masterstudiengangs Wirtschaftswissenschaft für Ingenieur/-innen und Naturwissenschaftler/-innen sowie für Studierende des Masterstudiengangs Wirtschaftswissenschaft mit den Studienrichtungen Risikomanagement, Unternehmenssteuerung oder Nachhaltiges Wirtschaften geeignet. Das Seminar kann als Wahlpflichtseminar belegt werden.