Markus Häckl
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E-Mail: markus.haeckl
Lebenslauf
Markus Häckl studierte an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster Öffentliche Verwaltung – Polizeimanagement (M.A.) und an der FernUniversität in Hagen Verwaltungswissenschaft, Politikwissenschaft, Soziologie (B.A.) mit dem Schwerpunkt Soziologie. Er ist seit 2025 hauptamtlich als Lehrkraft für Kriminalistik und Kriminalstrategie an der Deutschen Hochschule der Polizei tätig. Zuvor leitete er in der Polizeidirektion Hannover das Dezernat für Kriminalitätsbekämpfung und Prävention und war in weiteren Führungspositionen tätig. Seit 2026 ist er parallel Lehrbeauftragter im Lehrgebiet Ernsting-Stiftungsprofessur für Mikrosoziologie am Institut für Soziologie der FernUniversität in Hagen.
Forschungsschwerpunkte
- Professionsforschung
- Professionalität polizeilichen Handelns
- Polizeisoziologie
Vorstellung des Dissertationsthemas
„Die Professionalität des staatlichen Gewaltmonopols“
Mit seinem Promotionsvorhaben betrachtet er aus einer professionssoziologischen Perspektive den modernen Polizeiberuf. Dieser unterliegt gerade in den letzten Jahren deutlichen Veränderungen und wird durch weitere Spezialisierung polizeilicher Tätigkeiten sowie immer komplexere Anforderungen an das berufliche Handeln von Personen im Polizeivollzugsdienst geprägt. Heutzutage ist der Polizeiberuf vor allem aufgrund der zugewiesenen Lizenz zur staatlichen Gewaltausübung Bestandteil kontroverser gesellschaftlicher bzw. politischer Diskussionen sowie Adressat und Projektionsfläche von Erwartungen und Kritik. Dieses ist vielfach mit dem Anspruch auf eine „professionell“ tätige Polizei verbunden. Häufig bleibt dabei unklar, was damit konkret gemeint ist.
Dahingehend analysiert die Untersuchung den Polizeiberuf auf Grundlage der von Ulrich Oevermann in seinem Gesamtwerk entwickelten Theorie professionalisierten Handelns sowie daran anschließender Arbeiten. Zunächst sind die verschiedenen Facetten des modernen Berufsbildes professionstheoretisch zu erfassen. Dabei werden sowohl einsatzpolizeiliche als auch kriminalistische Tätigkeiten unter dem Gesichtspunkt zunehmend präventiver Ausrichtung des polizeilichen Handelns betrachtet. Für die wesentlichen Tätigkeiten des Polizeiberufs ist zu klären, inwieweit diese einer Professionalisierung bedürfen. Im Zentrum steht hier die gesellschaftliche Funktion polizeilicher Krisenbewältigung. In der Folge bedarf es einer Betrachtung, was unter Professionalität faktisch zu verstehen ist. Es ist herauszuarbeiten, welche Kriterien eine Professionalisiertheit wesentlicher Tätigkeiten des Polizeiberufs kennzeichnen. Die Polizeiforschung sieht den Polizeiberuf nicht als Profession an. Hierzu werden Faktoren behandelt, die eine (weitere) Professionalisierung des Polizeiberufs erschweren bzw. verhindern.