FernUniversität treibt Thema Digitalisierung auch international voran

Auf dem FernUni-Campus traf sich jetzt das Netzwerk von Forscherinnen und Forschern „University of the Future“, um über Herausforderungen durch neue Medien in Lehr-/Lernformaten zu sprechen.


Die Podiumsdiskussion mit Rektorin Prof. Ada Pellert und Prorektor Prof. Theo Bastiaens sowie Netzwerkmitgliedern (Foto) wurde aufgezeichnet. (Foto: FernUniversität, Pressestelle)

Die FernUniversität in Hagen ist auch im internationalen Kontext in der forschungsbasierten Diskussion um die Digitalisierung und die daraus resultierenden Herausforderungen aktiv. Jetzt tagte das weltumspannende Netzwerk von Forscherinnen und Forschern zur „University of the Future (UFN)“ in Hagen – auf Initiative von Dr. Eva Cendon, Mitarbeiterin im Lehrgebiet Lebenslanges Lernen an der FernUniversität und Mitglied des Netzwerks.

„Wir müssen mit dem Phänomen Digitalisierung an den Hochschulen umgehen, es ist Teil der Lebenswirklichkeit aller: Studierender wie Lehrender.“

Rektorin Prof. Ada Pellert

Die Forschenden diskutierten Leitthemen der Digitalisierung wie die Neubestimmung von Wissen, den Zugang zu Hochschulen, die Rollen von Lehrenden und Lernenden und institutionelle Veränderungen durch Digitalisierung. Organisatorin Eva Cendon selbst stieß mit einer Frage an: „Wir müssen über die neuen Rollen für Lehrende im Rahmen des digitalen Lehrens und Lernens nachdenken: Welche Aufgaben haben sie und welchen Karrierepfaden können sie innerhalb der Universitäten künftig folgen?“

Neue Medien eröffnen viele Möglichkeiten

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion sagte FernUni-Rektorin Prof. Dr. Ada Pellert: „Wir müssen mit dem Phänomen Digitalisierung an den Hochschulen umgehen, es ist Teil der Lebenswirklichkeit aller: Studierender wie Lehrender.“ Sie untermauert ihre Forderung damit, dass es eine wesentliche Aufgabe von Universitäten sei, gesellschaftliche Entwicklungen zu reflektieren und Studierenden Erkenntnisse aus diesen Prozessen zu vermitteln. „Neue Medien und Technologien eröffnen dafür viele Möglichkeiten.“

Die FernUniversität in Hagen kann an dieser Stelle eine führende Rolle einnehmen: als eine Universität, die ihr eigenes Studiensystem zum Forschungsgegenstand macht und die bereits über große Expertise beim Einsatz von Online-Formaten fürs Lernen verfügt. „Die FernUniversität bietet in Zeiten der Digitalisierung viele Anregungen für andere Universitäten“, ist sich Ada Pellert sicher.

Denn mit Digitalisierungsprozessen müssen sich alle Hochschulen auseinandersetzen, bestätigte auch Dr. Martha Burkle vom Assiniboine Community College in Kanada: „Wir müssen handeln. Wir müssen weitreichende Entscheidungen treffen: etwa hinsichtlich Lehrveranstaltungen, hinsichtlich unseres Umgangs mit Studierenden und der Zugänge zu Inhalten. Es ist an der Zeit, den Ball selbst ins Rollen zu bringen, bevor er uns überrollt.“

Anja Wetter | 31.07.2017