Wintersemester 2020/21

Modul 3A: Mediale Bildung und Medienkommunikation

Inhalte

Das Modul vermittelt Grundlagen zu den Begriffen der medialen Bildung und Medienkommunikation, die durch die Prozesse der Digitalisierung und Mediatisierung entscheidend geprägt sind. Dazu thematisiert das Modul das grundsätzliche Verhältnis zwischen Medien und Bildung und es bietet Diskussionsgrundlagen hinsichtlich der Einflüsse von digitalen Medien auf Bildung anhand aktueller Phänomene (z. B. Big Data), mögliche Zukunftsszenarien (z. B. Smart Learning) und medienethische Konsequenzen (z. B. digitale Souveränität). Eine ergänzende Fokussierung auf den Kommunikationsbegriff verweist auf den hohen Stellenwert einer kommunikativen Kompetenz als Zielvorstellung von Bildungsprozessen. Kompetenzentwicklung wird auch anhand der Potenziale von Social Software behandelt, genauso wie Kommunikation und Partizipation im Social Web vorgestellt werden.

Ein Verständnis von Medienbildung und Medienkompetenz, Kenntnisse über Mediennutzungsverhalten, eine Auseinandersetzung mit Medienwirkung und -sozialisation führen in die zentralen Bereiche der Medienpädagogik. Zudem stellt das Modul innovative und anwendungsbezogene Grundlagen, Ansätze und Konzepte für eine Auseinandersetzung mit einer zunehmenden Datafizierung des Lehrens und Lernens vor: Künstliche Intelligenz, Data Mining, Learning Analytics oder die Personalisierung des Lernens sind Zukunftsthemen, die bereits heute beginnen, die Lehr-Lernkulturen verändern.

Alle Kurse müssen belegt werden, wenn Sie dieses Modul studieren möchten.

Kurs-Nr.
Titel SWS
33095 Lehren und Lernen im Digitalen: Grundlagen, Ansätze, Konzepte (neu) 2
33096 Mediale Bildung – Zum Verhältnis von Medien und Bildung (neu) 2
33051 Mediennutzung und Medienkompetenz als medienpädagogische Aufgaben 2
33059 Kommunikation und Partizipation im Social Web. Eine Übersicht 2

Alle Kurse des Moduls 3A (Kurse 33095, 33096, 33051, 33059) müssen belegt werden. Die Kurse 33052, 33053, 33054 und 33055 werden zum Wintersemester 20/21 durch die Kurse 33095 und 33096 ersetzt.

Ergänzende Lernmaterialien: zusätzliche digitale Lernmaterialien in der Moodle-Umgebung, ergänzende Literaturhinweise, Lernvideos, Verweise auf Online-Quellen

Zugang zu den Lernmaterialien und weiteren studienrelevanten Informationen sowie Kontakt zu den Betreuenden und den Mitstudierenden erhalten Sie in der
moodle Lernumgebung des Moduls.
Die Lernumgebung wird zu Beginn des Semesters für die BelegerInnen des Moduls automatisch geöffnet.

Modulbeauftragte

LG Bildungstheorie und Medienpädagogik
Prof. Dr. Claudia de Witt
E-Mail: Claudia.deWitt
Tel.: +49 (0)2331 987 4490/91

LG Bildungstheorie und Medienpädagogik
Prof. Dr. Claudia de Witt
E-Mail: Claudia.deWitt
Tel.: +49 (0)2331 987 4490/91

LG Bildungstheorie und Medienpädagogik
Jessica Felgentreu
E-Mail: Jessica.Felgentreu
Tel.: +49 (0)2331 987 2970

LG Bildungstheorie und Medienpädagogik
Dr. Christian Leineweber
Tel.: +49 (0)2331 987 4966
E-Mail: Christian.Leineweber

LG Bildungstheorie und Medienpädagogik
(Mo-Mi-Fr)
Josephine Vogt
E-Mail: Sekretariat.deWitt
Tel.: +49 (0)2331 987 4491
Fax: +49 (0)2331 987 4493
Raum C 1.023

Lernergebnisse/Kompetenzen

Das Modul zielt zum einen auf die Auseinandersetzung mit Vorstellungen von Bildung in einer mediatisierten (Wissens-) Gesellschaft. Die historische und systematische Zugangsweise erlaubt, zentrale Entwicklungslinien zu erkennen, Erkenntnisse für die Diskussion und Bewertung aktueller Problemlagen von Mediennutzung, Mediensozialisation und Medienbildung sowie den Entwurf medienpädagogischer Maßnahmen auszuwerten. Zum anderen geben die Modulinhalte einen Überblick über theoretische Ansätze und empirische Befunde zur Medienkommunikation.

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Fachkompetenz
Niveaustufen: Erinnern, Verstehen

  • Nach erfolgreichem Abschluss dieses Moduls sind die Studierenden in der Lage, grundlegende Prinzipien der Medientheorien, Medienbildung, Medienwirkungstheorien, Medienkompetenzmodelle, Medienkommunikation, Mediensozialisation sowie des Mediennutzungsverhaltens zu beschreiben.
  • Die Studierenden besitzen ein theoretisches Verständnis der oben genannten Inhalte vor dem Hintergrund der Ermöglichung medialer Bildung und können diese diskutieren.
  • Die Studierenden können Anforderungen an mediale Bildung mithilfe der erlernten Prinzipien auf unterschiedliche Bildungskontexte übertragen.

Fachkompetenz
Niveaustufen: Anwenden, Analysieren, Beurteilen, (Er-)Schaffen

  • Die Studierenden können Medientheorien, Medienbildung, Medienwirkungstheorien, Medienkompetenzmodelle, Medienkommunikation, Mediensozialisation sowie Mediennutzungsverhalten in ihrer praktischen Relevanz reflektieren, überprüfen und beurteilen.
  • Die Studierenden sind in der Lage, medienpädagogische und/oder bildungswissenschaftliche Konzepte anzuwenden.
  • Die Studierenden können ausgehend von einem theoretischen Hintergrund (internetbasierte) Kommunikationssituationen in der (beruflichen) Praxis beurteilen und zuordnen.
  • Die Studierenden können medienpädagogische und/oder bildungswissenschaftliche Konzepte (weiter-) entwickeln.
  • Die Studierenden sind in der Lage, bildungswissenschaftliche Schlussfolgerungen zur Mediennutzung und Medienkommunikation abzuleiten.

Personalkompetenz/ Sozialkompetenz

  • Durch die Teilnahme an Angeboten wie Online-Diskussionen, Online- und Präsenzseminaren sowie die Arbeit in der Community of Practice sind die Studierenden in der Lage, kooperativ zu lernen und zu arbeiten.

Methodenkompetenz

  • Die Studierenden können ein modulrelevantes Thema formulieren, einen durch Theorie und/oder Literatur geleiteten Argumentationsgang planen und ausformulieren.
  • Die Studierenden sind in der Lage, wissenschaftliche Literatur zu recherchieren und diese in Bezug auf ihr Thema auszuwählen.
  • Die Studierenden können wissenschaftlich und sprachlich angemessen diskutieren und selbst entwickelte bildungswissenschaftliche Erkenntnisse formulieren.

Medienkompetenz

  • Die Studierenden erweitern ihre Kompetenzen im Bereich Medienkritik, Medienkunde und Mediennutzung.
  • Die Studierenden erweitern ihre Fähigkeiten der aktiven wissenschaftlichen Kommunikation in der virtuellen Lernumgebung.

Literatur

  • Arnold, Patricia; Kilian, Lars; Thillosen, Anne; Zimmer, Gerhard (2015): Handbuch E-Learning – Lehren und Lernen mit digitalen Medien. 4. erw. Auflage. Bielefeld: Bertelsmann Verlag.
  • Brüggemann, Marion; Knaus, Thomas; Meister, Dorothee M. (2016): Kommunikationskulturen in digitalen Welten – Konzepte und Strategien der Medienpädagogik. München: kopaed.
  • Fraas, Claudia; Meier, Stefan; Pentzold, Christian (2012): Online-Kommunikation – Grundlagen, Praxisfelder und Methoden. München: Oldenbourg Verlag.
  • von Gross, Friederike; Meister, Dorothee M.; Sander, Uwe (Hrsg.) (2015): Medienpädagogik – Ein Überblick. Weinheim und Basel: Beltz Juventa. Rezension von Christian Leineweber (2015): Medienwelten als pädagogische Herausforderung. Online verfügbar unter: http://medienpaed.com/globalassets/medienpaed/rezensionen/leineweber_rez_von_gross_et_al2015.pdf.
  • Hugger, Kai-Uwe; Tillmann, Angela; Iske, Stefan; Fromme, Johannes; Grell, Petra; Hug, Theo (Hrsg.) (2015): Jahrbuch Medienpädagogik 12 – Kinder und Kindheit in der digitalen Kultur. Wiesbaden: Springer VS.
  • MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung. Themenhefte online verfügbar unter: https://www.medienpaed.com/issues.
  • Schmidt, Jan-Hinrik (2013): Social Media. Wiesbaden: Springer VS.
  • Süss, Daniel; Lampert, Claudia; Wijnen, Christine W. (2018). Medienpädagogik – Ein Studienbuch zur Einführung (3. Aufl.). Wiesbaden: Springer VS.
  • de Witt, Claudia/Gloerfeld, Christina (2018). Handbuch Mobile Learning. Wiesbaden: Springer VS.
  • de Witt, Claudia; Czerwionka, Th. (2013): Studienbuch Mediendidaktik. Neuauflage. Bielefeld: Bertelsmann Verlag.
  • de Witt, Claudia; Sieber, Almut (Hrsg.) (2013): Mobile Learning – Potenziale, Einsatzszenarien und Perspektiven des Lernens mit mobilen Endgeräten. Wiesbaden: Springer VS.

Aktuelle Statistiken

  • „Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest“: veröffentlicht jährlich repräsentative Studien (JIM, KIM, FIM) zum Medienverhalten von Kindern, Jugendlichen und Familien. Online einsehbar unter: www.mpfs.de.
  • „Horizon Report“ vom „New Media Consortium“: stellt in regelmäßigen Abständen eine Übersicht über Technologietrends zur Verfügung. Online einsehbar unter: http://www.nmc.org/nmc-horizon/.

Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung

Die ordnungsgemäße Belegung aller Kurse des Moduls ist Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung.
Sollten Sie das Modul wiederholen, ist ebenfalls Ihre Belegung aller Kurse des Moduls (über das Wiederholerkennzeichen) erforderlich.

Wenn Ihre Einschreibung in den Studiengang zwischen Sommersemester 2016 bis einschließlich Wintersemester 2017/18 erfolgt ist, gilt: Voraussetzung für die Hausarbeit/ mündliche Prüfung ist ein erfolgreicher Abschluss von vier Modulen aus dem Kernstudium 1 und drei Modulen (inkl. Modul 2A1, vormals 2C) aus dem Kernstudium 2. Diese Voraussetzung wird bei Ihrer Anmeldung vom Prüfungsamt überprüft.

Wenn Ihre Einschreibung in den Studiengang bis einschließlich Wintersemester 2015/16 oder ab Sommersemester 2018 erfolgt ist, gilt: Voraussetzung für die Hausarbeit/ mündliche Prüfung ist ein erfolgreicher Abschluss von vier Modulen aus dem Kernstudium 1 und drei Modulen aus dem Kernstudium 2. Diese Voraussetzung wird bei Ihrer Anmeldung vom Prüfungsamt überprüft.

Prüfungsformen

Form Prüfungsnummer Anmeldeschluss
Hausarbeit 2312 15.12.2020
Mündliche Prüfung 2314 15.12.2020

In Modul 3A Mediale Bildung und Medienkommunikation können Sie zwischen einer mündlichen Prüfung oder einer Hausarbeit wählen. Nähere Informationen zu den Prüfungsleistungen wie z.B. zur Themenfindung, Themenabsprache, Anmeldung oder auch formale Hinweise werden Ihnen in der Moodle-Lernumgebung zum Modul 3A gegeben.

Zur Prüfungsanmeldung

Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Corona-Situation verlängert sich für alle im Sommersemester 2020 begonnenen Haus- und Abschlussarbeiten die Bearbeitungszeit um 3 Wochen.
Nähere Informationen zu dieser Sonderregelung erhalten Sie auf der Seite „Wichtige Informationen zu Prüfungen“: https://www.fernuni-hagen.de/KSW/portale/pruefungshinweise-coronavirus/

Weitere Informationen zum Modul

Lehrformen

  • Fernstudienkurse mit Übungsaufgaben, die von den Studierenden verlangen, wissenschaftliche Informationen zu Themengebieten von digitalisierten Lern- und Bildungsprozessen zu reflektieren und zu bewerten
  • Persönliche Betreuung in den Foren der Moodle-Lernumgebung zur Unterstützung des selbstständigen und kooperativen Lernens
  • Übungen zur individuellen Themenfindung und Planung einer wissenschaftlichen Arbeit mit fachlicher und prozessbegleitender Anleitung
  • (Online-)Seminar zum wissenschaftlichen Arbeiten
  • Community of Practice: Bereitstellung eines Forums und Lernmaterialien zum selbstständigen, kollaborativen Lernen in einer selbstorganisierten Wissensgemeinschaft zum Thema Zitieren

Umfang

Workload: 450 h, ECTS-Punkte: 15

Häufigkeit

Das Modul wird im Sommer- und Wintersemester angeboten

Dauer

1 Semester

Voraussetzungen für die Vergabe von ECTS-Punkten

Belegung aller Kurse und erfolgreicher Abschluss der Prüfung

Stellenwert der Note für die Endnote

15/180