Themen für Masterarbeiten

Auf dieser Seite finden Sie einige mögliche Themen für Masterarbeiten. Wenn Sie sich für eines der Themen interessieren, geben Sie dies bitte im Freifeld des Themenbogens an.

Der US-amerikanische Markt für strukturierte Finanzprodukte

Im Gegensatz zu europäischen Märkten für Retail-Derivate ist der US-amerikanische Markt verhältnismäßig intransparent. Ein Grund liegt darin, dass in den USA der Vertrieb typischerweise nicht direkt über die Emittenten, sondern über zwischengeschaltete Broker abläuft. Ziel der Masterarbeit ist es, einen Überblick über den US-amerikanischen Markt für strukturierte Finanzprodukte zu geben, insbesondere hinsichtlich der dort verbreiteten Produkttypen und -strukturen. Neben der Aufbereitung wissenschaftlicher Literatur ist hierzu auch die Recherche in der Datenbank der Aufsichtsbehörde SEC gefordert, welche frei zugänglich ist und in der US-Emittenten ihre Produktinformationen verpflichtend ablegen müssen.

Multi-Barrier-Reverse-Convertibles: Die Preisstellung Schweizer Banken

Multi-Barrier-Reverse-Convertibles sind in der Schweiz beliebte recht komplexe Produkte für Privatanleger, die hauptsächlich am Primärmarkt vertrieben werden. Gleichwohl findet eine kontinuierliche Preisstellung an der Schweizer Börse statt. Aktuelle Analysen weisen darauf hin, dass einige Banken, insbesondere die Bank Vontobel, am Sekundärmarkt Preise deutlich unterhalb des fairen Wertes stellen. Sollte dies zutreffen, könnten Privatanleger systematisch Überrenditen erzielen. Das Ziel der Masterarbeit besteht darin, diesen Sachverhalt zu überprüfen und die Performance geeigneter risikoadjustierter Handelsstrategien zu analysieren.

Credit-Linked Notes: First-to-Default versus Basket

Bonitätsabhängige Schuldverschreibungen werden seit einiger Zeit auch an Privatanleger vertrieben. Dabei erleidet der Anleger einen Verlust, wenn ein in der Anleihe spezifizierter Referenzschuldner ausfällt. Häufig werden Anleihen auf mehrere Referenzschuldner begeben. Hier ist zu unterscheiden, ob bereits der Ausfall eines Referenzschuldners zu einem potenziellen Totalverlust führen kann (First-to-Default) oder hierzu sämtliche Referenzschuldner ausfallen müssten. Nach einer Analyse der Marktentwicklung steht in der Masterarbeit insbesondere die Bewertung beider Typen und deren Vergleich im Fokus.

Einfache Hedging-Strategien für Aktienoptionen: Eine empirische Analyse

Der Standardansatz zum Hedging einer Aktienoption basiert auf dem Optionsdelta. Im Rahmen einer dynamischen Strategie wird das Delta dabei regelmäßig (typischerweise täglich) angepasst. Wie gut funktioniert diese Strategie in der Praxis? Wie groß ist das Restrisiko bei noch einfacheren Strategien? Solche Fragen sollen in dieser Masterarbeit beantwortet werden, wobei kurzfristige Optionen auf deutsche Aktien im Fokus stehen. Konkret sind folgende Strategien zu vergleichen: (i) gar kein Hedging ("write and hold"); (ii) statisches Hedging ("hedge and forget"); (iii) dynamisches Delta-Hedging wie beschrieben; (iv) statisches oder dynamisches Beta-Hedging mit einem Index.

Einstiegsliteratur: Tian, M.; Wu, L.: Limits of Arbitrage and Primary Risk Taking in Derivative Securities. Working Paper, CUNY Baruch College 2021.

Zum Zusammenhang von deutschen Strompreisen an der EPEX Spot

Auf dem deutschen Spotmarkt für Strom gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Handeln von Strom. Die relevantesten sind für stündliche Kontrakte die Day-Ahead-Auktion, für viertelstündliche die Intraday-Aktion und für beide der kontinuierliche Intraday-Markt. Während die Auktionen einen Einheitspreis ausgeben, sind die Preisentwicklungen auf dem kontinuierlichen Intraday-Markt fortlaufend. Zeitlich finden die Auktionen vor dem kontinuierlichen Handel statt. Ziel dieser Arbeit ist die Durchführung eine Analyse, inwieweit sich die Auktionspreise als Referenzwerte für den kontinuierlichen Intraday-Markt eignen. Die Analyse soll dabei verschiedenen Kontrakte und verschiedene Preise des Intraday-Marktes berücksichtigen. Beispielsweise kann der erste, der letzte und der volumengewichtete Preis des Intraday-Marktes unterschiedenen werden. Entsprechende empirische Daten werden zur Verfügung gestellt.

Analyse der Terminstruktur von Futures auf Volatilitätsindizes

Ein Volatilitätsindex erfasst die implizite Volatilität eines Basiswertes anhand einer Auswahl von Optionspreisen auf eben diesen Basiswert. Bekannte Indizes sind beispielsweise der VIX und der VSTOXX . Für diese beiden Indizes existieren zudem Futures, deren Wert bei Fälligkeit dem Kassakurs des zugrundliegenden Index entspricht. Da diese Futures für eine Bandbreite an Fälligkeiten handelbar sind, ergibt sich eine Terminstruktur. Die Form dieser Terminstruktur variiert im Zeitverlauf jedoch erheblich. Ziel dieser Masterarbeit ist es, die Determinanten der Form der Terminstrukturen statistisch zu untersuchen und zu erklären. Dabei sollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Terminstrukturen von VIX- und VSTOXX-Futures beleuchtet werden.

Zum Einsatz von Multifaktormodellen in der Performancemessung – Ein empirischer Vergleich von Fama/French- und q-Faktor-Modellen

In der Performancemessung von Investmentfonds spielen die Multifaktormodelle nach Fama/French eine bedeutende Rolle. Das originäre Dreifaktorenmodell wurde dabei von Carhart um einen Momentum-Faktor und später von Fama/French um zwei weitere Faktoren erweitert. Das von Hou/Xue/Xang (2015) vorgestellte und kürzlich erweiterte Multifaktormodell nimmt für sich in Anspruch Anomalien am Kapitalmarkt besser zu erklären.

Ziel der Arbeit ist zum einen die Modelle sowie ihren theoretischen und empirischen Hintergrund zu erläutern, und darauf aufbauend ihre Eignung zur Beurteilung der Performance von Fonds zu erörtern. Im empirischen Teil soll der Performanceausweis nach den verschiedenen Modellen für eine möglichst breit aufgestellte Auswahl an Investmentfonds verglichen und analysiert werden.