Präsenzveranstaltung
- Thema:
- Anti-Technofaschismus
- Veranstaltungstyp:
- präsenz am Campus Hagen
- Semester:
- Wintersemester 2026/27
- Zielgruppe:
- BA KuWi: Modul 25302/L2; Modul 25403/P3; Modul 25003/W DH; Modul 25005/W DC; BA PVS: Modul 25603/S1; Modul 25604/S2; MA NdL: Modul 26302/MANDL 2; Modul 26306/MANDL 6; MA Phil: Modul 26404/IV; MA Soz: Modul 26601/1; Modul 26602/2; Modul 26604/4;
- Ort:
- Hagen
- Adresse:
- Campus Hagen
- Termin:
- 11.12.2026
bis
13.12.2026 - Zeitraum:
- Freitag: 11.12.26, 15.00 - 18.30 Uhr
Samstag: 12.12.26, 10.00 - 18 Uhr
Sonntag von 10.00 - 13.30 Uhr
- Leitung:
- Jun.-Prof. Dr. Jennifer Eickelmann
- Anmeldefrist:
- 04.11.2026
- Anmeldung:
- Anmeldung ab 05.08.26
- Auskunft erteilt:
-
Teamassistenz
E-Mail: lehrgebiet-digitalekultur
Telefon: +49 2331 987-4914 - Hinweis:
- Veranstaltung wird als Seminar im Sinne der Studienordnung anerkannt. Es wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.
es freut uns sehr, dass unser Seminarangebot auf Ihr Interesse stößt. Eine Teilnahme an unseren Seminaren ist für Studierende der angegebenen Module in den dazugehörigen Studiengängen möglich und wird als Seminar im Sinne der Studienordnung anerkannt.
Jedoch möchten wir Sie darauf hinweisen, dass unser Lehrgebiet ausschließlich Modulprüfungen zu den Modulen W DC (Eickelmann/Sarther) und W GEN (Fischer) anbietet. Wenn Sie in den anderen Modulen eine Prüfung absolvieren möchten, wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Modulbetreuenden – Bezüge zu unseren Seminarinhalten können bei den jeweiligen Modulprüfungen nach Absprache ggf. trotzdem möglich sein.
Abstract: Unter dem Begriff „Technofaschismus“ werden unterschiedliche, z.T. konfligierende, aber miteinander zusammenhängende Phänomene verhandelt, die insgesamt auf die Bedeutung anti-demokratischer, autoritärer, (cyber)libertärer sowie rassistischer, misogyner und queerfeindlicher Politiken im Kontext digitaler Technologien verweisen. Dabei zielen Begriffe wie „Broligarchie“ (Ogilvie 2025) oder auch „Muskismus“ (Slobodian/Tarnoff 2026) gerade nicht auf einzelne Akteure, sondern auf spezifische technologische, infrastrukturelle, ökonomische und epistemische Bedingungen, die spezifische Formen der Klassifikation, Kontrolle, des hierarchisierten Ein- und des gewaltsamen Ausschlusses ermöglichen bzw. historische Formen kontinuierlich fort- und wiederaufführen – wie nicht zuletzt im Kontext von KI.
Vor dem Hintergrund dieser Diagnose: Wie könnte eine antifaschistische Kritik digitaler Kulturen aussehen? Welche Begriffe, Konzepte und Praktiken werden derzeit wie diskutiert?
Der Arbeitsbegriff „Anti-Technofaschismus“ verweist darauf, dass das Seminar digitale Technologien und Infrastrukturen als umkämpft betrachtet, und lenkt den Blick entsprechend auf Politisierungen faschistischer und anti-demokratischer Kräfte, auf widerständige, solidarische und sorgende Zugänge zu digitalen Infrastrukturen und Technologien und der Frage nach den Räumen des Lebbaren, die durch digitale Technologien (v)er(un)möglicht werden.
Zum Einlesen:
Berlant, Lauren (2016): The commons: Infrastructures for troubling times. In: Society and Space 34 (3), 393-419.
McQuillan, Dan (2022): Resisting AI. An Anti-Fascist Approach to Artificial Intelligence. Bristol: Bristol University Press.
Blankertz, Alina; Engeler, Malte (2026): Digitale Solidarität. Zur Überwindung kapitalistischer Technologie. Berlin: Dietz.
Kubes, Tanja (2026): Code und Care. Mit Feministischer KI die Welt gerechter gestalten. Opladen: Barbara Budrich (vorbestellbar, erscheint 28.9.26).