Mathematik studieren

Mathematik polarisiert wie vermutlich keine andere Wissenschaft. Mathematik ist fester Bestandteil des Schulstoffes, und die Einstellung zu ihr ist in der Regel „fand ich immer schon spannend” oder „möchte ich nie wieder was mit zu tun haben”.

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Die Menschen rechnen seitdem sie in Gemeinschaften leben. Beispielsweise muss ein Erbe gerecht geteilt werden, Steuern erhoben und Kalender berechnet werden. Rechnen ist immer noch ein zentrales Thema in der Mathematik, denn in Anwendungen müssen oft riesige Datenmengen in kürzester Zeit verarbeitet werden. Hier arbeiten die Mathematik und die Informatik oft Hand in Hand.

Ein weiterer Schwerpunkt der Mathematik ist die Modellierung. Hier werden Probleme der realen Welt auf das Wesentliche reduziert und in die Sprache der Mathematik übersetzt, um im Anschluss daran mit Werkzeugen der Mathematik gelöst zu werden.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts unterscheidet man zwischen „Reiner Mathematik” und „Angewandter Mathematik”. Zur Reinen Mathematik gehören neben der Zahlentheorie, die sich mit der Teilbarkeit von Zahlen beschäftigt, beispielsweise die (lineare) Algebra, die das Lösen von Systemen von Gleichungen behandelt, die Analysis, die untersucht, wie man das Änderungsverhalten von Funktionen beschreiben kann und die Geometrie. Zu den Gebieten der Angewandten Mathematik gehören unter anderem Stochastik, die Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik umfasst, Numerik, die Verfahren zur schnellen Berechnung von komplexen Problemen entwickelt, Optimierung, in der versucht wird, unbekannte Parameter in komplexen Systemen zu optimieren und Finanzmathematik. Die beiden Mathematikgebiete werden allerdings mit der Entwicklung der Wissenschaft und Gesellschaft immer weniger trennscharf.


Argumente für ein Mathematik-Studium

Foto: Westend61/Getty Images

Mathematik hilft, die Welt zu verbessern

Mit Mathematik können Wahlen fairer gemacht, Daten sicherer übermittelt und Unwetter vorhergesagt werden. Medizintechnik ist ohne Mathematik undenkbar, damit entfallen mehr gefährliche Untersuchungen und Experimente an lebenden Wesen. Mit Mathematik lassen sich Verläufe von Pandemien vorhersagen. Flugsicherheit oder Frühwarnsysteme vor Naturkatastrophen wären ohne Mathematik undenkbar. Und dies sind nur Beispiele dessen, was Mathematik für den Alltag leisten kann.

Mathematik ist gut für den Kopf

Im Laufe eines Studiums im Bereich Mathematik entwickeln Sie Fähigkeiten, die Sie für mögliche Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber außerordentlich attraktiv machen. Das sind zum Beispiel kreatives Denken, Fähigkeiten zur Strukturierung komplexer Probleme und die Kompetenz, Probleme zu lösen sowie die Fähigkeit zur Präzision und Modellbildung.

Mit Mathematik lässt sich gutes Geld verdienen

Mathematikerinnen und Mathematiker gehören zu der Gruppe der Akademikerinnen und Akademiker, die am besten verdienen.

Mathematik ist ein Jobgarant

Ein Studium im Bereich Mathematik vermittelt Softskills, die Sie nach erfolgreich abgeschlossenem Studium für den Arbeitsmarkt ausgesprochen attraktiv machen. Mit einem Fernstudium beweisen Sie Ausdauer, Durchhaltevermögen und Organisationstalent, da Sie dieses neben Ihrer Berufstätigkeit und/oder Familie absolvieren. Allerdings werden Sie im Berufsalltag jedoch nur selten die Mathematik, die Sie im Studium gelernt haben, anwenden. Unter den Absolventinnen und Absolventen eines Hochschulstudiums in Mathematik arbeiten weniger als 20 Prozent als Mathematikerinnen und Mathematiker. Daher müssen Interessierte die Bereitschaft mitbringen, nicht nur als Mathematikerinnen und Mathematiker arbeiten zu wollen.

 
mathinf.webteam | 11.08.2020