Abschlussarbeiten

Die Bearbeitungsdauer und der Umfang Ihrer Arbeit richten sich nach Ihrem angestrebten Abschluss. Detaillierte Informationen zu den Anmeldeverfahren und Anmeldeterminen werden in den Studien- und Prüfungsinformationen der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft bekannt gegeben. Bitte lesen Sie sich auch die vom Prüfungsamt bereitgestellten Informationen zu Abschlussarbeiten durch.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über mögliche Themen für eine Abschlussarbeit an unserem Lehrstuhl.

Themenliste

  • Globalisierung hat in den letzten Jahrzehnten zu einem massiven Anstieg an internationaler Reiseaktivität geführt. Diese Zunahme der internationalen Interaktion führte gleichzeitig aber auch zu einer erleichterten Ausbreitung von Pandemien über den internationalen Reiseverkehr. Diese Abschlussarbeit soll sich mit einem theoretischen Modell zum Thema beschäftigen. Dabei soll das recht kompexe Modell so intuitiv wie möglich dargestellt werden.

    Basis-Literatur:

    • Antras, P./ Redding, S./ Rossi-Hansberg, E. (2022). Globalization and Pandemics, NBER Working Paper 27840.
  • Globalisierung hat den schleichenden Anstieg des Populismus in der Welt maßgeblich beeinflusst. Dieser Zusammenhang soll anhand der einschlägigen Literatur untersucht werden. Basierend auf einer umfangreichen Literaturrecherche sollen Daten zur Globalisierung und der Neigung zum Populismus in einer Ökonomie ausgewertet werden. Besonders ambitionierte Studierende können sich im Rahmen dieses Themenblocks auch Gedanken zu einem geeigneten Modell machen. Über welche Kanäle kann ökolmisches Wachstum und internationaler Handel die Neigung für populistische Parteien zu stimmen beeinflussen?

    Basis-Literatur:

    • Rodrik, D. (2017). Populism and the economics of Globalization, NBER Working Paper 23559.
    • Ľubos Pástor & Pietro Veronesi, 2021. "Inequality Aversion, Populism, and the Backlash against Globalization" The Journal of Finance, vol 76(6), pages 2857-2906
  • Wie hat sich die Globalisierung auf den Lebensstandard und die Gesundheitslage in Entwicklungsländern ausgewirkt? Diese Frage soll anhand der einschlägigen Literatur untersucht werden. Basierend auf einer umfangreichen Literaturrecherche sollen Daten zur Globalisierung und dem Gesundheitssystem von Ökonomien ausgewertet werden. Besonders ambitionierte Studierende können sich außerdem Gedanken zu einem geeigneten Modell machen. Über welche Kanäle kann ökolmisches Wachstum und internationaler Handel die Lebenserwartung beeinflussen?

    Basis-Literatur:

    • Deaton, A. (2004). Health in an age of Globalization, NBER Working Paper 10669.
  • Seit Beginn des Angriffskriegs in der Ukraine wurde Russland neben den seit 2014 bestehenden Handelssanktionen mit etlichen weiteren Sanktionen belegt. Auf der einen Seite richten sich diese gegen den russischen Import- und Exportsektor, erschweren FDIs und den Handel mit nicht-alliierten Staaten, auf der anderen Seite wurde auch die russische Währung massiv getroffen. So durchlief der Rubel seit Beginn der Sanktionen eine Berg- und Talfahrt. Doch wie wirksam sind diese Sanktionen, welche ökonomischen Auswirkungen sind zu erwarten und durch welche ökonomischen Kanäle wirken sie genau? Dies soll in dieser Abschlussarbeit anhand eines theoretischen Modells und empirischer Arbeiten analysiert werden.

    Basis-Literatur:

    • Mahlstein, K., McDaniel, C., Schropp, S., & Tsigas, M. (2022). Estimating the economic effects of sanctions on Russia: an allied trade embargo. The World Economy.
    • Itskhoki, O., & Mukhin, D. (2022). Sanctions and the Exchange Rate, NBER Working Paper No. 30009.
  • Das Verhalten von Menschen wird auf unterschiedliche Weisen beeinflusst und kann nicht nur durch Rationalitätsannahmen erklärt werden. Diese Erkenntnis hat sich längst auch in den Wirtschaftswissenschaften durchgesetzt. Ein neuer Ansatz, um ökonomische Phänomene zu erklären, wurde von Nobelpreisträger Robert Shiller unter dem Begriff Narrative Economics geprägt. Die Narrative Economics argumentiert, dass das Verhalten von Menschen von gesellschaftlichen Narrativen (bzw. Geschichten) geprägt und teilweise gelenkt wird. In diesem Themenbereich sollen die Grundzüge der Narrative Economics behandelt, sowie konkrete Anwendungsfälle und theoretische Modellierungsmöglichkeiten (mit Handelsbezug) vorgestellt werden.

    Basis-Literatur:

    • Shiller, Robert J. (2017). Narrative Economics. American Economic Review, American Economic Association, vol. 107(4), pages 967-1004, April.
    • Caldara, Dario; Iacoviello, Matteo; Molligo, Patrick; Prestipino, Andreas; Raffo, Andrea (2020). The Economic Effects of Trade Policy Uncertainty. Journal of Monetary Economics, 109, 38-59. url:https://www.matteoiacoviello.com/research_files/JME2020.pdf
    • Eliaz, Kfir; Spiegler, Ran (2020). A Model of Competing Narratives. American Economic Review, 110(12): 3786-3816. url:https://www.aeaweb.org/articles?id=10.1257/aer.20191099
    • Goetzmann, William N.; Dasol Kim and Robert Shiller (2022). Crash Narratives. NBER Working Paper 30195. url:https://www.nber.org/papers/w30195
  • Der Handel zwischen EU-Ländern ist in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gewachsen. Im Zuge der Erweiterung des Bündnisses hat auch die Zahl der am internen Warenaustausch beteiligten Ländern zugenommen. Ziel dieser Abschlussarbeit ist eine kritische Bewertung der Frage inwiefern zusätzliche Investitionen in die Transportinfrastruktur diesen Trend geprägt haben und weiter vorantreiben können.

    Basis-Literatur:

    • Persyn, Damiaan, Javier Barbero, Jorge Diaz-Lanchas, Patrizio Lecca, Giovanni Mandras, and Simone Salotti (2022). “The ripple effects of large-scale transport infrastructure investment”. JRC Working Paper on Territorial Modelling and Analysis 2. url:https://joint-research-centre.ec.europa.eu/publications/ripple-effects-large-scale-transport-infrastructure-investment_en
    • Soegaard, Christian, Maria Persson, and Anna Welander T¨arneberg (2022). “Building Bridges: The Effect of Major Infrastructure Development on Trade”. Lund University Department of Economics Working Paper 3. doi: 10.2139/ ssrn.4028721.
  • Seit 2013 firmiert unter dem Begriff der Neuen Seidenstraße eine Reihe chinesischer Infrastrukturinvestitionen. Unter anderem haben diese zum Ziel die Handelsintegration zwischen der Volksrepublik und ihren Partnern voranzutreiben. Ziel dieser Abschlussarbeit ist es, bisherige Ergebnisse und zukünftige Potenziale dieser Investitionen zu beleuchten. Hierbei soll insbesondere versucht werden, deren Profiteure und eventuelle Verlierer zu identifizieren.

    Basis-Literatur:

  • Für viele Menschen ist das Thema Steuern ein trockenes. Für die meisten Regierungen stellt es hingegen die wichtigste Einnahmequelle da. Steuereinnahmen sind für Staaten unabdingbar um öffentliche Güter und die Sozialsysteme bereitzustellen. Der gestiegene internationale Handel seit dem Zweiten Weltkrieg hat allerdings dafür gesorgt, dass Nationen immer stärker im internationalen Wettbewerb miteinander stehen. In diesem Themenbereich geht es um die Auswirkungen dieses Wettbewerbs und der Handelsliberalisierung auf die Steuerpolitik von Ländern und welche sozialen und gesellschaftlichen Folgen sich daraus ergeben können.

    Basis-Literatur:

  • In den vergangenen 70 Jahren kam es zu einem beispiellosen Anstieg des Welthandels. Parallel dazu ist auch die absolute Armut auf der Welt gesunken. Wie hängen diese beiden Entwicklungen zusammen? Kann Handel und eine verstärkte internationale Integration dazu beitragen, dass Armut abgebaut wird, oder erhöht es die Ungleichheit innerhalb der betroffenen Länder zusätzlich? Diese Fragen sollen in dieser Abschlussarbeit anhand empirischer Arbeit und eines kanonischen theoretischen Modells diskutiert werden.

    Basis-Literatur:

    • Helpman, E., Itskhoki, O., & Redding, S. (2010). Inequality and unemployment in a global economy. Econometrica, 78(4), 1239-1283.
    • Helpman, E., Itskhoki, O., Muendler, M. A., & Redding, S. J. (2017). Trade and inequality: From theory to estimation. The Review of Economic Studies, 84(1), 357-405.
    • Dorn, Florian; Clemens Fuest and Niklas Potrafke (2022): “Trade Openness and income inequality: New empirical evidence”, Economic Inquiry, vol 60 (1), 202-223, url: https://www.ifo.de/publikationen/2022/beitrag-referierter-zeitschrift/trade-openness-and-income-inequality-new
    • Pavcnik, Nina (2017), “The Impact of Trade on Inequality in Developing Countries”, NBER Working Paper 23878, url:https://www.nber.org/papers/w23878
  • Ausgehend von der Entwicklung des Klimawandels zur Klimakrise nehmen umweltpolitische Gegenmaßnahmen eine immer größere Bedeutung ein. Obwohl die komplexen Interaktionen von Handel und Umweltverschmutzungen bereits umfangreich analysiert wurden, herrscht in der Literatur kein Konsens darüber, ob heterogene oder unilaterale Umweltpolitiken zum sog. Pollution Haven Effect aufgrund der Globalisierung führen. Führen also strenge Regeln in einem Land zu mehr Verschmutzungen im weniger regulierten Ausland? Entscheidend werden die Reaktionen der Unternehmen sein. Führt dies zu Firmenaustritten, passen sich Firmen den Regularien durch Innovationen an oder nutzen Firmen die sog. Pollution Havens, um dort Offshoring zu betreiben? Und führt dies zu grenzüberschreitenden Reduktionen der Umweltverschmutzungen oder gibt es ein Race to the bottom?

    Basis-Literatur:

    • Hanley, A., & Semrau, F. O. (2022). Stepping up to the mark? Firms’ export activity and environmental innovation in 14 European countries. Industry and Innovation, 29(5), 672-700.
    • Marin, Giovanni, and Antonello Zanfei (2019). Does host market regulation induce cross‐border environmental innovation?. The World Economy, 42(7), 2089-2119
  • Der theoretischen Literatur folgend hat erhöhte politische Unsicherheit vorwiegend via drei Kanälen Auswirkungen auf die ökonomische Aktivität. Bei steigender Unsicherheit ist es vor-teilhafter, abzuwarten bis neue Informationen erlangt werden können, so dass Investitionen, die mit hohen sunk costs verbunden sind, zurückgehalten werden. Gleichzeitig steigen die Kosten externer Finanzierung, was zu einem Rückgang der Investitionen und des Konsums führt. Zudem werden risikoaverse Akteure vorsichtshalber mehr sparen und risikoreichere, aber möglicherweise ertragreichere Projekte nicht realisieren. Generell führt dies zu geringerem Wachstum. Bezogen auf die Umweltpolitik stellen sich dabei insbesondere zwei Fragen: Behindert umweltpolitische Unsicherheit notwendige Investitionen in die Dekarbonisierung? Und kann das geringere Wachstum aufgrund genereller wirtschaftspolitscher Unsicherheit das Erreichen der Klimaziele begünstigen?

    Basis-Literatur:

    • Noailly, J., Nowzohour, L., & van den Heuvel, M. (2022). Does Environmental Policy Uncertainty Hinder Investments Towards a Low-Carbon Economy?, NBER Working Paper No. 30361.
  • Wie hängt Migration mit demografischem Wandel zusammen? Demografischer Wandel kann sich verstärkend über negatives Wirtschaftswachstum auf die Migration eines Landes auswirken. Unternehmen müssen den Markt verlassen, da nicht ausreichend Fachkräfte zur Verfügung stehen. Auf der anderen Seite kann Migration den demografischen Wandel aufhalten. Beide Effekte sollen in dieser Abschlussarbeit analysiert werden.

    Literatur:

    • Zaiceva, A./ Zimmermann, K. (2014). Migration and the Demographic Shift, IZA Discussion Paper 8743.
  • Der zunehmende Wettbewerbsdruck aus China sollte intuitiv zu einer zunehmenden Innovationsbereitschaft führen. Ein aktuelles Papier untersucht diesen Zusammenhang für die USA. Die Ergebnisse sollen in dieser Abschlussarbeit kritisch überprüft werden, um diese Ausarbeitung dann durch eine weiterführende Literaturanalyse zu untermauern.

    Literatur:

    • Autor, D. H./ Dorn, D./ Hanson, G. H./ Pisano, G./ Shu, P. (2019).Foreign Competition and Domestic Innovation: Evidence from U.S. Patents, CESifo Working Paper Series 7865.
  • Die Pandemie hat einen massiven Einfluss auf den weltweiten Handel und das ökonomische Wachstum gehabt. Basierend auf einem Bericht der UNCDAT kann in diesem Themenbereich untersucht werden, welche Entwicklungen für die Zukunft erwartet werden. Dieses Thema bietet sich für eine eigenständige Datenanalyse an.

    Literatur

  • Migrationsentscheidungen sind nicht immer permanent. Häufig migrieren Menschen für die Erreichung bestimmter Ziele ins Ausland, um dann ins Heimatland zurückzukehren. Diese Abschlussarbeit hat als Grundlage eine sehr aktuelle Arbeit zum Thema. Die Ergebnisse dieser Studie sollen in der Abschlussarbeit kritisch auseinandergenommen werden. Außerdem sollen die Ergebnisse dann mit den Ergebnoissen der etablierten Literatur, die zunächst in einem weiterführenden Literaturüberblick vorgestellt werden sollte, verglichen werden. Der Lehrstuhl kann Matlab-Programmcodes für ein sehr ähnliches Modell zur Verfügung stellen. Basierend auf diesen Codes könnten die Forschungsergebnisse repliziert werden.

    Literatur

  • Uneinheitliche Produktstandards sind eine Form von Handelsfriktion, die den Welthandel maßgeblich beeinflussen. Diese Abschlussarbeit soll sich basierend auf einer aktuellen Studie mit der theoretischen Modellierung von solchen Handelsfriktionen auseinandersetzen. Die Ergebnisse sollen kritisch mit der empirischen Evidenz zu nichttarifären Handelshemnissen unter Einbeziehung der Literatur zur Schaffung von Freihandelsabkommen verglichen werden.

    Literatur

  • In der aktuellen ökonomischen Debatte wird immer häufiger nach der Nachhaltigkeit ökonomischen Wachstums gefragt. Die Bedeutung spiegelt sich auch in den langen Verhandlungen der Pariser Klimakonferenz wieder. Viele Industrienationen ergreifen mittlerweile Maßnahmen, um ökonomisches Wachstum auch ökologisch nachhaltig generieren zu können. Vorreiter auf globaler Ebene bildet dabei vor allem Deutschland. Schwellen- und Entwicklungsländer hingegen argumentieren häufig, dass nachhaltiges Wachstum erst ab einem gewissen Niveau der ökonomischen Entwicklung eine Rolle spielen kann. Bevor ein gewisser Entwicklungsstand nicht erreicht ist, wird die ökologische Nachhaltigkeit erstmal in den Hintergrund gestellt. Doch sind diese beiden Ziele – Nachhaltigkeit und ökonomischem Wachstum – wirklich nicht miteinander zu vereinbaren?

    Literatur:

    • Cohen, B. (2006): Urbanization in developing Countries: Current Trends, future projections, and key challenges for sustainability, in Technology in Society 28 (2006), pp. 63 – 80.
    • McLaren, J. (2013): International Trade, first edition, John Wiley & Sons, Inc., chapter 13: Trade and Enviroment: Is Globalisation Green?.
    • Stern, D. I./ Common, M. S./ Barbier, E. B. (1996): Economic Growth and Environmental Degradation: The Enviromental Kuznets Curve and Sustainable Development, in World Development, Vol. 24, No. 7, pp. 1151 – 1160.
  • Die EU besteht mittlerweile aus 28 Mitgliedsstaaten. Der sogenannten Osterweiterungen im Jahr 2004 und 2007 sahen Kritiker skeptisch entgegen – zu groß seien die Unterschiede zwischen den bisherigen und den neuen Mitgliedsstaaten. Vor allem aus ökonomischer Sicht schienen sich die Länder stark zu unterscheiden (Bruttoinlandsprodukt, Arbeitslosenquoten, Sozialstaatlichkeit, usw.). Zum einen stellt sich nun die Frage, was eine große Heterogenität der Mitgliedstaaten innerhalb der EU für Folgen haben kann. Andererseits sind nun fast 10 Jahre nach der Osterweiterung vergangen: Hat eine ökonomische Konvergenz stattgefunden? Wenn ja, durch welche Maßnahmen? Wenn nicht, warum nicht und was für Maßnahmen gibt es, um die Konvergenz zwischen der EU-Mitgliedsstaaten voranzutreiben? Das sind Fragen, die in dieser Arbeit behandelt werden sollen.

    Literatur:

    • Borsi, T. M./ Metiu, N. (2015): The evolution of economic convergence in the European Union, in Empirical Economics, Volume 48, Issue 2, pp. 371 – 379.
    • Epstein, R. A. (2014): Overcoming `Economic Backwardness´ in the European Union, in Journal of common Market Studies, Volume 52, Issue 1, pp. 17-34.
    • Baldwin, R./ Wyplosz, C. (2015): The Economics of European Integration, fifth edition, McGraw-Hill Education, Berkshire.
  • Die „Intensive“ und „Extensive Margin“ sind Begriffe aus der Gravitationstheorie des internationalen Handels. Die Gravitationstheorie beschäftigt sich dabei mit dem Einfluss verschiedener Determinanten auf das Handelsvolumen. Die „extensive margin“ beschreibt dabei den Einfluss des internationalen Handels auf die Anzahl der Unternehmen in einem Markt, während die „intensive margin“ den Einfluss des internationalen Handels auf das Produktionsvolumen der im Markt bestehenden Unternehmen untersucht. China ist eine Ökonomie, die sich in den letzten Jahren sehr stark dem Handel geöffnet hat. Welchen Einfluss hatte die Öffnung der Ökonomie Chinas auf die Anzahl an Unternehmen sowie das Produktionsvolumen der einzelnen Unternehmen? Welche Sektoren sind besonders von der Handelsliberalisierung betroffen? Wer sind die Gewinner und Verlierer der Handelsliberalisierung?

    Literatur:

    • Chaney, T. (2008): Distorted Gravity: The Intensive and Extensive Margins of International Trade, in American Economic Review 98:4, pp. 1707 – 1721.
    • Besedeš, T./ Prusa, T. J. (2008): The Role of Extensive and Intensive Margins and Export Growth, in Journal of Development Economics, Volume 96, Issue 2, pp. 371 – 379.
    • Amiti, M./ Freund, C.: The Anatomy of China´s Export Growth, National Bureau of Economic Research, Volume Titel: China´s growing Role in World Trade, pp. 35 – 56.
  • Die Finanzkrise 2007, welche sich zu einer globalen Wirtschaftskrise entwickelt hat, hat beinahe alle Ökonomien getroffen. Einige mehr und andere weniger. In der EU waren die Effekte der Wirtschaftskrise auf die jeweiligen Mitgliedssaaten sehr unterschiedlich. Deutschlands Wirtschaft konnte sich wohl als eine der Stabilsten während dieser Krise hervorheben. Andere Ökonomien wie Irland, Portugal, Spanien und nicht zu vergessen Griechenland wurden hingegen sehr hart von der Krise getroffen. Das Wirtschaftswachstum kehrte sich ins Negative, die Arbeitslosenquote explodierte. Was sind die Gründe für diese unterschiedlichen Effekte? Kann das Wachstum der jeweiligen Handelspartner einen Einfluss auf die ökonomische Entwicklung gehabt haben? Waren Länder, welche mit stärker wachsenden Ökonomien enge wirtschaftliche Beziehungen haben weniger stark betroffen? Oder können gewisse wirtschaftliche Abhängigkeiten voneinander ausgemacht werden, die eine Schrumpfung der Wirtschaft verstärkt haben?

    Literatur:

    • Anderton, R./ Tewolde, T. (2011): The Global Financial Crisis. Trying to understand the Global Trade Downturn and Recovery. European Central Bank Working Paper Series, No. 1370.
    • Eaton, J./ Kortum, S./ Neiman, B./ Romalis, J. (2011): Trade and the Global Recession, NBER Working Paper Series, No. 16666.
    • Freund, C. (2009): The Trade Response to Global Downturns. Historical Evidence, The World bank Policy Research Working Paper, No. 5015.
  • „Brexit“ – der mögliche Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union ist im Moment ein stark diskutiertes Thema. Welche Folgen hat ein potenzieller Austritt Großbritanniens aus der EU? Es gibt Prognosen, die eine Erhöhung der Wirtschaftsleistung voraussagen, wenn es Großbritannien gelingt eine eigene erfolgreiche Handelspolitik zu etablieren. Welche Aspekte müsste diese „erfolgreiche“ Handelspolitik beinhalten? Andere Prognosen hingegen deuten darauf hin, dass Großbritannien einem enormen Wohlfahrtsverlust sowie sinkenden Wachstumsraten ausgesetzt sein wird, sollte es zu einem Ausstieg aus der EU kommen. Weiterhin wird die Tatsache kritisch betrachtet, dass ein neuer Marktzugang zum Binnenmarkt er EU ausgehandelt werden müsste. Welche Branchen sind davon größtenteils betroffen? Welche Folgen ergeben sich für das Gebilde EU selbst? Sind eventuell auch Handelsbeziehungen zu anderen Ökonomien außerhalb der EU gefährdet, sollte Großbritannien aus der EU austreten?

    Literatur:

    • Irwin, G. (2015): BREXIT: the impact on the UK and the EU, Global Counsel.
    • Oliver, T. (2016): European and international views of Brexit, in Journal of European Public Policy.
    • Ottaviano, G. I. P./ Passoa, J. P./ Sampson, T./ Van Reenen, J. (2014): Brexit or Fixit? The Trade and Welfare Effects of Leaving the European Union, CEP Policy Analysis.
  • Es steht außer Frage, dass Korruption einen Einfluss auf die ökonomische Entwicklung eines Landes hat. Einerseits gibt es Studien, welche voraussagen, dass Korruption wie ein „Schmiermittel“ für die ökonomische Entwicklung fungieren kann, indem das Zahlen von Schmiergeldern bürokratische Prozesse beispielsweis weniger langwierig macht. Neuere Studien hingegen zeigen auf, dass Korruption für die wirtschaftliche Entwicklung zu einem Hindernis werden kann, beispielsweise wenn es darum geht, dass sich ausländische Unternehmen im Heimatland niederlassen wollen, aber die Kosten für ihre Implementierung nicht aufbringen möchten. Welchen Einfluss hat Korruption auf internationale Handelsbeziehungen? Kann Korruption ein Hindernis für den Handel und damit für einen Kanal des wirtschaftlichen Wachstums sein? Und welche Rolle spielt die Korruption bei der Verteilung des Einkommens? Kann man Verzerrungen in der Umverteilung erkennen?

    Literatur:

    • Dutt, P./ Traca, D. (2010): Corruption and bilateral Trade Flows: Extortion or Evasion?, in Review of Economics and Statistics, 92(4), pp. 843 – 860.
    • Gupta, S./ Davoodi, H./Alonso-Terme, R. (2002): Does Corruption affect income inequality and growth?, in Economics of Government (2002)3, pp. 23 – 45.
    • Li, H./ Xu, L. C./ Zou, H.-F. (2000): Corruption, Income Distribution, and Growth, in Economics and Politics, Vol. 12 No. 2, pp. 155 – 182.
  • Transportkosten gehören zu den wichtigsten Determinanten des internationalen Handels. Vereinfachend wird häufig davon ausgegangen, dass die Distanz zweier Länder ihr bilaterales Handelsvolumen erklären kann. Zwar wurde dieser Zusammenhang in unzähligen Arbeiten zur Gravitätsgleichung des internationalen Handels nachgewiesen, der Einfluss technologischer Errungenschaften auf die Stärke dieses Zusammenhangs ist hingegen bislang noch nicht vollständig erfasst. Aufgabe dieser Abschlussarbeit ist die Untersuchung der Auswirkung der Container Revolution. Die Erfindung der Containerschifffahrt hat den internationalen Güterhandel erleichtert und sollte zu einem verminderten Einfluss der Distanz geführt haben. In der Literatur wird dies auch gerne als ein über die Zeit hinweg fortschreitender „Death of Distance“ bezeichnet. Grundlage dieser Abschlussarbeit ist ein aktuelles Arbeitspapier zu diesem Thema. Die Arbeit soll eingehend in der Abschlussarbeit diskutiert und kritisch gewürdigt werden. Im Anschluss kann versucht werden, diese Ergebnisse anhand einer eigenen Datenauswertung zu überprüfen. Die Daten für eine solche Analyse sind verfügbar und können für die Fragestellung entsprechend aufbereitet werden.

    Literatur:

    • Daniel M. Bernhofen, Zouheir El-Sahli und Richard Kneller (2013): Estimating the Effects of the Container Revolution on World Trade, CESifo Working Paper No. 4136.
  • Diese Arbeit soll die Entscheidung multinationaler Unternehmen über den Eintritt in ausländische Märkte durchleuchten. Es wird davon ausgegangen, dass Unternehmen Handelsbarrieren über die Gründung einer multinationalen Unternehmens umgehen können. Anstatt in ein Land zu exportieren könnte das Unternehmen auch direkt vor Ort für den ausländischen Markt produzieren. In dieser Arbeit soll ein aktueller Ansatz zu dieser Frage besprochen und anhand einiger ausgewählter Branchen die empirische Relevanz dieses Modells kritisch hinterfragt werden.

    Literatur

    • E. Helpman, M. Melitz und S. Yeaple (2004): Export Versus FDI with Heterogeneous Firms, American Economic Review 94(1): S. 300-316.
  • Der “Brain-Drain”, der die Abwanderung von hochqualifizierten Fachkräften bezeichnet, gibt Anlass zur Sorge für viele Entwicklungsländer. Die Befürchtung ist, dass durch den Brain Drain wichtiges Wachstumspotential der Entwicklungsländer verloren gehen könnte. Anderseits wird in neuen Theorien der Migrationsökonomik (“The New Economics of the Brain Drain”) argumentiert, dass die Abwanderung von Fachkräften sogar Vorteile für das Herkunftsland bringen kann. Durch den Brain Drain können Entwicklungsländer von Rücküberweisungen, der Heimkehr im Ausland ausgebildeter Migranten oder den zusätzlichen Anreizen für die heimische Bevölkerung in Bildung zu investieren („endogene Humankapitalformation“) profitieren.

    Ziel dieser Arbeit ist es die Diskussion um das “Brain Drain“ vorzustellen und einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Es soll diskutiert werden, wie die im Ausland lebenden Fachkräfte (die so-genannte „Diaspora“) eine wirtschaftliche Entwicklung in den Herkunftsländern unterstützen.

    Literatur

    • Brinkerhoff, J. M. (2006): Diaspora mobilization factors and policy options. In: Converting migration drains into gains: Harnessing the resources of overseas professionals, Manila: Asian Development Bank, 127-153.
    • Docquier, F. and Rapoport, H. (2002): Globalization, brain drain, and development, in Journal of Economic Literature, pp. 681-730.
  • Traditioneller Schwerpunkt der theoretischen und empirischen Migrationsliteratur ist die Analyse möglicher Auswirkungen der Migration auf Löhne und Beschäftigung der einheimischen Bevölkerung. Darüberhinausgehend betrachtet ein aktueller Strang der Migrationsliteratur den Zusammenhang zwischen Einwanderung und dem Einfluss auf den technologischen Fortschritt des Ziellands. Viele empirische Studien zeigen, dass Immigration förderlich für Innovationen sein kann und Migration so die Wachstumsperspektive der Zielländer verbessern.

    Ziel dieser Arbeit ist es die wichtigsten Befunde der einschlägigen Literatur zum Thema Migration und Innovation zu präsentieren. Darauf aufbauend sollen Implikationen für die Migrationspolitik abgeleitet und diskutiert werden.

    Literatur

    • J. Hunt und M. Gauthier-Loiselle (2010): How Much Does Immigration Boost Innovation?, American Economic Journal: Macroeconomics, 2(2): S. 31-56.
    • W. Kerr und W. Lincoln (2010): The Supply Side of Innovation: H-1B Visa Reforms and US Ethnic Invention, Journal of Labor Economics, 28(3): S. 473-508.
  • Viele Unternehmen in den entwickelten Ländern sind bereits von den Folgen des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels betroffen. Um diese Probleme zu bewältigen, ist eine auf die Spezialisierung auf Fachkräfte ausgerichtete Einwanderungspolitik nötig. Welche politischen Maßnahmen sind wirksam und was kann von den traditionellen Einwanderungsländern wie Australien, Kanada und Neuseeland gelernt werden? Die Antworten auf diese Fragen sind für Deutschland angesichts der aktuellen politischen Diskussion um das Einwanderungsgesetz von besonderer Bedeutung.

    Ziel dieser Arbeit ist es einen Überblick über die aktuelle Migrationspolitik in entwickelten Ländern zu geben und das Argument für eine „Skill-selective“ Migrationspolitik in Europa und vor allem in Deutschland kritisch zu diskutieren.

    Literatur

    • T. Boeri (2012): Brain Drain and Brain Gain: The Global Competition to Attract High-skilled Migrants, Oxford University Press, Ch. 1 and 5.
    • M. Czaika und C. Parsons (2015): The Gravity of High Skilled Migration Policies, IMI Working Paper No. 110.

    Zusätzliche Literatur:

    • S. Humpert (2015): Fachkräftezuwanderung im internationalen Vergleich. BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge), Working Paper No. 62.
  • Internationaler Handel kann mit erheblichen Informationskosten verbunden sein. Migranten könnten dazu beitragen, diese Kosten zu reduzieren indem sie als Vermittler zwischen Konsumenten des Ziellands und Produzenten des Herkunftslands fungieren. Es existiert eine umfangreiche Literatur zu diesem Thema, die diese These anhand von Mikro- und Makrodaten überprüft.

    Ziel dieser Arbeit ist eine Übersicht über die Argumente für und gegen die Hypothese, dass Migrationsnetzwerke sich stimulierend auf den Handel zweier Länder auswirken. Darauf aufbauend soll der Zusammenhang zwischen der internationalen Handelstheorie und den empirischen Befunden diskutiert werden.

    Literatur

    • G. Felbermayr und F. Toubal (2012): Revisiting the trade-migration nexus: Evidence from new OECD data, World Development, 40(5): S. 928-937.
    • J. E. Rauch und V. Trindade (2002): Ethnic Chinese networks in international trade, Review of Economics and Statistics, 84(1): S. 116-130.
  • Eine sehr aktuelle Entwicklung im Bereich des internationalen Handels ist die internationale Fragmentierung von Produktionsprozessen, wodurch Unternehmen Produktionsmittel aus dem Ausland beschaffen und einzelne Komponenten der Wertschöpfungskette auf Unternehmen weltweit verteilen. Dieses Phänomen wird gemeinhin als Offshoring bezeichnet. Was sind die Determinanten von Offshoring und welche Auswirkungen auf die Produktivität der heimischen Unternehmen erwarten wir? Die Antworten auf diese Fragen helfen dabei die Entwicklung der Produktionsprozesse in Industrieländern zu verstehen und um somit auf potentielle Auswirkungen der internationalen Arbeitsteilung besser reagieren zu können.

    Ziel dieser Arbeit ist es einen Überblick über die bestimmenden Faktoren und die Produktivitätseffekte von Offshoring zu geben. Darüber hinaus können Anmerkungen zu der Entwicklung von Offshoring in Europa und den USA (z. B. in Rahmen der aktuellen Diskussion um „Reshoring“) gemacht werden.

    Literatur

    • L. Oldenski (2012): The task composition of offshoring by US multinationals, International Economics, 131: S. 5-21.
    • T. Schwörer (2013): Offshoring, domestic outsourcing and productivity: evidence for a number of European countries, in Review of World Economics, 149: S. 131-149.
    Zusätzliche Literatur:
    • The Economist (2013): Special report: outsourcing and offshoring - Here, there and everywhere, 19th January, 2013.
  • In den letzten Jahrzehnten hat Offshoring westeuropäischer und nordamerikanischer Unternehmen erheblich zugenommen. In den Industrieländern (auch in Deutschland) konzentriert sich die aktuelle Diskussion hinsichtlich der Thematik des Offshoring auf potentielle Arbeitsmarkteffekte. Die Befürchtung ist, dass dadurch Arbeitsplätze, insbesondere solche mit mittleren und niedrigen Qualifikationsanforderungen, verloren gehen.

    Ziel dieser Arbeit ist es die Theorie und empirische Befunde über die Arbeitsmarkteffekte von Offshoring anhand von zwei wichtigen Studien zu präsentieren. Zusätzlich sollen Implikationen für die Arbeitsmarktpolitik diskutiert werden.

    Literatur

    • M. Amiti, S. Wei (2005): Fear of service outsourcing: Is it justified?, in Economic Policy, 20(42), pp. 308–347.
    • D. Baumgarten, I. Geischecker, H. Görg (2013): Offshoring, tasks and the skill-wage pattern, in European Economic Review, 61, pp 132-152.
  • Obwohl Offshoring oft als „Einbahnstrasse“ zwischen Industrie- und Niedriglohnländern wahrgenommen wird, setzen auch die Unternehmen der Schwellenländer zunehmend auf Offshoring. Laut der Aussage verschiedener Studien besteht ein positiver Zusammenhang zwischen Offshoring, Produktivität und Innovation. Dieser Befund ist für Schwellenländer von besonderer Bedeutung, da Offshoring das Wirtschaftswachstum fördern kann.

    Ziel dieser Arbeit ist es die Befunde zweier empirischer Studien über Offshoring aus den Schwellenländern zusammenzufassen und kritisch zu diskutieren.

    Literatur

    • U. Fritsch und H. Görg (2013): Outsourcing, Offshoring and Innovation: Evidence from Firm-level Data for Emerging Economies, Kiel Working Paper No. 1861, Kiel Institute for the World Economy.
    • P. K. Goldberg, P. K, Khandelwal, A. K., Pavcnik, N. und Topalova, P. (2010): Imported Intermediate Inputs and Domestic Product Growth: Evidence from India, Quarterly Journal of Economics, 125(4): S. 1727–1767.
  • Der Einfluss von sowohl des Wirtschaftswachstums als auch der Einkommensverteilung auf die Entstehung einer Demokratie ist ein gut untersuchtes Forschungsfeld. Wie sieht der Zusammenhang jedoch konträr betrachtet aus? Hat die Staatsform der Demokratie auch einen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum bzw. auf die Verteilung des Einkommens? Verfügen Demokratien über wirtschaftsstrukturelle Eigenschaften, die das wirtschaftliche Wachstum positiv bzw. negativ beeinflussen? Und sind diese Eigenschaften ebenso Determinanten der Einkommensverteilung? Dies sind einige derFragen, die anhand der obigen Fragestellung beantwortet werden sollen.

    Literatur

    • L. Sirowy, A. Inkeles (1990): The Effects of Democracy on Economic growth and Income Inequality: A Review, in Studies In Comparative International Development, Spring 1990, Volume 25, Issue 1, pp 126-157.
    • R. Perotti (1996): Growth, Income Distribution, and Democracy: What the Data say, in Journal of Economic Growth, Vol. 1, pp 149-187 (June, 1996).
  • Die NAFTA beschreibt den Wirtschaftsverband zwischen Kanada, den USA und Mexiko. Das Freihandelsabkommen sieht nicht nur die Abschaffung von Handelsbarrieren vor, sondern auch die Angleichung von Standards hinsichtlich der Lebensmittel- und Produktsicherheit. Wie haben sich die Handelsströme seit der Einführung des Abkommens verändert? Wer profitiert von dem Abkommen? Kann man mögliche Folgen auf die Einkommensverteilung der drei Mitgliedstaaten ziehen? Und welche Rolle hat Mexiko innerhalb dieses Handelsabkommens?

    Literatur

    • O. Krueger (1999): Trade Creation and Trade Diversion under NAFTA, NATIONAL Bureau of Economic Research, Working Paper 7429, http://www.nber.org/papers/w7429 , 10:43, 17.08.2015.
    • R. H. Hillberry, C. A. McDaniel (2002): A Decomposition of North American Trade Growth since NAFTA, Office Of Economics Working Paper No. 2002-12-A, U.S. International Trade Commission.
    • S. L. Baier, J. H. Bergstrand (2005): Do free trade agreements actually increase members' international trade? , Working Paper, Federal Reserve Bank of Atlanta, No. 2005-3.
  • Emerging Economies werden eine immer größere Rolle in der globalisierten Welt zugeschrieben. Somit werden auch ihre strukturellen Eigenheiten sowie ihre ökonomische Entwicklung immer ausführlicher untersucht. Es fällt auf, dass ein Großteil der Emerging Economies eine weitaus höhere Einkommensungleichheit aufweist als der OECD Durchschnitt. Jedoch ist ebenso auffällig, dass in vielen Emerging Markets die Ungleichheit im Laufe ihrer ökonomischen Entwicklung abgenommen hat. Wie ist der Zusammenhang zwischen der Entwicklung von Emerging Economies und der Einkommensverteilung? Welche Rolle spielen dabei der internationale Handel und das Wirtschaftswachstum?

    Literatur

    • OECD (2011): Special Focus: Inequality in Emerging Economies (EEs), in Divided We Stand – Why Inequality keeps Rising (2011).
    • H. Kharas (2010): The Emerging Middle Class in Developing Countries, Working Paper No. 285, OECD Development Centre.
  • China zählt derzeit zu den exportstärksten Ökonomien der Welt. Über was für strukturelle Eigenschaften verfügt China? Welche Charakteristika machen es so exportstark? Welchen Einfluss hat das überdurchschnittliche Wachstum auf die Einkommensungleichheit? Im Gegensatz zu anderen Emerging Economies ist die Ungleichheit in China im Laufe der Entwicklung gestiegen. Warum? Wie verhält es sich in den Unterschieden zwischen städtischen und ländlichen Regionen? Kann das Heckscher Ohlin Modell diese Entwicklung erklären?

    Literatur

    • OECD (2011): Special Focus: Inequality in Emerging Economies (EEs), in Divided We Stand – Why Inequality keeps Rising (2011).
    • Rozelle (1994): Rural Industrialization and Increasing Income Inequality: Emerging Patterns in China´s Reforming Economy, in Journal of Economic Literature, 19(3), pp 362 – 391.
    • X. Zhou (2000): Economic Transformation and Income Inequality in Urban China: Evidence from Panel Data, in American Journal of Sociology, Vol. 105, No. 4 (Jan., 2000), pp. 1135-1174.
    • Deaton, J. Dreze (2002): Poverty and Inequality in India: A Re-Examination, in Economic and Political Weekly, Vol. 37, No. 36 (Sep. 7-13, 2002), pp. 3729-3748.
    • OECD (2011): Special Focus: Inequality in Emerging Economies (EEs), in Divided We Stand – Why Inequality keeps Rising (2011).
  • Die Proliferation Regionaler Handelsabkommen (kurz RTA) führt seit einigen Jahren zu Diskussionen über die zukünftige Relevanz der WTO. Besonderes Konfliktpotenzial birgt der WTO eigene Dispute Settlement Mechanism, da immer mehr RTA`s individuelle rechtliche Gremien etablieren, die denen der WTO formal entsprechen sollen. Können RTA´s als komplementär zum WTO System erachtet werden oder bedingt ihre zunehmende Verbreitung ein Umdenken bzgl. Multilateraler Handelsabkommen und Liberalisierungstendenzen? Die Arbeit soll, mit Hinblick auf die Diskrepanz zwischen RTA und WTO, Möglichkeiten zur Koexistenz herausarbeiten. Ferner soll, anhand des Vergleichs zum Dispute Settlement Mechanism, erklärt werden inwieweit Rechtsstreitigkeiten bereits durch regionale Handelsabkommen gelöst werden.

    Literatur:

    • C. Mestral (2013) „Dispute Settlement under the WTO and RTAs: An Uneasy Relationship” Journal of International Economic Law 16: S. 777-825
    • H. Gao, C.L. Lim (2008) “Saving the WTO from the risk of irrelevance: The WTO Dispute Settlement Mechanism as a ‘Common Good’ for RTA Disputes” Journal of International Economic Law 11(4): S. 899-925
    • R. L. Arcas (2011) “Proliferation of Regional Trade Agreements: Complementing or supplanting multilateralism” Chicago Journal of International Law 11(2): S. 597-629
12.09.2022