Wintersemester 2021/22

Modul 25201/G1: Geschichte und Kultur: Eine Einführung

Inhalte

LE1: Die Lerneinheit führt anhand ausgewählter Problemfelder in die spezifischen Arbeitsweisen und Methoden des Faches Geschichte im Rahmen der Kulturwissenschaften ein. Sie beginnt mit Skizzen zur historischen Semantik des Kulturbegriffs seit dem 18. Jahrhundert, zur Erinnerungskultur und zum Austausch mit ‚fremden‘ Kulturen. Sodann werden in einem epochenübergreifenden Längsschnitt zum Ödipus-Mythos Probleme der Traditionsbildung, des kulturellen Gedächtnis und der Hermeneutik erörtert. Den Abschluss bildet ein Abriss der Grundtypen des historischen Denkens in der europäischen Moderne, der europäischen Vormoderne und in außereuropäischen Kulturen.

LE2: Die Lerneinheit vermittelt einen problemorientierte Zugang zur Geschichte Alteuropas (Antike, Mittelalter, Frühe Neuzeit). Nach einem Überblick über vormoderne Ungleichheitsvorstellungen werden an ausgewählten Beispielen zugleich die epochenspezifischen Eigentümlichkeiten der Überlieferung chronologisch rückwärtsschreitend behandelt: Englische Armenbriefe des 17. bis 19. Jahrhundert; Judenbürger in Frankfurter Ratsakten des 15. Jh.; Mittelalterliche Wappen/Kleidung; Herrscherbilder mittelalterlicher Kaiser; Lateinische Inschriften von Freigelassenen; Römische Münzen der Kaiserzeit.

LE3: Die Lerneinheit führt in Methoden, ausgewählte Debatten und Quellengattungen der Neueren und Neuesten Geschichte ein. Die erste LE-Einheit fragt, inwieweit sich die Geschichte als Wissenschaft vom alltäglichen Verständnis von Geschichte unterscheidet. Weitere Schwerpunkte bilden die Zeitgeschichte als Epoche sowie die Erinnerungskultur. Die zweite LE-Einheit behandelt Raumordnungen im 19. und 20. Jahrhundert, um die Bedeutung von Begriffen und von unterschiedlichen methodologischen Perspektiven für das historische Arbeiten an einem konkreten Beispiel zu veranschaulichen. In der dritten LE-Einheit werden verschiedene Quellengattungen anhand von Beispielen vorgestellt und die grundlegende wissenschaftliche Technik der Quellenkritik eingeübt.

LE4: Die Lerneinheit behandelt die Wechselbeziehungen zwischen Europa und der außereuropäischen Welt und die dadurch bedingten Transfer- und Transformationsprozesse in beide Richtungen. Zunächst geht es um die Übersee-Geschichte und ihre historiografischen Traditionen, interdisziplinären Vernetzungen und methodische Ansätze. Es folgt ein Überblick über die wichtigsten Quellentypen, der durch fünf Fallbeispiele vertieft wird, die im Spiegel unterschiedlicher Quellengattungen (Reisebericht, koloniale Verwaltungsakte, autobiografischer Roman, Missionsbericht, Bildquellen) zentrale Themenbereiche der Geschichte europäisch-außereuropäischer Beziehungen erschließen (Wissenstransfer, koloniale Herrschaft, Diaspora-Erfahrung, christliche Mission, Fremdwahrnehmung).

„Hinweise zur vorbereitenden Lektüre, die Ihnen schon vor dem eigentlichen Studienbeginn einige Grundlagen des Fachs vermitteln kann, finden Sie im nachfolgenden Link: Grundlegende Literatur zum Geschichtsstudium.“

Lern-Einheit
Titel
LE1: Einführung in die Geschichtswissenschaft
LE2: Soziale Ordnung durch Ungleichheit. Eine Einführung in die Geschichte Alteuropas
LE3: Einführung in die Geschichte der Europäischen Moderne
LE4: Transfer und Transformation. Eine Einführung in die außereuropäische Geschichte

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Das Modul hat eine neue Modulnummer erhalten. Sollten Sie die Materialien über die alten Kursnummern 03501, 03502, 03503, 03504 bereits belegt haben, erhalten Sie kostenfreien Zugriff auf die Online-Version des aktuellen Studienmaterials unter der neuen Modulnummer 25201. Setzen Sie dafür bei der Belegung des Moduls das Wiederholerkennzeichen (WHK, Übergangsregelung bis WiSe 24/25).

Zugang zu den Lernmaterialien und weiteren studienrelevanten Informationen, sowie Kontakt zu den Betreuenden und den Mitstudierenden erhalten Sie in der
moodle Lernumgebung des Moduls.
Die Lernumgebung wird zu Beginn des Semesters für die Beleger/innen des Moduls automatisch geöffnet.

Modulbeauftragte

Lernergebnisse/Kompetenzen

Die Studierenden

  • erhalten durch erfolgreichen Abschluss des Moduls Einblick in zentrale Methoden und Arbeitsfelder der Geschichtswissenschaft,
  • können Möglichkeiten und Grenzen historischer Erkenntnis abschätzen,
weiterlesen...
  • verorten die Geschichtswissenschaft im Kontext der Kulturwissenschaften,
  • erlernen durch die intensive Betreuung auf Moodle erste Schlüsselqualifikationen des wissenschaftlichen Arbeitens,
  • legen die Basis für angeleitet-selbständiges wissenschaftliches Arbeiten, vor allem in den für das historische Arbeiten zentralen Methoden der Quellenkritik,
  • erwerben Orientierungswissen im Bereich der „Geschichte Alteuropas“, der epochenübergreifend und vergleichend griechische und römische Antike, Mittelalter und Frühe Neuzeit verknüpft,
  • erwerben Orientierungswissen im Bereich der „Neueren Geschichte“, der in nationaler, übergreifender und vergleichender Perspektive deutsche und europäische Geschichte seit dem 18. Jahrhundert thematisiert,
  • erwerben Orientierungswissen im Bereich der der „Außereuropäischen Geschichte“, der die Expansion Europas seit dem 15. Jahrhundert und ihre Auswirkungen und Rückwirkungen auf bzw. von außereuropäischen Gesellschaften nachzeichnet.

Downloads

Prüfungsleitfaden BA Kulturwissenschaften, Fachschwerpunkt Geschichte

Prüfungsformen

Form Prüfungsnummer Termin Anmeldeschluss
Klausur 103113 siehe Klausurtermine 15.12.2021

 

Zur Prüfungsanmeldung

Weitere Informationen zum Modul

Lehrformen

Studienbrief, Präsenz- und Online-Veranstaltungen, Moodle, Digitale Lehr-/Lerntools

Dauer

1 Semester

Häufigkeit

Das Modul wird im Sommer- und Wintersemester angeboten

Umfang

Workload: 450 h, Credits: 15 ECTS

Teilnahmevoraussetzungen

Keine

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten

Belegung des Moduls und erfolgreicher Abschluss der Prüfung

Stellenwert der Note für die Endnote

15/180