Projekt

Bildungsprivilegien unter Druck. Eine Untersuchung von Bildungsstrategien oberer Milieus im Feld der Hochschule.

Projektleitung:
Univ.-Prof. Dr. Katharina Walgenbach
Status:
laufend
Laufzeit:
2019 - 2022
fördernde Einrichtungen:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektbeteiligte:
Gregor Schäfer (wissenschaftlicher Mitarbeiter)
Silke Mumme (studentische Mitarbeiterin)

Kurzbeschreibung

Im Feld der höheren Bildung lassen sich nach wie vor bedeutsame Bildungsungleichheiten nachweisen. Gleichzeitig sind Bildungsprivilegien Anfang des 21. Jahrhunderts durch erhöhte Bildungsanstrengungen aller sozialer Milieus unter Druck geraten. Im Rekurs auf Bourdieus These, dass obere Milieus darauf bedacht sind, ihre Position im sozialen Raum zu erhalten bzw. zu verbessern, verfolgt das Forschungsprojekt die Frage: Welche Bildungsstrategien entwickeln obere soziale Milieus im Feld der Hochschule, die auch in Zeiten gestiegener Bildungsbeteiligung einen Unterschied hervorbringen? Im Fokus stehen somit bildungsbezogene Praktiken der Distinktion, die darauf abzielen, die Struktur der Abstände sozialer Positionen wiederherzustellen bzw. auszubauen. Im Sinne Bourdieus wird dabei davon ausgegangen, dass diese Strategien nicht notwendigerweise rational kalkuliert sein müssen, sondern häufig Ausdruck eines unbewussten Verhältnisses zwischen Habitus und Feld sind.


Research Project: Educational Privileges Under Pressure. A Study of Educational Strategies of Upper Milieus in Higher Education

Significant educational inequalities can still be demonstrated in the field of higher education. Simultaneously, by the beginning of the 21st century educational privileges have come under considerable strain due to the increasing educational efforts of all social milieus. Recalling Bourdieu’s thesis that the upper milieus are anxious to preserve or improve their position in social space, the research project pursues the following question: Which educational strategies are developed by upper social milieus in the field of higher education, which, even in times of increased participation in education produce differences? Thus, the focus lies on education-related practices of distinction that aim to restore or expand the structure of distances between social positions. As defined by Bourdieu, it is assumed that these strategies may not necessarily have been calculated rationally, but often present the expression of an unconscious relation between Habitus and Field.


Interviewpartner*innen bald gesucht (Näheres dazu später an dieser Stelle)

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07.11.2019