Forschungsprojekte

Diffusion von digitalen Technologien und Trends in Familienunternehmen

Um digitale Technologien (z.B. Künstliche Intelligenz) und digitale Trends (z.B. Crowdsourcing) für sich nutzbar zu machen, werden diese in Unternehmen systematisch identifiziert, geprüft, ausgewählt und implementiert. Dieser Prozess der Adoption und Diffusion von digitalen Technologien und Trends findet mehr oder weniger systematisch auch in Familienunternehmen statt. Allerdings ist anzunehmen, dass - im Vergleich zu Nicht-Familienunternehmen – in Familienunternehmen die Familie in ihrer Funktion als Eigentümer und Geschäftsführer eine besondere Rolle im Diffusionsprozess spielt. Ähnlich wie die Familie auf so grundlegende Frage- und Weichenstellungen, wie zum Beispiel die Ziel- und Strategieentwicklung im Familienunternehmen, einen elementaren Einfluss ausübt, wird die Familie vermutlich auch auf das so grundlegende Ereignis der Diffusion von digitalen Technologien einen wesentlichen Einfluss haben. Die Rolle der Familie im Diffusionsprozess von digitalen Technologien in Familienunternehmen wurde allerdings empirisch noch nicht untersucht und nachgewiesen. Vor diesem Hintergrund widmet sich das Forschungsprojekt dieser Fragestellung im Rahmen eines explorativ-qualitativen Fallstudiendesigns.

Ansprechpartner: PD Dr. Ulrich Bretschneider

Veröffentlichungen: Bretschneider, U.; Heider, A.; Rüsen, T.; Hülsbeck, M. (2019): Diffusion von digitalen Technologien und Trends in Familienunternehmen, in: Kollmann, T. (Hrsg.): Handbuch digitale Wirtschaft, Springer Reference Wirtschaft, Springer Gabler, Wiesbaden


Digitaler Wandel der Büroarbeit in Unternehmen und in der öffentlichen Verwaltung

Der digitale Wandel der Büroarbeit macht sich durch verschiedene Aspekte bemerkbar. Beispielsweise arbeiten Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen immer häufiger von zu Hause aus (Stichwort Homeoffice). Arbeit, die früher an einem festen Arbeitsplatz verrichtet werden musste, kann heute dank digitaler Technologien problemlos von zu Hause erledigt werden. Darüber hinaus wird unter dem Stichwort „Bring-Your-Own-Device“ (BYOD) verstanden, dass Büromitarbeiter und Büromitarbeiterinnen immer häufiger private Laptops, Smartphones oder sogar eMail- und Social Media-Accounts für die Erledigung dienstlicher Aufgaben einsetzen. Umgekehrt wird unter dem Stichwort „Company-Owned-Personally-Enabled“ „COPE) die Möglichkeit der Privatnutzung von Unternehmens-IT bezeichnet.

Ziel dieses Projektes ist es, im Rahmen einer quantitativen Online-Umfrage Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen von Unternehmen und öffentlicher Verwaltung zu diesen Trends zu befragen. Es soll herausgefunden werden, inwieweit sich die beschriebenen Ausgprägungsformen des digitalen Wandels der Büroarbeit sowohl in Unternehmen und öffentlicher Verwaltung bereits bemerkbar machen und wenn ja, inwieweit dieser Wandel beispielsweise einen Einfluss auf die Zufriedenheit der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ausübt.

Ansprechpartner: PD Dr. Ulrich Bretschneider

Veröffentlichungen: Klesel, M.; Kampling, H.; Bretschneider, U.; Niehaves, B. (2018): Does the Ability to Choose Matter? On the Relationship between Bring-your-own Behavior and IT Satisfaction," Communications of the Association for Information Systems: Vol. 43, Artikel 36, S. 690–710