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Hochschulmanagement

Kennzeichnend für Hochschulen ist, dass deren Wissenschaftler mit ihrem Expertenwissen von zentraler Bedeutung für die Leistungserstellungsprozesse sind. In Forschung und Lehre erbringen sie sehr komplexe, nur bedingt mess- und kontrollierbare Leistungen. Dabei gilt hohe individuelle Autonomie als Voraussetzung wissenschaftlicher Tätigkeit. Sie ist dienstrechtlich verankert und verschafft den Wissenschaftlern eine starke Stellung in der Hochschule. Ihre Bindung an die Fachdisziplin ist jedoch in aller Regel größer als an die Hochschule. Durch diese Fokussierung entstehen organisationale Identitäten, aus denen nicht selten eigensinnige Verhaltensweisen und Blockaden resultieren, die es zu überwinden gilt. Jedoch bestehen weder eine Hierarchie, die auch die Wissenschaftsbereiche erfasst, noch funktionierende Anreizsysteme. Die Wissenschaftler agieren demnach weitgehend autonom; die Einflussnahme auf das Verhalten ist begrenzt. Vor diesem Hintergrund beschäftigen wir uns derzeit insbesondere mit hochschultypischen Steuerungsoptionen, der Berücksichtigung organisationaler Individualität, dem affektiven Commitment von Professoren sowie Führung in Universitäten.

Informationen über das abgeschlossene BMBF-Projekt StratUM finden Sie hier.

Aktuelle sowie vergangene Forschungsschwerpunkte im Bereich Hochschulmanagement lassen sich den Publikationen dazu entnehmen.

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Das affektive Commitment von Professoren in Universitäten

Bei großem Handlungsspielraum und eingeschränkten Möglichkeiten der Kontrolle wird im Unternehmenskontext seit längerem die Bedeutung des (affektiven) Commitments betont. Im universitären Kontext hingegen ist das Commitment noch weitgehend unerforscht. Ziel unserer Forschung ist es daher, einen Erklärungsbeitrag zur Wirkung und Beeinflussbarkeit des affektiven Commitments von Professoren in Universitäten zu leisten. Darauf aufbauend sollen Handlungsempfehlungen für das Hochschulmanagement und die Hochschulpolitik abgeleitet werden.

Ausgewählte Publikationen zu diesem Forschungsschwerpunkt:

  • Scherm, Ewald/Jackenkroll, Benedict: Liegt im Commitment der Professoren der Schlüssel zur Steuerung von Universitäten? In: Hochschulmanagement 11 (4/2016), S. 116-120

Ansprechpartner: Benedict Jackenkroll


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Rollenstress der Dekane an deutschen Universitäten

Die im Zuge der Hochschulreformen vorgenommene Stärkung der Leitungsstrukturen hat auch zu einer veränderten Rolle der Dekane an deutschen Universitäten geführt, die nun als das „mittlere Management“ der Universität die Geschicke ihres Fachbereichs leiten sollen. Aufgrund der mit dem Amt seit jeher verbundenen widersprüchlichen, unklaren und vielfältigen Rollenerwartungen stehen Dekane nun vor der besonderen Herausforderung, aus ihrer Sandwich-Position heraus zwischen den vielschichtigen Erwartungen der Professorenschaft und der Universitätsleitung zu vermitteln und so zu tragfähigen Entscheidungen zu kommen. Wie unsere quantitativ ausgerichtete Forschung zeigt, resultiert daraus erheblicher Rollenstress, der sich negativ auf die Leistung, Zufriedenheit, Verbundenheit und Gesundheit von Dekanen auswirkt. Es zeigt sich jedoch auch, dass Rollenstress viele Facetten hat und nicht jede Facette gleichermaßen problembehaftet ist. Um ein möglichst vollständiges Bild des Ausmaßes und der Folgen des Rollenstresses der Dekane an deutschen Universitäten zu zeichnen, bedarf es daher eines differenziertes Blicks, der sich der Problematik aus verschiedenen Perspektiven heraus nähert.

Ausgewählte Publikationen zu diesem Forschungsschwerpunkt:

⇒ Folgen Sie diesem Forschungsschwerpunkt auf ResearchGate

Ansprechpartner: Dr. Christian Julmi


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Führung in Universitäten

Wenn in Universitäten diejenigen, die die Kernleistungen zu erbringen haben, nicht in hierarchischer Form gesteuert und ihnen auch nur in begrenztem Umfang Anreize geboten werden können, verbleibt der Universitätsleitung vor allem die direkte, interaktionelle Führung. Zwar wird im angelsächsischen Bereich dem Thema „leadership in higher education“ schon lange große Aufmerksamkeit sowohl in Forschung als auch universitärer Praxis geschenkt, in Deutschland muss der Weg dorthin jedoch erst beschritten werden. Dazu wollen wir einen Beitrag leisten.

Ausgewählte Publikationen zu diesem Forschungsschwerpunkt:

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Ewald Scherm


Lehrstuhl Scherm | 24.10.2017
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, 58084 Hagen, Tel.: +49 2331 987-2692, E-Mail: lehrstuhl.scherm@Fernuni-Hagen.de