Neu im Kurs „Lernen mit KI“: Mindmaps, Faktencheck und LaTeX

Heute möchten wir unseren Kurs „Lernen mit KI“ aus dem Angebot von studyFIT vorstellen. Mit diesem Kurs können Studierende aller Fachrichtungen sowie an den Kursinhalten Interessierte, die nicht an der FernUniversität eingeschrieben sind, verschiedene Lernszenarien unter Anwendung von generativer KI kennenlernen und ausprobieren. Im Selbststudium sowie in den integrierten Online-Workshops vermitteln wir praktische Fähigkeiten und Techniken, die beim Lernen im Studium unterstützen. Egal, ob bereits Erfahrung mit KI vorhanden ist oder nicht – unser Kurs ist für alle zugänglich. 

Das Selbststudium vermittelt die nachfolgend beispielhaft aufgelisteten Lernmethoden mit KI (sowie weitere, die hier der Übersichtlichkeit halber nicht alle aufgeführt sind). 

Kursinhalte in den Selbstlerneinheiten 

  • Einführung in die generative KI: In diesem Abschnitt zeigen wir, wie generative KI funktioniert. Auf Moodle finden sich Texte und anschauliche Videos, welche die Grundlagen erklären. Wir bieten eine Übersicht von generativen KI-Tools. Außerdem geben wir allgemeine Tipps zum Thema Prompting und demonstrieren, wie Sie kommerzielle und Open Source KI-Tools benutzen.
  • Skriptinhalte verdichten: Anhand eines frei verfügbaren Skripts lernen Sie unter anderem, wie generative KI Textabschnitte zusammenfasst, Fachbegriffe markiert und definiert sowie inhaltliche Fragen beantwortet und anschauliche Beispiele liefert. Mit der „Chain of Density“ wird auch ein fortgeschrittenes Verfahren zur Textzusammenfassung vorgestellt. Außerdem können Sie mit Hilfe von Metaprompts bzw. KI in der Rolle als Prompting-Experte Lernpläne erstellen lassen, um den Lernprozess übersichtlich zu strukturieren.
  • Computergestützte Berechnungen und Recherche: Wir stellen die KI-basierte Suchmaschine Perplexity vor, die bei der Suche nach aktuellen Lernmaterialien und wissenschaftlichen Artikeln aus verschiedenen Internetquellen hilft. Sie lernen außerdem den computergestützten Onlinedienst Wolfram Alpha sowie andere KI-basierte Methoden für mathematische Berechnungen kennen.
  • Lernkarten mit Anki: Wir zeigen, wie man mit Perplexity Lernkarten und Lückentexte zum Skript erstellt und in die freie Software Anki importiert. Die Verwendung von Lernkarten hat sich als effektiv erwiesen, um Wissen langfristig zu festigen.
  • Quiz-Fragen mit KI und R: Als letzten Schritt im Lernprozess überprüft man das eigene Wissen zur Vorbereitung auf eine Prüfung. Je nach Studiengang geschieht dies beispielsweise durch Übungsaufgaben. Zusätzlich üben wir, wie man zum Lernmaterial passende Quizfragen mit Perplexity erstellt. Außerdem generieren wir Quellcode für ein spielerisches Quiz in der freien Software R.

Praxisorientierte Übungen in den Workshops 

Zwischen den beiden Selbstlerneinheiten bieten wir gemäß dem Blended Learning Konzept der FernUniversität zusätzlich integrierte Online-Workshops an. 

In diesen schauen wir uns noch mehr Anwendungsmöglichkeiten von KI zum Lernen an. Zum Beispiel, wie man mit KI Programmiercode für die Visualisierung von Statistiken erstellt. Außerdem führen wir einen Sokratischen Dialog durch, um die eigenen Gedanken zu ordnen, kritisch zu reflektieren und zu begründeten Haltungen zu gelangen. 

In den Workshops legen wir großen Wert auf praktische Übungen. Die Studierenden arbeiten in Kleingruppen und können die verschiedenen Techniken direkt anwenden. Dozierende von studyFIT begleiten die Übungen und beantworten Fragen zu generativer KI. 

Durch den Austausch und das Feedback von Studierenden haben wir darüber hinaus weitere Lernszenarien in den Kurs aufgenommen. 

Neue Inhalte 

Lerninhalte visualisieren: Mindmaps helfen dabei, Lernstoff übersichtlich zu strukturieren, beispielsweise für das Brainstorming, die Referatsplanung oder die Prüfungsvorbereitung.  

Im ersten Screencast zum KI-Tool Whimsical wird demonstriert, wie man entweder direkt eine Mindmap anlegt oder über die integrierte KI einen ersten Entwurf erzeugt und diesen anschließend weiter ausbaut. 

Im zweiten Screencast erfährt man, wie man mit KI-Unterstützung eine Mindmap im sogenannten „Markdown-Format“ generieren lässt und den generierten Code in Obsidian importiert, um sich die Mindmap in dem Programm anzeigen zu lassen. 

Fakten überprüfen (Chain of Verification): Sprachmodelle können „Halluzinationen“ erzeugen: Die Antworten wirken zwar plausibel, sind aber faktisch falsch.  

Die Chain-of-Verification-(CoVe-)Methode ist ein Prompting-Ansatz, bei dem dem Modell zunächst KI-generierter Inhalt zur Prüfung auf Korrektheit zur Verfügung gestellt wird. Die KI plant dazu passende Prüf-/Verifikationsfragen, beantwortet diese unabhängig und formuliert schließlich eine überarbeitete, verifizierte Antwort.  

Im Kurs üben unsere Studierenden genau diesen Workflow, damit sie KI-Outputs im Studienalltag kritischer auf Faktentreue prüfen können – was zum Beispiel bei KI-generiertem Lernmaterial wichtig ist. 

LaTeX + neuer Workshop: Neu ist außerdem ein Selbstlernabschnitt mit vielfältigen Tutorials und Aufgaben, in dem LaTeX als Textsatzsystem für wissenschaftliche Arbeiten vorgestellt wird – inklusive typischer Bestandteile wie Literaturverzeichnis, Abbildungen, Formeln, Tabellen etc. Die Teilnehmenden des Kurses erfahren auch, wie KI beim Einstieg in die LaTeX-Quellcodegenerierung unterstützen kann. 

Zusätzlich bieten wir jetzt den neuen Workshop „Nachhaltig schreiben mit LaTeX und LLaMa (KI)” an, in dem Folgendes geübt wird: 

  • Ein LaTeXDokument bearbeiten, um Struktur und grundlegende Syntax sicher zu verstehen.
  • Generative KI nutzen, um eine persönliche Formatvorlage für die eigene wissenschaftliche Arbeit in LaTeX zu erstellen.

 

Der Kurs „Lernen mit KI“ ist offen für alle Interessierten. Ein Studium an der FernUni wird nicht vorausgesetzt. 

Weitere Informationen zum Kurs und wie der Kurs belegt werden kann, haben wir in diesem Steckbrief zusammengestellt. 



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