Zwei Curriculum 4.0 Projekte starten im April

Im Herbst 2021 fand ein hochschulweiter Wettbewerb zur Förderlinie Curriculum 4.0 statt. In der ehemals über den Stifterverband ausgeschriebenen Förderlinie liegt der Fokus auf die curriculare Verankerung von Medienkompetenz und fachspezifischer digitaler Kompetenz in den Studiengängen. Das Rektorat hat im Dezember zwei Anträge bewilligt, die im April 2022 starten.

Data Science Didaktik (DaSDida)

Dr. Simone Anna Opel (Fakultät für Mathematik und Informatik)

In der Fakultät für Mathematik und Informatik (M+I) startet im Wintersemester 2022/23 ein neuer Master-Studiengang Data Science. Hierfür müssen von den Lehrenden, die in der Regel neu an der FernUniversität sind, neue Pflichtmodule zu Data Science entwickelt werden. Zwar werden ausreichende digitale Kompetenzen für die Gestaltung von Blended-Learning-Szenarien bei den Lehrenden der Fakultät M+I grundsätzlich angenommen – nicht jedoch fundierte fachdidaktische Kompetenzen und keine umfassenden Kenntnisse von möglichen Methoden und vorhandenen Tools für eine methodisch vielfältige und diverse digitale Lehre, die sich direkt an den Studierenden ausrichtet.

Um die Lehrenden bei der Entwicklung der Module zu unterstützen, wurde neben einem fachlichen Studiengangskonzept ein didaktisches Framework erarbeitet, das grundsätzliche Empfehlungen zur Auswahl didaktischer Methoden im jeweiligen fachlichen Kontext enthält. Das Framework bietet den Lehrenden Unterstützung dabei, ihre Lehr-Lern-Arrangements so zu gestalten, dass die Materialien zum weiteren Aufbau digitaler Kompetenzen der Studierenden aktiv beitragen und die Studierenden auch ihre überfachlichen Kompetenzen wie bspw. (digitale) Kommunikation, Selbstorganisation oder die Fähigkeit zum selbstgesteuerten lebenslangen Lernen erweitern und vertiefen können.

Im Rahmen des Projekts DaSDida wird sowohl der prototypische Einsatz des Frameworks für die didaktische Entwicklung der Pflichtmodule im Bereich Data Science, als auch der erste Einsatz der so entstandenen Szenarien begleitet. Dieser prototypische Einsatz des Frameworks wird zudem (intern) evaluiert und auf Basis dieser Erkenntnisse wird das Framework so weiterentwickelt, dass es auch in anderen Studiengängen eingesetzt werden kann.

 

Etablierung einer Spezialisierung „Empirische Makroökonomik“ im Masterstudiengang Volkswirtschaft (M.Sc.)

Prof. Dr. Robinson Kruse-Becher und Prof. Dr. Joscha Beckmann (beide Fakultät für Wirtschaftswissenschaft)

Im Mittelpunkt des beantragten Projekts steht die Etablierung einer neuen Spezialisierung „Empirische Makroökonomik“ im Masterstudiengang Volkswirtschaftslehre. Infolge der Digitalisierung werden zunehmend umfangreiche Daten mit einer hohen Bandbreite und Komplexität verfügbar. Diese unter dem Schlagwort Big Data zusammengefassten Quellen sind zunehmend auch für die Analyse von makroökonomischen Fragestellungen relevant. Für statistische Verfahren spielen diese Entwicklungen ohnehin eine immense Rolle in der Methodenkonzeption. Infolge dieser Entwicklungen gewinnt in der Lehre sowohl die eigenständige Implementierung von empirischen Verfahren als auch der zielorientierte Umgang mit derartigen Datensätzen für die wissenschaftliche und berufliche Qualifizierung als zentralem Ziel des Studiengangs an Bedeutung. Die neue Spezialisierung trägt diesen Entwicklungen Rechnung und hat zum Ziel, das Lehrangebot bedarfsgerecht an die resultierenden neuen Herausforderungen anzupassen. Sie wird gemeinsam von den Lehrstühlen für Angewandte Statistik und Makroökonomie etabliert und betreut. Beide Lehrstühle sind kürzlich neu besetzt worden und befinden sich in der Aufbauphase.



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