Sommersemester 2019

Modul III: Umbrüche und Aufbrüche

Beachten Sie bitte, dass die Klausur parallel zur Klausur von Modul X stattfindet. Die Teilnahme an beiden Klausuren im gleichen Semester ist daher nicht möglich.

Inhalte

Die Module II bis IV des Studienganges dienen der vertieften Beschäftigung mit den Stichworten des Untertitels des Studienganges; alle drei Module sind (wie das erste, einführende) epochenübergreifend angelegt und werden von den drei Lehrgebieten des Historischen Instituts gemeinsam verantwortet. In diesem Modul III korrespondiert diese Anlage mit der übergreifenden Bedeutung von grundlegenden Umbruchsituationen und Aufbrüchen zu ‚neuen Ufern‘ (räumlich wie metaphorisch) in der Geschichte Europas.

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Renaissancen – Reformationen – Revolutionen in Alteuropa

„Renaissance“, „Reformation“ und „Revolution“ (erster Kurs) sind typische ‚Bewegungsbegriffe‘ (Koselleck) der Moderne, die aus der Fortschrittsvision des 19. Jahrhunderts erwachsen sind und aus dieser Perspektive auch schon für die Vormoderne, die ansonsten heute eher als statisch gilt, Bewegungen von epochaler Dynamik bezeichnen sollen. Dagegen steht der historisch- semantische Befund, dass diese Begriffe in der Vormoderne selbst gar nicht ‚fortschrittlich‘ motiviert, sondern ausdrücklich ‚rückwärtsgewandt‘ gedacht waren. Der Kurs zielt darauf ab, diese begriffliche Verwerfung systematisch zu beleuchten. Er setzt zum einen auf eine konsequente Historisierung dieser Begriffe, indem er die Vorstellungen der vormodernen Zeitgenossen herausstellt, fragt zum andern aber auch danach, welche positiven Erkenntnismöglichkeiten sich aus der analytischen Übertragung z. B. des modernen Revolutionsbegriffs auf vormoderne Entwicklungen ergeben können. Daraus ergeben sich wiederum zwei Schlussfolgerungen: Sowohl das Modell von der permanenten Selbsterneuerung der Moderne als auch die Vorstellung von einer über lange Zeiten weitgehend unveränderten oder doch nur allmählich sich verändernden Vormoderne werden kritisch hinterfragt.

Expansion Europas vom ersten bis zum zweiten Entdeckungszeitalter

Der zweite Kurs beschäftigt sich mit der europäischen Expansion vom 15. bis zum 18. Jahrhundert als globalem Aufbruch der „alten Welt“ – und insbesondere mit den Umbrüchen, die mit den plakativen Bezeichnungen eines „ersten“ und „zweiten Entdeckungszeitalters“ versehen werden. Dabei wird die Kategorie Wissen in das Zentrum des Interesses gestellt, jedoch stets ökonomisch und politisch kontextualisiert. Es wird sowohl aufgezeigt, wie Wissen generiert wurde, als auch, wie dieses auf verschiedenen Feldern nutzbar gemacht werden konnte, sodass Grundlagen für weitere Aufbrüche, nicht zuletzt in die europäische Moderne, gelegt wurden. Der Kurs hinterfragt auf diese Weise gängige, zumeist eurozentrische Vorstellungen von „Entdeckungen“ oder „Wissensakkumulation“.

Geschichte der Europäischen Moderne

Der dritte Kurs ist als Online-Vorlesung konzipiert, beruht aber ebenso auf der Vermittlung von Lehrinhalten mit Hilfe von Quellen- und Forschungstexten. Im Vordergrund der Vorlesung steht die Frage nach den Spezifika der europäischen Moderne auf der Folie ihrer Transformationsprozesse. In Anlehnung an neuere methodische Ansätze wird die Vielfalt der Moderne in Europa für das ausgehende 18. bis zum frühen 21. Jahrhundert in den Blick genommen. Neben bestimmten thematischen Schwerpunkten – Revolutionen, Krieg und Gewalt, ökonomische und kulturelle Transformationsprozesse – widmet sich die geplante Vorlesung auch der Bedeutung von Raumkonzepten im modernen Europa.

Die Industrialisierung

Der vierte Kurs behandelt den in England beginnenden Prozess der Industriellen Revolution, der Übergang von Alteuropa zur europäischen Moderne markierte und ihre von nun an dominierende ökonomische, soziale, politische und kulturelle Entwicklungsdynamik in Gang setzte. In diesem Kurs stehen ökonomische Transformationsprozesse und der durch sie eingeleitete gesellschaftliche Wandel besonders im Vordergrund.

Alle Kurse müssen belegt werden, wenn Sie dieses Modul studieren möchten.

Kurs-Nr.
Titel
SWS
33520 Renaissancen – Reformationen – Revolutionen in Alteuropa 2
33521 Expansion Europas vom ersten bis zum zweiten Entdeckungszeitalter 2
33511 Geschichte der Europäischen Moderne (Vorlesung) 2
33523 Die Industrialisierung 2

Zugang zu den Lernmaterialien und weiteren studienrelevanten Informationen, sowie Kontakt zu den Betreuenden und den Mitstudierenden erhalten Sie in der
moodle Lernumgebung des Moduls.
Die Lernumgebung wird zu Beginn des Semesters für die BelegerInnen des Moduls automatisch geöffnet.

Modulbeauftragte

    LG Geschichte der Europäischen Moderne
    Prof. Dr. Alexandra Przyrembel
    email: alexandra.przyrembel
    Tel.: +49 2331 987 – 2110

      LG Geschichte der Europäischen Moderne
      Andrea Buczek
      E-Mail: lehrgebiet.przyrembel
      Telefon: +49 2331 987 – 2110

        LG Geschichte und Gegenwart Alteuropas
        Irmgard Hartenstein
        E-Mail: irmgard.hartenstein
        Tel.: 02331/987-2120

          LG Geschichte Europas in der Welt
          Karin Gockel
          E-Mail: karin.gockel
          Telefon: +49 2331 987 – 2122

          Lernergebnisse/Kompetenzen

          Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage

          • die Bedeutung von krisenhaften Umbrüchen und neuen Aufbrüchen in der Geschichte Europas anhand zentraler Beispiele in epochaler und räumlicher Breite (von der Antike bis in die Moderne; in Europa und anhand dessen Austauschs mit anderen Teilen der Welt) darzustellen und zu analysieren.
          • die Themen unter Anwendung geschichtswissenschaftlicher Methoden zu bearbeiten und zu bewerten.
          • Die Studierenden sind in der Lage, aus dem Erlernten eigene Schlussfolgerungen zu ziehen und neue Fragestellungen zu entwickeln.
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          Die Studierenden haben

          • die Fähigkeiten zum selbstorganisierten Lernen ausgebaut, indem sie zeit- und ortsunabhängig lernen.
          • die Fähigkeit zum kooperativen Lernen durch die Teilnahme an Online-Kursen, durch Selbststudium innerhalb von Lerngruppen und durch die Teilnahme an Präsenz- und Online-Seminaren eingeübt.

          • erweiterte Medienkompetenzen durch die Integration digitaler Lehr-/Lernformen innerhalb des Moduls erworben.

          • im Rahmen der individuellen und/oder kollaborativen Auf- und Vorbereitung der Modulinhalte ihre Fähigkeit, Lern- und Arbeitsprozesse zeitlich, sachlich und sozial zu organisieren, entwickelt und gestärkt.

          • überdies erlernt, komplexe Inhalte auf fachwissenschaftlichem Niveau zu präsentieren und in einen größeren Bedeutungszusammenhang argumentativ einzubetten

           

          Schritte zur Modulprüfung

          Bitte vergessen Sie nicht, jede Prüfung unter Angabe der Prüfungsform und des Moduls beim Prüfungsamt bis zum 15. Juni (Sommersemester) bzw. 15. Dezember (Wintersemester) anzumelden.

          Im Master können Sie, mit modulspezifischen Variationen, Ihre Prüfungsleistungen in einer mündlichen Prüfung, einer Klausur oder einer Hausarbeit erbringen. In allen Prüfungen sollten Sie in der Lage sein, auf der Basis der Studienbriefe den Prüfenden Ihre eigenständige Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema deutlich zu machen. Dies setzt eine über die Inhalte aller Kurse eines Moduls hinausgehende Beschäftigung mit der themenspezifischen Literatur und dem Forschungsdiskurs voraus.

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          Bei einer mündlichen Prüfung können (und sollen) Sie die Schwerpunkte im Vorfeld mit Ihrer Prüferin bzw. Ihrem Prüfer absprechen. Dabei empfiehlt sich die Schwerpunktsetzung auf einen bestimmten Kurs –von diesem Schwerpunkt aus sind in der Prüfung die Bezüge zu den Inhalten der übrigen Kurse herzustellen. Je nach Prüferin oder Prüfer werden Sie um die Vorbereitung von einem oder zwei Themenschwerpunkten gebeten. Nach konkreter Absprache erarbeiten Sie ein Exposé, das von den Prüfenden per Mail oder telefonisch mit Blick auf eine eventuelle Überarbeitung kommentiert wird. Das zwei- bis dreiseitige Exposé sollte einen Abriss der Themenfelder, Leitfragen und Thesen, eine Gliederung sowie eine Kurzbibliografie zentraler Forschungsliteratur, mit der Sie sich innerhalb der Themen auseinandergesetzt haben, umfassen.

          Bei Videoprüfungen bitte besonders frühzeitig mit dem Prüfer oder der Prüferin (siehe untenstehende Übersicht), dem Prüfungsamt und dem Studienzentrum wegen der Koordination eines Termins in Verbindung setzen!

          Siehe: Sonderregelungen

          Interessenten melden sich bitte zuerst bei den betreffenden Lehrgebieten, um einen Termin, eventuell auch einen Ersatztermin, bei der gewählten Prüferin oder dem Prüfer zu vereinbaren. Jede Prüfung wird von einer Beisitzerin oder einem Beisitzer hinzugezogen, die bzw. der vom Lehrgebiet bestimmt wird, protokolliert.

          Klären Sie bitte anschließend an dem von Ihnen gewählten Studienzentrum, ob zum vereinbarten Termin eine technische Betreuung gewährleistet ist und eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter während der Video-Prüfung anwesend sein kann. Anschließend melden Sie sich bitte beim Prüfungsamt, Frau Tyler, Tel. +49 2331 987-4626

          In einer Klausur haben Sie grundsätzlich drei Aufgabenstellungen zur Auswahl; nur eine davon ist zu bearbeiten. Je nach Vorgabe der Prüferin bzw. des Prüfers werden entweder drei Themen zu vorher persönlich vereinbarten und vertiefend erarbeiteten Themenfeldern gestellt, oder aber die Aufgabenstellungen behandeln vorgegebene modulspezifische Zusammenhänge mit kursübergreifendem Charakter. Bitte setzen Sie sich zur Klärung der Vorgehensweise beizeiten mit der jeweiligen Prüferin bzw. dem Prüfer in Verbindung. Dies muss spätestens am 15.06. bzw. 15.12. – dem letzten Termin, zu dem Sie sich online zur Prüfung anmelden können – möglichst aber deutlich früher, also sobald Sie sich für die Prüfungsform Klausur entschieden haben, geschehen (bitte beachten Sie, dass aus technischen Gründen die Klausurthemen bereits zwei bis drei Wochen nach diesem letzten Anmeldeldetermin seitens Ihrer Prüfer gestellt werden müssen). Ihre Klausur sollte strukturiert und ausformuliert sein und einer nachvollziehbaren Argumentationsstruktur folgen.

          Für Themenabsprachen zu den einzelnen Kursen (Hausarbeit, mündliche Prüfung, ggf. Klausur) wenden Sie sich bitte an folgende Ansprechpartnerinnen (verstehen Sie bitte die Angabe eines Prüfungsbetreuenden, zu der Sie aufgefordert werden, als rein formal: Für die tatsächliche Betreuung entscheidend sind die oben angegebenen Kursbetreuerinnen und Kursbetreuer):

          Kurs Epoche/ Region
          Ansprechpartnerin/ Prüferin

           

          Renaissancen – Reformationen – Revolutionen in Alteuropa

           

          Antike/ Mittelalter

          PD Dr. Uta Kleine
          uta.kleine

          Frühe Neuzeit

          Apl. Prof. Dr. Thomas Sokoll
          thomas.sokoll

           

          Expansion Europas vom ersten bis zum zweiten Entdeckungszeitalter

          Afrika, Asien, Nordamerika Prof. Dr. Jürgen G. Nagel
          juergen.nagel 
          Lateinamerika, Karibik, Australien, Ozeanien Dr. Fabian Fechner
          fabian.fechner
          Geschichte der Europäischen Moderne  Neuzeit Prof. Dr. Alexandra Przyrembel
          alexandra.przyrembel 
          Die Industrialisierung  Neuzeit Prof. Dr. Alexandra Przyrembel
          alexandra.przyrembel 

          Bei einer Hausarbeit geht es darum, aus dem thematischen Feld der im Modul angebotenen Kurse oder der zum Modul angebotenen Präsenzveranstaltungen eine relativ enge (und als solche genau abgegrenzte) Fragestellung selbständig zu erarbeiten bzw. zu vertiefen. Dies bedeutet, dass Sie sich nicht nur innerhalb des Moduls, sondern sogar innerhalb eines Kurses mit Hilfe weiterer Literatur ‘spezialisieren’. Ideen für Hausarbeitsthemen sollten von den Studierenden zunächst selbständig erarbeitet werden. Die endgültige Themenfestlegung und Erstellung des Exposés erfolgen in enger Absprache mit der Prüferin bzw. dem Prüfer.

          Nach der Themenfestlegung erarbeiten Sie ein Exposé, das den Arbeitstitel Ihrer Hausarbeit, einen Entwurf Ihrer späteren Einleitung mit ausgearbeiteter Fragestellung, der Gliederung und einem vorläufigen Literatur- und Quellenverzeichnis (sowie Matrikelnummer, Name und Adresse und Angaben zum Studierendenstatus: Vollzeit/Teilzeit) enthält. Nach Abnahme des Exposés durch die Prüferin oder den Prüfer veranlasst diese/r die Themenstellung beim Prüfungsamt. Der weite Blick soll auch hier zum Tragen kommen, nämlich durch die Art und Weise, in der Sie (in der Regel in der Einleitung und am Schluss der Hausarbeit) Ihr Thema im Rahmen der übergreifenden Fragestellungen des Moduls platzieren.

          Abschluss Themenabsprache (Meldung des Themas durch die Kursbetreuerinnen oder Kursbetreuer beim Prüfungsamt)

          bis spätestens
          Teilzeitstudierende            15.07.2019                                   

          Vollzeitstudierende            19.08.2019                              

          Für den Prozess, an dessen Ende die Formulierung/Begründung einer klaren Fragestellung steht, sollten Sie genügend Zeit einkalkulieren. Zur Absprache eines Themas setzen Sie sich daher frühzeitig mit dem Kursbetreuer oder der Kursbetreuerin in Verbindung. Die Meldefrist für Hausarbeitsthemen ist unbedingt einzuhalten. Bitte teilen Sie Ihrer Dozentin bzw. Ihrem Dozenten spätestens zur Anmeldung der Hausarbeit Ihre Matrikelnummer mit.

          Nach der endgültigen Themenstellung und Mitteilung des Abgabedatums (durch die Betreuungsperson über das Prüfungsamt) haben Sie fünf Wochen (Vollzeitstudierende) bzw. zehn Wochen (Teilzeitstudierende) Zeit, die Arbeit beim Prüfungsamt einzureichen (nicht bei der Betreuerin oder dem Betreuer – jedoch gehen eine Word-Datei und eine pdf-Datei an das Lehrgebietssekretariat).

           Auf das Deckblatt Ihrer Hausarbeit notieren Sie bitte Name, Matrikelnummer, Post- und Email-Adresse, Titel der Arbeit, Betreuerin/Betreuer (dies ist für die Zuordnung wichtiger als der/die Modulbetreuer/in), Modul und Abgabedatum.

          Bitte vermeiden Sie die feste Bindung (auch Spiralbindung) Ihrer Hausarbeit.

          Länge der Hausarbeit: ca. 20 Seiten DIN A 4 (bei 2.500 Zeichen pro Seite sind das 50.000 bis 62.500 Zeichen), 1,5-zeilig, Schriftgrad 12 pt, ausreichend Korrekturrand (vgl. auch den Beipackzettel, den Ihnen das Prüfungsamt mit der Prüfungsanmeldung zusendet).

          Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Prüfung!

           

          Prüfung

          Prüfungsform Prüfungsnummer Termin Anmeldeschluss
          Klausur  108033 Mittwoch, 04.09.2019, 14-18 Uhr 15.06.2019
          Hausarbeit  108032 Während des Semesters 15.06.2019

          Mündliche Prüfung

           

           108034

          LG Geschichte und Gegenwart Alteuropas/ LG Geschichte Europas in der Welt:
          16.-19.09.(20.09.) 2019

          LG Geschichte der Europäischen Moderne:
          Nach Absprache

          Bitte halten Sie sich einen dieser Tage für Ihre Prüfung frei. In begründeten Ausnahmefällen können auch abweichende Termine vereinbart werden.

          15.06.2019
             

          Termine für Ihre mündliche Prüfung vereinbaren Sie bitte mit den Sekretariaten der Lehrgebiete:

          LG Geschichte und Gegenwart Alteuropas:
          Irmgard Hartenstein,   Tel. 02331 987 4752

          LG Geschichte Europas in der Welt
          Karin Gockel,   Tel. 02331 987 2122

          LG Geschichte der Europäischen Moderne:
          sekretariat.przyrembel,  Tel. 02331 987  2110

          Die Prüfungen finden in den Räumen des Historischen Instituts statt.

           

           

          Zur Prüfungsanmeldung

           

          Weitere Informationen zum Modul

          Lehrformen

          Studienbrief, Präsenzveranstaltungen, Moodle, Digitale Lehr-/Lernformate

          Umfang

          Workload: 450 h, Credits: 15 ECTS

          Häufigkeit

          Das Modul wird im Sommer- und Wintersemester angeboten

          Dauer

          1 Semester

          Teilnahmevoraussetzungen

          Keine

          Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten

          Belegung und Bearbeitung aller Kurse des Moduls; erfolgreich abgeschlossene Modulprüfung

          Stellenwert der Note für die Endnote

          15/120