Sommersemester 2019

Modul X: Vernetzungen und Globalisierung

Beachten Sie bitte, dass die Klausur parallel zur Klausur von Modul III stattfindet. Die Teilnahme an beiden Klausuren im gleichen Semester ist daher nicht möglich.

Inhalte

Der Pflichtkurs und drei Wahlpflichtkurse müssen belegt werden, wenn Sie dieses Modul abschließen möchten.

Das Modul beschäftigt sich inhaltlich mit Entwicklungen, die primär eine transkulturelle, transkontinentale, letztlich globale Prägung aufweisen. Es vermittelt den Umgang mit aktuellen Ansätzen der Global- und Verflechtungsgeschichte sowie der historischen Reflexion gegenwärtiger Globalisierungsdebatten. Dabei stehen historischer Prozesse im Mittelpunkt, die auch für Europa von Bedeutung sind, aber aufgrund ihrer übergreifenden Strukturen und vielfältigen, weltweiten lokalen Verknüpfungen geeignet erscheinen, Europa zu „provinzialisieren“. Dabei decken die in den Kursen angebotenen Themen den globalgeschichtlichen Zusammenhang nur exemplarisch ab, wodurch auf der Grundlage der Kenntnisse aus den vier Grundlagenmodulen eine eigenständige Entwicklung weiterführender Themen im Modulkontext durch die Studierenden erforderlich wird.

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Der obligatorische Online-Kurs befasst sich anhand exemplarischer Forschungsbeiträge mit dem Spannungsverhältnis von Strukturen und langfristigen Prozessen auf der globalen Ebene, deren Manifestationen im Lokalen sowie den politischen, sozialen, ökonomischen, kulturellen und religiösen Eigendynamiken vor Ort. Konzeptionell wird auf die Facetten der Globalisierungsdebatte aus historischer Perspektive eingegangen. Das multimediale Design des Kurses eröffnet den Studierenden vielfältige Möglichkeiten, solcherart erworbenes Wissen zu transferieren und neu zu kontextualisieren. Der Kurs ist so konzipiert, dass die Studierenden aufgefordert sind, eigene Lernstrategien zu erproben, individuelle Prioritäten zu setzen und zu späteren Zeitpunkten immer wieder auf die grundlegenden Kursinhalte zurückgreifen zu können.

Zwei der wählbaren Kurse befassen sich mit der langfristigen ökonomischen Globalisierung seit Beginn der europäischen Expansion und ihren soziokulturellen Auswirkungen. Einerseits wird mit der englischen East India Company (EIC) ein wichtiger „global player“ in der Entstehung einer Weltwirtschaft vorgestellt.  Andererseits wird die Rolle migrierender Minderheiten und die damit in Zusammenhang stehende Diasporabildung als eigenständiges soziokulturelles und sozioökonomisches Phänomen in einer globalisierten Welt beleuchtet. Insgesamt wird dabei die Vielfalt der einzelnen Erscheinungsformen angesprochen, welche in ihrer Verknüpfung das globale System ausmachen, das vordergründig nicht selten als reines Nivellierungsphänomen begriffen wird.

Ein weiterer Kurs thematisiert die Geschichte Lateinamerikas zwischen kolonialer Erschließung durch die iberischen Mächte in der frühen Neuzeit und neuen Abhängigkeiten nach der Dekolonisation Anfang des 19. Jahrhunderts. Neben der allgemeinen Betrachtung Hispanoamerikas widmet sich der Kurs im Besonderen auch der Entwicklung Brasiliens im 19. und 20. Jahrhundert.

Der letzte Kurs thematisiert ein ebenso aktuelles wie umstrittenes Phänomen, den „politischen Islam“. Die titelgebende Begrifflichkeit wird dabei ebenso kritisch hinterfragt wie islamische Gesellschaftsmodelle. Vor diesem Hintergrund wird am Beispiel der ägyptischen Muslimbruderschaft die Entstehung einer „islamistischen“ Bewegung im Spannungsfeld konkurrierender Einflüsse dargelegt. In diesem thematischen Kontext tritt Europa endgültig nur noch als ein Impulsgeber unter mehreren auf, ohne sich jedoch der Wirkungsmacht der behandelten außereuropäischen Prozesse entziehen zu können.

Die Kombination aus multimedialem Online-Kurs und frei kombinierbaren Vertiefungskursen dient nicht zuletzt der individuellen Schwerpunktbildung, die im Vertiefungsbereich des Studiengangs angestrebt wird. Modul X fokussiert in diesem Zusammenhang auf Prozesse globaler Interaktion, in denen Europa durchaus eine Rolle spielt, jedoch in ein komplexeres, vielschichtigeres Szenario eingeordnet werden muss. Zugleich fördern Art und Aufbereitung der Materialien eine Forschungsorientierung, wie sie im Hinblick auf das Master-Examen erforderlich erscheint.

 

Kurs-Nr.
Titel
SWS
Pflichtkurs:
33590 Globalisierung (online)
2
Wahlpflichtkurs (6 SWS sind zu wählen):
04116 Westliche Wirtschaftsinteressen und globale Migration 2
04172 Lateinamerika: Emanzipation und neue Abhängigkeiten 2
04179 Politischer Islam 2
34219 Die East India Company 1600-1765 2

Zugang zu den Lernmaterialien und weiteren studienrelevanten Informationen, sowie Kontakt zu den Betreuenden und den Mitstudierenden erhalten Sie in der
moodle Lernumgebung des Moduls.
Die Lernumgebung wird zu Beginn des Semesters für die BelegerInnen des Moduls automatisch geöffnet.

Modulbeauftragte

    LG Geschichte Europas in der Welt
    Prof. Dr. Jürgen G. Nagel
    Tel.: +49 2331 987-2114
    email: juergen.nagel

      LG Geschichte Europas in der Welt
      Prof. Dr. Jürgen G. Nagel
      Tel.: +49 2331 987-2114
      email: juergen.nagel

        LG Geschichte Europas in der Welt

        Dr. Fabian Fechner
        E-Mail: fabian.fechner
        Telefon: +49 2331 987 – 2124

          LG Geschichte Europas in der Welt
          Karin Gockel
          E-Mail: karin.gockel
          Telefon: +49 2331 987 – 2122

          Lernergebnisse/Kompetenzen

          Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage,

          • aktuelle Ansätze der Global- und Verflechtungsgeschichte sowie die historische Reflexion gegenwärtiger Globalisierungsdebatten gegenüberzustellen und zu bewerten,
          • historische Phänomene der „Globalisierung“ und Zugänge zu historischen Prozessen zu formulieren und zu beurteilen,
          • die eigene (eurozentrische) Perspektive zu hinterfragen,
          • die langfristige ökonomische Globalisierung in ihren soziokulturellen Auswirkungen zu beschreiben und gegenüberzustellen,
          • die koloniale Erschließung Lateinamerikas und die sog. Dekolonialisierung der afrikanischen und asiatischen Kolonien zu erläutern und aus ideengeschichtlicher, sozialhistorischer und politikgeschichtlicher Perspektive zu bewerten,
          • islamische Gesellschaftsmodelle zu kontextualisieren und kritisch zu hinterfragen,
          • das Spannungsverhältnis von Strukturen und langfristigen Prozessen auf globaler Ebene, deren Manifestationen im Lokalen sowie politische, soziale, ökonomische, kulturelle und religiöse Eigendynamiken zu beurteilen.

          Die Studierenden sind in der Lage, aus dem Erlernten eigene Schlussfolgerungen zu ziehen und neue Fragestellungen zu entwickeln.

          Die Studierenden haben

          • die Fähigkeiten zum selbstorganisierten Lernen ausgebaut, indem sie zeit- und ortsunabhängig lernen,
          • die Fähigkeit zum kooperativen Lernen durch die Teilnahme an Online-Kursen, durch Selbststudium innerhalb von Lerngruppen und durch die Teilnahme an Präsenz- und Online-Seminaren eingeübt,
          • erweiterte Medienkompetenzen durch die Integration digitaler Lehr-/Lernformen innerhalb des Moduls erworben.
          • im Rahmen der individuellen und/oder kollaborativen Auf- und Vorbereitung der Modulinhalte ihre Fähigkeit, Lern- und Arbeitsprozesse zeitlich, sachlich und sozial zu organisieren, entwickelt und gestärkt.

          überdies erlernt, komplexe Inhalte auf fachwissenschaftlichem Niveau zu präsentieren und in einen größeren Bedeutungszusammenhang argumentativ einzubetten

           

          Schritte zur Modulprüfung

          Durch die Prüfungsleistungen sollen Sie zeigen, dass Sie alle Kurse des Moduls durchgearbeitet und sich grundlegende Kenntnisse zu den zentralen Themen des Moduls angeeignet haben. Das heißt, dass wir als Prüfer grundsätzlich die Kenntnis aller Kurse (und ggf. weiterer Pflichtliteratur) voraussetzen. Praktisch gesehen ist es natürlich unmöglich, diese Kenntnisse in ihrer ganzen Breite umfassend und lückenlos überprüfen zu wollen. Das geht nur punktuell, d.h. durch sinnvoll ausgewählte Schwerpunkte, wobei die Art der Schwerpunktsetzung von der Prüfungsleistung abhängt, für die Sie sich entscheiden. Grob gesagt lässt sich in der mündlichen Prüfung noch am ehesten in die Breite gehen, während in der Hausarbeit die Vertiefung ansteht und die Klausur wiederum irgendwo dazwischen liegt.

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          Konkret und im Einzelnen: Bei einer mündlichen Prüfung sprechen Sie die Schwerpunkte vorher mit Ihrer Prüferin oder Ihrem Prüfer ab. Dabei empfiehlt sich in der Regel die Schwerpunktsetzung auf einen bestimmten Kurs, eine bestimmte Kurseinheit oder einen benachbarten Themenkomplex, wobei es dann in der Prüfung relativ einfach ist, von diesem Schwerpunkt aus die Bezüge zu den Inhalten der übrigen Kurse herzustellen. Sie werden um die Vorbereitung von einem Themenschwerpunkt gebeten, deren Zuschnitt Sie selbst entwickeln. Nach konkreter Absprache erarbeiten Sie ein Exposé, das von den Prüfenden mit Blick auf eine eventuelle Überarbeitung kommentiert wird. Das zwei- bis dreiseitige Exposé sollte einen Abriss der Themenfelder, Leitfragen und Thesen, eine Gliederung sowie eine Kurzbibliografie zentraler Forschungsliteratur, mit der Sie sich innerhalb der Themen auseinandergesetzt haben, umfassen.

          Bei Videoprüfungen bitte besonders frühzeitig mit dem Prüfer oder der Prüferin (siehe unten), dem Prüfungsamt und dem Studienzentrum wegen der Koordination eines Termins in Verbindung setzen!

          Siehe: Sonderregelungen

          Interessenten melden sich bitte zuerst bei den betreffenden Lehrgebieten, um einen Termin, eventuell auch einen Ersatztermin, bei der gewählten Prüferin oder dem Prüfer zu vereinbaren. Zur Prüfung hinzugezogen wird eine Beisitzerin oder ein Beisitzer zur Protokollführung, die oder der vom Lehrgebiet bestimmt wird.

          Klären Sie bitte danach an dem von Ihnen gewählten Studienzentrum, ob zum vereinbarten Termin eine technische Betreuung gewährleistet ist und eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter während der Prüfung anwesend sein kann. Anschließend melden Sie sich bitte beim Prüfungsamt, Frau Tyler, Tel. +49 2331 987-4626

          In einer Klausur haben Sie grundsätzlich drei Aufgabenstellungen zur Auswahl; nur eine davon ist zu bearbeiten. Die drei Klausuraufgaben entstammen einem Themenschwerpunkt, den Sie zuvor persönlich mit Ihrem Prüfer bzw. Ihrer Prüferin vereinbart und in einem Exposé spezifiziert haben. Die Vorgehensweise entspricht dabei derjenigen bei einer mündlichen Prüfung. Bitte setzen Sie sich zur Klärung des Themenbereichs beizeiten mit der jeweiligen Prüferin bzw. dem Prüfer in Verbindung. Dies muss spätestens am 15.06. bzw. 15.12. – dem letzten Termin, zu dem Sie sich online zur Prüfung anmelden können – möglichst aber deutlich früher, also sobald Sie sich für die Prüfungsform Klausur entschieden haben, geschehen.

          Bei einer Hausarbeit geht es darum, aus dem thematischen Feld des Moduls eine relativ enge (und als solche genau abgegrenzte) Fragestellung selbständig zu vertiefen. Dies bedeutet in der Regel, dass Sie sich nicht nur innerhalb des Moduls, sondern sogar innerhalb eines Kurses oder in einem benachbarten Themengebiet mit Hilfe weiterer Literatur ‚spezialisieren’. Nach der Themenabsprache mit dem Prüfer oder der Prüferin sind Fragestellung, Vorgehensweise, Gliederung und verwendete Forschungsliteratur in einem Exposé darzulegen. Der weite Blick soll aber auch hier zum Tragen kommen: nämlich durch die Art und Weise, in der Sie (in der Regel in der Einleitung und am Schluss der Hausarbeit) Ihr ‚kleines’ Thema im Rahmen der übergreifenden Fragestellungen des Moduls platzieren.

          Für Themenabsprachen zu den einzelnen Kursen (Hausarbeit, mündliche Prüfung, ggf. Klausur) wenden Sie sich bitte an folgende Ansprechpartnerinnen (verstehen Sie bitte die Angabe eines Prüfungsbetreuenden, zu der Sie aufgefordert werden, als rein formal: Für die tatsächliche Betreuung entscheidend sind die hier angegebenen Kursbetreuerinnen und Kursbetreuer).

           

          Kurs Ansprechpartnerin/ Prüferin

          Globalisierung

           Prof. Dr. Jürgen Nagel
          juergen.nagel

          Dr. Fabian Fechner
          fabian.fechner

          Westliche Wirtschaftsinteressen und globale Migration

          Prof. Dr. Jürgen G. Nagel
          juergen.nagel

          Dr. Fabian Fechner
          fabian.fechner

          Lateinamerika: Emanzipation und neue Abhängigkeiten

          Dr. Fabian Fechner
          fabian.fechner

          Politischer Islam

          Prof. Dr. Jürgen G. Nagel
          juergen.nagel

          Die East India Company 1600-1765

          Prof. Dr. Jürgen G. Nagel
          juergen.nagel

           

          Abschluss Themenabsprache (Meldung des Themas durch Kursbetreuer beim Prüfungsamt)

          bis spätestens:                                                        
          Teilzeitstudierende                        15.07.2019                           

          Vollzeitstudierende                        19.08.2019        

          Für diesen Prozess sollten Sie genügend Zeit einkalkulieren. Zur Absprache eines Themas setzen Sie sich daher frühzeitig mit dem Kursbetreuer oder der Kursbetreuerin in Verbindung.

          Nach der endgültigen Themenstellung und Mitteilung des Abgabedatums (durch die Betreuungsperson über das Prüfungsamt) haben Sie 5 Wochen (Vollzeitstudierende) bzw. 10 Wochen (Teilzeitstudierende) Zeit, die Arbeit beim Prüfungsamt einzureichen (nicht beim Betreuer oder der Betreuerin – jedoch gehen eine word-Datei und eine pdf-Dateien an das Lehrgebietssekretariat).

          Die Meldefrist für Hausarbeitsthemen (s. o.) ist unbedingt einzuhalten. Bitte teilen Sie Ihrer Dozentin bzw. Ihrem Dozenten spätestens zur Anmeldung der Hausarbeit Ihre Matrikelnummer mit.

          Auf das Deckblatt Ihrer Hausarbeit notieren Sie bitte Name, Matrikelnummer, Post- und Email-Adresse, Titel der Arbeit, Betreuerin/ Betreuerin (dies ist für die Zuordnung wichtiger als der/die Modulbetreuer/in), Modul und Abgabedatum.

          Bitte vermeiden Sie die feste Bindung (auch Spiralbindung) Ihrer Hausarbeit.

          Länge der Hausarbeit: ca. 20 DIN A 4 Seiten (bei ca. 2.500 Zeichen pro Seite inkl. Satz- und Leerzeichen), 1,5-zeilig, 12 pt, ausreichend Korrekturrand (vgl. auch den Beipackzettel, den Ihnen das Prüfungsamt mit der Themenmitteilung zusendet).

          Wir wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihre Prüfung!

           

          Prüfung

          Prüfungsform Prüfungsnummer Termin Anmeldeschluss
          Klausur  108103 Mittwoch, 04.09.2019, 14-18 Uhr 15.06.2019
          Hausarbeit  108102 während des Semesters 15.06.2019
          Mündliche Prüfung  108104 16.-20.09.2019 15.06.2019

          Zur Prüfungsanmeldung

           

          Weitere Informationen zum Modul

          Lehrformen

          Selbststudium mit Print- und Onlinematerial

          Umfang

          Workload: 450 h, Credits: 15 ECTS

          Häufigkeit

          Das Modul wird im Sommer- und Wintersemester angeboten

          Dauer

          1 Semester

          Teilnahmevoraussetzungen

          Belegung und Bearbeitung der Module I bis IV; erfolgreicher Abschluss des Moduls I sowie eines der Module II – IV

          Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten

          Erfolgreicher Abschluss des Moduls I sowie eines der Module II – IV; Belegung und Bearbeitung von Kursen im Wert von 8 SWS, darunter der Online-Basiskurs; erfolgreich abgeschlossene Modulprüfung.

          Stellenwert der Note für die Endnote

          15/120