Sommersemester 2019

Modul VII: Europa und die Widersprüche der Moderne: Macht und Gewalt im 19. und 20. Jahrhundert

Inhalte

Vier der fünf Kurse müssen belegt werden, wenn Sie dieses Modul studieren möchten.

Ziel dieses Moduls ist es, die Vielfalt der europäischen Moderne anhand der Ordnungen von Macht sowie der kriegerischen Auseinandersetzungen im 19. und 20. Jahrhundert zu untersuchen.

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Der Kurs „Der Erste Weltkrieg“ betrachtet diesen ‚totalen Krieg‘ als Ausdruck einer umfassenden Krise der europäischen Moderne, die im Zusammenhang mit der Totalisierung des Krieges in den beteiligten Staaten alle Bereiche der Gesellschaft durchdrungen und verändert hat. Der Erste Weltkrieg wurde so zu einem Scharnier im Übergang vom ‚langen‘ 19. zum ‚kurzen‘ 20. Jahrhundert. Seine politischen, ökonomischen, kulturellen und sozialen Zusammenhänge werden systematisch im europäischen Zusammenhang und Vergleich vorgestellt. Der Kurs ‚Demokratie und Diktatur zwischen den Weltkriegen‘ untersucht die Folgen des Ersten Weltkrieges, die sich  auch in einer Zunahme antidemokratischer Strömungen – wie beispielsweise den Nationalsozialismus – manifestierte. Der Kurs „Die Kulturgeschichte des Nationalsozialismus: Volksgemeinschaft, Rassismus, Antisemitismus“ untersucht die unterschied­lichen Phasen nationalsozialistischer Herrschaft. Während die ältere Forschung vor allem die strukturelle Implementierung des Nationalsozialismus im Blick hatte, interessieren sich neuere Studien für die Prozesse der Selbstmobilisierung der deutschen Gesellschaft. Im Vordergrund dieses Kurses stehen neben dem Konzept der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft auch die Praktiken der (Vernichtungs-)Gewalt.Der Kurs „Kulturgeschichte des Kalten Krieges“ geht der medial inszenierten kriegerischen Auseinandersetzung zwischen dem ‚Ostblock‘ und dem ‚Westen‘ in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach. In Anlehnung an die Cold War Studies untersucht er, wie ideologische Konstruktionen der Grenzziehung die wechselseitige Wahrnehmung in ‚Ost‘ und ‚West‘ prägten. Ziel des Kurses ist ebenso, die alltagsgeschichtliche Ebene der imaginären Dimension von Krieg – beispielsweise im Zusammenhang mit der ‚Nuclear Fear‘ – herauszuarbeiten.

Es müssen Kurse im Wert von 8 SWS belegt werden, wenn sie dieses Modul studieren möchten)

Kurs-Nr.
Titel
SWS
33560 Demokratie und Wahlen im 19. Jahrhundert (online) 2
33561 Nationalsozialistische Gewalt und Neuordnung Europas: Kulturgeschichtliche Perspektiven (Online-Kurs) 2
33563 Kulturgeschichte des Kalten Krieges 2
34226 Der erste Weltkrieg 2
04207 Demokratie und Diktatur zwischen den Weltkriegen 2

Zugang zu den Lernmaterialien und weiteren studienrelevanten Informationen, sowie Kontakt zu den Betreuenden und den Mitstudierenden erhalten Sie in der
moodle Lernumgebung des Moduls.
Die Lernumgebung wird zu Beginn des Semesters für die BelegerInnen des Moduls automatisch geöffnet.

Modulbeauftragte

    LG Geschichte der Europäischen Moderne
    Prof. Dr. Alexandra Przyrembel
    email: alexandra.przyrembel
    Tel.: +49 2331 987 – 2110

      LG Geschichte der Europäischen Moderne
      Prof. Dr. Alexandra Przyrembel
      email: alexandra.przyrembel
      Tel.: +49 2331 987 – 2110

        Institut für Geschichte und Biographie
        Apl. Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch
        Tel.: 02331/987-4007
        email: arthur.schlegelmilch

          LG Geschichte der Europäischen Moderne
          Apl. Prof. Dr. Wolfgang Kruse
          Tel.: 02331/987-2121
          email: wolfgang.kruse

            LG Geschichte der Europäischen Moderne
            Andrea Buczek
            E-Mail: lehrgebiet.przyrembel
            Telefon: +49 2331 987 – 2110

            Lernergebnisse/Kompetenzen

            Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage,

            • Theorien und Konzepte als Deutungsangebot zur Ambivalenz der Moderne in Europa zu erläutern und zu bewerten.
            • Theorieentwürfe zur diskursiven Ordnung von Macht sowie zur Geschichte der Gewalt zu untersuchen und zu beurteilen.
            • politik-, kultur- oder mikrohistorische Ansätze auf Themen unter Berücksichtigung weltanschaulich-politischer Vorstellungen und Konzepte, wie sie sich im 19. und 20. Jahrhundert etabliert haben, anzuwenden und einzuordnen.
            • die Konzepte der ‚Volksgemeinschaft‘ und die Phasen nationalsozialistischer Herrschaft unter Berücksichtigung neuester Studien zu diskutieren und zu bewerten.
            • die Geschichte kriegerischer Auseinandersetzungen im Europa der Moderne und deren politische, ökonomische, kulturelle und soziale Zusammenhänge zu analysieren und zu beurteilen sowie die Bedeutung von Medien (Fotografien, Filme, Zeitungen) zu erkennen.
            • aus dem Erlernten eigene Schlussfolgerungen zu ziehen und neue Fragestellungen zu entwickeln.

            Die Studierenden haben

            • die Fähigkeiten zum selbstorganisierten, forschenden Lernen ausgebaut, indem sie zeit- und ortsunabhängig lernen.
            • die Fähigkeit zum kooperativen Lernen durch die Teilnahme an Online-Kursen, durch Selbststudium innerhalb von Lerngruppen und durch die Teilnahme an Präsenz- und Online-Seminaren eingeübt.
            • erweiterte Medienkompetenzen durch die Integration digitaler Lehr-/Lernformen innerhalb des Moduls erworben.
            • im Rahmen der individuellen und/oder kollaborativen Auf- und Vorbereitung der Modulinhalte ihre Fähigkeit, Lern- und Arbeitsprozesse zeitlich, sachlich und sozial zu organisieren, entwickelt und gestärkt.
            • überdies erlernt, komplexe Inhalte auf fachwissenschaftlichem Niveau zu präsentieren und in einen größeren Bedeutungszusammenhang argumentativ einzubetten.

            Schritte zur Modulprüfung

            Bitte vergessen Sie nicht, jede Prüfung unter Angabe der Prüfungsform und des Moduls beim Prüfungsamt bis zum 15. Juni (Sommersemester) bzw. 15. Dezember (Wintersemester) anzumelden.

            Im Master können Sie, mit modulspezifischen Variationen, Ihre Prüfungsleistungen in einer mündlichen Prüfung, einer Klausur oder einer Hausarbeit erbringen. In allen Prüfungen sollten Sie in der Lage sein, auf der Basis der Studienbriefe den Prüfenden Ihre eigenständige Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema deutlich zu machen. Dies setzt eine über die Inhalte aller Kurse eines Moduls hinausgehende Beschäftigung mit der themenspezifischen Literatur und dem Forschungsdiskurs voraus.

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            Bei einer mündlichen Prüfung können (und sollen) Sie die Schwerpunkte im Vorfeld mit Ihrer Prüferin bzw. Ihrem Prüfer absprechen. Dabei empfiehlt sich die Schwerpunktsetzung auf einen bestimmten Kurs –von diesem Schwerpunkt aus sind in der Prüfung die Bezüge zu den Inhalten der übrigen Kurse herzustellen. Je nach Prüferin oder Prüfer werden Sie um die Vorbereitung von einem oder zwei Themenschwerpunkten gebeten. Nach konkreter Absprache erarbeiten Sie ein Exposé, das von den Prüfenden per Mail oder telefonisch mit Blick auf eine eventuelle Überarbeitung kommentiert wird. Das zwei- bis dreiseitige Exposé sollte einen Abriss der Themenfelder, Leitfragen und Thesen, eine Gliederung sowie eine Kurzbibliografie zentraler Forschungsliteratur, mit der Sie sich innerhalb der Themen auseinandergesetzt haben, umfassen.

            Bei Videoprüfungen bitte besonders frühzeitig mit dem Prüfer oder der Prüferin (siehe untenstehende Übersicht), dem Prüfungsamt und dem Studienzentrum wegen der Koordination eines Termins in Verbindung setzen!

            Siehe: Sonderregelungen

            Interessenten melden sich bitte zuerst bei den betreffenden Lehrgebieten, um einen Termin, eventuell auch einen Ersatztermin, bei der gewählten Prüferin oder dem Prüfer zu vereinbaren. Jede Prüfung wird von einer Beisitzerin oder einem Beisitzer hinzugezogen, die bzw. der vom Lehrgebiet bestimmt wird, protokolliert.

            Klären Sie bitte anschließend an dem von Ihnen gewählten Studienzentrum, ob zum vereinbarten Termin eine technische Betreuung gewährleistet ist und eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter während der Video-Prüfung anwesend sein kann. Anschließend melden Sie sich bitte beim Prüfungsamt, Frau Tyler, Tel. +49 2331 987-4626

            In einer Klausur haben Sie grundsätzlich drei Aufgabenstellungen zur Auswahl; nur eine davon ist zu bearbeiten. Je nach Vorgabe der Prüferin bzw. des Prüfers werden entweder drei Themen zu vorher persönlich vereinbarten und vertiefend erarbeiteten Themenfeldern gestellt, oder aber die Aufgabenstellungen behandeln vorgegebene modulspezifische Zusammenhänge mit kursübergreifendem Charakter. Bitte setzen Sie sich zur Klärung der Vorgehensweise beizeiten mit der jeweiligen Prüferin bzw. dem Prüfer in Verbindung. Dies muss spätestens am 15.06. bzw. 15.12. – dem letzten Termin, zu dem Sie sich online zur Prüfung anmelden können – möglichst aber deutlich früher, also sobald Sie sich für die Prüfungsform Klausur entschieden haben, geschehen. Ihre Klausur sollte strukturiert und ausformuliert sein und einer nachvollziehbaren Argumentationsstruktur folgen.

            Für Themenabsprachen zu den einzelnen Kursen (Hausarbeit, mündliche Prüfung, ggf. Klausur) wenden Sie sich bitte an folgende Ansprechpartnerinnen (verstehen Sie bitte die Angabe eines Prüfungsbetreuenden, zu der Sie aufgefordert werden, als rein formal: Für die tatsächliche Betreuung entscheidend sind die oben angegebenen Kursbetreuerinnen und Kursbetreuer):

            Kurs Epoche/ Region
            Ansprechpartnerin/ Prüferin
            Demokratie und Wahlen im 19. Jahrhundert Neuzeit

            Prof. Dr. Alexandra Przyrembel alexandra.przyrembel

            Nationalsozialistische Gewalt und Neuordnung Europas: Kulturgeschichtliche Perspektiven  Neuzeit

            Prof. Dr. Alexandra Przyrembel
            alexandra.przyrembel 

             Kulturgeschichte des Kalten Krieges Neuzeit  Prof. Dr. Alexandra Przyrembel
            alexandra.przyrembel 
             Der erste Weltkrieg Neuzeit Apl. Prof. Dr. Wolfgang Kruse
            wolfgang.kruse 
            Demokratie und Diktatur zwischen den Weltkriegen Neuzeit

            Apl. Prof. Dr. Wolfgang Kruse
            wolfgang.kruse 

            Prof. Dr. Alexandra Przyrembel
            alexandra.przyrembel 

            Bei einer Hausarbeit geht es darum, aus dem thematischen Feld der im Modul angebotenen Kurse oder der zum Modul angebotenen Präsenzveranstaltungen eine relativ enge (und als solche genau abgegrenzte) Fragestellung selbständig zu erarbeiten bzw. zu vertiefen. Dies bedeutet, dass Sie sich nicht nur innerhalb des Moduls, sondern sogar innerhalb eines Kurses mit Hilfe weiterer Literatur ‘spezialisieren’. Ideen für Hausarbeitsthemen sollten von den Studierenden zunächst selbständig erarbeitet werden. Die endgültige Themenfestlegung und Erstellung des Exposés erfolgen in enger Absprache mit der Prüferin bzw. dem Prüfer.

            Nach der Themenfestlegung erarbeiten Sie ein Exposé, das den Arbeitstitel Ihrer Hausarbeit, einen Entwurf Ihrer späteren Einleitung mit ausgearbeiteter Fragestellung, der Gliederung und einem vorläufigen Literatur- und Quellenverzeichnis (sowie Matrikelnummer, Name und Adresse und Angaben zum Studierendenstatus: Vollzeit/Teilzeit) enthält. Nach Abnahme des Exposés durch die Prüferin oder den Prüfer veranlasst diese/r die Themenstellung beim Prüfungsamt. Der weite Blick soll auch hier zum Tragen kommen, nämlich durch die Art und Weise, in der Sie (in der Regel in der Einleitung und am Schluss der Hausarbeit) Ihr Thema im Rahmen der übergreifenden Fragestellungen des Moduls platzieren.

            Abschluss Themenabsprache (Meldung des Themas durch die Kursbetreuerinnen oder Kursbetreuer beim Prüfungsamt)

            bis spätestens
            Teilzeitstudierende                                       15.07.2019

            Vollzeitstudierende                                       19.08.2019

            Für den Prozess, an dessen Ende die Formulierung/Begründung einer klaren Fragestellung steht, sollten Sie genügend Zeit einkalkulieren. Zur Absprache eines Themas setzen Sie sich daher frühzeitig mit dem Kursbetreuer oder der Kursbetreuerin in Verbindung. Die Meldefrist für Hausarbeitsthemen ist unbedingt einzuhalten. Bitte teilen Sie Ihrer Dozentin bzw. Ihrem Dozenten spätestens zur Anmeldung der Hausarbeit Ihre Matrikelnummer mit.

            Nach der endgültigen Themenstellung und Mitteilung des Abgabedatums (durch die Betreuungsperson über das Prüfungsamt) haben Sie fünf Wochen (Vollzeitstudierende) bzw. zehn Wochen (Teilzeitstudierende) Zeit, die Arbeit beim Prüfungsamt einzureichen (nicht bei der Betreuerin oder dem Betreuer – jedoch gehen eine Word-Datei und eine pdf-Datei an das Lehrgebietssekretariat).

             Auf das Deckblatt Ihrer Hausarbeit notieren Sie bitte Name, Matrikelnummer, Post- und Email-Adresse, Titel der Arbeit, Betreuerin/Betreuer (dies ist für die Zuordnung wichtiger als der/die Modulbetreuer/in), Modul und Abgabedatum.

            Bitte vermeiden Sie die feste Bindung (auch Spiralbindung) Ihrer Hausarbeit.

            Länge der Hausarbeit: ca. 20 DIN A 4 Seiten (bei ca. 2.500 Zeichen pro Seite inkl. Satz- und Leerzeichen), 1,5-zeilig, Schriftgrad 12 pt, ausreichend Korrekturrand (vgl. auch den Beipackzettel, den Ihnen das Prüfungsamt mit der Prüfungsanmeldung zusendet).

            Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Prüfung!

            Prüfung

            Prüfungsform Prüfungsnummer Termin Anmeldeschluss
            Klausur  108073  Dienstag, 10.09.2019, 14-18 Uhr 15.06.2019
            Hausarbeit  108072 während des Semesters 15.06.2019
            Mündliche Prüfung  108074 während des Semesters 15.06.2019

             

            Zur Prüfungsanmeldung

             

            Weitere Informationen zum Modul

            Lehrformen

            Selbststudium mit Print- und Onlinematerial

            Umfang

            Workload: 450 h, Credits: 15 ECTS

            Häufigkeit

            Das Modul wird im Sommer- und Wintersemester angeboten

            Dauer

            1 Semester

            Teilnahmevoraussetzungen

            Belegung und Bearbeitung der Module I bis IV; erfolgreicher Abschluss des Moduls I sowie eines der Module II – IV

            Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten

            Erfolgreicher Abschluss des Moduls I sowie eines der Module II – IV; Belegung und Bearbeitung von Kursen im Wert von 8 SWS, erfolgreich abgeschlossene Modulprüfung.

             

            Stellenwert der Note für die Endnote

            15/120