Cycle-Sensitive Error Processing: Neurolophysiological Insights for Enhancing Cognitive and Workplace Performance

Foto: BAS-Team

Projektbeteiligte

Projektpartner

Beschreibung

Die Fehlerverarbeitung ist eine grundlegende kognitive Funktion, die Entscheidungsfindung, Lernen und Leistung von Wissensarbeitern prägt. Während ihre neuronalen Mechanismen gut erforscht sind, ist der Einfluss hormoneller Schwankungen – insbesondere im Verlauf des Menstruationszyklus – bislang wenig untersucht. Im Forschungsprojekt wird untersucht, wie hormonelle Schwankungen im Menstruationszyklus die Fehlerverarbeitung und kognitive Leistung beeinflussen. Im Fokus steht insbesondere der Einfluss von Östradiol und Progesteron auf neuronale und verhaltensbezogene Marker wie fehlerbezogene Potentiale, Reaktionszeiten und Fehlerraten.

In einer dreimonatigen longitudinalen Studie mit 20 Teilnehmenden werden mittels Elektroenzephalographie (EEG), einer Go/No-Go-Aufgabe und kontinuierlicher physiologischer Messungen zyklusabhängige Leistungsfluktuationen analysiert. Ziel ist es, zyklusspezifische Effekte von zufälligen intraindividuellen Schwankungen abzugrenzen.

Die Studie ist im Forschungsfeld der Neuro-Information-Systems (NeuroIS) verortet und liefert Erkenntnisse zur kognitiven Variabilität in digitalen Arbeitsumgebungen. Die Ergebnisse sollen Impulse für adaptives Aufgabenmanagement und nutzerzentrierte Informationssysteme geben, die individuelle Leistungsprofile besser berücksichtigen.

Publikationen

Lehrstuhl Smolnik | 28.01.2026