Hagener Beiträge zur Literatur- und Medienwissenschaft

Die Hagener Beiträge zur Literatur- und Medienwissenschaft haben ein Taschenbuchformat und einen Umfang von ca. 80 bis 120 Seiten. In dieser Schriftenreihe sollen auch herausragende Abschlussarbeiten (Bachelor-Arbeiten und Master-Arbeiten) von Studierenden der FernUniversität in Hagen publiziert werden. Daneben sollen hier Arbeiten der Mitglieder des Instituts einen Veröffentlichungsort erhalten; auch die Nummern der demnächst erstmals erscheinenden Zeitschrift z.B. – Zeitschrift zum Beispiel werden in dieser Reihe erscheinen.

Auf dieser Seite werden die Bände der Hagener Beiträge zur Literatur- und Medienwissenschaft nach ihrem Erscheinen vorgestellt.


Florian Stegmaier: Opfer, Subjekt und Repräsentation in Heinrich von Kleists Penthesilea

Münster: MV Wissenschaft 2019 (Hagener Beiträge zur Literatur- und Medienwisssenschaft, Bd. 5)

Heinrich von Kleists Penthesilea (1808) erscheint als Trauerspiel in antikem Gewand, doch weist Florian Stegmaier in seiner Untersuchung nach, dass auf dem Schlachtfeld bei Troja virulente Diskurse und Problemlagen der anbrechenden Moderne verhandelt werden: So lässt sich die Krise des Opferrituals als eine Krise des Subjekts lesen, die eine Krise der Repräsentation impliziert. Mit Rückgriff auf die Theorie des hybriden Subjekts und auf die zeitgenössische Subjektphilosophie zeigt die Untersuchung, inwieweit das irrationale Verhalten der Protagonistin Ausdruck einer prekären Subjektivität ist, die sich vor dem Hintergrund widersprüchlicher bürgerlicher Normen verorten lässt. Kleists Amazonendrama avanciert somit zu einer Tragödie der Sprache, denn wie Penthesilea eignet auch den sprachlichen Figuren des Texts eine Fallhöhe, die sich aus dem Spannungsverhältnis von Bildlichkeit und Wörtlichkeit ergibt.

Der Band setzt die Reihe „Hagener Beiträge zur Literatur- und Medienwisssenschaft“ fort.


z.B. Zeitschrift zum Beispiel

hrsg. von Jessica Güsken, Christian Lück, Michael Niehaus und Peter Risthaus

Als Band 2 der Reihe „Hagener Beiträge zur Literatur- und Medienwisssenschaft“ ist die erste Nummer der Online-Zeitschrift „z.B. Zeitschrift zum Beispiel“, hrsg. von Jessica Güsken, Christian Lück, Michael Niehaus und Peter Risthaus erschienen. Sie finden sie im Portal "deposit_hagen" der Universitätsbilbiothek Hagen.

„Diese neue Zeitschrift soll dem Beispiel gewidmet sein – genauer: dem Beispielgebrauch. Wir benötigen und gebrauchen Beispiele. Das gilt – sobald wir etwas explizieren, veranschaulichen oder begründen wollen – für unseren alltäglichen Sprachgebrauch, für das Sprechen innerhalb von Institutionen und für wissenschaftliche Diskurse aller Disziplinen. Niemand kann bezweifeln, dass der Beispielgebrauch in all diesen Bereichen ein würdiger Gegenstand des Nachdenkens ist. Er hat eine überragende praktische Bedeutung. Wie viele Beispiele wandern durch die Grammatiken und Schulbücher, durch Einführungen in die Logik oder anderswo, ohne eigens als solche ›bemerkt‹ zu werden? Sie versehen dort stumm ihren Dienst, um dafür zu sorgen, dass überhaupt etwas gelernt werden kann. Die Beispiele aus dieser vermeintlichen Stummheit herauszuheben, sie alle zu sammeln und zum Sprechen zu bringen, ist das Begehren von Beispielforschern. Die in dieser ersten Nummer der Zeitschrift z.B. versammelten Beiträge sollen eine Vorstellung davon vermitteln.“


Thomas Fehling: Öffentlichkeit als Partner? Das Online-Projekt 'Morgen mehr' von Tilman Rammstedt

Münster: MV Wissenschaft 2017 (Hagener Beiträge zur Literatur- und Medienwisssenschaft, Bd. 1)

​Drei Monate schrieb der Schriftsteller Tilman Rammstedt unter der Schirmherrschaft seines Verlages und im Angesicht einer digitalen Öffentlichkeit an seinem neuen Roman Morgen mehr. Im Kontext des Projektes wurde die Zukunft des Schreibens und Lesens genauso diskutiert wie zukünftige Formen der Literaturvermittlung. Über jeden innovativen Ansatz hinweg zielte das Schreibprojekt vor allen Dingen auf mediale Resonanz. Dieses Buch rekonstruiert zum einen das strategische Ringen der Beteiligten um öffentliches Interesse. Es beleuchtet zum anderen die Rolle von Aufmerksamkeit als wertschöpfende Größe und verdeutlicht, auf welche Weise sie den jeweiligen Akteuren des Literaturbetriebs dienlich ist.

Der Band eröffnet die Reihe „Hagener Beiträge zur Literatur- und Medienwisssenschaft“.

Webredaktion | 11.03.2020