Veranstaltung

Wandel durch Annäherung? Zur Aktualität der „Alten Ostpolitik“ im Zeitalter der multipolaren Globalität – ein Autorengespräch mit Lesung

Gespräche am Tor - Karlsruher Begegnungen zu Wissenschaft, Politik und Kultur

voraussichtlich Hybridveranstaltung (online und in Präsenz)

Termin(e) Leitung
Ort/Raum
Mi, 01.06.2022
18:00 - 20:00
Prof. Dr. Peter Brandt und Dr. Werner Daum
Präsenzteilnahme: nur nach vorheriger Anmeldung (Anmeldeformular wird unten ab 01.03.2022 freigeschaltet);
Online-Teilnahme: Zugangslink wird hier ab 01.03.2022 veröffentlicht.

Autorengespräch mit Prof. Dr. Peter Brandt

Mit ihrer „Neuen Ostpolitik“ leiteten Willy Brandt und Egon Bahr Anfang der 1960er Jahre einen „Wandel durch Annäherung“ gegenüber dem sog. Ostblock und der DDR ein, der auf längere Sicht den Weg zur deutschen Einheit ebnete. Die damals so erfolgreich überwundene Ost-West-Konfrontation lebt heute als außenpolitischer und kultureller Wettstreit unterschiedlicher „Systeme“ wieder auf. In unserer inzwischen globalisierten und von einer multipolaren Machtstruktur gekennzeichneten Welt sieht sich „der Westen“ nicht nur von Russland, sondern auch von China und weiteren Gegenspielern herausgefordert.

Anlässlich des 100. Geburtstags von Egon Bahr (18. März 1922) und des 50. Jahrestags der Ostverträge mit Polen und der Sowjetunion (3. Juni 1972) unternimmt die Veranstaltung eine historische Einordnung und aktuelle Bewertung der damaligen Entspannungspolitik. Anhand einiger Neuerscheinungen zum Thema beleuchtet das Autorengespräch mit Peter Brandt das aktuelle außenpolitische Potential einer erneuerten Ostpolitik im 21. Jahrhundert. Zu deren Verständnis trägt nicht zuletzt auch die Lesung ausgewählter Schlüsseltexte der von Egon Bahr entwickelten Versöhnungsstrategie bei.

Peter Brandt, geb. 1948 in Berlin, 1989 – 2014 Professor für Neuere Deutsche und Europäische Geschichte an der FernUniversität in Hagen, dort 2003 – 2017 auch Direktor des interdisziplinären Dimitris-Tsatsos-Instituts für Europäische Verfassungswissenschaften, seither Ehrendirektor ebd.; Publikationsschwerpunkte in den Bereichen Vergleichende Europäische Verfassungsgeschichte, Geschichte Nordeuropas, der Staat Preußen, Nationsbildung und Nationalbewegung, die „deutsche Frage“, Geschichte der Arbeiterbewegung und des Sozialismus; Mitglied u.a. im Vorstand der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Die Veranstaltung wird voraussichtlich hybrid durchgeführt:

  • Für die Online-Teilnahme ist keine Anmeldung erforderlich; der Zoom-Zugangslink wird zu gegebener Zeit oben veröffentlicht.
  • Für die Teilnahme in Präsenz melden Sie sich bitte über das Online-Formular an, das zu gegebener Zeit weiter unten auf dieser Seite freigeschaltet wird; unabhängig von der Anmeldung unterliegt die Präsenzteilnahme den zum Veranstaltungstermin geltenden und nachfolgend benannten Corona-Bedingungen (bitte behalten Sie dafür diese Seite im Auge).
  • Eine ausschnittweise Aufzeichnung der Veranstaltung wird zeitnah – auch mit Möglichkeit zur nachträglichen Kommentierung oder Rückmeldung an den Referenten – im Veranstaltungsrückblick veröffentlicht.

Derzeit geltende Corona-Bedingungen für Präsenzteilnahme:
1. Zugang nur mit 3-G-Nachweis (GEIMPFT – GENESEN – (negativ) GETESTET: Als geimpft gelten Personen, für die eine vollständige Schutzimpfung vorliegt und deren letzte Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt sowie genesene Personen, deren zusätzliche Impfdosis mindestens 14 Tagen zurückliegt; als genesen gelten Personen, die eine Infektion mit Sars-Cov-2 hatten, die mindestens 28 Tage, aber nicht länger als 6 Monate zurückliegt; bei getestet gilt ein max. 48 Std. alter PCR-Test oder ein max. 24 h alter Antigen-Schnelltest).
2. Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske im Eingangsbereich sowie beim Zu- und Abgang.
3. Im Veranstaltungsraum gemäß Mindestabstandsregel von 1,5 m Beschränkung der Zahl der Teilnehmenden auf 21.

Weitere Informationen

Gespräche am Tor - Karlsruher Begegnungen zu Wissenschaft, Politik und Kultur

Werner Daum | 10.11.2021