Veranstaltung

Ein Land – zwei Systeme? Hongkong als Symbol von Konflikt und Begegnung in Ostasien in kolonialer Vergangenheit und globaler Gegenwart

Gespräche am Tor - Karlsruher Begegnungen zu Wissenschaft, Politik und Kultur

voraussichtlich Hybridveranstaltung (online und in Präsenz)

Termin(e) Leitung
Ort/Raum
Mi, 06.07.2022
18:00 - 20:00
Prof. Dr. Bert Becker
Präsenzteilnahme: nur nach vorheriger Anmeldung (Anmeldeformular wird unten ab 01.03.2022 freigeschaltet);
Online-Teilnahme: Zugangslink wird hier ab 01.03.2022 veröffentlicht.

Vortrag von Prof. Dr. Bert Becker

Fast auf den Tag genau 25 Jahre nach dem „Handover“ Hongkongs an China am 1. Juli 1997 zieht die Veranstaltung eine Halbzeitbilanz im bis 2047 veranschlagten Verfassungskompromiss zwischen Festlandchina und der Sonderverwaltungszone am Perlflussdelta. Auch die Kolonialgeschichte der ehemaligen britischen Kronkolonie und der besondere Anteil von Deutschen daran findet ausreichende Berücksichtigung.

Seit der späten Qing-Dynastie bildet die globale Hafenstadt einen besonderen Ort der Begegnung zwischen Ost und West, ob diese in politischer Konfrontation, wirtschaftlichem Wettbewerb oder ideologischem Wettstreit zum Ausdruck kam. Der Vortrag veranschaulicht diesen einzigartigen Kulturtransfer in historischer Perspektive und macht zugleich deutlich, wie er im Zeichen der jüngsten Globalisierung seit der Jahrtausendwende zum unversöhnlichen Konflikt zwischen Pekinger Führung und eines Teils der Hongkonger Zivilgesellschaft eskalierte. Dabei fließen auch persönliche Beobachtungen und Erfahrungen des Vortragenden aus seiner zwanzigjährigen Lehrtätigkeit an der University of Hong Kong ein.

Bert Becker, geb. 1960, war nach dem Lehramtsstudium der Geschichte und Germanistik und der Promotion in Neuester Geschichte in Bochum zunächst von 1991 bis 2002 bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin, Rostock und Potsdam tätig. Nebenbei nahm er Lehraufträge in europäischer und ostasiatischer Geschichte in Berlin (FU), Rostock und Frankfurt/Oder wahr. 2004 habilitierte er sich in Neuerer Geschichte in Rostock. Von 2002 bis 2007 lehrte er als Fachlektor für Geschichte und Europa-Studien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes an der University of Hong Kong (HKU). Bis 2021 war er festangestellter (tenured) Assistant Professor bzw. Associate Professor am Department of History der HKU und lehrte dort deutsche und europäische Geschichte. Mit seinem Forschungsschwerpunkt im Bereich europäischer Unternehmensgeschichte in Ostasien war er mehrere Jahre lang auch als ehrenamtlicher Berater des Historischen Archivs und Geschichtsprojekts der Jebsen-Gruppe in Dänemark und Hongkong tätig.

Die Veranstaltung wird voraussichtlich hybrid durchgeführt:

  • Für die Online-Teilnahme ist keine Anmeldung erforderlich; der Zoom-Zugangslink wird zu gegebener Zeit oben veröffentlicht.
  • Für die Teilnahme in Präsenz melden Sie sich bitte über das Online-Formular an, das zu gegebener Zeit weiter unten auf dieser Seite freigeschaltet wird; unabhängig von der Anmeldung unterliegt die Präsenzteilnahme den zum Veranstaltungstermin geltenden und nachfolgend benannten Corona-Bedingungen (bitte behalten Sie dafür diese Seite im Auge).
  • Eine ausschnittweise Aufzeichnung der Veranstaltung wird zeitnah – auch mit Möglichkeit zur nachträglichen Kommentierung oder Rückmeldung an den Referenten – im Veranstaltungsrückblick veröffentlicht.

Derzeit geltende Corona-Bedingungen für Präsenzteilnahme:
1. Zugang nur mit 3-G-Nachweis (GEIMPFT – GENESEN – (negativ) GETESTET: Als geimpft gelten Personen, für die eine vollständige Schutzimpfung vorliegt und deren letzte Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt sowie genesene Personen, deren zusätzliche Impfdosis mindestens 14 Tagen zurückliegt; als genesen gelten Personen, die eine Infektion mit Sars-Cov-2 hatten, die mindestens 28 Tage, aber nicht länger als 6 Monate zurückliegt; bei getestet gilt ein max. 48 Std. alter PCR-Test oder ein max. 24 h alter Antigen-Schnelltest).
2. Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske im Eingangsbereich sowie beim Zu- und Abgang.
3. Im Veranstaltungsraum gemäß Mindestabstandsregel von 1,5 m Beschränkung der Zahl der Teilnehmenden auf 21.

Weitere Informationen

Gespräche am Tor - Karlsruher Begegnungen zu Wissenschaft, Politik und Kultur

Werner Daum | 10.11.2021