Veranstaltung

Die Römer in Karlsruhe – antike Spuren auf dem Gebiet einer jungen Stadt

Gespräche am Tor - Karlsruher Begegnungen zu Wissenschaft, Politik und Kultur

Hybridveranstaltung (online und in Präsenz)

Termin(e) Leitung
Ort/Raum
Mi, 15.02.2023
18:00 - 20:00
Dr. Peter Knötzele
Campus Karlsruhe der FernUniversität,
Kriegsstr. 100 (2. OG),
76133 Karlsruhe,
Seminarraum ELSASS
Online-Zugang: siehe unten.

Vortrag von Dr. Peter Knötzele
Archäologe und wissenschaftlicher Grabungsexperte, Karlsruhe

Der Beginn der doch recht jungen Stadt Karlsruhe, die fern von Fluss- und Gebirgsrand liegt, führt zurück bis in das Jahr 1715, als im Hardtwald ein neues Schloss erbaut wurde. Während der Stadtkern frei von Spuren einer vorgeschichtlichen und römischen Vergangenheit ist, profitierten hingegen besonders die westlich gelegenen Stadtränder von ihrer Anbindung an die Alb und somit an den Rhein. Daher finden sich in den westlichen Stadtteilen Knielingen, Grünwinkel, Mühlburg und Neureut, aber auch in dem östlichen gelegenen Durlach, ganz unterschiedliche Zeugnisse der römischen Antike.

Dörfliche Strukturen begegnen uns ebenso wie ein Gutshof, einige Handwerksbetriebe und ein Gräberfeld; selbstverständlich sind auch Einzelfunde zu verzeichnen. So ist uns aus Durlach der Grabstein eines 100-jähringen Veteranen, also eines ehemaligen römischen Soldaten, einschließlich seines Domizils überliefert. Und in Durlach ist, für die meisten unbekannt, auch das einzige frei zugängliche Bodendenkmal aus römischer Zeit zu besichtigen. Gerade in der Streuung der antiken Funde über die westliche und östliche Peripherie der jungen Stadt Karlsruhe lassen sich Tendenzen der römischen Besetzungsgeschichte erfassen.

Peter Knötzele, geb. 1965, Studium der Provinzialrömischen Archäologie in Freiburg/Brsg. und London, mit Promotion über eine Kleinsiedlung in der Region (Der vicus von Stettfeld). Nach dem Studium bis 2010 Teilnahme an mehreren Ausgrabungen im Libanon und in Syrien. Im Zeitraum 2007–2013 städtischer Archäologe und wissenschaftlicher Grabungsleiter in Heidenheim; anschließend verantwortlich für die Aufarbeitung eines römischen Gräberfeldes. Seit 2016 Fortführung der Ausgrabungen als wissenschaftlicher Grabungsleiter im Bereich der privatwirtschaftlichen Archäologie.

Die Veranstaltung wird hybrid durchgeführt; es ist keine Anmeldung erforderlich:

Eine ausschnittweise Aufzeichnung der Veranstaltung wird zeitnah – auch mit Möglichkeit zur nachträglichen Kommentierung oder Rückmeldung an den Referenten – im Veranstaltungsrückblick veröffentlicht.

Weitere Informationen

Gespräche am Tor - Karlsruher Begegnungen zu Wissenschaft, Politik und Kultur

Werner Daum | 16.11.2022