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Sport als Lernfeld für wirtschaftswissenschaftliche Fragestellungen

[16.07.2026]

Professor Brösel war Gast der Interviewreihe „Kaffeepause“ der Plattform „SPIEL INTELLIGENT!“.

Im Gespräch erläutert er, warum sich Sport, insbesondere der Handball, besonders gut eignet, um wirtschaftliche Fragestellungen zu analysieren. Entscheidungen unter Unsicherheit, Teamarbeit, strategisches Denken und der Umgang mit begrenzten Ressourcen sind Herausforderungen, die Wirtschaft und Sport gleichermaßen prägen. „Handball vereint Schnelligkeit, Teamgeist und strategisches Denken – das sind auch Erfolgsfaktoren im Wirtschaftsleben“, so Brösel.

Diese Perspektive greift der Lehrstuhl auch in seinen Studentenseminaren auf. Im „Handballseminar“ des Wintersemesters 2025/2026, welches gemeinsam mit der Handball-Bundesligamannschaft des Bergischen HC veranstaltet wurde, entwickelten Studenten Beratungsansätze für fiktive Vereine, Verbände und weitere Organisationen.

Im aktuellen Sommersemester 2026 wurde ein vergleichbares Seminar mit dem Stadtsportbund Hagen organisiert. Ziel war es, wirtschaftswissenschaftliche Konzepte auf Problemstellungen verschiedener realer Vereine der Region zu übertragen und Lösungen für strategische Herausforderungen zu erarbeiten. Dazu zählen unter anderem Fragen der Organisationsentwicklung, der Digitalisierung, der Vermarktung sowie der Verbindung von sportlichem und wirtschaftlichem Erfolg.

Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Nachwuchsarbeit gerichtet. Jugendförderung ist nicht nur eine gesellschaftliche Aufgabe, sondern auch ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor. Investitionen in junge Menschen stärken langfristig Kompetenzen, Teamfähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe und können dazu beitragen, Fachkräfte und Talente nachhaltig zu entwickeln. Darüber hinaus betonte Professor Brösel im Interview die Bedeutung funktionierender Teams – im Sport ebenso wie in Unternehmen. Langfristiger Erfolg entsteht nicht allein durch herausragende Einzelleistungen, sondern durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Kompetenzen und klar definierter Rollen.

Das Interview verdeutlicht, wie wirtschaftswissenschaftliche Forschung und Lehre Impulse für den Sport geben können und zugleich von dessen Praxis profitieren.

Im Wintersemester 2026/2027 ist ein vergleichbares Seminar mit dem Basketball-Bundesligateam Phoenix Hagen geplant. Basketball wird dabei als anschauliches Beispiel dienen, um strategische Entscheidungen, Führung und Organisationsentwicklung aus einer wirtschaftswissenschaftlichen Perspektive zu betrachten.

Das vollständige Interview ist in der Reihe „Kaffeepause“ von SPIEL INTELLIGENT! erschienen und hier abrufbar.