Bei den Dokumenten zu KI in der Lehre an der FernUniversität gibt es Neuigkeiten. Die KI-Handlungsempfehlungen sind überarbeitet worden, neu hinzugekommen ist ein Guide für Studierende, der auf dem Leitfaden der Uni Hamburg basiert.
Handlungsempfehlungen 4.0

Die „Handlungsempfehlungen für den didaktischen Einsatz von generativer KI in der Hochschullehre“ sind in der Version 4.0 neu veröffentlicht worden. Die wichtigsten Änderungen sind ein neuer zweiseitiger Überblick über die wichtigsten Aspekte der Handlungsempfehlungen am Anfang, ein Kapitel über KI-Agenten und das stark überarbeitete Kapitel zum Thema Urheberrecht.
Der Überblick ist mit Hilfe des Portals KI:connect.nrw erstellt, aber natürlich noch einmal von unseren Expert*innen korrekturgelesen worden. Er hilft beim Einstieg und beim Überblick behalten bei dem mittlerweile doch recht umfangreichen Dokument.
Agentische KI ist zurzeit Gegenstand vieler Diskussionen. Dabei handelt es sich um KI-gestützte Softwaresysteme, die Zugriff auf unterschiedliche lokale und online verfügbare Daten erhalten, damit sie autonom Aufgaben ausführen können. Das können ganz unterschiedliche sein, von der Buchung des nächsten Urlaubs bis zum Lerncoach, der auf die Daten von Lernenden zurückgreifen kann und ihnen entsprechend zur Seite steht. Wir raten momentan noch zur Vorsicht beim Ausprobieren solcher Systeme, da sie je nach Zweck in den Hochrisikobereich nach der KI-Verordnung fallen können. Das Experimentieren mit KI-Agenten wird aber sicherlich in den kommenden Monaten auf unserer Agenda stehen.
Das Kapitel zum Urheberrecht ist in Zusammenarbeit mit dem Justitiariat überarbeitet worden. Hier wird detailliert dargestellt, unter welchem Umständen urheberrechtliche Fragestellungen entstehen und wie sie zu bewerten sind.
Smart studieren mit generativer KI

Im vergangenen Jahr veröffentlichte die Uni Hamburg einen KI-Guide für ihre Studierenden unter CC-Lizenz. Wir fanden, dass das eine tolle Idee war und nahmen es zum Anlass, einen eigenen Leitfaden auf Basis des Hamburger Guides zu erstellen. Dieser ist jetzt unter dem Titel „Smart studieren mit generativer KI“ verfügbar. Er wird außerdem an alle Fakultäten, den Studierendenservice und die studentischen Gremien verschickt. Lehrende können ihn in ihren Lehrveranstaltungen verteilen oder darauf hinweisen.
Unter dem Motto „bewusst entscheiden“ erklärt der Leitfaden kurz, worum es sich bei generativer KI handelt, wie sie funktioniert und für welche Zwecke sie benutzt werden kann. Wichtig ist dabei der kritisch reflektierte Einsatz, sowohl die Eingabe von Daten als auch die Überprüfung von Ausgaben betreffend.
Ein Entscheidungsbaum soll Studierende dabei unterstützen herauszufinden, ob sie für bestimmte Aufgaben überhaupt generative KI benötigen oder verwenden sollten, und wenn ja, welche Art von Werkzeugen sich dafür eigenen.
Der wichtigste Aspekte dabei: Der offene und transparente Austausch mit den Lehrenden.
Der Guide ist unter der Lizenz CC-BY-SA 4.0 veröffentlicht und kann gerne weiterverwendet und angepasst werden.
Die beiden Dokumente können direkt unter folgenden Links heruntergeladen werden:
- Handlungsempfehlungen für den didaktischen Einsatz von generativer KI in der Hochschullehre, Version 4.0
- Smart studieren mit generativer KI (CC-BY-SA 4.0)
Weitere Links:
- KI in der Lehre – Infoangebot zum Thema beim ZLI
- Moodle-Umgebung für Lehrende: KI in der Lehre
