Präsenzveranstaltungen

Thema:
Seminare zur Studienwoche 2026: Das Populäre
Veranstaltungstyp:
Präsenzveranstaltungen
Semester:
Sommersemester 2026
Zielgruppe:
BA KuWi: Modul 25301/L1; Modul 25302/L2; Modul 25303/L3; Modul 25304/L4; Modul 25305/L5; Modul 25306/L6; MA NdL: Modul 26301/MANDL 1; Modul 26302/MANDL 2; Modul 26303/MANDL 3; Modul 26304/MANDL 4; Modul 26305/MANDL 5; Modul 26306/MANDL 6; Modul 26307/MANDL 7; und Interessierte
Ort:
Hagen
Adresse:
Campus Hagen
Termin:
18.05.2026 bis
21.05.2026
Zeitraum:
18.05.2026 ab 09:00 Uhr
19.05.2026 ab 09:45 Uhr
20.05.2026 ab 09:45 Uhr
21.05.2026 ab 08:30 Uhr
Hinweis:
Veranstaltung wird als Seminar im Sinne der Studienordnung anerkannt. Es wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.
Voraussetzung: Besuch zweier Seminare. Details stehen auf der Hauptseite.

Seminare im Rahmen der Studienwoche Literatur- und Medienwissenschaft, 18.-21. Mai 2026

Dr. Jessica Güsken: Nature Writing. Zur Popularität eines alten Genres (18.-21.5.2026, 09:45-11:15 Uhr)

Seit einigen Jahren erfährt Nature Writing eine neue Aufmerksamkeit: Es gibt Nature Writing Festivals, sehr erfolgreiche Verlagsreihen und steigende Verkaufszahlen, den Deutschen Preis für Nature Writing, sogar eigens auf das Genre spezialisierte Buchhandlungen, allerorten Lesungen, und viele Medienberichte. Dabei sind die Schönheit der Natur und ihre Fragilität oder Erhabenheit schon seit Jahrhunderten Gegenstände der Literatur, in Prosa sowie Lyrik. In Zeiten von Klimawandel und Artenschwund erfährt das literarische Nachdenken über Natur und unser Verhältnis zu ihr nicht nur neues Interesse, sondern bildet auch neue Formen aus und erzählt unerhörte Geschichten. Das Seminar widmet sich der Frage nach der Popularität des Nature Writing mit einem Blick auf das aktuelle Buchmarkt- und Festivalgeschehen um das Genre, und erkundet in ausgewählten Texten seine Traditionen sowie seine Aktualität.

Dr. Vanessa Höving: Female Rage – literarische und politische Perspektiven auf eine populäre Emotion (18.-21.5.2026, 09:45-11:15 Uhr)

Wut ist eine schillernde Emotion. Sie ist potenziell destruktiv wie konstruktiv, agiert im Einzelnen oder im Kollektiv, als Zerstörerin oder als Motor für Transformation und Zukunft. Das Seminar beschäftigt sich mit dem ebenso populären wie komplexen Phänomen weiblicher Wut. Anhand ausgewählter Texte von den 1960ern bis zur Gegenwart wird es um Stimmen und Verkörperungen weiblicher Wut, um das Verhältnis von Wut, Schreiben und Ästhetik, um individuelle und kollektive Agentialität und politisch-soziale Möglichkeitsräume gehen. Besprochen werden unter anderem Valerie Solanas S.C.U.M. Manifesto (1967) und Fatma Aydemirs Ellbogen (2017).

M.A. Linda Göttner: Aktuellste Popliteratur: Leif Randt und Ulrike Sterblich (18.-21.5.2026, 11:45-13:15 Uhr)

Pop-Romane haben den Ruf, einen Zeitgeist einzufangen, eine Gegenwartsdiagnose gesellschaftlicher Trends im Hinblick auf Stil- und Wahrnehmungsmodi zu stellen – Stichworte: Mode, Marken, Milieu, Social Media-Generation. Anhand der beiden Romane Allegro Pastell (2021) von Leif Randt und Drifter (2023) von Ulrike Sterblich diskutieren wir im Seminar aktuelle Ästhetiken der Popliteratur, die literarische Ausgestaltung von Stilgemeinschaften und einer spätkapitalistischen Konsumästhetik. Aufbauend auf theoretischen Überlegungen soll herausgearbeitet werden, welche Schreibweisen und Textverfahren die Popliteratur der 2020er Jahre prägen und auf welchen Vorgänger*innen sie aufbauen. Neben der textnahen Lektüre geraten dabei auch Publikationsformen und performative Akte der Autor*innen in den Blick.

Obligatorisch vorzubereiten sind folgende Primärtexte:

Leif Randt: Allegro Pastell (2021)

Ulrike Sterblich: Drifter (2023)

Es empfiehlt sich vorab ein Blick in:


Charis Goer, Stefan Greif, Christoph Jacke (Hrsg.): Texte zur Theorie des Pop. Textsammlung; Analyse; Erläuterungen (2013).

Dr. Mirna Zeman: Pop und Hypes (18.-21.5.2026, 11:45-13:15 Uhr)

Aktuell werden wir mit Meldungen über so genannte „Hypes“ um Produkte und Artefakte jeglicher Art regelrecht überhäuft. Gemeldet wurden u.a. diverse Hypes um KI, ein Hype um Dubai-Schokolade, Erotikromane und die Labubu-Pupe hatte jeweils ihren eigenen Hype...

Der Sprachgebrauch in der Presse suggeriert, dass Hypes „ansteckend“ wirken und die Massen in den Zustand kollektiver „Manie“ versetzen können. Die Begriffe wie „Twilightmania“, „Retromanie“, „Zombie-Epidemie“, „Harry-Potter-Fieber“ sind Beispiele dafür.

Die Diagnosen „Hypes“ und „Manien“ haben Konjunktur und dennoch ist anscheinend vollkommen unklar, was damit gemeint ist. Im Seminar nehmen wir das Phänomenzunächst einmal näher und im Zusammenhang mit dem Phänomen „Pop“ unter die Lupe. Wir wenden uns den Zusammenhängen zwischen Hypes und dem Populären. Dabei geraten u.a. die Fragen nach Zeitregimes, medienkritischen Ansteckungssymboliken und kulturkritischen Abwertungen in den Blick. Handelt es sich bei Hypes bloß um viel Lärm um nichts oder eher um einen Mechanismus, der für womöglich für alles Populäre konstitutiv sein könnte? Sind Hypes immer „Eintagsfliegen“ oder gibt es auch Hypes, die dauern? Und was hat es mit den angeblich hype-induzierten „Epidemien“ der Massen an sich?

Dr. Wim Peeters: Erfolgreiche ‚Erfolgserzählungen‘ (1913-1939) (18.-21.5.2026, 11:45-13:15 Uhr)

Folgende Bücher werden wir behandeln:

  • 1913 Bernhard Kellermann: Der Tunnel
  • 1922 Der Papalagi. Die Reden des Südseehäuptlings. Tuiavii aus Tiavea. Herausgegeben von Erich Scheurmann
  • 1932 Irmgard Keun: Das kunstseidene Mädchen
  • 1939 Karl Aloys Schenziger: Metall. Roman des technischen Jahrhunderts

Alle weiteren Informationen zur Studienwoche, darunter auch die Anmeldemodalitäten finden Sie hier.

Leyla Pektas | 05.02.2026