Innovative Lehrprojekt – Mehr Interaktivität im Modul Allgemeines Verwaltungsrecht

In der Reihe „Innovative Lehrprojekte“ stellen wir die Projekte vor, die im Rahmen der Zertifikatsprogramme HD-NRW und E-Teaching-Zertifikat entstanden sind. Diesmal mit: Valentin Wagner vom Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Verwaltungsrecht und Rechtsdidaktik der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Im Rahmen seines ETZ-Projektes hat er das Modul inhaltlich aktualisiert und durch H5P-Quizze zur eigenständigen Lernstandskontrolle der Studierenden ergänzt.

Wie bist Du auf die Idee zu Deinem Projekt gekommen?

Hier sind mehrere Faktoren zusammen getroffen: Zum Zeitpunkt der Projektdurchführung bin ich noch als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Verwaltungsrecht und Rechtsdidaktik tätig gewesen. Zu meinen Tätigkeiten dort gehörte u.a. die Betreuung des Moduls „Allgemeines Verwaltungsrecht“. Dadurch, dass der Lehrstuhl über einen längeren Zeitraum unbesetzt war und erst im vergangenen Oktober nachbesetzt werden konnte, hatte über einen längeren Zeitraum keine Überarbeitung des Kurses stattgefunden. Entsprechend bestand einerseits ein inhaltlicher Änderungsbedarf. Andererseits sollte der Kurs auch interaktiver gestaltet werden. Dadurch, dass ich parallel das ETZ-Zertifikatsprogramm durchlaufen habe, bot sich hier eine gute Gelegenheit „die Theorie in die Praxis umzusetzen“.

Portraitfoto Valentin Wagner
Valentin Wagner (Foto: FernUniversität in Hagen – Hardy Welsch)

Welche Überlegungen lagen der Umsetzung des Projekts zugrunde?

Wesentlicher Punkt war zunächst einmal die Aktualisierung der digitalen Studienbriefe in inhaltlicher Hinsicht. Diese sind das Kernmaterial im Modul. Aufgrund zwischenzeitlicher Gesetzesänderungen oder Änderungen in der Rechtsprechung bestand hier an mehreren Stellen Änderungsbedarf. Zudem waren einige Literaturhinweise veraltet, auch diese mussten aktualisiert werden. Ebenso wurde überlegt, wie der Moodlekurs interaktiver gestaltet werden kann und die Studierenden auch niedrigschwelliges Feedback außerhalb der Probeklausur erhalten können. Zudem wurde seitens der Rechtswissenschaftlichen Fakultät für das Sommersemester 2026 ein Modul gesucht, dass als Pilotprojekt mit dem Kooperationspartner dskrpt kooperiert. Hierbei wird neben dem klassischen Studienbrief als pdf ein interaktiver Studienbrief, der u.a. Verlinkungen zu Rechtsprechung und Gesetzesnormen enthält, angeboten. Auch diesbezüglich bot sich das Modul gut an.

Welche Herausforderungen sind Dir während der Planung und der Durchführung begegnet?

Besondere technische und inhaltliche Herausforderungen sind mir nicht begegnet. Eine Herausforderung bestand jedoch darin, dass die Überarbeitung zeitlich rechtzeitig zum Start des Sommersemesters fertig wird. Denn nicht nur die interne Medienproduktion der FernUniversität braucht einen gewissen zeitlichen Vorlauf, um den überarbeiteten digitalen Studienbrief fertig zu stellen, sondern logischerweise auch der externe Projektpartner um diesen in das „dskrpt“-Format umzusetzen.

Wie war die Reaktion der Studierenden?

Es wurde zu Beginn des Sommersemesters qualitatives Feedback durch einen Studierenden eingeholt. Hierbei gab es sehr positives Feedback zur Struktur des Moodlekurs, sowie der dort möglichen Selbstkontrolle mittels der H5P-Quizzes. Zum Semesterende wird das dskrpt-Format noch einmal separat evaluiert. Hier werden alle Nutzenden die Möglichkeit zur Teilnahme haben.

Was planst Du noch für die Zukunft im Zusammenhang mit dem Projekt?

Da ich zwischenzeitlich meine Arbeitsstunden an der FernUniversität reduziert habe, bin ich nicht mehr am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Verwaltungsrecht und Rechtsdidaktik tätig. Entsprechend gibt es von mir keine zukünftigen Planungen für das Modul „Allgemeines Verwaltungsrecht“. Die Kolleg*innen, welche die Modulbetreuung nunmehr übernommen haben, werden dieses aber sicherlich in Zukunft weiter fortentwickeln.

Wie hat sich die Teilnahme an den Workshops des Zertifikatsprogramms auf Dein Projekt ausgewirkt?

Insbesondere in den Veranstaltungen „Überblick über Fernuni-Tools“ und „Varianten des E-Assessments“ wurden Einblicke in die technische Umsetzung von H5P-Quizzes gegeben und in der Veranstaltung „Varianten des E-Assessments“ auch vertieft über eine gute inhaltliche Gestaltung der Fragen gesprochen. Insgesamt wurden im Moodlekurs als Neuerung insgesamt 40 H5P-Fragen angelegt. Entsprechend waren diese Veranstaltungen für die Überarbeitung des Moodlekurs besonders hilfreich.



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