Innovative Lehrprojekt – Gestaltung eines neuen Kurses für den Masterstudiengang Wirtschaftspsychologie

In der Reihe „Innovative Lehrprojekte“ stellen wir die Projekte vor, die im Rahmen der Zertifikatsprogramme HD-NRW und E-Teaching-Zertifikat entstanden sind. Diesmal mit: Stefanie Schnädter vom Lehrstuhl Gesundheitspsychologie der Fakultät für Psychologie. Im Rahmen ihres ETZ-Projektes hat sie den Teilkurs „Stress und Stressbewältigung“ im Modul „Arbeits- und Gesundheitspsychologie“ für den Master Wirtschaftspsychologie didaktisch gestaltet.

Wie bist Du auf die Idee zu Deinem Projekt gekommen?

Die Lehrstuhlleitung des Lehrstuhls Gesundheitspsychologie, Frau Prof. Dr. Christel Salewski, hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, den Teilkurs „Stress und Stressbewältigung“ im Modul „Arbeits- und Gesundheitspsychologie“ im neuen Master Wirtschaftspsychologie zu gestalten und im Anschluss zu betreuen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass sie mich gefragt hat und dass sie mir das zutraut und habe zugesagt. Meine Idee bestand lediglich daraus, das Projekt für die Zertifikatsprogramme zu nutzen und dadurch detailliert zu dokumentieren.

Portraitfoto Stefanie Schnädter
Portraitfoto Stefanie Schnädter (Foto: FernUniversität in Hagen – Hardy Welsch)

Welche Überlegungen lagen der Umsetzung des Projekts zugrunde?

Erst einmal wollte ich das Projekt gut planen und umsetzen. Die Begleitung im Zertifikatsprogramm war dabei eine gute Hilfe. Der Projektbericht hat das Vorgehen detailliert schriftlich dokumentiert und durch die kollegiale Hospitation konnte ich mich mit einer Kollegin austauschen. Es war ein sehr schöner Zufall, dass sie in derselben Situation war und auch bei der Neugestaltung eines Moduls im neuen Masterstudiengang Wirtschaftspsychologie mitgewirkt hat.

Inhaltlich wollten wir uns gut mit dem Lehrgebiet Arbeits- und Organisationspsychologie absprechen, damit sich keine inhaltlichen Überschneidungen ergeben. Außerdem war uns ein gemeinsamer und abgesprochener Moodleauftritt wichtig, damit die Studierenden das Modul als eine Einheit wahrnehmen. Meine Einschätzung ist, dass wir diese Punkte gut umgesetzt bekommen haben. Die Zusammenarbeit war sehr gut und hat viel Spaß gemacht.

Welche Herausforderungen sind Dir während der Planung und der Durchführung begegnet?

In der Planungsphase war die größte Herausforderung die Zeit. Alles musste in einem sehr kurzen Zeitraum fertiggestellt werden. In der Durchführungsphase habe ich es als größte Herausforderung gesehen den unterschiedlichen Ansprüchen der Studierenden, die einerseits einen psychologischen Bachelor und andererseits einen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften haben, aber auch von einer Fernuni oder einer Präsenzuni kamen, gerecht zu werden. Hier ging es gar nicht so sehr um die Inhalte, sondern eher um die Abläufe, die an anderen Hochschulen oder anderen Fakultäten sehr unterschiedlich zu sein scheinen.

Wie war die Reaktion der Studierenden?

Erst einmal war die Nachfrage nach dem Masterstudiengang Wirtschaftspsychologie sehr groß, was uns sehr gefreut hat. Da das Modul „Arbeits- und Gesundheitspsychologie“ organisatorisch gar nicht im ersten Semester vorgesehen war, waren nicht sehr viele Studierende eingeschrieben. Diejenigen, die eingeschrieben waren, haben am Anfang viele organisatorische Frage gestellt, die wir so gut es ging beantwortet haben. An der Evaluation haben leider gar nicht so viele Studierende teilgenommen. Mit der Weiterentwicklung des Moduls haben wir aber direkt angefangen und schon während des ersten Durchlaufs Ideen gesammelt.

Was planst Du noch für die Zukunft im Zusammenhang mit dem Projekt?

Einige Weiterentwicklungen haben wir in den Folgesemestern bereits umgesetzt wie die Aufnahme einer Einführungsvorlesung oder das Bereitstellen zusätzlicher Materialien. Als nächstes ist die Planung und Umsetzung einer verpflichtenden Prüfungsvorleistung vorgesehen.



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