Kennen Sie schon… Mindmaps?

Beschreibung

Mindmaps sind Baumdiagramme, die Themenzusammenhänge und Hierarchien visualisieren. Meistens wird dabei ein Oberbegriff vorgegeben, zu dem dann weitere Begriffe aufgeschrieben werden. Ein wichtiger Faktor bei der Methode Mindmap ist die Strukturierung in Begriffe und davon abhängige Unterbegriffe durch Visualisierung. Begriffe werden in der Regel auf Karten oder in Kästen oder Blasen geschrieben und mit Linien verbunden, um die Abhängigkeiten zu zeigen. Wird die Methode z. B. für ein Brainstorming genutzt, können die spontan gesammelten Ideen von Anfang an übersichtlich arrangiert werden.

Durch diese Strukturierung eignen sich Mindmaps, Übersicht über ein komplexes Thema zu erlangen. Durch die Verbindungen zwischen einzelnen Begriffen werden Zusammenhänge schnell sichtbar. Die Methode kann – wie schon erwähnt – sowohl für das spontane Sammeln von Ideen als auch für die detaillierte Arbeit an umfangreichen Projekten genutzt werden. Mit Mindmaps können sowohl ein ganzes Fachgebiet als auch sehr detaillierte Themen visualisiert werden. Die Kolleg*innen der FU Berlin haben in einem Blog-Artikel noch viele weitere Potentiale und Einsatzmöglichkeiten identifiziert.

Der folgende Screenshot aus der App „Mindmeister“ verdeutlicht den grundsätzlichen Aufbau einer Mindmap.

Screenshot Mindmeister
Screenshot: FernUniversität

In der englischen Wikipedia zeigt eine kleine Galerie, wie unterschiedlich Mindmaps aussehen können.

Web-Apps für Mindmaps

Mindmaps können in Präsenzveranstaltungen analog mit Pinnwand, Moderationskarten und Fäden für die Zusammenhänge umgesetzt werden. In Online-Veranstaltungen bietet sich der Einsatz einer Web-App an, die auch kollaborativ simultan genutzt werden kann. Beispiele für solche Web-Apps sind:

  • Mindmeister ist das Angebot eines deutschen Dienstleisters. Neben der Web-App existieren auch Apps für Android- und iOS-Geräte. Neben der Basic-Variante, die kostenlos ist, gibt es auch eine Reihe von Abo-Modellen, die weitere Funktionen freischalten.
  • Bubble.us ist eine bereits etwas ältere Web-App, die von einem US-amerikanischen Anbieter stammt. Hier ist ebenfalls die Basic-Variante kostenlos und es existieren Abo-Modelle.
  • Coggle ist eine Freeware eines englischen Dienstleisters. Auch hier können Abo-Modelle gebucht werden.

Eine umfangreiche Liste mit Open-Source-, Freeware- und proprietären Angeboten gibt es in der englischen Wikipedia.


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Methodensteckbrief

Voraussetzungen

  • analog: Moderationskarten, Stifte, Pinnwand, evtl. Fäden für die Verbindungen
  • digital: Mindmap-App (s. Text)

Ablauf

  1. analog: Teilnehmende schreiben auf Moderationskarten Begriffe zu einem Thema auf; Karten werden an Pinnwand geheftet und mit Linien oder Fäden verbunden; Teilnehmende entscheiden, wie die Karten miteinander verbunden werden
  2. digital: In der einer Mindmap-App können Teilnehmende i.d.R. kollaborativ neue Begriffe ergänzen; Verbindungen zu Oberbegriffen werden von der App automatisch ergänzt; das Umarrangierung geschieht häufig per Drag and Drop

Ziele und Vorteile

  • strukturiertes Brainstorming
  • Sammlung von Ideen, die übersichtlich arrangiert werden können
  • Zusammenhänge werden sichtbar
  • komplexe Themengebiete können vereinfacht dargestellt werden

Nachteile

  • vorgegebene strikte Struktur kann Vor- und Nachteil sein
  • eignet sich nur für hierarchisch strukturierbare Themen
  • Visualisierung ist in der digitalen Variante abhängig von den Funktionen der eingesetzten Software


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