Fusion von Genossenschaftsbanken – eine empirische Analyse

Projektbearbeiter/in: Marko Schwarz, M.Sc.
Status: laufend

Kurzbeschreibung:

Die Bankenbranche befindet sich in einem mehrdimensionalen Spannungsfeld exo- und endogener Einflüsse. Ökonomische Entwicklungen, wie die anhaltende Niedrigzinsphase, regulatorische Entwicklungen, wie komplexer werdende Vorschriften und sich erhöhende Aufsicht, technologische Entwicklungen wie die zunehmende Digitalisierung und Markteintritte von Fintech-Unternehmen, als auch Veränderungen auf sozioökonomischer Ebene fordern deutsche Banken im Allgemeinen und Genossenschaftsbanken im Speziellen heraus.

Als Resultat vergangener Finanz- und Wirtschaftskrisen ist eine stetige Konsolidierung des deutschen Bankenmarktes zu beobachten, wobei als wesentlicher Treiber intersektorale Fusionen der dritten Säule identifiziert werden können. Aufgrund der im europäischen Vergleich geringen Marktkonzentration und somit hohen Wettbewerbsintensität ist von einer weiteren Konsolidierung des kreditgenossenschaftlichen Bankensektors auszugehen.

Fusionen werden als strategische Handlungsoption zur Bewältigung der Herausforderungen diskutiert, jedoch ist ungewiss, ob im Rahmen dieser Transaktionen ökonomische Mehrwerte geschaffen werden.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die zentrale Forschungsfrage, inwiefern die Fusion eine strategisch, nachhaltige und wertschaffende Handlungsoption ist, welche die Zukunftsfähigkeit des kreditgenossenschaftlichen Bankensektors sichern kann.

Dieser Frage soll im Rahmen einer empirischen Analyse nachgegangen werden. Zentraler Bestandteil des Forschungsprojekts ist die Untersuchung quantitativer Effekte erfolgter und nicht erfolgter Fusionen. Aus den Erkenntnissen sollen Handlungsempfehlungen für das strategische Management von Genossenschaftsbanken erarbeitet werden.

Lehrstuhl UrC | 13.08.2021