C-Modul 32591

Konzerncontrolling (Controlling Multinational Corporations)

Weltkarte, digitales Kommunikationsnetz, NetzwerkFoto: Busakorn Pongparnit/Moment/Getty Images

Betreuung:

  • Univ.-Prof. Dr. Jörn Littkemann

Lehrform und Kurse des Moduls:

Das Modul gliedert sich in drei Fernstudienkurseinheiten zu folgenden Inhalten:

  • Organisation des Konzerncontrollings (75 h),
  • Instrumente des Konzerncontrollings (150 h) und
  • Risikocontrolling (75 h).

Die Lehrtexte des Moduls werden als schriftliches Studienmaterial präsentiert und sind didaktisch so aufbereitet, dass sie von den Studierenden in freier Zeiteinteilung und Ortswahl selbstständig bearbeitet werden können. Alle drei Kurseinheiten entsprechen jeweils einer integrierten Vorlesungs- und Übungsveranstaltung. Am Ende der Lehrtexte finden sich zu den einzelnen Kapiteln zahlreiche Kontrollfragen und Übungsaufgaben, die zur Überprüfung des Lernfortschrittes in Eigenregie bearbeitet werden können. Zudem stellt diese Bearbeitung eine grundlegende Wiederholung des Stoffes dar und dient somit als vorbereitende Übung auf die Modulabschlussklausur. Ergänzend werden zwei Einsendearbeiten angeboten, deren Lösungen von den Studierenden zur Korrektur eingeschickt werden können bzw. müssen, da das Bestehen einer der beiden Einsendearbeiten zwingende Voraussetzung zur Teilnahme an der Prüfungsklausur des Moduls ist.

Ziel des Moduls „Konzerncontrolling“ ist die Vermittlung sowohl von Grundlagen-, als auch von Spezialkenntnissen für die Ausübung von Controllingtätigkeiten in großen, zumeist multinational agierenden Unternehmen. Dabei stützen sich die Inhalte der Lehrtexte auf theoretische Ansätze, Modelle und Instrumente, allerdings sind sie anwendungs- und damit zugleich praxisorientiert aufbereitet, um die spezifische Situation der Steuerung einer Vielzahl, oftmals höchst heterogener Beteiligungen bzw. Tochtergesellschaften im unternehmerischen Alltag eines Großkonzerns entsprechend zu berücksichtigen.

Verwendbarkeit:

Voraussetzungen für die Vergabe von Leistungspunkten:

Die Leistungspunkte werden vergeben, wenn die Prüfungsklausur bestanden worden ist. Voraussetzung für die Klausurteilnahme ist das Bestehen mindestens einer von zwei Einsendearbeiten.

Qualifikationsziele:

Mit dem Modul wird im Wesentlichen die Erfüllung folgender Qualifikationsziele angestrebt: Oberste Zielsetzung ist, die Studierenden durch die Vermittlung spezifischer betriebswirtschaftlicher Kenntnisse auf eine mögliche Controllingtätigkeit in Großunternehmen wie z. B. Konzernen oder Teilkonzernen vorzubereiten. Im Einzelnen bedeutet dies, dass die Inhalte der Studienbriefe darauf abzielen, sowohl Elemente der Unternehmenssteuerung sowie der Organisation des zentralen und lokalen Konzerncontrollings miteinander zu verbinden, als auch die Anwendung bestimmter Instrumente des Konzerncontrollings vor dem Hintergrund des für die Gestaltung maßgebenden Kontextes zu diskutieren und den Studierenden im Detail näher zu bringen. Zu diesem Zweck teilt sich das Modul zunächst in die beiden Kurseinheiten „Organisation des Konzerncontrollings“ und „Instrumente des Konzerncontrollings“. Abschließend befasst sich die Kurseinheit „Risikocontrolling“ mit einem für einen Großkonzern immer wichtigeren Aspekt der Unternehmenssteuerung, nämlich der Ermittlung und Quantifizierung operationeller Risiken in den betrieblichen Teilbereichen. Nach Abschluss der Lehrtexte sollten die Studierenden dazu befähigt sein, in verantwortungsvoller Position im Konzerncontrolling bzw. Beteiligungscontrolling eines multinational agierenden Großunternehmens tätig zu sein.

Inhalte:

Organisation des Konzerncontrollings (75 h)

In diesem Studienbrief konzentrieren sich die Ausführungen auf eine erfolgreiche Gestaltung der konzerninternen Beziehungen zwischen dem zentralen und lokalen Controlling. Dargestellt werden die wirkungsvolle Arbeitsteilung zwischen dem zentralen und lokalen Controlling und der für die Aufgabenerfüllung geeignete Einsatz von entsprechenden technokratischen, strukturellen und personellen Steuerungsinstrumenten vornehmlich in der Nutzungsphase einer Beteiligung bzw. Tochtergesellschaft. Dies geschieht vor dem Hintergrund der innerhalb des Konzerncontrollings verfolgten Ziele und der Berücksichtigung maßgebender konzern- (z. B. Konzernstrategie und -organisationsform) und beteiligungsspezifischer Faktoren (z. B. Branche, Größe, Beteiligungslebensphase). Einführend werden die wichtigsten Begriffe des Konzerncontrollings vorgestellt und voneinander abgegrenzt.

Instrumente des Konzerncontrollings (150 h)

In diesem Lehrtext werden sowohl die in der Unternehmenspraxis am meisten verwendeten kapitalmarktorientierten als auch die ebenso wichtigen traditionellen, auf buchhalterischen Größen beruhenden Erfolgskennzahlen ausführlich dargestellt und kritisch erörtert. Zudem werden die Grundzüge der Bildung funktionaler und divisionaler Organisationsstrukturen und das Benchmarking-Konzept in Form eines konzernexternen Betriebsvergleiches erläutert. Den Abschluss der Kurseinheit bildet die Darlegung und Erläuterung der Funktion unterschiedlicher Verrechnungspreise. Ziel ist dabei aufzuzeigen, welche dieser jeweils mit Stärken und Schwächen versehenen Controllinginstrumente zur Unternehmenssteuerung vor dem Hintergrund des jeweiligen Konzernkontextes herangezogen werden können.

Risikocontrolling (75 h)

In diesem Studienbrief wird sich ausführlich mit den wichtigsten in Theorie und Praxis angewandten Instrumenten des Risikocontrollings befasst. Dabei werden die Funktionsweisen sowie Stärken und Schwächen der einzelnen Instrumente in zahlreichen Fallbeispielen anhand eines fiktiven mittelständischen Industrieunternehmens – die Morgengenuss GmbH – dargelegt. Der Schwerpunkt liegt in der detaillierten Erörterung folgender Instrumente zur Ermittlung und Quantifizierung von operationellen Risiken, wobei die mögliche Anwendung der Instrumente im Konzerncontrolling vor dem Hintergrund der Aggregationsproblematik operationeller Risiken diskutiert wird: Value-at-Risk-Konzept, Indikator-Ansätze, Nutzwertanalyse, Baumanalyse und Monte-Carlo-Simulation.

Voraussetzungen für die Teilnahme:

Keine speziellen Voraussetzungen. Die Bearbeitung des fakultativen Kurses „Konzeption des Controllings“ und überdurchschnittlich gute Kenntnisse in Kostenrechnung, Buchhaltung und Jahresabschluss sowie Organisation sind hilfreich, jedoch nicht zwingend notwendig zum Verstehen und Durcharbeiten der Lehrtexte.

Lehrstuhl UrC | 06.07.2019