Präsenzveranstaltung

Thema:
Geschichte von und Erinnerungen an politische Transformationen in Mittel-/Ostmitteleuropa
Veranstaltungstyp:
Präsenzseminar
Semester:
Sommersemester 2027
Zielgruppe:
Ort:
Warschau und Danzig
Termin:
21.05.2027 bis
24.05.2027
Leitung:
Dr. Janine Fubel
Katarzyna Szarla
Hinweis:
Veranstaltung wird als Seminar im Sinne der Studienordnung anerkannt. Es wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

Das Seminar hat Erfahrungen und Erinnerungen politischer, wirtschaftlicher und sozialer Transformationen in Zentral- und Osteuropa vom späten Sozialismus bis in die 1990er Jahre zum Gegenstand. Über die Betrachtung von 1989 als bloßem „Wendepunkt“ hinaus versteht der Kurs Transformation als einen longue-durée-Prozess, der den Alltag, Institutionen und Identitäten nachhaltig verändert. Die Teilnehmenden setzen sich am polnischen Beispiel mit aktuellen historiographischen Debatten sowie mit Praktiken öffentlicher Erinnerung auseinander und analysieren, wie Individuen und Gemeinschaften das Ende des Sozialismus und das Entstehen neuer gesellschaftlicher Ordnungen erlebten und später erzählten.

Durch die gemeinsame Analyse von Quellen und Räumen, Diskussionen sowie Besuche von Erinnerungsorten fördert das in Warschau und Danzig stattfindende Seminar einen interdisziplinären Dialog zwischen Public History, Memory Studies und der Sozialgeschichte des Postsozialismus.

Am Ende des Seminars werden die Teilnehmenden:

  • zentrale historiographische Ansätze zur Transformation und zum Postsozialismus verstehen,

  • alltägliche Erfahrungen des Wandels in unterschiedlichen sozialen und geografischen Kontexten analysieren,

  • über die Politik der Erinnerung und die Repräsentation von Transformation seit 1989 reflektieren,

  • wissenschaftliche Debatten mit Public History und Museumspraxis in der Region verbinden können.

Public History | 02.07.2026