Aktuelles

Befragung zur Nutzung assistiver Technologien von Studierenden an Hochschulen in NRW

Du studierst im Sommersemester 2026 und hast das Gefühl, dass dir etwas dein Studium erschwert, zum Beispiel durch eine Behinderung, chronische Erkrankung, psychische Belastung oder Neurodivergenz? Dann nimm an der kurzen Umfrage teil und verrate deine Erfahrungen mit digitalen Tools und assistiven Technologien im Studium.

Dabei ist es egal, ob eine Diagnose oder anerkannte Behinderung vorliegt und die Beeinträchtigung dauerhaft oder vorübergehend ist

In der Umfrage geht es darum, welche digitalen Tools, Apps oder assistiven Technologien im Studienalltag helfen oder noch fehlen. Die Ergebnisse fließen direkt in Beratungsangebote sowie in die Weiterentwicklung barrierefreier Studienbedingungen an Hochschulen in NRW ein.

Die Teilnahme ist anonym möglich, die Umfrage dauert etwa 10 bis 15 Minuten und ist beim Kompetenzzentrum digitale Barrierefreiheit.nrw unter folgendem Link erreichbar:

Zur Webseite der Umfrage

Es gibt auch die Möglichkeit, einen von 3 Wunschgutscheinen zu gewinnen. Weitere Informationen sind in der Umfrage und im beigefügten Flyer (PDF 101 KB) enthalten.


Global Accessibility Awareness Day 2026

Der diesjährige GAAD am 21. Mai 2026 von 10:00 - 13:00 Uhr steht unter dem Motto:
Barrierefreiheit gemeinsam denken, gestalten und erleben.“

  • Warm-up: Die Top 11 der digitalen Barrierefreiheit
  • Experimentieren mit KI und Bildbeschreibung
  • "Shift left" on data reports - barrierefreie Reports mit Quarto erstellen
  • Blind-Experience: Barrieren in Videokonferenzen erleben und den Tactonom Communicator kennenlernen
  • Universal Design for Learning in der Hochschule - Grundlagen, Praxis und Integration von KI

Das Programm der FernUniversität in Hagen ist Teil des Gesamtprogramms des Kompetenzzentrums für digitale Barrierefreiheit in Dortmund.


Bielefelder Barrierefreie Gesetzessammlung

Die BBG ermöglicht nunmehr den barrierefreien Zugang zu examensrelevanten Gesetzestexten. Gleichzeitig bietet sie eine nutzerfreundliche Oberfläche, von der auch alle anderen Personen profitieren, die mit Gesetzestexten arbeiten oder diese lesen möchten

Die kostenfrei nutzbare BBG zeichnet sich insbesondere durch folgende Merkmale aus:

  • Barrierearme Darstellung der Gesetzestexte, insbesondere optimiert für blinde und sehbehinderte Nutzer:innen
  • Umfassende Unterstützung von Screenreadern und assistiven Technologien
  • Automatische Aktualisierung der Gesetzestexte
  • Prüfungsumgebung, die offline verfügbar und an die Anforderungen der Examenssituation angepasst ist
  • Examensrelevante Gesetzestexte in den offiziellen Fassungen der Rechtsnormen, wie sie auf den staatlichen Informationsportalen (z. B. Gesetze im Internet, Recht.NRW, EUR-Lex) veröffentlicht sind, in barrierearmer und gut zugänglicher Form
  • Aktuell umfasst die Sammlung im Bereich des Landesrechts ausschließlich die Gesetze des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Die Sammlung wird für macOS- und Windows-Systeme entwickelt und ist derzeit in einer Beta-Version zum Download verfügbar

Zur Gesetzessammlung


Teilnehmer für Langzeitstudie eines Prototyps für barrierefreie Vorlesungsvideos gesucht

Am Karlsruher Institut für Technologie und der Hochschule Karlsruhe wurde basierend auf Interviews und Feedback von blinden Studierenden und Studierenden mit Sehbeeinträchtigung eine Webanwendung entwickelt, die die Barrierefreiheit von Vorlesungsvideos verbessern soll. Die App bietet Funktionen, die den Studienalltag erleichtern können – etwa die Synchronisierung von Transkript und Video, oder einen KI-Chatbot, der erlaubt, Fragen zu visuellen Inhalten zu stellen oder schnell spezifische Inhalte im Video zu finden.

Jetzt brauchen wir euch: Als Expert:innen eures Studienalltags seid ihr entscheidend, um zu prüfen, ob die Anwendung langfristig einen echten Benefit bringt. Euer Feedback ist essenziell, um diese Anwendung zu einem nachhaltigen Werkzeug zu machen.

Wir suchen Studierende mit Sehbeeinträchtigung (Visus etwa ≤10%), die für ihr Studium auf Vorlesungsvideos angewiesen sind oder zumindest damit arbeiten könnten.

Was wir bieten:

  • Völlige Flexibilität: Ihr nutzt die App über ein Semester hinweg komplett selbstbestimmt – nur dann, wenn ihr sie für eure Vorlesungen sinnvoll anwenden könnt und nutzen wollt.
  • Direkter Einfluss: Ihr gestaltet aktiv ein Werkzeug, das die digitale Barrierefreiheit für Studierende nachhaltig verbessern soll.
  • Aufwandsentschädigungen für euer Feedback von jeweils 15€ an drei unterschiedlichen Terminen über das Semester verteilt.

Zum Ablauf: Ihr benutzt über 1 Semester, wann ihr wollt und wie ihr wollt, unseren Prototypen. Wir bitten euch um 2 Feedbacktermine zwischendurch und einen abschließenden Termin (jeweils etwa 1 Stunde).

Eure Motivation, die Barrierefreiheit von Videos zu verbessern und euch auf eine neue, spannende Anwendung einzulassen, ist alles, was zählt!

Interessiert oder Ihr habt Fragen?
Schreibt einfach eine kurze E-Mail an katharina.anderer@kit.edu
Katharina Anderer
PhD Studentin in Kollaboration mit dem Zentrum für digitale Barrierefreiheit und Assistive Technologien (ACCESS@KIT) in Karlsruhe

(Stand: Oktober 2025)


Neue Assistenz-App für hör- und seheingeschränkte Menschen im Hamburger Verkehrsverbund

Die hvv Custom App ist eine innovative Assistenz-App, die speziell für seh- und hörbehinderte Fahrgäste entwickelt wurde. Sie ermöglicht einen barrierefreien Zugang zu wichtigen Fahrgastinformationen im öffentlichen Nahverkehr.

Mit der kostenlosen hvv Custom App können Fahrgäste dynamische Informationen wie Abfahrtszeiten, Haltestellenansagen oder Routenverläufe auf ihrem Smartphone abrufen – angepasst an individuelle Bedürfnisse.

Ob durch Sprachausgabe, Textanzeige oder visuelle Optimierungen: Die hvv Custom App unterstützt die selbstständige und sichere Nutzung des Hamburger Verkehrsverbunds und trägt aktiv zur Inklusion im öffentlichen Raum bei.


Sprechstunde für Studierende mit Behinderung

Am "Kompetenzzentrum für digitale Barrierefreiheit" haben Studierende jeden 4. Montag im Monat in der Zeit von 15 bis 16 Uhr die Gelegenheit, sich mit Kommiliton*innen rund um das Thema „assistive Technologien im Kontext von Studium und Lehre“ auszutauschen und/oder mit ihren Anliegen an das Kompetenzzentrum heranzutreten. Die Sprechstunde wird via Zoom durchgeführt.


Saarbahn stattet Busflotte mit Assistenzsystem für seheingeschränkte und blinde Fahrgäste aus

Mit dem Informations- und Orientierungssystem «INTROS» hat die Saarbahn in einem mehrstufigen Projekt eine innovative Lösung mit Betroffenen, für Betroffene umgesetzt. Das größte Verkehrsunternehmen des Saarlandes hat 182 Busse mit dem Mobilitätsassistenzsystem ausgestattet. Die innovative Kombination von App- und Fahrzeug-Lösung unterstützt seheingeschränkte und blinde Fahrgäste in ihrer selbstbestimmten Mobilität. Deutschlandweit kommt dieses System erstmalig flächendeckend in Saarbrücken zum Einsatz. Das saarländische Mobilitätsministerium fördert das Leuchtturmprojekt.

externer Link zur Webseite


Tipps von Studierenden für Studierende

Das Kompetenzzentrum Digitale Barrierefreiheit.NRW stellt eine Sammlung hilfreicher Hinweise von Studierenden mit eigenen Behinderungserfahrungen zum Umgang mit (assistiven) Tools im Studienalltag zusammen.

  • Welche Tools helfen dabei, Barrieren abzubauen?
  • Wie können diese Tools in den Studienalltag integriert werden?

Tipps von Studierenden für Studierende

Audiotaktile Medien | 08.05.2026