Geschichte

Durch Anwählen der Nummern gelangen Sie direkt zum entsprechendem Modul!

0888 - Modul 25201, 0889 - Modul 25202 - 0890 - Modul 25203 - 0895 - Modul 25205 - 0896 - Modul 25206 - 0897 - Modul 26201

0888 – Modul 25201:
Geschichte und Kultur: Eine Einführung

Modul-Nummer 08880 - 08881 - 08882 - 08884 - 08885
Enthaltene Kurse
ECTS * 15

* ECTS = European Credit Transfer and Accumulation System


Einführung in die Geschichtswissenschaft

Autorin: Schmieder

Ehemalige Original-Nummer: 03501

Kursbeschreibung anzeigen

Der Kurs führt ein in die spezifischen Arbeitsweisen und Methoden des Faches Geschichte im Rahmen des BA Kulturwissenschaften. Ausgangspunkt bildet das Spannungsfeld zwischen Kultur und Geschichte, wie es sich im 18. Jahrhundert herausgebildet und von dort aus zu unterschiedlichen Ansätzen der Kulturgeschichte, Sozialgeschichte und Alltagsgeschichte weiter entwickelt hat.

Dabei kommen auch Fragen der Erinnerungskultur sowie der Begegnung und des Austausches mit „fremden“ Kulturen zur Sprache. Am Beispiel des „Ödipus“-Stoffes und seiner Bearbeitungen durch die Zeiten seit der klassischen griechischen Antike (5. Jh. v. Chr.) werden Probleme wie Traditionsbildung, kollektives und kulturelles Gedächtnis, hermeneutisches Verständnis in Form eines weitausholenden Längsschnittes erörtert.

Ebenfalls im 18. Jahrhundert entstanden neue, wissenschaftliche Formen historischen Denkens, die in unterschiedlicher Intensität historisches Arbeiten bis heute bestimmen (der Spannungsbogen reicht vom Historismus bis zur Postmoderne – unterfüttert wird ihre Darstellung durch Blicke auf Geschichtsdenken in der europäischen Vormoderne sowie in außereuropäischen Kulturen.

Soziale Ordnung durch Ungleichheit.
Eine Einführung in die Geschichte Alteuropas

Autorin: Schmieder

Ehemalige Original-Nummer: 03502

Kursbeschreibung anzeigen

Ziel des Kurses ist es, Studienanfängern im B.A. Kulturwissenschaften –Schwerpunkt Geschichte – einen Zugang zur Älteren Geschichte (Antike, Mittelalter, Frühe Neuzeit) zu bieten. Hierzu sollen sie (in -epochenübergreifender Perspektive und in Abgrenzung zu den Beiträgen der beiden anderen neuzeitlichen Lehrgebiete) in die Besonderheiten der vormodernen Gesellschafts- und Überlieferungsformen eingeführt werden.

Dies soll aber nicht in der Art traditioneller Quellenkunden bzw. Epocheneinführungen geschehen, bei denen es ja vorrangig um die Vermittlung von Techniken der wissenschaftlichen Aufbereitung, Klassifizierung und Aneignung von historischen (Schrift-)Zeugnissen bzw. um einen Schnelldurchlauf durch Epochengeschichte und Methodenlehre geht. Unsere Idee ist es, anhand einer exemplarischen Auswahl konkreter Überlieferungstypen aus den drei Epochen nicht nur in die Eigentümlichkeiten der vormodernen Überlieferung, sondern auch in deren Kontext, sprich, in die vergangenen Gesellschaftsstrukturen und Kulturtechniken einzuführen, chronologisch rückwärts-schreitend in folgenden Teilkapiteln: − Englische Armenbriefe des 17.-19. Jahrhunderts − Judenbürger in Frankfurter Ratsakten des 15. Jahrhundert − Mittelalterliche Wappen/ Kleidung − Herrscherbilder mittelalterlicher Kaiser − Lateinische Inschriften von Freigelassenen −
Römische Münzen der Kaiserzeit.

Einführung in die Neuere Geschichte

Autor: Niethammer

Ehemalige Original-Nummer: 03503

Kursbeschreibung anzeigen

Aus drei verschiedenen Perspektiven wird die neuere deutsche und europäische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert vorgestellt.

In Kurseinheit 1 werden fachliche und methodische Grundlagen, Zugangsweisen und Orientierungen vorgestellt.

Die Kurseinheit 2 behandelt die Periodisierungsprobleme der neueren Geschichte am Beispiel der Übergänge vom 18. zum 19. Jahrhundert, vom 19. zum 20. Jahrhundert und von der Geschichte des 20. Jahrhunderts zur Zeitgeschichte.

Zum Abschluss wird mit verschiedenen thematischen Beispielen die Praxis der Quelleninterpretation vorgeführt.

Transfer und Transformation.
Eine Einführung in die außereuropäische Geschichte

Autor:Wendt

Ehemalige Original-Nummer: 03504

Kursbeschreibung anzeigen

Die Beschäftigung mit der Geschichte außereuropäischer Regionen ist integraler Bestandteil des Bereichs Geschichte im BA-Studiengang Kulturwissenschaften.

Im Verständnis des zuständigen Lehrgebiets stehen dabei die Wechselbeziehungen zwischen Europa und der außereuropäischen Welt während der Neuzeit im Mittelpunkt, welche die unterschiedlichsten Transfer- und Transformationsprozesse in beide Richtungen bedingt haben.

Die Kurseinheit 1 des Kurses stellt diesen Zugang zur Übersee-Geschichte vor, führt in seine historiografischen Traditionen und interdisziplinären Vernetzungen ein und bietet grundlegende Hinweise für den eigenständigen Umgang mit entsprechenden Themen.

Die Kurseinheit 2 beginnt mit einem Überblick der wichtigsten einschlägigen Quellentypen und ihrer besonderen Eigenschaften und Probleme, an den sich fünf Fallbeispiele anschließen, die jeweils eine exemplarische Quelle oder Quellengruppe vorstellen und interpretieren (Reisebericht, koloniale Verwaltungsakte, autobiografischer Roman, Missionsbericht, Orientbilder)

Auf dieser Grundlage werden Einblicke in ausgewählte Themenbereiche der Geschichte europäisch-außereuropäischer Beziehungen ermöglicht (Wissenstransfer, koloniale Herrschaft, Diaspora-Erfahrung, christliche Mission, Orientwahrnehmung).

Der Kurs will auf diese Weise ein Verständnis für die Rolle der außereuropäische Geschichte im Rahmen des Studiengangs entwickeln, Hilfestellungen für die praktische Arbeit im Laufe des Studiums anbieten und einen Einblick in die thematischen Möglichkeiten des Teilfachs vermitteln.


0889 – Modul 25202: Geschichte der Schriftkultur

Modul-Nummer 08890 - 08891 - 08892 - 08894 - 08895
Enthaltene Kurse
ECTS 15

Alteuropäische Schriftkultur

Autor: Kuchenbuch

Ehemalige Original-Nummer: 03505

Kursbeschreibung anzeigen

Der Kurs zielt auf eine Einführung in die Formen und Funktionen des Schriftgebrauchs als einer zentralen Kulturtechnik zwischen Antike und Früher Neuzeit. Er versteht sich zugleich als ein Zugang zu den Funktionsweisen älterer Gesellschaften, die kaum verständlich sind, wenn man die Besonderheiten der Schriftkultur Alteuropas außer acht lässt: die soziale Exklusivität des Schriftgebrauchs und aller damit verbundenen Kontroll- und Herrschaftsmechanismen. Was wir über das Leben - auch der einfachen Leute - in diesen Gesellschaften herausfinden können, muß überwiegend aus Zeugnissen einer schriftkundigen Elite erschlossen werden, ganz gleich, ob es sich um die Antike, das Mittelalter oder die Frühe Neuzeit handelt. Der Kurs entfaltet das Thema in einer Reihe von Fallstudien zu verschiedenen Aspekten der alteuropäischen Schriftkultur, beginnend mit der Erfindung des griechischen Alphabets im Zeitalter der homerischen Epen bis zur Alphabetisierung breiter Schichten im 18. und 19. Jahrhundert.

(Diesen Kurs konnten wir leider nicht umsetzen. Er beinhaltet sehr viele Abbildungen und Karten, die nicht zu verbalisieren sind. Dennoch stellen wir Ihnen gerne, soweit vorhanden, die word- oder pdf-Dokumente zur Verfügung, bzw. fordern diese für Sie an.)

Europäische Expansion und außereuropäische Schriftkulturen

Autor: Wendt

Ehemalige Original-Nummer: 34202

Kursbeschreibung anzeigen

Im Mittelpunkt des Kurses stehen vor allem zwei Fragen: die nach der Bedeutung linguistischen Knowhows als Herrschaftstechnik für die im 16. Jahrhundert einsetzende Europäische Expansion sowie die nach den Folgen dieser Entwicklung für die außereuropäischen Schriftkulturen. Die Fähigkeit, Sprachen lexikalisch und grammatikalisch zu systematisieren und zu normieren sowie die Kenntnis ganz unterschiedlich strukturierter Idiome und Schriften gehörten zu den Faktoren, die die europäische Durchdringung der Welt entscheidend förderten. Sprache und Schrift im Dienst kolonialer Macht oder christlicher Mission führten zu tiefgreifenden Veränderungen in der überseeischen Welt. Die europäischen Idiome verbreiteten sich, kleine Sprachen in Amerika, Asien oder Ozeanien verschwanden, andere erhielten eine Schrift und konnten sich gegenüber der kolonialsprachlichen Konkurrenz behaupten. Das lateinische Alphabet wurde zu einer "scriptura franca". Typographie, Buchdruck und Buchgestaltung verstärkten diese Entwicklung. Insgesamt handelt es sich dabei aber nicht nur um eine Geschichte kolonialer Durchdringung und Überfremdung, sondern auch um die eines kreativen Umgangs überseeischer Gesellschaften mit neuen Kommunikationsmöglichkeiten.

(Diesen Kurs konnten wir leider nicht umsetzen. Er beinhaltet sehr viele Abbildungen und Karten, die nicht zu verbalisieren sind. Dennoch stellen wir Ihnen gerne, soweit vorhanden, die word- oder pdf-Dokumente zur Verfügung, bzw. fordern diese für Sie an.)

Bild und Bildkultur Alteuropas

Autorin: Toissant

Ehemalige Original-Nummer: 03507

Kursbeschreibung anzeigen

Der Studienbrief vermittelt - als unmittelbare Ergänzung zum Kurs Alteuropäische Schriftkultur - einen Überblick über die Geschichte des Bildes in der Vormoderne. Im Mittelpunkt stehen die christlichen Gesellschaften der Spätantike und des Mittelalters, denn ohne eine Einbettung in die christliche Lehre ist der spezifisch vormoderne Bildgebrauch nicht verständlich: Er entwickelte sich in Auseinandersetzung mit und allmählicher Emanzipation vom alttestamentarischen und frühchristlichen Bilderverbot und war begleitet von immer wiederkehrenden Streitigkeiten und Kämpfen um bildliche Darstellungen des Göttlichen und des Heiligen. Mit der Fixierung auf einfache Symbole (das Kreuz, so im Bilderstreit des 8. Jahrhunderts) oder auf das reine Schriftprinzip (so in der Reformation) versuchte man, die Gefahr der Bilderanbetung zu begegnen. Der Ablehnung des Bildes stand das Bedürfnis nach visueller Vergegenwärtigung und Veranschaulichung des Heilsgeschehens gegenüber. Bei der Rechtfertigung des Bildes berief man sich auf seinen didaktischen Gewinn (Gregor der Große: Die Bilder sind die Bücher der Laien) und bemühte sich um eine lebensnahe Inszenierung der Bildwerke.

(Diesen Kurs konnten wir leider nicht umsetzen. Er beinhaltet sehr viele Abbildungen und Karten, die nicht zu verbalisieren sind. Dennoch stellen wir Ihnen gerne, soweit vorhanden, die word- oder pdf-Dokumente zur Verfügung, bzw. fordern diese für Sie an.)


0890 – Modul 25203:
Geschichte und Anthropologie: Vormoderne Lebenswelten

Modul-Nummer 08900 - 08901 - 08902 - 08904 - 08905
Enthaltene Kurse
ECTS 15

Arbeit im vorindustriellen Europa

(mit Fühlgrafiken)

Autor: Kuchenbuch

Ehemalige Original-Nummer: 34209

Kursbeschreibung anzeigen

Dieser Kurs zielt auf eine historische Relativierung des modernen Arbeitsbegriffs, wie er für das 19. und 20. Jahrhundert typisch ist.

Im Spiegel exemplarischer Zeugnisse werden zum einen die andersartigen Felder und Formen der Arbeit in vorindustriellen Gesellschaften beleuchtet. Zum andern wird die unterschiedliche soziale und kulturelle Bewertung der Arbeit herausgearbeitet.
Dadurch wird deutlich, dass die "moderne" Vorstellung, wonach Arbeit die zweckgerichtete marktvermittelte Erwerbstätigkeit im Rahmen klar abgegrenzter Berufe mit eindeutigen Einkommensansprüchen darstellt, den vorangehenden Epochen grundsätzlich fremd gewesen ist.

Formen und Funktionen von Verwandtschaft und Familie in Antike, Mittelalter und Früher Neuzeit

Autorin: Schmieder

Ehemalige Original-Nummer: 03506

Kursbeschreibung anzeigen

Familie und (weitere) Verwandtschaft sind heute wie in alteuropäischer Zeit ein Grundpfeiler sozialen Lebens - allerdings sind die Formen und das Verständnis dessen, was Verwandtschaft und Familie sei, wesentlich variabler, als das modernem Vorstellungsvermögen zu entsprechen pflegt. Entsprechend vielfältig sind die Funktionen von verwandtschaftlichen Beziehungen, die als „weiche“ Faktoren in die hohe Politik hinein spielten. Aufgeteilt auf drei Kurseinheiten widmet sich der Kurs zunächst „Familie und Verwandtschaft in der griechischen und römischen Antike“ (KE 1). Anschließend soll es um Mittelalter und Frühe Neuzeit gehen: Nach einem breit gefächerten Überblick über verschiedenste Formen und Funktionen von Verwandtschaft und Familie in Lateineuropa (KE 2) wird in unterschiedlichen Fallstudien der Umgang des Adels - als einer verhältnismäßig gut in den Quellen greifbaren gesellschaftlichen Großgruppe - mit Verwandtschaft und Familie punktuell vertieft (KE 3).

(Dieser Kurs konnte bisher nicht bearbeitet werden. Dennoch fordern wir gerne die word-Dokumente/pdfs für sie an.)

Das Leben mit den Heiligen.
Frömmigkeit und Gesellschaft zwischen Spätantike und Aufklärung

Autorin: Kleine

Ehemalige Original-Nummer: 03509

Kursbeschreibung anzeigen

Der Studienbrief vermittelt einen breit angelegten Überblick über die soziale Praxis der Heiligenverehrung von der Spätantike bis in die Neuzeit und über die Formen und Gattungen der schriftlichen, bildlichen und dinglichen Überlieferung. Im Sinne von Durkheim und Mauss wird Heiligenverehrung als soziale Tatsache (fait social) verstanden, mit weitreichenden Auswirkungen nicht nur auf die Frömmigkeitspraxis, sondern auch auf das menschliche Alltagshandeln. Das Thema hat in der neueren internationalen Forschung große Beachtung gefunden, und der Kurs dient dazu, die unterschiedlichen Forschungsansätze zu dokumentieren und dabei zugleich die wichtigsten historischen Quellen in den Blick zu nehmen. Daher seine Form: ein Reader mit Auszügen aus der internationalen Forschungsliteratur und einer ausführlich kommentierten Quellendokumentation mit Erschließungsfragen. Im Anschluss an eine kompakte Einführung werden folgende Schwerpunkte behandelt: - Formierungen des Heiligenkultes in der Spätantike - Entfaltung der Heiligenverehrung im Mittelalter - Bruch mit traditionellen Formen: Reformation - Entzauberung, Modernisierung, Kontrolle: 17./18. Jh. - Staatliche Disziplinierung und katholische Erneuerung: 19. Jh.

(Dieser Kurs konnte bisher nicht bearbeitet werden. Dennoch fordern wir gerne die word-Dokumente/pdfs für Sie an.)


0895 – Modul 25205:
Erfahrungsgeschichte und Erinnerungskultur

Modul-Nummer 08950 - 08951 - 08952 - 08954 - 08955
Enthaltene Kurse
ECTS 15

Erfahrungsgeschichte

Autor: Neumaier

Ehemalige Original-Nummer: 03517

Kursbeschreibung anzeigen

Der Kurs führt in das Konzept der Erfahrungsgeschichte ein und setzt sich mit der Problematik des wissenschaftlichen Umgangs mit Zeitzeugen sowie der geschichtswissenschaftlichen Verwertbarkeit autobiographischer Texte auseinander. Anhand konkreter Fallbeispiele werden die Erfahrungen verschiedener sozialer Gruppen sowie einzelner Protagonisten im geteilten Nachkriegsdeutschland vorgestellt.

Oral History

Autor: Neumaier

Ehemalige Original-Nummer: 03518

Kursbeschreibung anzeigen

Die Methode der Oral History hat in der jüngsten Zeit innerhalb der Geschichtswissenschaften eine enorme Verbreitung erfahren. Möglichkeiten, Vorzüge, Grenzen wie auch Nachteile dieses Verfahrens sollen in diesem Kurs vorgestellt werden.

Darüber hinaus werden technische Hilfestellungen gegeben, Hinweise zum Umgang mit dem erhaltenen Material, dessen Bearbeitung und Auswertung. Anhand wichtiger Themenbereiche wird in die aktuelle Diskussion, bisher vorliegende Ergebnisse und weitere Arbeitsmöglichkeiten sowie Fragestellungen eingeführt.

Die Gegenwart Alteuropas:
Antike, Mittelalter und Frühe Neuzeit im historischen Horizont der Nachkriegszeit

Autorin: Schmieder

Ehemalige Original-Nummer: 34239

Kursbeschreibung anzeigen

Der Kurs behandelt die zwiespältige erinnerungskulturelle - und damit auch: politische - Bedeutung der vormodernen Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg, die in Deutschland durch die Ost-West-Spaltung noch zusätzlich 'gebrochen' war. Die alteuropäische Welt galt einerseits als traditionale Gesellschaft und lieferte damit eine Kontrastfolie zur modernen Welt; andererseits wurde sie in einen historischen Traditionszusammenhang gestellt, durch den die Moderne an ihre antiken, mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Wurzeln zurückgebunden wurde. Das daraus erwachsende komplexe Wechselspiel von verklärender Anverwandlung und kritischer Abgrenzung wird auf zwei Ebenen untersucht. Zum einen geht es darum, wie und warum bestimmte Themen der alten, mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Geschichte zu Schlüsselthemen der fachhistorischen Forschung wurden (Sklaverei, Völkerwanderung, Ostsiedlung, Feudalismus, frühbürgerliche Revolution, Konfessionalisierung); zum anderen werden drei prominente Beispiele für populäre Formen der Aneignung vormoderner Geschichte vorgeführt: Asterix (Antike im Comic), Name der Rose (Mittelalter im Roman), Luther (Frühe Neuzeit im Film).

(Dieser Kurs konnte bisher nicht bearbeitet werden. Dennoch fordern wir gerne die word-Dokumente/pdfs für Sie an.)

Archiv, Wissen, Erinnerung (online)

Autor: Neumann

Ehemalige Original-Nummer: 03516

Kursbeschreibung anzeigen

Der Kurs vermittelt Grundkenntnisse und -fertigkeiten auf den Ebenen der Gewinnung, Archivierung und medialen Präsentation von Erinnerungszeugnissen. Neben einführenden Texten werden konkrete Fallbeispiele vorgestellt und praxisbezogene Anregungen gegeben. Hiervon ausgehend besteht die Möglichkeit zur Ableistung des im Bachelor Kulturwissenschaften im Bereich Neuere Geschichte vorgesehenen Praktikums - entweder "Online" oder mit zeitweiliger Präsenz im Institut für Geschichte und Biographie/Lüdenscheid.

(Dieser Kurs konnte bisher nicht bearbeitet werden. Dennoch fordern wir gerne die word-Dokumente/pdfs für Sie an.)


0896 – Modul 25206:
Politische Kultur- und Sozialgeschichte

Modul-Nummer 08960 - 08961 - 08962 - 08964 - 08965
Enthaltene Kurse
ECTS 15

Debatte um den „deutschen Sonderweg“

Autor: Kruse

Ehemalige Original-Nummer: 04122

Kursbeschreibung anzeigen

Die Frage, ob es einen "deutschen Sonderweg" in die bürgerliche Gesellschaft und in die industriekapitalistische Modernisierung gegeben hat, beschäftigt seit dem 19. Jahrhundert deutsche Historiker und Staatswissenschaftler.

Nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges spitzte sich das historisch-politische Erkenntnisinteresse am "deutschen Sonderweg" auf die Frage zu: Wie und warum hatte es unter allen demokratischen Industriegesellschaften nur in Deutschland zu einer faschistischen Diktatur kommen können?

Das Hauptdeutungsschema wurde das Bild von der "verspäteten Nation", die zwar in Riesenschritten den Industrialisierungsrückstand aufholte, deren Bürgertum aber zuvor die politische Macht nicht errungen hatte: Vorindustrielle und vorkapitalistische Traditionen hätten das Konflikt- und Protestpotential bereitgestellt, auf deren Boden die Weltwirtschaftskrise unter besonderen Bedingungen seit Ende der 20er Jahre zum Faschismus führte. Angelsächsische Historiker hielten jüngst dagegen, dass es problematisch sei, von historischen Sonderfällen zu sprechen.

Die Gesamtstudieneinheit umfasst 3 Teile:

  • Die Entstehung der bürgerlichen Gesellschaft und industriekapitalistische Modernisierung - ein Weg oder viele?
  • Preußen – Deutschland – die "verspätete Nation"?
  • Nationalsozialismus - deutscher Irrweg oder universelle Tendenz des 20. Jahrhunderts? Insgesamt geht es in dieser Studieneinheit darum, unterschiedliche historiographische Ansätze und Methoden kennenzulernen und Einsichten in ihre Argumentationen und erkenntnisleitenden Interessen zu gewinnen

Politische Geschichte Deutschlands 1871-1945

Autorin: Przyembel

Ehemalige Original-Nummer: 34194

Kursbeschreibung anzeigen

Der dreiteilige Kurs gibt einen Überblick über die Geschichte des ersten deutschen Nationalstaates zwischen der Reichsgründung 1871 und der Totalkapitulation des Großdeutschen Reiches 1945. Politische Geschichte ist dabei als Schwerpunktsetzung zu verstehen, nicht als Ausklammerung wirtschaftlich-sozialer und kultureller Bedingungsfaktoren.

Der Kurs beansprucht nicht allein die faktische Entwicklung zu skizzieren und zu akzentuieren, sondern er will auch problemorientiert mit zentralen Forschungskontroversen vertraut machen. Es geht also um eine Einführung in die moderne deutsche Nationalgeschichte mit den Etappen des bismarckschen und wilhelminischen Kaiserreichs, der Weimarer Republik und der nationalsozialistischen Diktatur in einem durchaus fachwissenschaftlichen Sinn.

Einführung in die politische Kulturgeschichte

Autor: Kruse

Ehemalige Original-Nummer: 03519

Kursbeschreibung anzeigen

Der Kurs stellt konzeptionelle Ansätze, inhaltliche Themen und methodische Zugänge der politischen Kulturgeschichtsschreibung vor. Auf eine konzeptionelle Einführung in diese moderne und dynamische Teildisziplin der Geschichtswissenschaft folgen in Form eines Readers einflussreiche und aktuelle Forschungsbeiträge mit einem Schwerpunkt in der Neueren deutschen und europäischen Geschichte, die sich auf die folgenden drei Themenfelder beziehen: I. Kommunikation und Sprache; II. Symbolizität und Imagination; III. Soziabilität und Weltbild.

(Dieser Kurs ist leider aufgrund seiner redaktionellen Konstruktion nicht umsetzbar. Gerne stellen wir auf Anfrage einen Kontakt zum Lehrgebiet her.)

Politische Erinnerungskulturen

Autor: Kruse

Ehemalige Original-Nummer: 03520

Kursbeschreibung anzeigen

Der als kommentierter Reader angelegte Kurs behandelt verschiedene Formen von politischen Erinnerungskulturen. Mit den Diskussionen über den Nationalsozialismus und die deutsche Geschichte wird zuerst in eine für das politische Selbstverständnis der Bundesrepublik zentrale öffentliche Geschichtsdebatte eingeführt, wobei zugleich das Verhältnis zwischen historischer Forschung und historisch-politisch interessierter Öffentlichkeit thematisiert wird. Es folgt eine Kurseinheit über die öffentliche Erinnerung an die Toten der Weltkriege in Deutschland durch Denkmäler und Ausstellungen. Dabei geht es im Wesentlichen um monumentale Sinnstiftungen des soldatischen Sterbens und Tötens sowie um ihre Infragestellung. Schließlich wird in einer dritten Kurseinheit das Konzept der "leux de mémoire", der historischen Erinnerungsorte vorgestellt und an explizit politischen Beispielen veranschaulicht.

(Dieser Kurs konnte bisher nicht bearbeitet werden. Dennoch fordern wir gerne die word-Dokumente/pdfs für Sie an.)


0897 – 26201 Mastermodul I

Modul-Nummer 08970 - 08971 - 08972 - 08974 - 08975
Enthaltene Kurse

Dieses Modul beinhaltet zwei weitere Kurse,
die bisher noch nicht umgesetzt wurden
.

ECTS 15

Was ist Geschichte Europas

Autoren: Lehrende des MA Geschichte

Ehemalige Original-Nummer: 33500

Kursbeschreibung anzeigen

Alle drei Lehrgebiete des Historischen Instituts der Fernuniversität

  • „Geschichte und Gegenwart Alteuropas“
  • „Geschichte der Europäischen Moderne“
  • „Geschichte Europas in der Welt“

beschäftigen sich mit der Geschichte Europas, und sie tun das notwendigerweise auf sehr unterschiedliche, ihrem jeweiligen Epochenzuschnitt und ihrer Perspektive angepasste Weise. Diese Auffassungen und Zugriffe sind Inhalt des ersten Kurses.

Europäische Erinnerungsorte

Autoren: Lehrende des MA Geschichte

Ehemalige Original-Nummer: 33503

Kursbeschreibung anzeigen

Moderne Geschichtswissenschaft ist sich ihrer eigenen Standortgebundenheit ebenso bewusst wie der Vergänglichkeit eigener, früherer (und zukünftiger) Auffassungen von Geschichte und der Art, wie Geschichte dargestellt wird. Sie weiß, wie sehr sie selbst Teil des kulturellen Gedächtnisses ist und selbstverantwortlich zur Erinnerungskultur beitragen muss. Anhand ausgewählter europäisch zu nennender „Erinnerungsorte“ wird dieser Umstand inhaltlich gefüllt und kritisch diskutiert.

Zusammengestellt wurde auch dieser Kurs von den Mitarbeitenden der drei Lehrgebiete des Historischen Instituts der Fernuniversität.

Audiotaktile Medien | 07.06.2021