Philosophie

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0847 - Modul 25607/25610, 0882 - Modul 25401, 0883 - Modul 25402, 0884 - Modul 25403, 0886 - Modul 25405, 0887 - Modul 25406

0847 – Modul 25607/25610/W SOZ: Klassische Perspektiven auf die moderne Gesellschaft

Modul-Nummer 08870 - 08871 - 08872 - 08874 - 08875
Enthaltene Kurse
ECTS 15 Credit Points

Emile Durkheim

Autorin: Delitz

ehemalige Original-Nr.: 03628

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Die vorliegende Lerneinheit führt zunächst basal in die durkheimsche Perspektive ein und bettet diese in unterschiedliche soziale und historische Kontexte. Es folgt eine Beschäftigung der Frage nach der Aktualität und den möglichen Anschlüssen seiner Theorie in verschiedenen anderen soziologischen Theorierichtungen.Des Weiteren erläutert der Kurs die von Durkheim in ganz grundlegender Weise für die Soziologie formulierten Gegenstände und Aufgabenstellungen. In Auseinandersetzung mit seinen Werken zu den „Regeln der soziologischen Methode“ und zum „Selbstmord“ wird in die methodischen Begriffe und die analytische Herangehensweise der Soziologie nach Durkheim eingeführt. Die gesellschaftstheoretischen Vorstellungen und die Fundierung von Gesellschaft in Kultur und Religion werden anhand von Durkheims Arbeiten zu Teilung der sozialen Arbeit, zur Moral- und Erziehungssoziologie sowie zu den elementaren Formen des religiösen Lebens präsentiert.

Georg Simmel

Autor: Junge

ehemalige Original-Nr.: 03629

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Kursbeschreibung:

Die Lerneinheit thematisiert neben einer historischen und systematischen Einordnung Simmels in den Kanon der soziologischen Theorien vor allem die Frage, was nach Simmel Gegenstand und Methode der Soziologie sein soll. Simmels Grundlegung der Disziplin als einer Wissenschaft von den Formen der Wechselwirkung und der Vergesellschaftung werden behandelt. Die Lerneinheit führt zudem in Simmels Überlegungen zur gesellschaftlichen Entwicklung als einem Prozess sozialer Differenzierung sowie in seine kulturanalytischen Konzepte anhand der Werke zur Geldwirtschaft und zur Großstadt ein.

Einführung in die protestantische Ethik Max Webers

Autor: Guttandin

ehemalige Original-Nr.: 03611

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Die Lerneinheit schildert das gesellschaftstheoretische Werk Max Webers, in dem die verschlungene Beziehung zwischen religiös inspirierter alltäglicher Lebensführung und Entstehung des Kapitalismus aufgezeigt wird. Die von Weber entwickelte These, dass der asketische Protestantismus dem modernen Kapitalismus zum Durchbruch verholfen hat, und dass der Kapitalismus mithin kulturell und nicht nur in politischen oder ökonomischen Bedingungen fundiert ist und als Hauptmerkmal der modernen Gesellschaft und ihrer Entwicklung betrachtet werden muss, wird in der Lerneinheit kritisch besprochen.

Norbert Elias

Autorin:Treibel

ehemalige Original-Nr.: 03612

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Die Lerneinheit führt in das Werk von Norbert Elias ein, indem die für diesen Klassiker zentralen Begriffe wie „Figuration“ und „soziale Prozesse“ sowie die Leitmotive seiner „Menschenwissenschaft“ behandelt werden. Das Elias’sche Verständnis von Kultur als „Zivilisierung“ wird anhand von Themen wie Höflichkeit, Tischsitten und Umgang mit dem eigenen Körper dargestellt, und es werden seine Überlegungen zur gesellschaftlichen Entwicklung im „Prozess der Zivilisation“ geschildert. Darüber hinaus werden exemplarische Einblicke in Arbeitsfelder der Elias’schen Soziologie wie ‚Zeit‘, ‚Sterben‘, ‚Etablierte und Außenseiter‘ gegeben.


0882 - Modul 25401:
Einführung in die Theoretische Philosophie

Modul-Nummer 08820 - 08821 - 8822 - 08824 - 08825
Enthaltene Kurse
ECTS * 15 Credit Points

* ECTS = European Credit Transfer and Accumulation System


Einführung in die Theoretische Philosophie

Autor: Busche

ehemalige Original-Nr.: 03561

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Der Kurs gibt eine ebenso systematisch wie historisch orientierte Einführung in die Theoretische Philosophie am Leitfaden ihrer Teilgebiete, indem er die Grundfragen und Grundbegriffe sowie einige paradigmatische Konzepte und maßgebliche Literatur ihrer besonderen Disziplinen erläutert. Hierzu zählen insbesondere Logik, Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie, Handlungstheorie, Sprachphilosophie, Metaphysik und Ontologie, Naturphilosophie, Anthropologie sowie Philosophie des Geistes und Neurophilosophie.

Auf diese Weise vermittelt der Kurs jenes grundlegende Wissen zur Terminologie, Geschichte und Forschung, das für das Verständnis der im Studiengang zugrunde gelegten Spezialkurse zu den theoretischen Disziplinen erforderlich ist.

Einführung in die Allgemeine Metaphysik

Autor: Beckmann

ehemalige Original-Nr.: 03314

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Der Kurs zeigt die Möglichkeit von Metaphysik, erforscht Begriff, Gegenstand und Methode der Metaphysik, ihren Ursprung (Platon), ihre Systematisierung (Aristoteles) und Transformation (Kant). Dargestellte werden zudem beispielhafte Grundprobleme der Metaphysik (Substanz, Raum und Zeit, Universalien) sowie die Metaphysik-Kritik einst und jetzt.

Probleme der Wissenschaftstheorie. Eine philosophische Einführung (mit Fühlgrafiken)

Autor: Schnädelbach

ehemalige Original-Nr.: 03302

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Grundlagen der Wissenschaftstheorie. Abgrenzung gegenüber Wissenschaftssoziologie, -psychologie und -geschichte. Differenzen zwischen analytischer, konstruktiver und kritisch-hermeneutischer Wissenschaftstheorie. Wissenschaftstypen. Philosophische Aspekte des Wissenschaftsbegriffes. Das Modell der Erfahrungswissenschaft (Reader).

Grundlagen der Formalen und Informellen Logik

Autoren: Copi, Tindale

ehemalige Original-Nr.: 33374

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Der Kurs bietet eine Einführung in die Formale und Informelle Logik. Erläutert werden Grundlagen der Argumentationsanalyse, der formalen Überprüfung von Schlussfolgerungen sowie der Definitionslehre. Sie ermöglichen es, Argumentationen und Beweise zu führen und zu überprüfen, Fehlschlüsse zu erkennen, sowie Definitionen vorzunehmen und zu bewerten. Im Vordergrund stehen in der Informellen Logik die Identifizierung, Standardisierung und Strukturierung von Argumentationen. Die Formale Logik zeigt darüber hinaus Verfahren der Formalisierung von Schlüssen und ihre Ableitung.

Dieser Kurs beinhaltet sehr viele Formeln, deren Aufsprache im DAISY-Format nicht realisierbar ist. Der Kurs wird daher nur im Punktschrift-, Braille-, txt- sowie word/pdf-Format angeboten.


0883 – Modul 25402: Einführung in die Praktische Philosophie

Modul-Nummer 08830 - 08831 - 8832 - 08834 - 08835
Enthaltene Kurse
ECTS 15 Credit Points

Einführung in die Praktische Philosophie anhand von ausgewählten Problemfeldern

Autor: Hoffmann

ehemalige Original-Nr.: 03563

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Der Kurs bietet eine Gesamtübersicht über die Arbeitsfelder der Praktischen Philosophie. In der ersten Kurseinheit wird die Ethik behandelt, wobei vor allem die Tugendethik, die Pflichtethik, die Wertethik und die Diskursethik vorgestellt werden; eingegangen wird aber auch z.B. auf den Utilitarismus, die "angewandte Ethik" und die Metaethik.

Die zweite Kurseinheit behandelt die Rechtsphilosophie vom Naturrecht über das Vernunftrecht bis zum Rechtspositivismus; thematisiert werden aber auch z.B. die Lehre vom Staat, der Unterschied von Recht und Moral sowie andere zentrale Fragen aus dem Bereich des philosophischen Nachdenkens über das Recht.

Die dritte Kurseinheit schließlich behandelt Konkretionen der Praktischen Philosophie im Bereich der Bioethik, der Wirtschaftsethik und der Kommunikationsethik. Den Abschluss bildet eine Erörterung des Begriffs "Menschenwürde" als Schlüsselbegriffs der Praktischen Philosophie überhaupt.

Persönliches Glück und politische Gerechtigkeit

Autor: Höffe

ehemalige Original-Nr.: 03305

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Erweiterte Fassung des bisher unter dem Titel Politische Gerechtigkeit – Grundproblem der praktischen Philosophie eingesetzten Kurses. Behandelt das natürliche Glücksverlangen des Menschen, Glück und Politik, Glück und Sittlichkeit, den Utilitarismus und das Prinzip der Verallgemeinerung. Politische Gerechtigkeit – als Problem der praktischen Philosophie, als Grundprinzip von Recht und Staat, angesichts der Herausforderung durch den Rechtspositivismus, die Grundstruktur einer philosophischen Gerechtigkeitsbegründung, die Idee der Sittlichkeit, die Zuwendungsbedingungen politischer Gerechtigkeit und ihr höchstes Prinzip, ältere und moderne Vertragstheorien, Menschenrechte und Strategien politischer Gerechtigkeit, das Beispiel der wissenschaftlichen Politikberatung.

Kants Rechts-, Staats- und Geschichtsphilosophie

Autor: Kersting

ehemalige Original-Nr.: 03332

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Die Lerneinheit verfolgt die Absicht, die Aktualität und Reichweite der kantischen Argumentation aufzuzeigen. Zusätzlich wird die Gedankenführung der „Metaphysischen Anfangsgründe der Rechtslehre“ rekonstruiert und das Recht im Gesamtaufbau der praktischen Philosophie Kants architektonisch bestimmt und seine Rechts- und Staatslehre problemgeschichtlich in den Zusammenhang der neuzeitlichen politischen Philosophie integriert.

Tierschutzethik

Autorin: Woschnak

ehemalige Original-Nr.: 03372

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Viele, die dem Anliegen Tierschutz positiv gegenüber stehen, motiviert die Überzeugung: „Tierschutz ist eine Selbstverständlichkeit.“ In welchem Sinn aber kann solch ein Satz verstanden werden? Eine Tatsachenfeststellung ist er nicht, Tierschutz ist keineswegs durchgängig verwirklichte Praxis des Menschen. Auch dort, wo der Tierschutz Programm ist, bestätigt der Blick auf seine Realisierung und Umsetzung eher die gegenteilige Aussage: „Tierschutz ist keine Selbstverständlichkeit.“

In diesem Sinn ist auch der Vorwurf von Theodor Heuss zu verstehen: „Die größte Blamage der Menschheitsgeschichte ist es, dass das Wort ‚Tierschutz’ geprägt werden musste.“ (Heuss, Theodor, zit. nach: Händel, Ursula: Tierschutz, Testfall unserer Menschlichkeit, Frankfurt am Main 1984, S. 21). Er trifft nicht den Umstand, dass ein ethischen Kriterien entsprechender Umgang mit dem Tier als Sollen auftritt, sondern zielt auf die nicht mit Selbstverständlichkeit geleistete Erfüllung der sich von ihm her ergebenden Forderungen.

Mit jedem philosophischen Problem, dem sich der Mensch zuwendet, thematisiert er nicht nur dieses, sondern zugleich sich selbst und seine Relation zu dem in Frage stehenden Gegenstand. Tierschutz als sittliches Handeln des Menschen umfasst daher nicht nur seine Auffassung von Humanität, das

Ethos des Menschen im Verhältnis zum Tier, es umfasst ebenso eine Interpretation des Tieres wie einen Begriff des Menschen.

Angewandte Ethik: Medizin-Ethik

Autor: Pöltner

ehemalige Original-Nr.: 03579

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Das Wort ‚Medizin-Ethik‘ bringt eine Zusammengehörigkeit von Medizin und Ethik zum Ausdruck, die vermutlich so alt ist, wie die Medizin selbst. Diese – wie noch zu zeigen sein wird – innere Zusammengehörigkeit von Medizin und Ethik hat ihren Ausdruck in dem über Jahrhunderte hin tradierten ärztlichen Standesethos mit seinen Kodizes und Gelöbnisformeln gefunden. Das im abendländischen Raum bekannteste Beispiel ist der hippokratische Eid. Das traditionelle ärztliche Standesethos ist zwar in seinem Kern nach wie vor unverzichtbar, doch muss das Verhältnis von Medizin und Ethik und insbesondere das Selbstverständnis der Medizin angesichts der gewandelten geschichtlichen Rahmenbedingungen des ärztlichen Handelns neu bedacht und bestimmt werden. Der Wandel betrifft einerseits die neuen Handlungsmöglichkeiten der modernen Medizin und andererseits den sogenannten gesellschaftlichen Wertepluralismus.

Neuerungen auf dem Gebiete der Pränataldiagnostik und Präimplantationsdiagnostik, der Transplantationsmedizin, der medikamentösen Therapie, der Reproduktionsmedizin, der Prävention werfen vielfältigste ethische Probleme auf. Das Arzt-Patienten-Verhältnis steht in der Gefahr, in ein Dienstleister-Kunden-Verhältnis abzugleiten (Stichwort: wunscherfüllende Medizin).

Wie unschwer zu erkennen ist, berühren die neuen Machbarkeiten unser Selbstverständnis als Menschen. Fragen nach dem guten Leben, nach Beginn und Ende unseres Lebens, nach Gesundheit, Krankheit, Behinderung, nach der Endlichkeit unseres Miteinanderseins stellen sich neu, und die Frage, wer überhaupt als Mensch zu gelten hat, hat längst aufgehört, eine bloß rhetorische zu sein.


0884 – Modul 25403: Praktische Kulturphilosophie

Modul-Nummer 08840 - 08841 - 8842 - 088344 - 08845
Enthaltene Kurse
ECTS 15 Credit Points

Philosophien der Praxis

Autor: Bedorf

ehemalige Original-Nr.: 33377

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Was kann für die Philosophie als „theoretischste“ aller Wissenschaften „Praxis“ bedeuten, gar eine „Philosophie der Praxis“? Dieser Titel enthält die Behauptung, dass Philosophie nicht nur trivialerweise zur Praxis etwas zu sagen hätte, sondern es auch eine besondere Form von Philosophie gibt, die beansprucht, die gesellschaftlichen und kulturellen Wirklichkeiten von der Praxis und den praktischen Vollzügen selbst ausgehend anstatt von philosophischen Kategorien aus zu erschließen. Die praxisphilosophischen Modelle in ihrer historischen Perspektive beispielhaft zugänglich zu machen, ist Aufgabe dieses Studienbriefs, der so auch einen grundbegrifflichen Beitrag für die Praxiswende in den Kultur- und Sozialwissenschaften liefern kann.

Kulturkritik als Kulturphilosophie

Autor: Konersmann

ehemalige Original-Nr.: 03359

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"Kulturkritik" ist ungefähr so alt wie "Kultur" selbst: sie ist der mitlaufende Spiegel, in den Kultur kraft der durch sie selbst freigesetzten Reflexionspotentiale schaut. Kulturkritik hat dabei - von der Sophistik bis zu Adorno und Horkheimer, bei Platon und Augustinus nicht weniger als bei Rousseau oder Nietzsche - stets auch philosophisch Ausdruck gefunden. Der vorliegende Kurs macht mit den wichtigsten Stationen, Topoi und Entwicklungsfäden philosophischer Kulturkritik vertraut. Dabei will er dazu anleiten, kulturkritisches Denken als Chance für heutiges Philosophieren zu entdecken.

Dieser Kurs ist nicht bearbeitet worden. Er steht aber als word-Dokument zur Verfügung.

Performative Kultur

Autor: Volbers

ehemalige Original-Nr.: 03365

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Im philosophischen Nachdenken über Kultur erfolgt im 20. Jh. eine Umstellung auf den Begriff der Performativität. Damit wird die Vorstellung abgelöst, es seien entweder genialische Intuitionen künstlerischer Individuen oder der Schöpfergeist eines Volkes, die für die Entstehung von Kulturprodukten verantwortlich seien. Performativität bedeutet hingegen, dass der Sinn der Kultur und ihrer Hervorbringungen in ihrem Vollzug selbst besteht und nicht irgendwo außerhalb ihrer zu suchen ist. Der Studienbrief erklärt Herkunft und Bedeutung des Begriffs der Performativität und verdeutlicht die Konsequenzen für den Kulturbegriff.

Wesen und Würde des Menschen. Dargestellt und diskutiert am Beispiel der Philosophie Plessners

Autor: Schürmann

ehemalige Original-Nr.: 03333

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Der Studienbrief diskutiert das Verhältnis der Bestimmungen „Mensch-sein“ und „Menschlichkeit“ – oder disziplinär ausgedrückt: das Verhältnis von Anthropologie und Ethik/Politik.

Leitende Fragestellung ist, ob bzw. wie die Geschichtlichkeit des Mensch-seins in Einklang gebracht werden kann damit, dass ein Konzept von Menschenwürde traditionell, und scheinbar der Sache nach, eine fixe Bestimmung des Menschen und seiner Würde verlangt.

Wie bekommt ein Konzept von Menschenwürde seine Verbindlichkeit angesichts der Evidenz, dass all solche Konzepte historisch und kulturell zu relativieren sind? Prototypisch für Konzepte von Menschenwürde sind solche der Renaissance.

Die genannte Problemstellung wird daher zunächst anhand zweier Renaissance-Philosophen dargestellt, und dann exemplarisch an Plessners „Anthropologie der geschichtlichen Weltansicht“ diskutiert.

Dabei soll gezeigt werden, dass und warum für Plessner die Geschichtlichkeit des Menschseins nicht nur nicht unverträglich ist mit einem verbindlichen Konzept von Menschenwürde, sondern selbst ein bestimmtes Konzept von Menschenwürde ist.

Dabei soll vor allem deutlich werden, dass und warum Plessner ein solches Anliegen (nur) als Variante skeptischer Philosophie durchführen konnte. Verbindlichkeit bekommt diese Konzeption durch Parteilichkeit.

Im Teil 3 des Studienbriefes wird daher der Versuch unternommen, einen (skeptischen) Begriff von Parteilichkeit von einem (dogmatischen) Begriff von Parteinahme zu unterscheiden. Plessners eigentliche Pointe liegt darin, dass eine Anthropologie nicht nicht-parteiisch sein kann. Daher ist Anthropologie an sich selbst politisch und wird nicht erst zu einer politischen Anthropologie bei Anwendung auf das Themengebiet „des Politischen“. Der Studienbrief will darlegen, dass diese Spezifik einer inneren Verknüpfung von Anthropologie und Politik philosophisch tatsächlich eine Spezifik ist und nicht etwa eine Selbstverständlichkeit.

Einführung in die Geschichtsphilosophie

Autor: Röttgers

ehemalige Original-Nr.: 03341

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Geschichtsphilosophie im engeren Sinne gibt es erst, seit sprachlich der Kollektivsingular "die Geschichte" als Begriff für die Gesamtheit des vergangenen (und zukünftigen) Geschehens bereitsteht. Während frühere Zeiten Geschichtsphilosophie als Philosophie über den Sinn der Geschichte begriffen und diesen oft in ihrem unendlichen Fortschreiten auf ein Ziel hin ("der Fortschritt") auffassten, setzt heutige Geschichtsphilosophie in ihren erfolgversprechendsten Ansätzen beim Erzählen von Geschichten an ("Narrativismus"). Ausgehend von wissenschaftstheoretischen Erörterungen der Geschichtswissenschaft ("Erklären" und "Verstehen") und vom Narrativismus wird in diesem Kurs über eine phänomenologische Geschichtsbeobachtung zurückgegangen bis zur Geschichtsphilosophie Hegels.

Dieser Kurs ist nicht bearbeitet worden. Er kann aber als word-Dokument/pdf zur Verfügung gestellt werden.


0886 – Modul 25405: Sozialphilosophie [PAXIS]

Modul-Nummer 08860 - 08861 - 08862 - 08864 - 08865
Enthaltene Kurse
ECTS 15 Credit Points

Einführung in die Sozialphilosophie

Autor: Herrmann

ehemalige Original-Nr.: 33427

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Der Kurs führt in die Sozialphilosophie als einem Teilgebiet der Praktischen Philosophie ein. Zu diesem Zweck leistet er zunächst eine Bestimmung der Idee der Sozialphilosophie im Anschluss an Rousseau, Hegel und Marx als normativ-ethischer Disziplin. Im Anschluss daran wird eine sozialontologische Bestimmung „Wir“ des Sozialen im Ausgang von den Figuren Ich, Anderer und Dritter geleistet. Die Studierenden erhalten so einen systematischen Überblick über grundlegende sozialphilosophische Konzepte wie Selbst, Leib, Unbewusstes, Rivalität, Anerkennung, oder Verantwortung.

Positionen der Sozialphilosophie

Autor: Hetzel

ehemalige Original-Nr.: 33421

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Der Kurs führt in die Sozialphilosophie als einem Teilgebiet der Praktischen Philosophie ein. Sozialphilosophie wird dabei verstanden als diejenige Disziplin, welche nach der Natur des sozialen Bandes fragt: Warum leben Menschen überhaupt in Gesellschaften zusammen, in welchen Institutionen organisieren Sie ihr zusammenleben und wie gestaltet sich dabei das Verhältnis von Individuum und Gemeinschaft? Der Kurs beantwortet diese Fragen im Durchgang durch eine Reihe von sozialphilosophischen Grundpositionen, die von Jean-Jacques Rousseau bis Pierre Bourdieu reichen.

Dieser Kurs ist nicht bearbeitet worden. Er steht aber als word-Dokument zur Verfügung.

Andere. Ein Grundbegriff der Sozialphilosophie

Autor: Bedorf

ehemalige Original-Nr.: 03377

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Ohne Andere gäbe es weder Gesellschaft noch Kultur, zugleich ist uns ihre Anwesenheit eine Selbstverständlichkeit. Die Philosophie hat das Verhältnis von Subjekt oder Selbst und Anderen auf ganz verschiedene Weisen verstanden: Von Aristoteles' Einbettung in den Horizont der Polis“, über Kants Anderen als reines Vernunftwesen bis zum radikalen Anderen bei Levinas.

Durch die Nachzeichnung dieser Geschichte der Intersubjektivität wird zugleich eine Einführung in verschiedene Modelle der Sozialphilosophie und der Ethikbegründung gegeben.

Politische Ideengeschichte

Autor: Reese-Schäfer

ehemalige Original-Nr.: 03378

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Der Kurs behandelt anhand einer repräsentativen Auswahl die Geschichte der politischen Ideen von Platon bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

Darunter finden sich Platon, Aristoteles, Machiavelli, Hobbes, Locke, Montesquieu, Adam Smith, Rousseau, Kant, Tocqueville und Marx.

Dieser Kurs ist nicht bearbeitet worden. Er steht aber als word-Dokument zur Verfügung.


0887 – Modul 25406: Wirtschaftsphilosophie [PAXIS]

Modul-Nummer 08870 - 08871 - 08872 - 08874 - 08875
Enthaltene Kurse
ECTS 15 Credit Points

Einführung in die Wirtschaftsphilosophie

Autor: Honrath

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Der erste Teil der Lerneinheit 1 beschäftigt sich unter dem Titel „Begriffsbildungen des Wirtschaftens“ mit Grundbegriffen der Ökonomie und der Ökonomik. Diese werden in philosophischer Hinsicht in ihrer Bedeutung für das Leben der Gesellschaften verdeutlicht. Der zweite Teil „Geschichte der Wirtschaftsphilosophie als Geschichte der Theoriebildung bis zur Schwelle der modernen Auffassung“ stellt an ausgewählten, philosophisch besonders relevanten Beispielen die Auffassungen zur Wirtschaft von der Antike über das Mittelalter bis zum Physiokratismus des 18. Jahrhunderts vor. Der dritte Teil schließlich, betitelt „Die Entfaltung der modernen Auffassung der Ökonomie“, die wichtigsten Lehren seit dem Beginn der Klassischen Periode mit Adam Smith über die universalistischen Lehren, die Grenznutzenschule und den Keynesianismus bis zu gegenwärtigen Ansätzen der Wirtschaftsethik vor.

Entstehung der politischen Ökonomie aus der Praktischen Philosophie

Autor: Trapp

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Dieser Studienbrief wendet sich am Beispiel der Theorie von Adam Smith historisch dem Punkt zu, an dem Ökonomie und Philosophie sich noch nicht separiert hatten, gleichwohl bereits ein gewisses Spannungsverhältnis der Perspektiven ausgebildet war. Dementsprechend behandeln die beiden Studienbriefeinheiten schwerpunktmäßig einerseits die Moralphilosophie, andererseits die ökonomische Theorie von Adam Smith.

Ökonomie, Ökologie, Ethik

Autor: Röttgers

ehemalige Original-Nr.: 03572

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Der Studienbrief erörtert das spannungsvolle Verhältnis von Ökonomie, Ökologie und Ethik als ein triperspektivistisches Problemfeld. In diesem Zusammenhang werden Konzepte einer Ökologie-Ethik vorgestellt sowie Grundlagen und Positionen der Umweltökonomie. Im Zentrum des Studienbriefes steht die Frage, auf welcher methodologischen Ebene sich die Konflikte, die in der modernen, hochkomplexen Gesellschaft zwischen den drei Bereichen und ihren widerstreitenden Ansprüchen bestehen, als lösbar darstellen lassen.

Philosophie des Geldes (Georg Simmel)

Autor: Lichtblau

ehemalige Original-Nr.: 03573

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Simmels "Philosophie des Geldes" ist nach wie vor eine der ganz großen sozialphilosophischen Auseinandersetzungen mit einem Phänomen, für das monopolartig die Ökonomie zuständig zu sein scheint.

Wirtschaftsethik

Autor: Homann

ehemalige Original-Nr.: 03574

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Der Kurs vereinigt einige der Vorträge, die auf der Tagung der Arbeitsgemeinschaft "Wirtschaftsethik" der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland im Herbst 1998 in Hildesheim gehalten wurden, ergänzt durch einige weitere, die im Rahmen des "forum philosophicum" in Hagen stattfanden.


Audiotaktile Medien | 01.12.2022