Familienfreundliches Arbeiten

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Die FernUniversität hat sich zum Ziel gesetzt, durch die bestehenden und durch weitere Angebote die Beschäftigten und Studierenden mit Familienaufgaben weiter zu unterstützen und zu entlasten und damit einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu leisten.

Unter anderem möchten wir dabei helfen, was Sie beachten sollten, wenn Sie schwanger werden oder wie es nach dem Mutterschutz weitergeht. Aber auch andere wichtige Informationen zu Themen wie finanzielle Hilfen, Elternzeit und Elterngeld haben wir auf dieser Übersichtsseite für Sie zusammengetragen.

  • Bei Vorliegen eines wichtigen Grundes, also bspw. wenn Kinder betreut oder Angehörige gepflegt werden sollen, ist eine Beurlaubung – selbst über viele Jahre möglich. Konkrete Aussagen über die Möglichkeiten einer Beurlaubung sind nur mithilfe umfangreicher Erläuterungen möglich. Da auch hier viele Varianten denkbar sind, ist eine Beratung durch Ihre Sachbearbeiterin oder Ihren Sachbearbeiter in der Personalverwaltung. Hier werden Ihnen die nächsten Schritte erläutert.

    Geschäftsverteilungspläne:

  • Ein Anspruch auf Elternzeit besteht für jeden Elternteil zur Betreuung und Erziehung seines Kindes bis zur Vollendung dessen dritten Lebensjahres. Die Elternzeit ist ein Anspruch des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin gegenüber dem Arbeitgeber. Während der Elternzeit ruhen die Hauptpflichten des Arbeitsverhältnisses. Das Arbeitsverhältnis bleibt aber bestehen und nach Ablauf der Elternzeit besteht ein Anspruch auf Rückkehr zur früheren Arbeitszeit. Da das Arbeitsverhältnis während der Elternzeit lediglich ruht und mit dem Ende der Elternzeit wieder vollständig auflebt, ist die Arbeitnehmerin beziehungsweise der Arbeitnehmer gemäß der im Arbeitsvertrag getroffenen Vereinbarungen zu beschäftigen.

    Das Recht auf Elternzeit haben Väter und Mütter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, egal ob es sich um Voll- oder Teilzeitbeschäftigung handelt. Befristete Arbeitsverträge verlängern sich nicht automatisch durch die Inanspruchnahme von Elternzeit.

    Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Ihre Sachbearbeiterin oder Ihren Sachbearbeiter in der Personalverwaltung.

    Geschäftsverteilungspläne:

    Grundlegendes:

    Beide Elternteile können gemeinsam bis zu 3 Jahren Elternzeit nehmen.
    Der Anspruch besteht bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres des Kindes. Abhängig von der Zustimmung des Arbeitgebers, kann das letzte Jahr Elternzeit bis zum vollendeten 8. Lebensjahr des Kindes beansprucht werden.
    Die Elternzeit muss spätestens 7 Wochen vor Beginn schriftlich beim Arbeitgeber beantragt werden.

    Studierende, die zusätzlich zu ihrem Studium in einem Arbeitsverhältnis stehen, können ebenso wie alle anderen Erwerbstätigen die Elternzeit für ihr Beschäftigungsverhältnis in Anspruch nehmen. Die Voraussetzungen sind:

    Sie leben mit einem Kind in einem Haushalt,
    betreuen und erziehen es überwiegend selbst,
    arbeiten während der Elternzeit maximal 30 Wochenstunden.

    Elternzeit für Großeltern jedoch kein Elterngeld! Die Voraussetzungen sind:

    Das Kind lebt mit den Großeltern in einem Haushalt und
    ein Elternteil des Kindes ist minderjährig oder
    ist bereits volljährig, befindet sich aber in einer schulischen Ausbildung.

    Mehr Informationen zur Elternzeit

  • Elterngeld

    • Ein Elternteil kann mindestens zwei und höchstens zwölf Monate in Anspruch nehmen.
    • Zwei weitere Monate gibt es, wenn sich auch der andere Elternteil an der Kinderbetreuung beteiligt und Erwerbseinkommen wegfällt. Beide Elternteile können die 14 Monate frei untereinander aufteilen und auch gleichzeitig Elterngeld in Anspruch nehmen.
    • In Monaten mit Mutterschaftsleistungen kann nur Elterngeld und kein ElterngeldPlus bezogen werden.

    Elterngeld bei Studierenden: Auch Auszubildende und Studierende erhalten Elterngeld. Die jeweilige Ausbildung muss nicht unterbrochen werden. Auf die Anzahl der Wochenstunden, die für die Ausbildung aufgewendet werden, kommt es, anders als bei der Erwerbsarbeit, nicht an.

    ElterngeldPlus

    Aus einem Elterngeldmonat werden zwei ElterngeldPlus-Monate. Dies lohnt sich besonders, wenn Eltern während des Elterngeldbezugs Teilzeit arbeiten (bis zu 30 Wochenstunden). Das Elterngeldbudget kann so flexibler genutzt werden. Auch Eltern, die nicht arbeiten, können mit dem ElterngeldPlus ihren Elterngeldbezug verdoppeln.
    Ab dem 15. Lebensmonat haben Eltern nur Anspruch auf ElterngeldPlus (und ggf. den Partnerschaftsbonus); der Bezug darf dann nicht mehr unterbrochen werden.

    Bei Fragen zum Elterngeld und ElterngeldPlus wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Elterngeldstelle.

    Mehr Informationen zu Elterngeld und ElterngeldPlus:

  • In der Mensa der FernUniversität befinden sich eine Spielecke und sechs Hochstühle für die kleinen Mensagäste. Außerdem gibt es eine Wickelgelegenheit.

  • Gremien- und Besprechungstermine werden bisher in aller Regel familienfreundlich ausgerichtet, wenn bekannt ist, dass Teilnehmer/innen familiäre Verpflichtungen haben. Eine Verbindlichkeit hierfür gibt es zwar nicht, familienfreundlichere Terminsetzungen wirken sich aber positiv auf die Produktivität und Zufriedenheit der Mitarbeiter/innen aus.

  • Flexibilisierung der Arbeitszeiten

    Im öffentlichen Dienst bestehen umfangreiche gesetzliche und tarifliche Möglichkeiten zur individuellen Arbeitszeitreduzierung. So kann die Zahl der täglichen Arbeitsstunden verringert werden oder die Beschäftigten arbeiten an bestimmten Arbeitstagen voll und an anderen nicht. Voraussetzung ist immer, dass dienstliche Belange der Verteilung der Arbeitszeit nicht entgegenstehen und die Gestaltung der individuellen Arbeitszeit mit der bzw. dem Vorgesetzten abgesprochen wird.

    Möglichkeiten der Teilzeitbeschäftigung

    Nach dem Landesgleichstellungsgesetz NRW sind allen Beschäftigten an Hochschulen Arbeitszeiten zu ermöglichen, die eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern, soweit zwingende dienstliche Belange nicht entgegenstehen. (§ 13 Abs. 1 S. 1 Landesgleichstellungsgesetz NRW). Dies gilt ausdrücklich auch für Stellen mit Vorgesetzten- und Leitungsaufgaben. Dienstposten sind einschließlich der Funktionen mit Vorgesetzten- und Leitungsfunktionen auch zur Besetzung in Teilzeit auszuschreiben (§ 13 Abs. 8 Landesgleichstellungsgesetz NRW).

    Nach dem für Tarifbeschäftigte geltenden Teilzeit- und Befristungsgesetz können Arbeitnehmer*innen verlangen, dass ihre vertraglich vereinbarte Arbeitszeit verringert wird. Zudem ist der Arbeitgeber verpflichtet, Teilzeitarbeit auch Beschäftigten in leitenden Positionen zu ermöglichen und einen Arbeitsplatz auch als Teilzeitarbeitsplatz auszuschreiben, wenn er sich hierfür eignet (§§ 6, 7 Abs. 1 Teilzeit- und Befristungsgesetz TzBfG). Ähnliche Regelungen sieht auch § 11 TV-L vor. Grenzen werden jeweils durch besondere dienstliche oder betriebliche Belange gesetzt. Seit dem 1. Januar 2019 ist die Brückenteilzeit im Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) gesetzlich verankert. Danach können Arbeitnehmer*innen, die länger als sechs Monatein einem Unternehmen beschäftigt sind, ihre Arbeitszeit für einen Zeitraum von mindestens einem, höchstens jedoch für fünf Jahre reduzieren, um dann wieder zu ihrer ursprünglichen Arbeitszeit zurückzukehren (§9a TzBfG).

    Die Gestaltungsmöglichkeiten der Arbeitszeit im Beamtenverhältnis richten sich nach der Arbeitszeitverordnung.

    Weiterführende Informationen und gesetzliche Grundlagen:

    Alternierende Telearbeit, Home-Office und Mobile-Office für nichtwissenschaftlich Beschäftigte der FernUniversität in Hagen

    Mit der Dienstvereinbarung zur alternierenden Telearbeit, Home-Office und Mobile-Office kann ein wichtiger Beitrag geleistet werden, um familiäre, gesundheitliche und berufliche Anforderungen mit den dienstlichen Belangen in Einklang zu bringen, gegebenenfalls einen schnelleren beruflichen Wiedereinstieg zu ermöglichen und Ausfallzeiten zu reduzieren.

    Neben der Möglichkeit der alternierenden Telearbeit für maximal 60 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit, gibt es jährlich zusätzliche Home-Office-Tage im Umfang von bis zu maximal des vierfachen der individuell gelten-den wöchentlichen Arbeitszeit, d.h. bei Vollzeitbeschäftigten sind dies 20 Tage. Daneben kann anlassbezogen von Beschäftigten formlos bei der oder dem jeweiligen Vorgesetzten Mobile-Office beantragt werden.

  • Sie erwarten ein Kind?

    Im Namen der FernUniversität möchten wir Sie dazu ganz herzlich beglückwünschen und wünschen Ihnen alles Gute für diese spannende und besondere Zeit!

    Als Beschäftigte treten für Sie nun besondere Schutzrechte in Kraft. Um diese gewährleisten zu können ist es unbedingt notwendig, dass Sie das Personaldezernat rechtzeitig informieren. Sie kopieren einen Auszug aus Ihrem Mutterpass und teilen schriftlich mit, dass Sie schwanger sind und wann voraussichtlich mit der Entbindung zu rechnen ist.

    Gerne können Sie Ihre Sachbearbeiterin bzw. Ihren Sachbearbeiter in der Personalverwaltung anrufen. Hier werden Ihnen die nächsten Schritte erläutert.

    Auch Ihrer Vorgesetzten bzw. Ihrem Vorgesetzten sollten Sie über Ihre Schwangerschaft informieren. Freuen Sie sich, dass Sie schwanger sind. Sie müssen sich hierfür nicht entschuldigen. Die FernUniversität ist eine familienfreundliche Universität auch für Ihre Beschäftigten! Den Praxisleitfaden für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FernUniversität für die Zeit vor und nach der Geburt erhalten Sie beim FamilienService.

    Mutterschutz

    Mutterschutz

    Allgemeine Rahmenregelungen:
    Das Mutterschutzgesetz gilt für alle Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Familienstand und Staatsangehörigkeit spielen bei der Anwendung keine Rolle. Für Beamtinnen gelten besondere Regelungen, die im Beamtenrecht festgelegt sind. Zwar besteht für eine Frau keine Verpflichtung, ihre Schwangerschaft dem Arbeitgeber mitzuteilen, dennoch ist es ratsam, dies zu tun, da nur so die Schutzbestimmungen vom Arbeitgeber eingehalten werden können. Meldung beim Arbeitgeber bedeutet im Hochschulbereich, dass die Schwangerschaft der/dem Vorgesetzten und der Personalabteilung der Zentralen Verwaltung der Universität mitgeteilt wird.

    Kündigung:
    Die werdende Mutter steht unter Kündigungsschutz. Während der Schwangerschaft und in den ersten vier Monaten nach der Entbindung (sowie einer Fehlgeburt nach der zwölften Schwangerschaftswoche) ist eine Kündigung durch den Arbeitgeber unzulässig. Jede Frau hat allerdings das Recht, während der Schwangerschaft und während der Schutzfrist nach der Entbindung ohne Einhaltung einer Frist bis zum Ende der Schutzfrist zu kündigen.

    Schutzfrist:
    Die Schutzfrist beginnt sechs Wochen vor der Entbindung und endet acht Wochen, bei Früh- und Mehrlingsgeburten und auf Antrag auch bei der Geburt eines Kindes mit einer Behinderung 12 Wochen danach. Ab sechs Wochen vor der Geburt ihres Kindes darf die werdende Mutter nur noch dann beschäftigt werden, wenn sie dies ausdrücklich wünscht. Sie kann diese Entscheidung jederzeit rückgängig machen. Während der Schutzfrist nach der Entbindung besteht für die Mutter ein absolutes Beschäftigungsverbot.

    Verbotene Arbeiten:
    Werdende Mütter dürfen nicht mit schweren körperlichen Arbeiten und nicht mit Tätigkeiten beschäftigt werden, bei denen sie schädlichen Einwirkungen von gesundheitsgefährdenden Stoffen oder Strahlen, Staub, Gasen oder Dämpfen, Hitze, Kälte oder Nässe, Erschütterungen oder Lärm ausgesetzt sind.

    Stillende Mütter:
    Für stillende Mütter in den ersten zwölf Monaten nach der Geburt gelten im Wesentlichen die gleichen Arbeitsverbote wie für werdende Mütter. Außerdem kann eine stillende Mutter Stillpausen (mindestens zweimal täglich eine halbe Stunde oder einmal pro Tag eine Stunde; bei einer Arbeitszeit von mehr als acht Stunden zweimal 45 Minuten) beanspruchen.

    Urlaub:
    Der Erholungsurlaub wird durch die Mutterschutzfristen und andere Beschäftigungsverbote nicht gekürzt.

    Sicherung des Einkommens:
    Setzt eine Frau wegen eines Beschäftigungsverbots ganz oder teilweise mit der Arbeit aus oder muss sie die Tätigkeit bzw. die Lohngruppenart wechseln, braucht sie trotzdem keine finanziellen Nachteile zu befürchten. Sie erhält den entstandenen Verdienstausfall vom Arbeitgeber erstattet.

    weitere Links:

  • Seit 2001 bietet die FernUniversität die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung aus dem Mutterschutztopf.

    Durch diese Form der Förderung werden betroffene Bereiche der Hochschule (wissenschaftlich Mitarbeitende und nichtwissenschaftlich Mitarbeitende im Sekretariatsbereich) unterstützt, die den Ausfall von Beschäftigten aufgrund von Mutterschutzzeiten auffangen müssen. Gleichzeitig wird das Ziel verfolgt, die Arbeitsbedingungen familienfreundlicher zu gestalten.

    Seit 2013 werden aus dem Mutterschutztopf 1: 1 Vertretungen für die Dauer eines ärztlichen Beschäftigungsverbotes und des Mutterschutzes entsprechend der Entgeltgruppe bzw. des Beschäftigtenstatus der zu vertretenden Mutter finanziert. Das heißt: Wenn die sich im Mutterschutz befindende Frau beispielsweise eine halbe TV-L 13-Stelle innehatte, werden auch Mittel in Höhe einer halben TV L 13-Stelle für die Vertretung bereitgestellt.

    Die Mittel können nur personenbezogen für den Vertretungsfall im vorgesehenen Zeitraum eingesetzt werden. Betroffene Bereiche der Hochschule können daher einen entsprechenden Beschäftigungsantrag (Einstellung oder Arbeitszeiterhöhung) - evtl. nach entsprechender Stellenausschreibung - an das Dezernat 3.1 stellen.

    Die entsprechenden Mittel für die Zeit eines Beschäftigungsverbotes und/oder der gesetzlichen Mutterschutzfrist werden dann durch die Hochschule bereitgestellt.

    Bei Fragen zur Finanzierung wenden Sie sich bitte an die Beschäftigten des Dez. 3.4 – Personalwirtschaft und Organisation; für Fragen zur Vertragsgestaltung stehen die Beschäftigten des Dez. 3.1 - Tarifpersonal und nebenberuflich Beschäftigte - zur Verfügung.

  • Grundsätzlich können alle Notfall- bzw. Erste-Hilfe-Räume als Stillräume genutzt werden.

    Auch der MiniCampus kann nach Rücksprache mit dem FamilienService und dortiger Anmeldung als Stillraum genutzt werden.

    Mit einem Still-Sessel und teilweise Paravent sowie Wickelkommode sind folgende (Erste-Hilfe)-Räume ausgestattet:

    • im Gebäude 9 (ehemals Gebäude U47 ), Universitätsstr. 47, D, UG, Raum 010 (Still-Sessel, Stillkissen, Wickelkommode, Paravent),
    • im Gebäude 2 (ehemals Gebäude KSW, Universitätsstr. 33, B, 1. OG, Raum 1006 (Still-Sessel, Paravent),
    • im Gebäude 5, (ehemals Gebäude PRG) Universitätsstr. 27, EG, Raum A003 (Still-Sessel, Wickelkommode)

    Bei Rückfragen:
    E-Mail: familienservice

  • Mitarbeitende aus Technik und Verwaltung können zukünftig leichter alternierende Telearbeit beantragen und im Home-Office sowie Mobile-Office arbeiten. Mit ihrer neuen Dienstvereinbarung zur Telearbeit, zum Home-Office und Mobile-Office baut die FernUniversität ihre Position als familiengerechte Hochschule und attraktive Arbeitgeberin aus. „Wir verbessern damit die Vereinbarkeit von Beruf sowie familiären und privaten Bedürfnissen deutlich“, sagt Kanzlerin Birgit Rimpo-Repp.

    Weitere Informationen, Antragsformulare, Dienstvereinbarung

 

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FamilienService | 17.09.2021