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Vortrag: Zwischen Singular und Plural. Die historische Dynamik der polnischen Moderne

[07.04.2026]

17. April 2026, 18.00 Uhr, Pariser Platz 4a, 10117 Berlin


17.00 Uhr Führung durch die Ausstellung „Warschaus Neuanfang 1945–1949. Fotografien vom Leben in den Trümmern“ Info

18.00​​ Uhr Begrüßung: Hanna Radziejowska (Pilecki-Institut Berlin), Prof. Dr. Felix Ackermann (FernUniversität in Hagen)

Impuls: Zwischen Singular und Plural. Die historische Dynamik der polnischen Moderne im 20. und 21. Jahrhundert

Prof. Dr. habil. Przemysław Czapliński (Adam Mickiewicz University Poznań)

Kommentar: Dr. Franziska Exeler (Freie Universität Berlin)

Anschließend Diskussion und Empfang.


Prof. Przemysław Czapliński ist Literaturhistoriker der polnischen und europäischen Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts, Essayist, Übersetzer und Literaturkritiker. Er ist Mitbegründer des Lehrstuhls für Anthropologie der Literatur an der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen sowie Direktor des Zentrums für Offene Geisteswissenschaften an der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen.

Er ist Autor zahlreicher Publikationen und Herausgeber von Sammelbänden, darunter Resztki nowoczesności (Reste der Moderne, 2011), Poruszona mapa (Die bewegte Karte, 2016), O jeden las za daleko. Demokracja, kapitalizm i nieposłuszeństwo ekologiczne w Polsce (Einen Wald zu weit. Demokratie, Kapitalismus und ökologischer Ungehorsam in Polen, mit J. B. Bednarek und D. Gostyński, 2019) sowie Tożsamość po pogromie. Świadectwa i interpretacje Marca ’68 (Identität nach dem Pogrom. Zeugnisse und Interpretationen des März ’68, mit Alina Molisak, 2019).

Er war Gastprofessor an der Universität Heidelberg (2017) und an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (2020). Er ist Träger zahlreicher Auszeichnungen, darunter des Ludwik-Fryd-Preises (1997), des Kościelski-Preises (1998), des Kazimierz-Wyka-Preises (2004) und des Jan-Długosz-Preises (2017). Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf Literatur und den Problemen der späten Moderne. Derzeit ist er Gastprofessor an der Sorbonne in Paris.

Mehrzahl Moderne ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe von Lehrgebiet Public History und dem Pilecki-Institut Berlin. Sie fragen, wie die Geschichten Polens, der Ukraine und von Belarus als Teil der Geschichte Europas erzählt werden können. Wie lassen sich die historischen Erfahrungen dieser Gesellschaften erzählen, ohne historische Vorstellungen von Asymmetrie, Rückständigkeit und Überlegenheit fortzuschreiben? Eine Antwort auf diese Frage ist, die Moderne als Mehrzahl unterschiedlicher, miteinander verwobener Prozesse zu verstehen. Die Sensibilität für die Vielstimmigkeit, Komplexität und Verflechtung der Region ermöglicht den Blick auf die vermeintliche Peripherie zu schärfen. Indem wir ihre Vergangenheit ins Zentrum rücken, erinnern wir daran, dass heute über die Zukunft Europas in der Ukraine entschieden wird. Die Veranstaltungen werden aufgezeichnet und im Herbst 2026 im Modul M1 des MA Geschichte Europas zur Verfügung gestellt.


Datum: Freitag, 17. April 2026, 18:00-20.00 Uhr
Ort: Pilecki Institut Berlin, Pariser Platz 4A, 10117 Berlin
Sprachen: Polnisch und Deutsch mit Simultandolmetschung
Anmeldung:

https://forms.gle/CqCLmwQu6q1Kvtey6

Übersicht: Mehrzahl Moderne
2026-04-07-MehrzahlModerne2 Foto: Pilecki Institut Berlin