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Mehrzahl Moderne: Veranstaltungsreihe am Pilecki Institut Berlin
[07.04.2026]Eine Einführung in die verflochtenen Geschichten des östlichen Europas
Das Lehrgebiet Public History der FernUniversität in Hagen fragt gemeinsam mit dem Pilecki-Institut Berlin, wie die neueren Geschichten Polens, der Ukraine und von Belarus als Teil der Geschichte Europas erzählt werden können. Wie lassen sich die historischen Erfahrungen dieser Gesellschaften erzählen, ohne historische Vorstellungen von Asymmetrie, Rückständigkeit und Überlegenheit fortzuschreiben? Eine Antwort auf diese Frage ist, die Moderne als Mehrzahl unterschiedlicher, miteinander verwobener Prozesse zu verstehen. Die Sensibilität für die Vielstimmigkeit, Komplexität und Verflechtung der Region ermöglicht den Blick auf die vermeintliche Peripherie zu schärfen. Indem wir ihre Vergangenheit ins Zentrum rücken, erinnern wir daran, dass heute über die Zukunft Europas in der Ukraine entschieden wird. Die Veranstaltungen werden aufgezeichnet und im Herbst 2026 im Modul M1 des MA Geschichte Europas zur Verfügung gestellt.
Alle Veranstaltungen finden im Pilecki Institut Berlin am Pariser Platz 4a statt.
Foto: Pilecki Institut Berlin
I Freitag, 17. April 2026, 18:00 Uhr, Deutsch & Polnisch
Begrüßung: Hanna Radziejowska (Pilecki-Institut Berlin), Prof. Dr. Felix Ackermann (FernUniversität in Hagen)
Impuls: Zwischen Singular und Plural. Die historische Dynamik der polnischen Moderne im 20. und 21. Jahrhundert, Prof. Dr. habil. Przemysław Czapliński (Adam Mickiewicz University Poznań)
Kommentar: Dr. Franziska Exeler (Freie Universität Berlin)
Der Abend wird simultan Polnisch / Deutsch gedolmetscht. Anmeldung hier.
II Montag, 27. April 2026, 19:00 Uhr, Deutsch & Englisch
Buchpräsentation: Dnipro. Re-thinking Modern European History on the Dnipro Shores, Prof. Dr. Andrii Portnov (Pilecki-Institut Warsaw)
Kommentar: Hanna Radziejowska (Pilecki-Institut Berlin)
Der Abend wird simultan Englisch / Deutsch gedolmetscht.
III Donnerstag, 21. Mai 2026, 18:00 Uhr, Deutsch
Impuls: Polnisch-jüdisch-preußisches Erbe. Poznań als umkämpfter Raum, PD Dr. Agnieszka Pufelska (Nordost-Institut Lüneburg)
Kommentar: Prof. Dr. Max Welch Guerra (Weimar)
IV Donnerstag, 4. Juni 2026, 18:00 Uhr, Deutsch
Impuls: Warschau 1905: Geschichte machen und die Moderne anführen
Dr. Clara Frysztacka (Heinrich Böll Stiftung Berlin)
Kommentar: Dr. Johannes Bent (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder))
V Freitag, 19 Juni 2026, 18:00 Uhr, Deutsch & Englisch
Impuls: A Frightened Modernity: Language, Politics, and Identity in Belarusian Cultural Projects of the 1920s and 1930s, Anna Karpenko (Münster)
Kommentar: Dr. Olga Shparaga (FernUniversität in Hagen)
Der Abend wird simultan Englisch / Deutsch gedolmetscht.
VI Donnerstag 2. Juli 2026, 18:00 Uhr, Deutsch
Podiumsdiskussion: Mehrzahl Moderne. Die Zukunft der verflochtenen Geschichten des östlichen Europas,
Prof. Dr. Botakoz Kassymbekova (University of Zurich)
Prof. Dr. Karl Schlögel (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder))
Moderation: Prof. Dr. Felix Ackermann (FernUniversität in Hagen)
| Ort: | Pilecki Institut Berlin, Pariser Platz 4a |
| Format: | 30 Minuten Vortrag, 30 Minuten Gespräch, 30 Minuten Diskussion |
| Informationen: | https://berlin.instytutpileckiego.pl/de/events/zwischen-singular-und-plural-die-historische-dynamik-der |
| Organisation: | Exercising Modernity Programm des Pilecki Institut Berlin & Lehrgebiet Public History, FernUniversität in Hagen |
| Kurator:innen: | Dr. Małgorzata Jędrzejczyk, Prof. Dr. Felix Ackermann |