Gendergerechtigkeit und Inklusion im Fernstudium: Zukunftsperspektiven von Studierenden im Globalen Norden und Süden (GIF_Stud)

Projektlaufzeit

01.06.2026 – 28.02.2027

Fördergeber:in

Interne Forschungsförderung Genderforschung, aus dem Gleichstellungskonzept 2025-2028

Projektbeschreibung

Das Projekt beschäftigt sich im Kontext des Fernstudiums mit der Kategorie Geschlecht und bearbeitet die Frage: Wie kann inklusives Fernstudium aus Sicht der Studierenden konzeptualisiert werden?

Die FernUniversität in Hagen verfolgt das Ziel allen Personen, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft die gleichen Bildungschancen zu ermöglichen. Inklusion ist hierbei ein Ansatz welcher, der UN-Behindertenrechtskonvention folgend das Recht auf Bildung für Menschen mit Behinderung meint und (er)fordert sowohl einen entsprechenden Zugang als auch geeignete Rahmenbedingungen. Inklusive Bildung hat somit zum Ziel allen Studierenden eine aktive Teilhabe an Bildung ermöglichen. Offen bleibt, welche Rolle die Kategorie Geschlecht innerhalb dieses Verständnisses spielt. Hierfür wird dem Projekt ein Verständnis von Intersektionalität zugrunde gelegt, welches Überschneidungen und Wechselwirkungen zwischen verschiedenen sozialen Kategorien und Differenzlinien beschreibt. Dies ist notwendig, da Studierendengruppen nach wie vor, beispielsweise aufgrund von Geschlecht, Alter oder Behinderung Diskriminierung erfahren.

Um Erkenntnisse auch für unterschiedliche Kontexte gewinnen zu können, wird in dieser Studie der Blick auf zwei Fernuniversitäten gerichtet: die FernUniversität in Hagen (Globaler Norden) und die University of South Africa (UNISA) (Globaler Süden), wobei sie auf eine vorgelagerte Policy- und Dokumentenanalyse zu vorliegenden Inklusionsverständnissen an den Institutionen aufbaut. Die Bedeutung der Kategorie Geschlecht soll so im Kontext eines inklusiven Fernstudiums und im Rahmen einer partizipativen Zukunftsgestaltung konkretisiert werden. Unter Anwendung und Adaption der Methode der Zukunftswerkstatt nach Jungk & Müllert (1981), sollen Ansätze zur Integration der Geschlechterperspektive in Inklusionsmaßnahmen im Fernstudium skizziert werden.

Projektziele

  • Schärfung der Geschlechterperspektive im Inklusionsverständnis der FernUniversität
  • Weiterentwicklung der Methode der Zukunftswerkstatt für Fernstudierende mit Bezug zu Vielfaltsdimensionen.
  • Ableitung von Erkenntnissen für die Lehrentwicklung mit Hinblick auf ein inklusiveres und geschlechtersensibleres Fernstudium.
  • Impulse für die Weiterentwicklung von inklusions- und gendersensiblen Maßnahmen im Fernstudium sowie Beiträge zur methodischen Weiterentwicklung gestaltungsorientierter Genderforschung.

Projektbeteiligte

Prof.in Dr.in Eva Cendon, Institut für Bildungswissenschaft und Medienforschung/Lehrgebiet Erwachsenen- und Weiterbildung, FernUniversität in Hagen

Irina Haury, M.A., Institut für Bildungswissenschaft und Medienforschung/Lehrgebiet Erwachsenen- und Weiterbildung, FernUniversität in Hagen

Externe Partner:innen

Prof.in Dr.in Mpine Makoe, Institute for Open Distance Learning, University of South Africa, ZA

Kontakt

Bei Fragen zum Projekt: irina.haury

Kontaktmöglichkeit im Lehrgebiet: ewb