KURATORISCHE W/ENDEN IN DIGITALEN KULTUREN
Talk | 15:30 | Foyer
Inke Arns (Hartware MedienKunstVerein), Jennifer Eickelmann (FernUniversität in Hagen)
Moderation: Julia Fischer (FernUniversität in Hagen)
Abstract
Angesichts aktueller Herausforderungen der Demokratie durch rechtslibertäre, autoritäre und (neo-)faschistische Bewegungen und Strategien befragen Inke Arns und Jennifer Eickelmann in einem Gespräch die Bedeutung des Kuratierens, sowohl im Museum als auch in anderen digitalen Öffentlichkeiten. Fragen lauten etwa: Welche epistemologische und politische Bedeutung kommt kuratorischen Praktiken und Techniken in digitalen Kulturen zu? Welche transformative Potenzialität ist dem Kuratorischen in digitalen Kulturen inhärent?
Bios
Jennifer Eickelmann ist seit April 2022 Juniorprofessorin für Digitale Transformation in Kultur und Gesellschaft an der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften sowie dem fakultätsübergreifenden Forschungsschwerpunkt digitale_kultur.
Zuvor war sie wiss. Mitarbeiterin am Lehrgebiet für Soziologie mit dem Schwerpunkt Soziale Ungleichheit und Gleichstellungsbeauftragte der Fakultät Sozialwissenschaften an der TU Dortmund. 2017 promovierte sie am Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum mit einer Arbeit zur Materialität mediatisierter Missachtung.
Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen an der Schnittstelle von Medientheorie, Ungleichheits-/Kultursoziologie sowie Gender/Queer Media Studies und beschäftigen sich mit der digitalen Transformation von Subjektivierungs- und Materialisierungsprozessen im Kontext digitaler Teilöffentlichkeiten, insb. ‚Social Media‘ und Plattformen sowie der Methodenentwicklung. Sie ist Mitglied in den DFG-Forschungsnetzwerken ‚Gender, Medien und Affekt' und ‚Flows. Schmiermittel der Theoriebildung' sowie Mitherausgeberin der Reihe Digitale Kulturen, Hagen University Press.
Inke Arns, Dr. phil., Kuratorin, seit 2005 künstlerische Leiterin und seit 2017 Direktorin des HMKV Hartware MedienKunstVerein, Dortmund (www.hmkv.de). Seit 1993 freie Kuratorin und Autorin mit den Schwerpunkten Medienkunst und -theorie, Netzkulturen, Osteuropa. Aufenthalt und Schulbesuch in Paris (1982-1986), Abitur in West-Berlin (1988), Studium der Slawistik, Osteuropastudien, Politikwissenschaften und Kunstgeschichte in Berlin und Amsterdam (1988-1996), Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Dissertation zum Paradigmenwechsel der Rezeption der historischen Avantgarde und des Utopie-Begriffs in (medien-)künstlerischen Projekten der 1980er und 1990er Jahre in Ex-Jugoslawien und Russland (2004).
Sie kuratiert(e) Ausstellungen im In- und Ausland, zuletzt u.a. in der Kunsthalle Wien, Pavillon der Republik Kosovo, 59. Biennale di Venezia (Venedig), BOZAR (Brüssel), La Gaîté Lyrique (Paris), Muzeum Sztuki (Łodz), Haus der Kulturen der Welt (Berlin), Kunsthall Charlottenborg (Kopenhagen), Jeu de Paume (Paris), La Panacée (Montpellier), Contemporary Art Centre CAC (Vilnius), Centre for Contemporary Art Zamek Ujazdowski (Warschau), Videotage (Hong Kong), KW Institute for Contemporary Art (Berlin), Centre for Contemporary Arts – CCA (Glasgow), Museum of Contemporary Art (Belgrad), Karl Ernst Osthaus Museum (Hagen), Künstlerhaus Bethanien (Berlin), Moderna galerija (Ljubljana), Bauhaus (Dessau).