Publikationen
Foto: Thorben Mämecke
Der FSP veröffentlicht gemeinsam erarbeitete Forschungsdesiderate in der Schriftenreihe „Digitale Kulturen“, des Verlags HagenUP, der mit aus dem FSP hervorgegangen ist. HagenUP ist ein unabhängiger und nicht gewinnorientiert arbeitender Wissenschaftsverlag mit interdisziplinärer Ausrichtung an der FernUniversität in Hagen. Er versteht sich als Beitrag zu laufenden Open Access Initiativen, die darauf ausgerichtet sind, wissenschaftliches Wissens frei zugänglich zu machen.
In der Reihe „Digitale Kulturen“ sind bisher die Bände zu den Tagungen „On Humans and Machines“, sowie „Digitale Hermeneutik“ und der Band zu der Workshop-Reihe „Grundbegriffe digitaler Kultur“ erschienen. Aktuell ist ein weiterer Band zur Tagung „Tausend Plattformen“ in Arbeit.
Plattformforschung nach dem Digital Services Act - Interdisziplinäre Perspektiven
Foto: FernUniversität in Hagen
- Herausgeber*innen: Jennifer Eickelmann, Thorben Mämecke, Hannah Ruschemeier und Maximilian Waldmann.
- Der Band ist in Vorbereitung. Voraussichtliches Erscheinen Frühjahr 2026.
Der Digital Services Act (DSA) ist eine der zentralen Säulen europäischer Digitalpolitik – und die regulatorische Antwort auf die expansiven und datenextraktivistischen Geschäftsmodelle globaler Plattformkonzerne. Für zivilgesellschaftliche Akteure verbinden sich mit dem Gesetz viele Potenziale und Hoffnungen. Denn zahlreiche der von Big Tech Companies und ihren Plattformen ausgehenden Gefahren werden durch den DSA erstmals anerkannt, unabhängig analysiert und bewertet. Annähernd zwei Jahre nach dem Inkrafttreten des DSA werden digitalisierte Gesellschaften mehr denn je vor Probleme wie Informationsmonopolisierung, Desinformation, Wahlbeeinflussung, Diskriminierung und digitale Gewalt gestellt. Zudem vollzieht sich die Umsetzung des DSA inmitten steigender geopolitischer Spannungen, aggressiverer Marktstrategien und autoritärer Gesellschaftsumwälzungen nur langsam.
Dieser Band versammelt sowohl interdisziplinäre theoretische und methodische Perspektiven aus Soziologie, Medien- und Rechtswissenschaft als auch Praxisberichte und Politisierungen. Zusammengenommen bieten sie ein facettenreiches Bild der Möglichkeiten und Grenzen des DSA, insbesondere im Kontext kritischer Forschung. Gleichzeitig wird veranschaulicht, welche kritischen, reflexiven und solidarischen Transformations- und Interventionspotentiale jenseits regulatorischer Gesetzesreformen nötig und möglich sind.
Digital Hermeneutics II: Sources, Analysis, Interpretation, Annotation, and Curation
Foto: Springer
- Herausgeber*innen: Dennis Möbus, Christian Nawroth, Almut Leh, Uta Störl und Matthias Hemmje
Beiträge der Jahrestagung „Digital Hermeneutics II“ der Forschungsgruppe Digital Humanities im Forschungsschwerpunkt digitale_kultur bei Springer: Der Band versammelt Positionen und Praxis zur digitalen Hermeneutik aus der Informatik und den Digital Humanities. In elf Beiträgen und einer von den Herausgeber*innen verfassten Klammer, wird das IVIS4DH-Framework für digitale Hermeneutik vorgestellt, diskutiert und evaluiert. Der Band stellt die praxisorientierte Ergänzung zum Band der Vorjahrestagung „Digitale Hermeneutik. Maschinen - Verfahren - Sinn“ dar, der einen theoretisch-reflexiven Blick einnimmt.
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| ISBN (PDF) | 978-3-032-08697-6 |
| ISBN (Print) | 978-3-032-08696-9 |
| Deposit | https://doi.org/10.1007/978-3-032-08697-6 |
Grundbegriffe digitaler Kultur
Foto: Hagen University Press
- Herausgeber*innen: Thomas Bedorf, Daniel Schubbe und Anna Tuschling
Beschreibungen und Deutungen von Phänomenen digitaler Kultur greifen häufig auf Begriffe mit längerer Geschichte zurück, ohne diese zu explizieren. Ihre implizite Geschichte wirkt jedoch in das theoretische Verständnis der identifizierten Phänomene hinein und bestimmt so den Blick auf diese mit. Eine Reflexion der genetischen Dimension tradierter Begrifflichkeiten trägt deshalb entscheidend dazu bei, das allgemeine Verständnis der beschriebenen Phänomene digitaler Kultur zu schärfen. Grundbegriffe digitaler Kultur sind dazu angehalten, nicht der Neuheit ihrer Objekte schlicht aufzusitzen, sondern den Beschreibungshorizont zu erschließen, in dessen Rahmen die von ihnen erfassten Phänomene jeweils thematisch werden. In einem zunehmend inter- bzw. transdisziplinären Forschungsfeld wie der digitalen Kultur wird dieser Beschreibungshorizont wesentlich durch einen fachspezifischen Kontext mitbedingt. Daher entwickeln die hier versammelten Beiträge paradigmatische Grundbegriffe digitaler Kultur aus Sicht verschiedener Disziplinen wie der Geschichtswissenschaft, Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Philosophie und Soziologie. Die Beiträge des vorliegenden Bandes eröffnen dadurch Möglichkeiten, auf kategoriale Begriffe neu zuzugehen und tragen so dazu bei, auch ungewohnte Facetten geläufiger Begriffe digitaler Kultur in die Aufmerksamkeit zu heben.
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| ISBN (PDF) | 978-3-98767-027-5 |
| ISBN (Print) | 978-3-98767-498-3 |
| Deposit | https://dx.doi.org/10.57813/20250404-080959-0 |
Digitale Hermeneutik: Maschinen – Verfahren – Sinn
Foto: Hagen University Press
- Herausgeber*innen: Thomas Bedorf und Peter Risthaus
Hermeneutik ist die Kunst und Theorie des Verstehens. Wie verändert sich jedoch diese Kunst, wenn unter digitalen Bedingungen neue Methoden und Praktiken ins Spiel kommen und sich althergebrachte stark verändern? Welche Konsequenzen müssen für die Theorie gezogen werden, wenn Verstehen in Form von Algorithmen stattfindet? Friedrich Schleiermacher hatte um 1800 für die romantische Hermeneutik noch die Devise ausgegeben, dass der Leser den Text besser verstehen solle, als der Autor. Was aber, wenn Autoren und Leser Maschinen und ihre Texte nicht allein aus Buchstaben gemacht sind? Der vorliegende Band zeigt, wie Geistes- und Sozialwissenschaftler diese Lage als Herausforderung und Chance begreifen, mit der Technik anders verstehen zu lernen.
| Erscheinungsjahr | 2024 |
| ISBN (PDF) | 978-3-98767-018-3 |
| ISBN (Print) | 978-3-98767-489-1 |
| Deposit | https://dx.doi.org/10.57813/20240820-112038-0 |
Von Menschen und Maschinen. Mensch-Maschine-Interaktion in digitalen Kulturen
Foto: Hagen University Press
- Herausgeber*innen: Selin Gerlek, Sarah Kissler, Thorben Mämecke und Dennis Möbus
Das Verhältnis von Menschen und Maschinen verändert in digitalen Praktiken seine Gestalt. Ihre Präsenz in medizinischen, industriellen, sozialen und wissenschaftlichen Dispositiven modifizieren lebensweltliche Interaktionen dergestalt, dass die Grenzen sowohl anthropozentrisch-instrumenteller als auch kybernetischer Erklärungsmuster offenbar werden.
Der interdisziplinäre Band versammelt Untersuchungen, die sich der alltäglichen Macht der Algorithmen in sozialen Medien, den Körperwirkungen des Self Trackings oder der Datenmodellierung in den Digital Humanities widmen. Begleitet werden diese Untersuchungen von Fragen danach, ob nicht ein (gewisser) Anthropozentrismus und eine (digitale) Hermeneutik unvermeidlich bleiben, wenn verstanden werden soll, wie sich die Mensch-Maschine-Interaktionen beschreiben lassen.
| Erscheinungsjahr | 2022 |
| ISBN (PDF) | 978-3-98767-005-3 |
| ISBN (Print) | 978-3-487-16202-7 |
| Deposit | http://dx.doi.org/10.57813/20220620-160005-0 |