RAGEQUIT AGAINST THE MACHINE

Residency 1 des Dortmunder U | 13:30 | Kino im U

Christian Minwegen
Moderation: Valentin Boczkowski (Dortmunder U)

Abstract

Christian Minwegen beschäftigt sich in seiner Forschungsarbeit „Ragequit Against the Machine“ künstlerisch-forschend mit dem Phänomen des „Ragequit“ - dem frustrierten und meist von Gewalt begleiteten Abschalten eines Videospiels – sowie dessen Zurschaustellung in Internet-Livestreams. Mit Perspektive auf die Entstehung dieser neuen Bühnen im digitalen Raum, befragt er deren performatives Potenzial und sucht Schnittmengen zu anderen Kunsttraditionen, in denen Zerstörung als Strategie oder Thema eingesetzt wird bzw. wurde. Neben der Frage nach Authentizität bzw. der Inszeniertheit solcher Darstellungen von Emotionalität, wird auch das ambivalente Verhältnis zwischen Mensch und Maschine im Bereich Gaming untersucht.

Bio

Christian Minwegen (*1991 in Krefeld) studierte Germanistik und Theaterwissenschaft im Bachelor an der Ruhr-Universität Bochum und absolvierte dort anschließend den künstlerisch-praktischen Masterstudiengang Szenische Forschung mit Auszeichnung. Er arbeitet freischaffend als Performance- und Medienkünstler, Schauspieler, Musiker und Autor sowie als Creative Producer für Künstlerinnen und -gruppen der Freien Darstellenden Künste in NRW. Aktuell ist er Stipendiat des Christoph-Schlingensief-Fellowship der Kunststiftung NRW und der Szenischen Forschung und wird dabei durch das digitale Koproduktionslabor Dortmund beratend unterstützt.

FSP digitale_kultur | 13.11.2025