Modul 31931

Internationale Ökonomik

Hinweis

vormals „Grundlagen der Internationalen Wirtschaftsbeziehungen“

Warum dieses Modul?

hier die Antwort

Die aktuellen Krisen zeigen die Schwächen einer global vernetzten Weltwirtschaft auf. Seit dem Zweiten Weltkrieg wuchs der weltweite Güterhandel, eine Entwicklung, die besonders am Beispiel Deutschlands sehr deutlich zum Vorschein kommt. Bis 2008 gehörte Deutschland zu den größten Warenexporteuren der Welt und wurde häufig als „Exportweltmeister“ bezeichnet. Seit 2009 liegt jedoch China im WTO-Ranking der Warenexporte meist auf Platz 1. Beispielsweise lagen im Jahr 2023 die Exportvolumina bei ca. 3.380 Mrd. US-Dollar für China, 2.020 Mrd. US-Dollar für die USA und 1.690 Mrd. US-Dollar für Deutschland. Die zunehmende Skepsis gegenüber dieser rasanten Entwicklung existiert nicht erst seit Kurzem. Letztendlich sind viele bedeutende Ereignisse der letzten Jahre in dieser rasanten Entwicklung begründet: Brexit, Trump und der Konflikt zwischen China und den USA wurden maßgeblich von der zunehmenden Globalisierung und den damit einhergehenden, negativen Begleiterscheinungen motiviert.

Doch warum handeln Ökonomien überhaupt, wenn damit vermeintlich vor allem negative Begleiterscheinungen in Verbindung gebracht werden können? Die akademische Antwort ist komplex. Im Modul „Internationale Ökonomie“ wird zunächst ausgehend von den klassischen Grundlagen gezeigt, wie Spezialisierung nach komparativen Vorteilen selbst dann Wohlfahrtsgewinne ermöglicht, wenn ein Land in allen Gütern absolut weniger produktiv ist. Darauf aufbauend führen wir in die makroökonomischen Rahmenbedingungen offener Volkswirtschaften ein: Leistungsbilanzzusammenhänge, Sparen und Investieren, Wechselkurssysteme sowie die Rolle von Geldpolitik unter Kapitalmobilität. Anschließend werden Verteilungs- und Arbeitsmarkteffekte systematisch analysiert. Moderne Erklärungen des (intraindustriellen) Handels werden mit dem Krugman-Modell, der Gravitätsgleichung und dem Melitz-Modell behandelt. Ergänzend diskutieren wir Zahlungsbilanzungleichgewichte, Wechselkursfragen und die Motive, Instrumente und Konsequenzen protektionistischer Handelspolitik.

Insgesamt versuchen wir in diesem Modul ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Empirie und Theorie herzustellen. Angewandte Fallbeispiele werden anhand von empirischen Daten veranschaulicht. Diese empirischen Anwendungen sollen die Validität der Modelle unterstützen und ihre Stärken und Schwächen aufzeigen. Es werden also nicht nur Kenntnisse in der theoretischen Modellbildung und der empirischen Analyse vermittelt, es wird auch auf den kritischen Umgang mit den jeweils zum Einsatz kommenden Analysetools geachtet. Diese Kenntnisse sollen die Studierenden in die Lage versetzen, solche Tools in Seminar- und Abschlussarbeiten anwenden und hinterfragen zu können.

 

Allgemeine Informationen

Foto: Witthaya Prasongsin/Moment/Getty Images
 

Betreuender Lehrstuhl

Einsendearbeiten

Die während des Semesters zu bearbeitenden Einsendearbeiten dieses Moduls stehen zu Beginn des Semesters innerhalb der Moodle-Lernumgebung bereit. Sie werden online bearbeitet oder erfordern das Hochladen einer Lösungsdatei.

Modul in den Studiengängen

  • B.Sc. Wirtschaftswissenschaft
  • B.Sc. Wirtschaftsinformatik
  • B.Sc. Mathematik (Nebenfach VWL)
  • Akademiestudium

Prüfung

Das Modul schließt am Ende des Semesters mit einer mündlichen Prüfung ab.

Download


Informationen für Studierende

Foto: Westend61/Getty Images
 

Virtuelle Betreuung

Beratung und Service von A–Z

Alle Informationen zu Einsendearbeiten und Prüfungsleistungen (inkl. Terminen und Durchführungsformen) sowie zu weiteren organisatorischen Aspekten des Studiums sind hier zu finden.

Mein Studium an der Fakultät Wiwi**

 

Fachstudienberatung

Bei Fragen zum Studium hilft Ihnen die Fachstudienberatung unserer Fakultät gerne weiter.

* Dieser Link führt zu einem Angebot, das allen Studierenden zugänglich ist, die dieses Modul im aktuellen Semester belegt haben.

** Dieser Link führt zu einem Angebot, das allen eingeschriebenen Studierenden zugänglich ist.

Redaktion | 27.05.2026