Finanzwirtschaft und Bewertung
im Master Wirtschaftswisssenschaft

Investition und Finanzierung gehören zu den zentralen Aufgaben in jedem Betrieb. Um fundierte Entscheidungen treffen zu können, sind Investitionsgüter zu bewerten – vom einfachen Finanzinstrument bis zum ganzen Unternehmen. Im Kernbereich der Studienrichtung werden entsprechende Kenntnisse aus unterschiedlichen Perspektiven vermittelt: Die investitionstheoretische bzw. funktionale Bewertung findet Anwendung bei Realinvestitionen, Unternehmensverkäufen, Beteiligungsfinanzierungen, Unternehmensnachfolgen etc. Die finanzwirtschaftliche bzw. arbitrageorientierte Bewertung ermöglicht die Analyse von Finanzprodukten und Absicherungsgeschäften. Ein weiteres Kernthema ist das finanzwirtschaftliche Risikomanagement.

Finance and
Valuation

Die Finanzwirtschaft ist für die Zukunft wichtig, da sie Schlüsselkompetenzen für das effektive Management von Ressourcen, Investitionen und Risiken in einer sich ständig wandelnden Wirtschaft bereitstellt. Gerade vor diesen sich stetig ändernden Herausforderungen kommt der Bewertung von Wirtschaftsgütern eine tragende Rolle zu, da es dabei vor allem darum geht, die i. d. R. erheblichen Investitionsmittel nicht „in den Sand zu setzen“, sondern „rentabel anzulegen“ und mit dem Unternehmen „Geld zu verdienen“.

Absolventen der Studienrichtung sind in der Lage, vielfältige Bewertungsentscheidungen fundiert treffen zu können, Verhandlungen im Zusammenhang mit Unternehmensbeteiligungen zu führen und zu begleiten, komplexe Finanzinstrumente zu analysieren und finanzwirtschaftliche Risiken zu managen; sie verfügen zudem über tiefgehende Kenntnisse in benachbarten Gebieten. Qualifizierte Beschäftigungsfelder ergeben sich u. a. in Beratungsgesellschaften, Banken, Versicherungen, Private-Equity-Gesellschaften sowie der Investitions- und Finanzplanung in Unternehmen.

 
Univ.-Prof. Dr. Thomas Hering<br>(Lehrstuhl für BWL, insb. Investitionstheorie und Unternehmensbewertung) Foto: Hardy Welsch

Im Kern der BWL!
Gute Kenntnisse der Betrieblichen Finanzwirtschaft sind das Herzstück der BWL-Kompetenz. Nur beständig vorteilhaftes Investieren bewirkt den langfristigen Erfolg, und nur das Beherrschen finanzieller Risiken sichert die jederzeitige Zahlungsfähigkeit und damit das Überleben des Unternehmens. Investition und Finanzierung sind zwei Seiten einer Medaille und in der Planung interdependent. Lernen Sie, Zahlungsströme bis hin zu ganzen Unternehmen theoretisch fundiert zu bewerten und mit der dabei unvermeidlichen Unsicherheit umzugehen.

Univ.-Prof. Dr. Thomas Hering
(Lehrstuhl für BWL, insb. Investitionstheorie und Unternehmensbewertung)
 

Berufliche Perspektiven

Foto: Westend61/Getty Images
  • Unternehmens­beratung
  • Vermögens­beratung und ‑management
  • Fonds­management
  • Private-Equity-Consulting
  • Investitions- und Finanz­planung
  • Unternehmens­nachfolgemanagement
  • M&A-Beratung
  • Investment­banking
  • Risiko­management
  • Treasury

Ihr Studienprogramm

Pflichtmodule

  • Die Einheit „Asset Pricing“ hat die Preisbildung auf Märkten für finanzielle Güter zum Gegenstand. Ziel ist ein tieferer Einblick in Preisbildungsmechanismen und Kapitalmarktgleichgewichte. Dabei ergeben sich erwartete Renditen von Wertpapieren aus den Präferenzen der Marktteilnehmer. Grundlage hierfür ist die rationale Entscheidungstheorie. Begleitend wird in der Einheit ein Einblick in verhaltensökonomische Konzepte gegeben, insbesondere die Prospect Theory, welche begrenzt rationale Entscheider und entsprechende Verhaltensanomalien berücksichtigen. Die Einheit „Finanzwirtschaftliche Bewertungstheorie“ vertieft die Bewertung von finanziellen Gütern, insbesondere Zinsinstrumenten, Forwards und Futures sowie Optionen, wobei nun arbitrageorientierte Bewertungskonzepte im Fokus stehen. Derartige Konzepte bewerten finanzielle Güter vor dem Hintergrund bekannter Marktpreise für grundlegende Finanztitel. Schwerpunkt der Einheit ist die Optionspreistheorie, innerhalb derer zunächst das zentrale Prinzip der risikoneutralen Bewertung im zeitdiskreten Binomialmodell begründet wird und alsdann im zeitstetigen Modell zu den Black/Scholes-Formeln führt. Die Einheit „Risikomanagement“ behandelt die Analyse finanzieller Risiken. In einem allgemeinen Teil werden zunächst Risikomaße wie der Value-at-Risk und der Expected Shortfall thematisiert. Zudem wird auf Messung und Management von Markt- und Zinsrisiken eingegangen. Der folgende spezielle Teil fokussiert auf Kreditrisiken. Neben theoretischen Ansätzen wie Unternehmenswertmodellen zur Kreditbewertung sowie Kreditportfoliomodellen werden Kreditderivate und Verbriefungen als Instrumente des Kreditrisikotransfers analysiert.

    Warum sollte man so etwas lernen? Die drei Einheiten bieten einen Einblick in die „fortgeschrittene Finanzwirtschaft“ im Masterstudiengang. Kenntnisse in der Bewertungstheorie sind wichtig für qualifizierte Tätigkeiten im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten verschiedenster Art. Das Prinzip der risikoneutralen Bewertung erschließt ein in den letzten Jahren rasant gewachsenes, mächtiges Theoriegebäude. Die in der Einheit zum Risikomanagement vermittelten Inhalte sind nicht nur in Banken hochrelevant, sondern etwa auch im Zusammenhang mit Krediten in Unternehmen hilfreich. Schließlich sollte in keinem Studium der Finanzwirtschaft ein Einblick in verhaltensorientierte Konzepte jenseits des homo oeconomicus fehlen.

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    Modulbeschreibung

    Dieses Modul ist ein Mastermodul der Modulgruppe I (BWL).
  • Investitionstheorie II

    Die Bewertung von Wirtschaftsgütern gehört zu den zentralen Aufgaben der Finanzwirtschaft. Aus Kapitalgeber- und Unternehmersicht geht es vor allem darum, die i.d.R. erheblichen Investitionsmittel nicht „in den Sand zu setzen“, sondern „rentabel anzulegen“ und mit dem Unternehmen „Geld zu verdienen“. Insofern muß ein Betriebswirt vor allem beurteilen können, ob sich bestimmte Entscheidungen und Pläne finanziell „rechnen“ und welche Gestaltungsalternativen gegenüber anderen vorzuziehen sind. Um das Verständnis für die betriebswirtschaftlich entscheidende Frage nach der Vorteilhaftigkeit finanzieller Engagements zu fundieren und/oder zu schärfen, erfolgt mit der Betrachtung des unvollkommenen Kapitalmarkts sowie des Unsicherheitsfalls eine Annäherung an die in der betrieblichen Praxis gegebene komplexe Planungssituation. Die Lektüre der Moduleinheit „Investitionstheorie II“ befähigt die Studenten dazu, die Methoden der Investitionsrechnung kritisch zu reflektieren und in der Praxis selbständig anzuwenden. Daneben ermöglicht die Auseinandersetzung mit den Lehrinhalten die Übertragung des Gelernten auf weiterführende Problemstellungen (Unternehmensbewertung, Unternehmensgründung, Unternehmensnachfolge) und andere Anwendungsgebiete (z.B. im Bereich der Produktions-, Immobilien- und Energiewirtschaft).

    Unternehmensbewertung

    Mit Hilfe einer Unternehmensbewertung ist etwa zu beurteilen, bis zu welchem maximal zahlbaren Preis (ab welchem mindestens zu fordernden Preis) ein Unternehmenskauf (Unternehmensverkauf) eine vorteilhafte Investition (Desinvestition) darstellt. Daher ist bspw. eine der für den dauerhaften Erfolg einer Unternehmensnachfolge wichtigsten Fragen diejenige nach dem „angemessenen“ Kaufpreis für das übernommene Unternehmen. Versetzt man sich umgekehrt in die Position des Verkäufers, der einen Nachfolger für sein Geschäft sucht oder als Gründer Beteiligungskapital zur Expansion seines Unternehmens aufnehmen möchte, wird deutlich, dass die Unternehmen(santeile) nicht „unter Wert“ verkauft werden dürfen. Fundierte Kenntnisse der Unternehmensbewertung sind aber nicht nur für Unternehmensgründer und -nachfolger unverzichtbar, sondern auch für Konzernstrategen und finanzwirtschaftliche Führungskräfte, die Unternehmen ganz oder in Teilen erwerben, veräußern, trennen oder miteinander verschmelzen möchten. Die Moduleinheiten „Unternehmensbewertung I“ und „Unternehmensbewertung II“ basieren auf der funktionalen Sichtweise der Unternehmensbewertung und vermitteln Grundlagen- und Spezialkenntnisse zur betriebswirtschaftlichen Unterstützung von Planungen und Verhandlungen hinsichtlich der Konditionen des Eigentumsübergangs. Die Erkenntnisse der funktionalen Bewertungsschule nutzen zu können, geht für die Studenten mit dem gravierenden Vorteil einher, in realen Verhandlungen über Käufe und Verkäufe, Fusionen und Spaltungen, Kapitalerhöhungen und Börsengänge die Feinheiten und Schwachstellen der eigenen sowie der von der Gegenseite vorgebrachten komplexen Bewertungsmodelle besser zu durchdringen.

    Digitale Inhalte

    Mittels multimedialer Zusatzangebote wird die konventionelle Fernlehre in Form von Studienbriefen um digitale Aspekte (z.B. digitale Übungsaufgaben mit Musterlösungen) angereichert. Nicht zuletzt bietet das Moodle-Diskussionsforum die Möglichkeit des zeit- und ortsunabhängigen Austauschs mit anderen Studenten

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    Modulbeschreibung

    Dieses Modul ist ein Mastermodul der Modulgruppe I (BWL).
  • Die Praxisrelevanz mathematischer und statistischer Methoden sowie der computergestützten Optimierung und Datenanalyse rückt in vielen Branchen und den verschiedensten Organisationen zunehmend in den Vordergrund. Hierbei kommen zum einem mathematische Optimierungsmethoden zur Unterstützung von wirtschaftswissenschaftlichen Entscheidungen zum Einsatz. Zum anderen wird die Datenanalyse vor allem im Zeitalter des Maschinellen Lernens und der Big Data eine immer größere Bedeutung erlangen. Große unstrukturierte Datenmengen oder unvollständige Datensätze tragen dazu bei, verlässliche Erhebungs- und Analysemethoden zu entwickeln, mit deren Hilfe sinnvolle Rückschlüsse auf wichtige empirische Fragestellungen gefunden werden sollen.

    Das Modul 32741 „Vertiefung der Wirtschaftsmathematik und Statistik“ ist unterteilt in die Einheiten „Vertiefung der Wirtschaftsmathematik“ und „Vertiefung der Statistik“.

    In den Einheiten „Vertiefung der Wirtschaftsmathematik“ werden zunächst die Grundlagen der Linearen Algebra vertieft und insbesondere im Rahmen der Linearen Planungsrechnung (Programmierung) auf wirtschaftswissenschaftliche Problemstellungen angewendet. Da ökonomische Anwendungen vielfach durch nichtlineare Funktionen in Abhängigkeit mehrerer Variablen gekennzeichnet sind, erfolgt im zweiten Teil der Einheiten eine Vertiefung der Differentialrechnung, um auf dieser Grundlage nichtlineare Optimierungsprobleme lösen zu können. Darüber hinaus lässt sich das zeitliche Verhalten ökonomischer Größen vielfach durch gewöhnliche Differential- oder Differenzengleichungen beschreiben. Ausgewählte Gleichungen dieser Art stehen im dritten Teil dieser Einheiten im Mittelpunkt der ökonomischen Analysen.

    Die Einheit „Vertiefung der Statistik“ soll Ihnen Verfahren näher bringen anhand derer Sie mit einer oder mehreren Stichproben Aussagen über die Grundgesamtheit treffen können. Anders als die deskriptive Statistik, versucht die schließende Statistik (auch Inferenzstatistik genannt) dabei Aussagen über die Ausprägung von bestimmten Merkmalen in der Grundgesamtheit anhand der Ihnen zur Verfügung stehenden Daten zu treffen, da Ihnen in aller Regel nicht alle Daten aus der Grundgesamtheit zur Verfügung stehen. Daher müssen Sie die Parameter von Verteilungsmodellen anhand Ihrer Daten schätzen. Der erste Teil der Einheit gibt eine Einführung in statistischen Punkt-, Intervallschätzungen und Hypothesentests, sowie in die Theorie der linearen Zusammenhangsmaße. Hier wird auch noch einmal auf die aktuelle Diskussion um die statistische Signifikanz eingegangen. Im zweiten Teil wird der Aufbau einer empirischen Studie Schritt für Schritt dargestellt. Im dritten Teil des Skriptes werden computergestützte Formen der Inferenzstatistik an Beispielen dargestellt. Hierbei steht Ihnen die Software SPSS zur Verfügung.

    Die Belegung des Moduls setzt grundlegende Kenntnisse aus der Wirtschaftsmathematik und Statistik voraus, wie etwa die Grundlagen der Linearen Algebra, der Integral- und Differentialrechnung sowie der Wahrscheinlichkeitsrechnung, der Deskriptiven Statistik und der Inferenzstatistik. Diese sind typischerweise Gegenstand von wirtschaftswissenschaftlichen Bachelorstudiengängen und werden etwa an der FernUniversität im Modul 31101 „Grundlagen der Wirtschaftsmathematik und Statistik“ vermittelt.

    Umfangreiche Informationen zu Betreuungsangebot, Übungen und Literaturempfehlungen finden Sie auf den Modulseiten der beiden betreuenden Lehrstühle. Um Ihnen das Lernen aus der Ferne zu erleichtern, haben Sie jeweils in Moodle die Möglichkeit im Diskussionsforum mit Ihrem Modulbetreuer und Ihren Kommiliton*innen in den interaktiven Austausch zu treten. Des Weiteren finden Sie hier umfangreiches Übungsmaterial zur Vorbereitung auf die kommende Klausur.

    tungsgesellschaften. Mit dem hier vermittelten Wissen stechen Sie positiv für die eingangs genannten Bereiche hervor.

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    Modulbeschreibung

    Dieses Modul ist ein Mastermodul der Modulgruppe II (VWL/Quant.).
 

Wahlpflichtmodule

Module der Studienrichtung

Beachten Sie bitte die Kriterien zur Modulwahl am Ende dieser Seite.

  • Zur vorstellung des Moduls "Konzerncontrolling"

    Was ist Controlling?

    Controlling ist eine Querschnittsfunktion, gehört zu den Kerndisziplinen der Betriebswirtschaftslehre und ist aus der Wirtschaftspraxis nicht mehr wegzudenken. Controllerinnen und Controller sind keine (ausschließlichen) Kontrolleure oder gar Erbsenzähler, sondern sie sind im Regelfall das „betriebswirtschaftliche Gewissen“ des Unternehmens. Sie unterstützen die Managerinnen und Manager bei der unternehmerischen Zielbildung. Sie sammeln und bereiten Informationen auf, die die zumeist in Linienfunktion tätigen Führungskräfte für ihre Entscheidungsfindung benötigen. Sie planen und überwachen die Erfüllung der verfolgten Zielsetzungen und koordinieren die Tätigkeiten betrieblicher Teilbereiche im Hinblick auf die Erreichung der Gesamtziele des Unternehmens.

    Kurz gesagt: Controlling steht im Dienst einer effektiven sowie wirtschaftlich effizienten Unternehmenssteuerung!

    Wer braucht Controlling?

    Controllerinnen und Controller werden überall dort benötigt, wo Führungskräfte Unterstützung brauchen, wo Informationen zur Entscheidungsfindung erhoben werden müssen und wo Planung, Steuerung und Kontrolle der unternehmerischen Aktivitäten zur Erreichung der Organisationsziele notwendig sind:

    • Industrieunternehmen (Maschinenbau, Automobil, verarbeitendes Gewerbe etc.),
    • Bauunternehmen und Handwerk, Dienstleistungsunternehmen (Banken, Versicherungen, IT, Handel, Gesundheit, freie Berufe etc.),
    • Kommunen und öffentlich-rechtliche Einrichtungen sowie
    • sonstige Organisationen (Vereine, Verbände etc.).

    Kurz gesagt: Controlling wird in allen Branchen und nicht nur in großen, sondern auch in mittleren und kleinen Organisationen bzw. Unternehmen benötigt!

    Warum Controlling studieren?

    Studieren sollten Sie die Module des Fachs Controlling, wenn Sie Interesse daran haben, wie man ein Unternehmen steuern kann. Hierfür wird oft das Sinnbild des Navigators oder des Steuermanns verwendet, der "sein Schiff", das Unternehmen, durch die "tosende See des Wettbewerbs", im "Sturm der Krise" aber gelegentlich auch nur im "seichten Gewässer des unternehmerischen Alltags" zum Ziel der Reise lenken soll. Als Voraussetzungen für die Tätigkeit als Controllerin oder Controller sollten Sie mitbringen:

    Kenntnisse im internen sowie externen Rechnungswesen; Anwendung der im Unternehmen benötigten controllingspezifischen Instrumente; Überblick über den Aufbau, die Produkte und die betriebswirtschaftlichen Abläufe des Unternehmens; Teamfähigkeit, Motivationsförderung, Lösungsorientierung sowie Freude am Arbeiten mit Menschen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen.

    Kurz gesagt: An Controllerinnen und Controller werden hohe fachliche sowie personelle Anforderungen gestellt! Sie sind zumeist Generalisten und an der Spitze der Unternehmenshierarchie angesiedelt. Infolgedessen ist ihre Vergütung in der Regel überdurchschnittlich.

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    Modulbeschreibung

    Dieses Modul ist ein Mastermodul der Modulgruppe I (BWL).
  • Wozu Operations Research?

    Ganz gleich, ob in der Produktion und Logistik, in der Investitionsplanung, im Gesundheits- oder Dienstleistungsmanagement – um nur einige Beispiele zu nennen, in all diesen und vielen weiteren Anwendungsgebieten kommen heutzutage Methoden des Operations Research zum Einsatz. So umschreibt die internationale Gesellschaft des Operations Research INFORMS ihre Ziele schlicht mit „Solving Problems, Saving Money, Saving Lives“ (hier eine Auswahl von Success Stories der INFORMS). Um diese Ziele zu erreichen, bedient sich das Operations Research eines breiten Spektrums an Optimierungsmethoden.

    Welche Optimierungsmethoden?

    Die Vielfalt der Methoden lässt sich im Rahmen des Moduls in die drei Bereiche lineare Optimierung, ganzzahlige Optimierung und Optimierung bei mehrfacher Zielsetzung unterscheiden. Diese Schlagworte geben bereits erste Hinweise auf mögliche Struktureigenschaften der Modelle zur Erfassung und Berechnung realer Optimierungs- und Planungsprobleme. Die Mischung eines Müslis unter Berücksichtigung der Vorgaben zur Zusammensetzung fällt beispielsweise in den Bereich der linearen Optimierung. Anstatt des Müslis könnte es sich ebenso um ein Produktionsprogramm, um ein Portfolio aus Aktien oder um die Verteilung eines Budgets auf verschiedene Marketingaktionen handeln.

    Ebenso offensichtlich sind die Anwendungen im Bereich der Optimierung ganzzahliger Problemstellungen. Ganzzahlig? Fallweise ergibt es wenig Sinn, von bestimmten Gütern nur halbe Produkte herzustellen – etwa Flugzeuge. Darüber hinaus lassen sich vielfältige Problemstellungen mithilfe ganzzahliger Formulierungen darstellen. Beispiele finden sich in der Planung von Standorten für Feuerwachen oder Versandlager sowie Reise- und Transportrouten. Auch die Zuordnung von Fertigungsaufträgen auf Maschinen oder die Berücksichtigung von Rüstvorgängen sowie die Personalplanung unter Beachtung von Arbeitszeit- und Pausenregelungen fällt in den Bereich der ganzzahligen Optimierung.

    Und sicher kennen Sie das Problem beim Einkaufen: Preis, Design oder Ausstattung – um nur einige Kriterien zu nennen – sind beim Treffen einer Entscheidung zumeist nicht gleichzeitig in idealer Weise realisierbar. Derartige Zielkonflikte gibt es gleichermaßen bei betriebswirtschaftlichen Fragestellungen. Wie sich diese Zielkonflikte lösen lassen, ist Gegenstand der Optimierung unter mehrfacher Zielsetzung. Insbesondere besitzen derartige Methoden bei der Untersuchung und Bewertung von Nachhaltigkeit eine hohe Bedeutung. Denken Sie etwa an die seitens der Vereinten Nationen definierten 17 Sustainable Development Goals, auch als SDGs bekannt, welche bereits auf nationaler Ebene zu Zielkonflikten führen können.

    Welche Zielgruppe?

    Das Modul richtet sich an Masterstudierende mit Interesse am Einsatz von Optimierungsmethoden. Wir zeigen Ihnen an kleinen Beispielen die zugrundeliegenden Problemstellungen auf und wie sich die vorgestellten Algorithmen anwenden lassen. Die erworbenen Kenntnisse können Sie auch im Rahmen von Seminar- und Abschlussarbeiten – ggf. auch aus Ihrem Arbeitsumfeld – in den unterschiedlichsten Anwendungsfeldern vertiefen.

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    Modulbeschreibung

    Dieses Modul ist ein Mastermodul der Modulgruppe II (VWL/Quant.).
  • Einheit "Bilanztheorie"

    Das Modul 32781 „Rechnungslegung“ setzt sich aus unterschiedlichen Einheiten zusammen, die von unterschiedlichen Lehrstühlen verantwortet werden: Die Einheit „Bilanztheorie“ wird vom Lehrstuhl für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, die Einheiten „Bilanzpolitik und Bilanzanalyse“ werden hingegen vom Lehrstuhl für Wirtschaftsprüfung angeboten und betreut. Dieser Hinweis bezieht sich auf die Einheit „Bilanztheorie“.


    Die konkreten Rechnungslegungspflichten sind umfangreich geregelt (bspw. im HGB oder in den IFRS) und stetigen Änderungen unterworfen. Der Kitt, der Rechnungslegung zusammenhält oder zusammenhalten sollte, ist die Bilanztheorie. Diese trägt zu einem besseren Verständnis von Einzelregelungen und von Gesetzesänderungen an sich und bei deren Anwendung bei.

    Um auch denjenigen, die keine oder nur wenige Vorkenntnisse in diesem Bereich haben, das Studium zu ermöglichen, bietet die Einheit eine umfangreiche Hinführung. Für diejenigen mit Vorkenntnisse stellt dies im Wesentlichen eine Wiederholung dar, hier und da offeriert sie aber sicher auch eine Vertiefung. Daran schließen sich die eigentlichen bilanztheoretischen Ausführungen an. Den Abschluss bilden Ausführungen, die die vorherigen bilanztheoretischen Überlegungen mit dem konkreten Handelsrecht verknüpfen.

    Die hier vermittelten Kenntnisse sind in vielen Berufen notwendig oder zumindest von Vorteil. In erster Linie sind damit Berufe gemeint, die sich hauptsächlich mit Rechnungslegung auseinandersetzen (z.B. Buchhaltung, Controlling, Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung). Aber auch in Führungspositionen sind, unabhängig vom Ressort und sofern Abhängigkeiten vermieden werden sollen, Kenntnisse im Bereich der Rechnungslegung von Vorteil.

    Lassen Sie sich nicht von der trocken klingenden Bezeichnung abschrecken: Die Einheit ist einerseits mit vielen Beispielen angereichert. Andererseits wird der Bezug zum realen (Wirtschaft-)Leben nicht vernachlässigt.

    zum Motivationsvideo der Einheit "Bilanztheorie"


    Einheiten "Bilanzpolitik und Bilanzanalyse"

    Innerhalb des Pflichtmoduls 32781 „Rechnungslegung“ zeichnet sich der Lehrstuhl für die Einheiten „Bilanzpolitik und Bilanzanalyse“ verantwortlich.

    Relevanz: Die Teilnehmer*innen der Einheiten „Bilanzpolitik und Bilanzanalyse“ sollen in die Lage versetzt werden, Jahresabschlüsse und Lageberichte von Unternehmen nach bestimmten Zielen zu beeinflussen, zu interpretieren und deren Aussagekraft kritisch zu hinterfragen. Die Bilanzierenden können den Jahresabschluss durch Bilanzpolitik ‚manipulieren‘. Dem Bilanzanalysten muss bewusst werden, dass ein solches Vorgehen die Aussagekraft der publizierten Informationen und somit die Ergebnisse der Bilanzanalyse erheblich beeinflusst. Entsprechend bedarf es bei der Bilanzanalyse nicht nur fundierter Kenntnisse der Methodik zur Bilanzanalyse, sondern auch der generellen Möglichkeiten der Bilanzpolitik.

    In diesen Einheiten werden die Teilnehmer zunächst umfassend in die theoretischen Grundlagen der „Bilanzpolitik“ und der „Bilanzanalyse“ sowie deren Spannungsverhältnis eingeführt. Sodann werden bedeutende Methoden der Bilanzanalyse übersichtlich dargestellt sowie durch zahlreiche Beispiele und Anwendungsaufgaben verdeutlicht. Die Inhalte konzentrieren sich dabei vornehmlich auf die nationale Rechnungslegung nach HGB, vermitteln jedoch auch die wesentlichen Analogien und Unterschiede zur internationalen Rechnungslegung nach IFRS.

    Motivation: Oftmals kann es geschäftlich oder auch privat erforderlich sein, Jahresabschlüsse bilanzpolitisch zu beeinflussen, bspw. um das Unternehmen positiv darzustellen und bessere Kreditkonditionen mit Banken aushandeln oder höhere Ausschüttungen erzielen zu können, oder auch Informationen aus den Jahresabschlüssen von Unternehmen zu entnehmen und zu verwenden, bspw. um als potentieller Arbeitnehmer oder Investor Informationen über ein Unternehmen zu erlangen. Da Ihnen hierzu regelmäßig nur Jahresabschlüsse zur Verfügung stehen dürften, helfen Ihnen diese Einheiten dabei, die Daten zielorientiert nach Ihren Bedürfnissen zu analysieren, zu interpretieren und kritisch zu würdigen.

    Berufliche Perspektive: Die bilanzpolitische Beeinflussung und die Analyse von Jahresabschlüssen ist regelmäßig Grundvoraussetzung für einen Einsatz in den Controlling-, Finanz- und Rechnungswesenabteilungen der meisten Unternehmen, aber vor allem für Tätigkeiten in Wirtschaftsprüfungs-, Steuerberatungs- und Unternehmensberatungsgesellschaften. Mit dem hier vermittelten Wissen stechen Sie positiv für die eingangs genannten Bereiche hervor.

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    Modulbeschreibung

    Dieses Modul ist ein Mastermodul der Modulgruppe I (BWL).
  • Relevanz: Der Beruf des Wirtschaftsprüfers ist einerseits viel mehr als „bloßes Häkchen machen“ und „stupide Zahlen abarbeiten“. Andererseits bietet eine gute Jahresabschlussprüfung dem geprüften Unternehmen wesentlich mehr als nur einen Prüfungsbericht und einen Bestätigungsvermerk. Schließlich ist kein anderer Berufsstand so geübt darin, Risiken aufzuspüren und zu beurteilen, wie Wirtschaftsprüfer, die einen Blick hinter die Kulissen der Unternehmen und globalen Konzerne werfen. Zudem werden Wirtschaftsprüfer oft auch beratend tätig, wenn es bspw. um Fragen der Digitalisierung des Rechnungswesens geht. Gleichzeitig müssen diese als erwerbswirtschaftliche Unternehmen auch auf die Effektivität und Effizienz der eigenen Leistungen achten. In diesem spannenden Umfeld beschäftigt sich das Modul „Wirtschaftsprüfung“ deshalb – nach einer Darstellung der grundlegenden berufsrechtlichen und institutionellen Aspekte des wirtschaftlichen Prüfungswesens – intensiv mit unterschiedlichen Prüfungsarten und allen Teilbereichen des Prüfungsprozesses.

    Motivation: Ihnen wird gezeigt, wie der risikoorientierte Prüfungsansatz effektiv und effizient umgesetzt werden kann. Es wird das Expertenwissen vermittelt, was, wie, mit welcher Prüfungstechnik und vor allem auch in welchem Umfang zu prüfen ist. Darüber hinaus werden Sie künftig die Informationen, welche Sie einem Bestätigungsvermerk entnehmen können, zweckorientiert einordnen können. Zudem lernen Sie weitere vielfältige Aufgabenbereiche der Wirtschaftsprüfung kennen und arbeiten mit praxisnahen Beispielen.

    Das Modul wurde mit der „Goldenen WiWi Eule 2017“, der „Goldenen WiWi Eule 2018“ und dem „Lehrpreis der FernUniversität in Hagen 2018“ ausgezeichnet.

    Berufliche Perspektive: Die in diesem Modul vermittelten Kenntnisse bzgl. des wirtschaftlichen Prüfungswesens sind nicht nur zur Vorbereitung auf eine Tätigkeit im Bereich der Wirtschaftsprüfung, sondern auch für Anwender in angrenzenden Fachgebieten, z. B. interne Revision und Rechnungslegung, von Bedeutung. Die Modulinhalte sind auch hinsichtlich der Vorbereitung auf ein WP-Examen äußerst hilfreich. Eine Anerkennung bzw. Anrechnung der entsprechenden Prüfungsleistung gemäß der §§ 8a und 13b Wirtschaftsprüferordnung (WPO) in Verbindung mit der Wirtschaftsprüfungsexamens-Anrechnungsverordnung (WPAnrV) ist nicht möglich.

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    Modulbeschreibung

    Dieses Modul ist ein Mastermodul der Modulgruppe I (BWL).
  • Das Modul hat weniger die Vermittlung neuen Lehrstoffs zum Ziel als vielmehr dessen praktische Umsetzung in einem Tabellenkalkulationsprogramm. Hierzu werden ausgewählte Inhalte aufgegriffen, die zumeist aus einem der anderen Module bekannt sein sollten. Während dort behandelte Themen teilweise theoretisch bleiben mussten, stehen in diesem Modul Techniken zur Implementierung im Vordergrund. Hierzu zählen beispielsweise die Portfoliooptimierung, die Techniken der historischen Simulation und der Monte-Carlo-Simulation, die Szenarioanalyse, die Berechnung von Value-at-Risk und Expected Shortfall für ein Aktienportfolio, die Methodik des Bootstrapping zur Ermittlung einer Zinsstrukturkurve sowie die Berechnung von impliziten Volatilitäten aus Optionspreisen. In einer fakultativen Einheit wird eine Einführung in die Programmiersprache Visual Basic gegeben und dabei ein Binomialmodell zur Bewertung amerikanischer Optionen implementiert.

    In diesem Modul erfolgt die Vermittlung der Lehrinhalte primär durch Lehrvideos. Der Studientext stellt die zugrunde liegende Theorie dar, während der eigentliche Kompetenzerwerb, also die praktische Umsetzung der Konzepte, in den Lehrvideos erfolgt. Hierbei werden Excel-Sheets erstellt, die die Modulteilnehmer nachvollziehen und selbst nachbauen können.

    Warum sollte man so etwas lernen? Viele Anwendungen bank- und finanzwirtschaftlicher Theorien sowohl in der Forschung als auch in der Praxis verlangen mitunter umfangreiche Berechnungen, für die auf Tabellenkalkulationsprogramme zurückgegriffen wird. Die Fähigkeit zum Umgang mit derartigen Programmen wie Microsoft Excel stellt eine wertvolle berufliche Zusatzqualifikation dar, die zudem auch in weiterführenden Studienabschnitten wie Seminar- und Abschlussarbeiten eingebracht werden kann.

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    Modulbeschreibung

    Dieses Modul ist ein Mastermodul der Modulgruppe I (BWL).
  • Die Finanzintermediation beschäftigt sich mit Banken und anderen Finanzintermediären, die den Abschluss von Finanzkontrakten zwischen zwei Parteien – typischerweise Geldgeber und Geldnehmer – ermöglichen oder begünstigen. Zu den Finanzintermediären zählen beispielsweise Wertpapierbörsen, Ratingagenturen oder Vermögensberater sowie im engeren Sinne insbesondere Banken. Klassische Elemente der Bankbetriebslehre umfassen den Aufbau und die Struktur von Banken sowie die Analyse traditioneller Bankgeschäfte wie Kredite und Einlagen. Hinzu kommen organisatorische Rahmenbedingungen, insbesondere die Bankenregulierung. In einer modernen Sichtweise steht die Entscheidungsorientierung im Fokus: Wie können Entscheidungen in einer Bank über Investitionen (beispielsweise Kreditvergaben) und Finanzierungen bestmöglich getroffen werden, um die Unternehmensziele zu erreichen? Die Antwort auf diese Frage bezieht die Dimensionen Rendite und Risiko ein. Eine Entscheidungsgrundlage bieten Verfahren des Bankcontrollings bzw. der Bankkalkulation einzelner Geschäfte oder größerer Einheiten. Auf der Makroebene beschäftigt sich die Banksteuerung mit Aspekten der risikoadjustierten Performance von Geschäftsbereichen unter Berücksichtigung der Knappheit von Ressourcen, insbesondere des verfügbaren Haftungspotenzials der Bank. Von besonderer Bedeutung für das Bankmanagement ist zudem der Umgang mit (finanziellen) Risiken, insbesondere Zinsrisiken, Kreditrisiken und Marktpreisrisiken von Rohstoffen, Aktien und Währungen.

    Warum sollte man so etwas lernen? Natürlich bereitet das Modul auf qualifizierte Tätigkeiten bei Finanzintermediären vor. Aber auch in Tätigkeitsfeldern außerhalb einer Bank wird man mitunter mit Themen des Bankmanagements in Berührung kommen – sei es bei der Kreditbeantragung in einem Start-up-Unternehmen, bei dem Management von Wechselkursrisiken in einem Industriebetrieb, bei der Entwicklung eines automatisierten Verfahrens zum Credit Scoring in einem FinTech-Unternehmen etc. In allen solchen Fällen ist es hilfreich, grundlegende Konzepte des Bankmanagements zu kennen, wie sie mit diesem Modul vermittelt werden.

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    Modulbeschreibung

    Dieses Modul ist ein Bachelormodul im Masterstudiengang der Modulgruppe I (BWL).
  • Die Gründung von Unternehmen und unternehmerisches Handeln sind wichtige Bestimmungsfaktoren der wirtschaftlichen Entwicklung. Aus diesem Grund möchte das Modul 31581 „Unternehmensgründung“ diesen Themenbereich den Studenten näherbringen. Dazu besitzt es das Ziel, hauptsächlich Wissen in nachfolgenden drei Bereichen zu vermitteln:

    1. Einerseits wird notwendiges theoretisches und empirisches Grundwissen aus der ökonomischen Forschung vorgestellt, welches es dem Leser ermöglicht, sich mit den Gebieten Unternehmensgründung und Unternehmertum auch im wissenschaftlichen Rahmen auseinanderzusetzen.
    2. Andererseits erwirbt der Student zugleich auch eine betriebswirtschaftliche Handlungskompetenz in Hinblick auf wichtige Aspekte der unternehmerischen Tätigkeit im Gründungsprozeß eines Unternehmens.
    3. Drittens fundiert und fördert das Modul auch das Verständnis für die sowohl allgemein betriebswirtschaftlich als auch besonders im Kontext einer Unternehmensgründung bedeutsame Frage nach der Vorteilhaftigkeit finanzieller Engagements.

    Um diese Ziele zu realisieren, enthält das Modul 31581 „Unternehmensgründung“ zwei verschiedene Teilbereiche. Zum einen ist dies der Teilbereich „Unternehmensgründung“ mit einem Umfang von 4 SWS. Zum anderen gehört auch der Teilbereich „Investitionstheorie I“ mit einem Umfang von 2 SWS zu diesem Modul.

    Teilbereich „Unternehmensgründung“ (Moduleinheiten 1 + 2)

    Dieser Bereich befaßt sich mit den ersten beiden der drei Ziele, also dem Wissenserwerb in den Bereichen Unternehmensgründung und Unternehmertum sowie der Vermittlung betriebswirtschaftlicher Gründungskompetenz. Deswegen ist er in zwei größere, zum Teil voneinander unabhängige Moduleinheiten unterteilt. Die erste davon behandelt hauptsächlich die bekannten wirtschaftswissenschaftlichen Konzepte zum Gebiet Unternehmensgründung und unternehmerisches Handeln. In der darauf folgenden zweiten Einheit geht es dann vor allem um betriebswirtschaftliche Besonderheiten bei der Führung eines neu gegründeten Unternehmens. Vor allem die Bereiche Gründungsplanung und Gründungsfinanzierung werden in diesem Zusammenhang angesprochen.

    Teilbereich „Investitionstheorie I” (Moduleinheit 3)

    Bei einer Unternehmensgründung ist es letztlich aus Unternehmersicht auch wichtig, die zumeist erheblichen Investitionsmittel nicht „in den Sand zu setzen“, sondern rentabel anzulegen. Daher sind gute methodische Kenntnisse der Investitionsrechnung gefordert. Nicht immer werden allen Studenten des Moduls „Unternehmensgründung“ diese Kenntnisse jedoch (noch) zur Verfügung stehen. Um hier Abhilfe zu schaffen, wird gleichsam als theoretische Basis des Faches ein Studienbrief zur Investitionstheorie angeboten, dessen Schwerpunkt in der finanztheoretischen Beurteilung von Zahlungsströmen liegt.

    Ergänzend zu allen Moduleinheiten bietet das zugehörige Moodle-Diskussionsforum die Möglichkeit des zeit- und ortsunabhängigen Austauschs mit anderen Studenten.

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    Leseprobe

    Modulbeschreibung

    Dieses Modul ist ein Bachelormodul im Masterstudiengang der Modulgruppe I (BWL).
 

Weiteres Modulangebot

  • Aus den hier aufgeführten Modulen können Sie nach Ihrer Interessenlage noch maximal zwei Module wählen – sofern sie nicht bereits ein Pflichtmodul der Studienrichtung oder ein studienrichtungs-spezifisches Wahlpflichtmodul der Studienrichtung sind. Beachten Sie dazu bitte auch die Kriterien zur Modulwahl am Ende dieser Seite.

    Modulgruppe I (betriebswirtschaftliche Module)

    Modul-Nr. Modulbezeichnung
    Mastermodule
    32521 Finanz- und bankwirtschaftliche Modelle (Bitz)
    32581 Investitionstheorie und Unternehmensbewertung (Hering)
    32591 Konzerncontrolling (Littkemann)
    32601 Strategisches Marketing und Internationales Marketing (Olbrich)
    32641 Internationales Management (Scherm)
    32651 Betriebliche Steuerplanung (Meyering)
    32671 Zukunftsweisende Führung (Weibler)
    32691 Dienstleistungsmanagement – Management von Dienstleistungsprozessen (Fließ)
    32781 Rechnungslegung (Brösel)
    32791 Dienstleistungsmanagement – Kundenbeziehungsmanagement (Fließ)
    32831 Elemente der Finanzwirtschaft (Baule)
    32841 Wirtschaftsprüfung (Brösel)
    32851 Risikomanagement in Supply Chains (Kieckhäfer)
    32861 Finanzmanagement mit Excel (Baule)
    Bachelormodule im Masterstudiengang
    31491 Logistik und Supply Chain Management (Kieckhäfer)
    31521 Finanzintermediation und Bankmanagement (Baule)
    31541 Produktionsplanung (Kieckhäfer)
    31561 Dienstleistungskonzeptionen (Fließ)*
    31581 Unternehmensgründung (Hering)
    31611 Innovationscontrolling (Littkemann)
    31621 Grundlagen des Marketing (Olbrich)
    31631 Marktforschung und Käuferverhalten (Olbrich)**
    31661 Organisation: Theorie, Gestaltung, Wandel (Scherm)
    31681 Grundlagen der Unternehmensbesteuerung (Meyering)
    31691 Steuerliche Gewinnermittlung (Meyering)
    31701 Personalführung (Weibler)
    31711 Verhalten in Organisationen (Weibler)
    31911 Jahresabschluss nach IFRS (Brösel)
    31921 Konzernrechnungslegung (Brösel)
    31991 Handelsmarketing, Electronic Commerce und Digital Marketing (Olbrich)

    Modulgruppe II (volkswirtschaftliche und quantitative Module)

    Modul-Nr. Modulbezeichnung
    Mastermodule
    32511 Steuern und ökonomische Anreize (Eichner)
    32531 Preisbildung auf unvollkommenen Märkten (Schmidt)
    32561 Entwurf und Implementierung von Informationssystemen (Strecker)
    32571 Ökonomische Theorie der Politik (Westphal)
    32611 Empirische Makroökonomik (Beckmann, Kruse-Becher)
    32621 Optimierungsmethoden des Operations Research (Kleine)
    32661 Fortgeschrittene Makroökonomie: Wachstum, Kojunkturschwankungen und Inflation (Beckmann)
    32681 Zeitreihenökonometrie (Kruse-Becher)
    32711 Business Intelligence (Smolnik)
    32721 Market Integration and Economic Development (Schmerer) (englischsprachiges Modul)
    32731 Angewandte Ökonometrie (Schmerer)
    32741 Vertiefung der Wirtschaftsmathematik und Statistik (Kleine, Kruse-Becher)
    32771 Internationale Finanzwissenschaft und Umweltökonomie (Eichner)
    32801 Environmental and Resource Economics (Schmidt) (englischsprachiges Modul)
    Bachelormodule im Masterstudiengang
    31311 IT Governance (Winkler)
    31721 Markt und Staat (Eichner)
    31751 Modellierung betrieblicher Informationssysteme (Strecker)
    31771 Informationsmanagement (Winkler)
    31801 Problemlösen in graphischen Strukturen (Kleine)
    31811 Planen mit mathematischen Modellen (Kleine)
    31831 Knowledge-Management (Smolnik) (englischsprachiges Modul)
    31901 Öffentliche Ausgaben (Eichner)***
    31951 Digitale Transformation (Smolnik)
    31961 Spieltheorie (Schmidt)
    31981 Devisenmärkte, Internationales Währungssystem und Wirtschaftskrisen (Beckmann)

    Modulgruppe III (juristische Wahlpflichtmodule)

    Modul-Nr. Modulbezeichnung
    Mastermodule
    32821 Gewerbliche Schutzrechte und Urheberrecht (Völzmann-Stickelbrock)
    32881 Wettbewerbsrecht für Wirtschaftswissenschaftler (Völzmann-Stickelbrock)
    55105 Arbeitsvertragsrecht (Tillmanns)
    55202 Kapitalgesellschaftsrecht (Wackerbarth)

    * Das Modul 31561 „Dienstleistungskonzeptionen“ kann letztmalig im Wintersemester 2024/25 belegt werden. Eine letztmalige Prüfungsteilnahme ist ebenfalls im Wintersemester 2024/25 (März 2025) möglich.

    ** Das Modul 31631 „Marktforschung und Käuferverhalten“ kann letztmalig im Wintersemester 2024/25 belegt werden. Eine letztmalige Prüfungsteilnahme ist ebenfalls im Wintersemester 2024/25 (März 2025) möglich.

    *** Das Modul 31901 „Öffentliche Ausgaben“ kann letztmalig im Sommersemester 2025 belegt werden. Eine letztmalige Prüfungsteilnahme ist ebenfalls im Sommersemester 2025 (September 2025) möglich.

 

Seminar

Das Seminar ist in der Studienrichtung erfolgreich zu absolvieren. Die Seminarleistung besteht aus einer:

  • schriftlichen Leistung (Seminararbeit),
  • mündlichen Leistung (z.B. ein Vortrag) während der Präsenzpflichtveranstaltung,
  • ggf. weiteren Leistungen (z.B. ein Thesenpapier oder ein Protokoll).

Die Seminarveranstaltung kann vor Ort – häufig in Hagen/Campusstandort – oder in einem virtuellen Raum stattfinden.

Masterarbeit

Die Masterarbeit ist in der Studienrichtung erfolgreich zu verfassen. In dieser Arbeit sollen Sie ein wirtschaftswissenschaftliches Problem selbstständig bearbeiten und verständlich darstellen. Der Umfang beträgt

  • ca. 50 Seiten (bzw. ~ 14.000 Wörter)
  • innerhalb von sechs Monaten.

Die Masterarbeit ist nicht mündlich zu verteidigen und bildet den Abschluss des Studiums.

 
Daniel Ruf Foto: Daniel Ruf

Ich kann jeden Tag das Wissen anwenden, das ich an der FernUni erwerbe.

Daniel Ruf, Studierender im Masterstudiengang Wirtschaftswissenschaft

Wissenswertes in Kürze

Für die Einschreibung benötigen Sie ein Zeugnis über ein abgeschlossenes Studium mit einer Regelstudienzeit von mindestens sechs Semestern an einer Hochschule im Geltungsbereich des Grundgesetzes oder einen gleichwertigen ausländischen Studienabschluss in:

  • Wirtschaftswissenschaft/Ökonomie (Bachelor, Diplom, Magister),
  • Volkswirtschaftslehre (Bachelor, Diplom, Magister).

Absolventen anderer Studienrichtungen, in denen wirtschaftswissenschaftliche Inhalte vermittelt wurden, z. B. Wirtschaftsinformatik, können eingeschrieben werden, sofern die wirtschaftswissenschaftlichen Anteile einschließlich der Hilfswissenschaften (Mathematik, Statistik, Wirtschaftsinformatik, Recht) mindestens 90 ECTS-Punkte betragen. Dabei müssen die mathematischen Inhalte (Mathematik, Statistik) einen Umfang von mindestens 10 ECTS-Punkten aufweisen. Maßstab für die Beurteilung ist der Bachelorstudiengang Wirtschaftswissenschaft der FernUniversität.

Weitere Informationen

Wichtig zu wissen:
Sie haben jederzeit die Möglichkeit, das für Sie für passende Lernpensum – über die Anzahl der belegten Module – selbst festzulegen. Das ist unabhängig von der Einschreibung in ein Teil- oder Vollzeitstudium.

Teilzeitstudium

1. Semester 2. Semester
3. Semester 4. Semester
5. Semester 6. Semester

Vollzeitstudium

1. Semester 2. Semester
3. Semester 4. Semester

Zu allen angebotenen Modulen werden bis zu vier Prüfungstermine pro Studienjahr angeboten. Die Termine sind immer schon weit im Voraus bekannt.

Modulabschlussprüfungen sind in jedem Modul erfolgreich zu erbringen. Sie können vier Ausprägungsformen annehmen. Die konkrete Prüfungsform legt der Prüfer fest:

Weitere Informationen

Download-Informationen

In diesem Heft finden Sie allgemeine Hinweise zum Studium und zum Curriculum sowie Übersichten und Antragsformulare.

Studien- und Prüfungsinformationen Nr. 1​​​​​​

Prüfungsordnung

Prüfungsordnung M.Sc. Wirtschaftswissenschaft

Studienberatung

Wir sind gerne für Sie da. Nehmen Sie einfach mit uns Kontakt auf.

Fotos von Dr. Jens Wehrmann, Markus Bremshey, Simone Barkam, Damian Pozo und Patrick Hasler Fakultät Wiwi/Fotos: H. Welsch)

Dr. Jens Wehrmann, Markus Bremshey, Simone Barkam, Dr. Damian Pozo, Patrick Hasler

Tel.: +49 (0)2331 / 987 - 4807, E-Mail: wiwi.fachstudienberatung@fernuni-hagen.de

  •   +49 2331 987-
    Durchwahl

    E-Mail
    Markus Bremshey 4807 wiwi.pa
    Damian Pozo 2356
    Dr. Jens Wehrmann 2569
    Patrick Hasler 2662
    Simone Barkam 2629
    Steffi Fischer 2654
    Rebecca Grünewald 2431

    Kontakt Prüfungsamt

 

Weitere Studienrichtungen


  • Im Wahlpflichtprogramm sind fünf Wahlpflichtmodule zu belegen, mit Einsendearbeiten zu bearbeiten und jeweils mit einer Prüfung abzuschließen. Es gelten folgende einzuhaltende Randbedingungen:

    • Es können höchstens zwei Bachelormodule im Masterstudiengang gewählt werden.
    • Mindestens jeweils ein Modul ist aus der Modulgruppe I (betriebswirtschaftliche Module) und der Modulgruppe II (volkswirtschaftliche und quantitative Module) zu wählen.
    • Es kann höchstens ein juristisches Wahlpflichtmodul (Modulgruppe III) gewählt werden
 
Redaktion | 22.02.2024