Lehrgebiet Bildungstheorie und Medienpädagogik

Illustration Künstliche Intelligenz Foto: pixabay.com

Lehrgebietsprofil

Das Lehrgebiet Bildungstheorie und Medienpädagogik im Institut für Bildungswissenschaft und Medienforschung setzt sich mit dem Einfluss der Digitalisierung auf Individuum und Gesellschaft unter Einbezug der Geschichte von Bildung und aktueller bildungstheoretischer Positionen auseinander. Zudem liegt mit der innovativen Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen mit Bildungstechnologien ein weiterer, großer Schwerpunkt auf der Implementierung von Künstlicher Intelligenz und Learning Analytics in der Hochschulbildung bzw. beruflichen (Weiter-)Bildung auf der Grundlage von ethisch-rechtlichen Leitlinien.

In Forschung und Lehre wird grundlegend der Frage nachgegangen, wie Medien in Interaktions- und Kommunikationsprozessen zur Erreichung von Lern- und Bildungszielen beitragen können. Das Lehrgebiet Bildungstheorie und Medienpädagogik hat dementsprechend drei Schwerpunkte in Forschung und Lehre:

  • Bildungstheoretische Fundamente werden in Hinblick auf das Lehren und Lernen mit digitalen Medien analysiert und angewandt. Im Mittelpunkt steht das Verständnis für den Zusammenhang von Individuum, Gesellschaft und Medien sowie für die Identitätsbildung und Wirklichkeitserfahrung mit digitalen Medien. Theorien der Interaktion und Kommunikation werden im Kontext von Bildungs- und Lernprozessen mit digitalen Medien und der zunehmenden Algorithmisierung unserer lebensweltlichen Praktiken weiterentwickelt.

  • Konzepte für medienorientiertes Handeln und mediengestützte Kommunikation werden entworfen und erprobt. Dafür werden medienpädagogische Aspekte der Medienwirkung, -nutzung, -sozialisation und -gestaltung in den Blick genommen. Insbesondere digitale Medien werden als Kommunikationsmittel in den Handlungsfeldern Freizeit, Bildung und Beruf analysiert. Es werden Kommunikations- und Interaktionsprozesse mit digitalen Medien entwickelt und erforscht, insbesondere internetbasierte Kommunikationsszenarien mit verschiedenen asynchronen und synchronen Werkzeugen (u.a. für das Fernstudium) gestaltet und evaluiert.

  • Das Lehrgebiet engagiert sich in der frühzeitigen Mitgestaltung ethischer Künstlicher Intelligenz in der Hochschulbildung auf verschiedenen Ebenen. In ihren Forschungsprojekten untersuchen die Forscherinnen und Forscher des Lehrgebiets, wie Kompetenzen der Studierenden durch KI für ihre wissenschaftliche Qualifizierung gestärkt werden können und Lehrenden mehr Raum für eine forschungsfördernde, anregende Interaktion mit den Studierenden bleibt.

    Das Lehrgebiet arbeitet eng mit dem KI-Campus des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft zusammen und unterstützt im BMFTR-geförderten Forschungsprojekt „KI-Kompetenzen an Hochschulen stärken“ die FernUniversität in Hagen sowie weitere NRW-Hochschulen bei der Förderung von KI-Kompetenzen. Dazu integrieren und kuratieren die Forscher:innen KI-Campus-Lernangebote für Studium und Lehre, beraten Hochschulen didaktisch und technisch nach ethischen Grundsätzen, verantworten den FernUni KI-Campus-Hub NRW sowie die Community of Practice „KI in der Hochschullehre nutzen“. Zudem entwickeln sie die KI-Campus-Moodle-Instanzen technisch weiter, einschließlich der Integration von KI-Lernassistenten.

    Im europäischen Verbundprojekt ADMIT, das von der EADTU koordiniert wird, arbeitet das Lehrgebiet Bildungstheorie und Medienpädagogik als Vertretung der FernUniversität mit neun weiteren Open Universities zusammen. Das übergeordnete Ziel des Projekts besteht darin, entscheidende pädagogische und ethische Bedingungen zu identifizieren, die den Einsatz von großen Sprachmodellen und generativer KI zur Verbesserung von Lehren und Lernen ermöglichen.

    Im OpenEU-Projekt beteiligt sich das Lehrgebiet an der Entwicklung eines Microcredential zum Themenfeld Generative and Agentic AI. Zu den Aufgaben gehören die Sichtung und Kuratierung von Kursangeboten, aber auch die Prüfung der Verwendbarkeit im Hinblick auf das Joint Educational Framework.

 

  • Abbildung: FernUniversität

    Symposium am 14.7.2026

    Vortragsfolien online - Am Dienstag,14. Juli 2026, fand an der FernUniversität in Hagen das Symposium „Avatare, Agenten, Androiden: Neue Akteure in der Hochschulbildung?“ statt.

  • Abbildung: FernUniversität

    Der KI-Campus an der FernUniversität

    Erfahren Sie auf der Projektseite des KI-Campus an der FernUniversität mehr über die Verbreitung und den Transfer von Wissen über und vor allem mit Künstlicher Intelligenz.

  • Abbildung: FernUniversität

    Medien im Diskurs

    Der Online-Sammelband Medien im Diskurs bietet eine Plattform für fundierte Stellungnahmen zu Medienformen und -phänomenen mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen.

  • Abbildung: Springer Verlag

    Sammelband KI in der Bildung

    Der im Jahr 2023 erschienene Band KI in der Bildung geht von einer bildungswissenschaftlichen Perspektive auf Künstliche Intelligenz (KI) aus.

  • Abbildung: KI-Campus

    KI-ExpertLab

    Die Sichtbarkeit von KI-Projekten für Hochschulen, Lehrende und Lernende zu erhöhen, hat sich die Arbeitsgruppe Mit KI lernen des KI-ExpertLabs Hochschullehre zur Aufgabe gemacht.

 

Aktuelles


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Studium und Lehre

Unter Studium und Lehre erhalten Sie weitere Informationen zu den vom Lehrgebiet betreuten Studiengängen und Informationen zum virtuellen Studium an der FernUniversität.

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Forschung

Unter Forschung erhalten Sie Informationen zu unseren Forschungsaktivitäten, unseren Projekte, Publikationen und Vorträgen.

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Kontakt

Lehrgebietsassistenz

Josephine Vogt
E-Mail: sekretariat.dewitt
Tel.: +49 2331 987-4491
Fax: +49 2331 987-4493


Animationsfilm zum Thema Künstliche Intelligenz

Der Film wurde von der Firma Puppeteers umgesetzt. Die Figur Yuna ist urheberrechtlich geschütztes Eigentum von Puppeteers.

Im Rahmen der Keynote von Prof. Dr. Claudia de Witt auf der Tagung zum Thema Künstliche Intelligenz und Diversität in der Hochschulbildung am 14.11.2019 in Hagen assistierte Yuna per Video.