Einstieg

Foto: Jakob Studnar

Der M.Sc.-Studiengang in Psychologie umfasst eine vertiefte Ausbildung in vier Anwen­dungs­fächern der Psychologie (Bildungs­psycho­logie, Community Psychologie, Personal­psycho­logie und Rechts­psycho­logie) sowie eine inhalts­über­grei­fende Ausbildung in der fort­geschrit­tenen psycho­logischen Methodik (angewandte Forschungs­methoden, Daten­analyse und Evaluation) und der Psycholo­gischen Diagnostik (Test­konstruktion und Gutachten­erstellung). Die anwen­dungs­orien­tierte Profilierung des Studien­gangs wird durch Lehr­ange­bote aus dem Bereich der Gesund­heits­psycho­logie abgerundet, die für die oben genannten Anwen­dungs­gebiete von Bedeutung sind (Gesund­heits­förderung, Stress­bewäl­tigung und Prävention). Praktische Kompetenzen werden im Rahmen eines berufs­orien­tierten Praktikums, in einem Projektmodul und in der Masterarbeit systematisch ausgebaut.

Der M.Sc. Psychologie führt im Vergleich zum B.Sc. Psychologie zu einem höherwertigen berufs­qualifi­zierenden Abschluss in Psychologie und bietet gleichzeitig die Grundlage für die Aufnahme eines weiter­quali­fizie­renden Promo­tions­studiums.

Der Studiengang kann als Teilzeit- oder als Voll­zei­tstudien­gang absolviert werden. Die Integration von intensiv betreuten Präsenz­veran­staltungen in das Curriculum sowie die Kooperation in mentoriell betreuten, computer­mediierten Arbeits­gruppen auf virtuellen Lehr- und Lern­platt­formen ermöglicht die syste­ma­tische Vermittlung sozialer und kommu­ni­ka­tiver Kompetenzen, die für ein erfolgreiches psycho­logisches Arbeiten erforderlich sind.

 

Studienziele

Die mit dem Abschluss M.Sc. Psychologie erworbenen fachwissenschaftlich-psychologischen Kompetenzen und Fertigkeiten qualifizieren die Absolvent*innen insbesondere für eigenverantwortliche berufliche Tätigkeiten im Beratungs- und Bildungswesen (z.B. der Unternehmensberatung, der Beratung von Bildungsinstitutionen, der Politikberatung) bzw. der Anwendung psychologisch-diagnostischer Verfahren, der Durchführung psychologischer Interventionen und der Maßnahmenevaluation in Bildungs-, Wirtschafts- und Verwaltungsorganisationen oder im Gesundheits- und Sozialwesen. In diesen verschiedenen berufspraktischen Feldern stehen Fragen der Förderung des psychosozialen Wohlbefindens, des sozialen Konfliktmanagements, der Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung, des Lebensmanagements und des positiven Alterns im Vordergrund, speziell in der Arbeits- und Organisationspsychologie u.a. Aufgaben des klassischen Personalmanagements.

  • Zentrale berufspraktische Tätigkeitsmerkmale der genannten Bereiche, wie sie in den Inhalten des M.Sc.-Studiengangs repräsentiert sind, umfassen:

    • die Analyse und Optimierung von Kommunikations-, Lehr- und Lernprozessen, von Arbeitsaufgaben und -abläufen,
    • die Förderung der Selbstorganisation von Individuen, Gruppen und Organisationen,
    • die Lösung von interpersonalen oder intergruppalen Konflikten und Diversity Management,
    • die eigenverantwortliche psychologische Diagnostik (inkl. der Diagnostik von Vulnerabilitätsfaktoren und Bewältigungsressourcen im Bereich des Gesundheitsverhaltens) sowie die Erstellung und Präsentation psychologischer Gutachten,
    • eigenverantwortliche Konzeption und Evaluation von Maßnahmen der Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz, in Familien, Schulen und Gemeinden,
    • eigenverantwortliche Beschreibung, Erklärung und Diagnostik der Bedingungen sozialer Konflikte, die Formulierung und Durchführung von sozial- und community-psychologischen Interventionsansätzen und deren Evaluation,
    • die eigenverantwortliche Diagnostik von Eignung und Leistung in Unternehmen (inkl. Berufsberatung),
    • Maßnahmen der Personal- und Organisationsentwicklung
    • Durchführung von Begutachtungen als psychologische Sachverständige im Bereich rechtspsychologischer Fragestellungen (u.a. aussagepsychologisch, familienrechtlich, kriminalprognostisch) sowie die Erstellung und Präsentation rechtspsychologischer Gutachten
    • eigenverantwortliche Konzeption, Durchführung und Evaluation von Interventionsmaßnahmen bei Straftäter*innen
    • eigenverantwortliche Konzeption, Durchführung und Evaluation von Betreuungsmaßnahmen für verhaltensauffällige/straffällige Jugendliche
    • die Vermittlung psychologischen Wissens in den genannten Praxisfeldern

    In sämtlichen genannten Tätigkeitsbereichen verbinden sich methodische und praktische Elemente der Problemanalyse bzw. Bestandsaufnahme, der Vorhersage sowie der Planung, Durchführung und Überprüfung des Erfolges von Interventionen.

Hinweis

Der Studiengang bietet keine vertiefenden Module im Bereich der Klinischen Psychologie an. Studierenden, die einen überwiegend klinisch-psychologisch orientierten Beruf anstreben, wird daher die Wahl eines Studiengangs mit einem entsprechenden Angebot in Klinischer Psychologie empfohlen. Die Psychotherapie-Ausbildung bzw. -Weiterbildung ist mit diesem Masterstudiengang nicht möglich (s. FAQ zu diesem Thema).

 

Lehre und Betreuung

  • Der Studiengang ist als Fernstudiengang konzipiert, der als Teilzeit- oder als Vollzeitstudiengang studiert werden kann. Gemäß dem von der Fakultät für Psychologie vertretenen didaktischen Konzept des Blended Learning verbindet die Lehre schriftliche Wissensvermittlung in Form von Kursen und Pflichtlektüre mit der Lehre über online-Vorlesungen, virtuellen Lehr- und Lernplattformen, Präsenzveranstaltungen und Online-Übungen.

    Ein Schwerpunkt der Wissensvermittlung sind gedruckte oder elektronische Lehrtexte, die das selbstständige Erarbeiten der Lehrinhalte ermöglichen. Der eigentliche Lehrtext wird ergänzt durch Studierhinweise, Lern- und Rechercheaufgaben sowie Hinweise zur Pflicht- und weiterführenden Literatur. Zusätzlich zur Wissensvermittlung über gedruckte Lehrtexte werden zur thematischen Vertiefung in einzelnen Modulen des Studiengangs Online-Vorlesungen eingesetzt. In virtuellen Übungen und Präsenzübungen werden Schlüsselkompetenzen eingeübt und gefestigt.

  • Die kontinuierliche Betreuung der Studierenden wird über die virtuelle Lernumgebung auf der Grundlage von Moodle (Modular Object-Oriented Dynamic Learning Environment) gewährleistet. In Moodle werden von den hauptamtlichen Lehrenden des Studiengangs (d.h. den Professor*innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen) thematische Diskussionsforen und Newsgroups initiiert, beaufsichtigt und fachlich begleitet und Materialien bereitgestellt. Die hauptamtlichen Lehrenden werden in ihrer Lehrtätigkeit durch fachlich qualifizierte wissenschaftliche Online-Tutor*innen und Fachmentor*innen unterstützt. Moodle bietet für die Studierenden vielfältige Möglichkeiten der Vernetzung und des Austauschs mit anderen Studierenden, des Kontakts mit Lehrenden und Betreuenden und einer zeit- und raumunabhängigen inhaltlichen Erarbeitung der Lehrinhalte.

Fakultät Psychologie | 04.07.2023